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Kapitel 2

ผู้เขียน: Selina
„Du gehst ihr wirklich nicht nach?“

Xavier schnaubte kalt.

„Sie ist nur beleidigt. Wenn ich ihr jetzt auch noch nachlaufe, was ist dann mit dir?“

Er machte eine kurze Pause. Dann klang seine Stimme fast gleichgültig.

„Am Ende hat sie außer mir niemanden, auf den sie sich verlassen kann. Sie lässt sich leichter beruhigen als du.“

Mein Herz brannte, als wäre es aufgeschnitten worden. Seine Worte fuhren wie kalter Wind über die offene Wunde.

Vor sechs Jahren gestand Xavier mir genau hier seine Liebe. Damals sagte er: „In diesem Leben will ich nur dich.“

Und damals gab er sich wirklich Mühe, mich zu erobern.

Als ich fünfzehn war, heirateten meine Eltern beide neu und gründeten eigene Familien. Von da an wurde ich zu einer Last, über die niemand mehr sprechen wollte.

Ich wehrte mich gegen Liebe. Ich wehrte mich gegen den Gedanken an eine eigene Familie.

Fünfmal wies ich Xavier zurück.

Beim letzten Mal lebte ich allein. Ein Verbrecher verfolgte mich bis vor meine Wohnung.

Xavier tauchte rechtzeitig auf und überwältigte den Mann.

Dabei wurde er verletzt und kam ins Krankenhaus.

Nachdem die Krankenschwester seine Wunde verbunden hatte, sah er mich plötzlich mit geröteten Augen an.

„Brittany, warum tust du immer so stark? Kannst du mich nicht einfach auf dich aufpassen lassen?“

In diesem Moment wurde mein Herz weich.

Ich dachte, mit einem so zuverlässigen und sanften Mann zusammen zu sein, war vielleicht gar nicht so schlecht.

Noch am selben Abend brachte er mich hierher und gestand mir seine Liebe.

Als er mein Ja hörte, verlor er all seine übliche Ruhe. Dieser sonst so höfliche und gefasste Mann hob mich hoch wie ein großer, dummer Junge und drehte sich mit mir immer wieder im Kreis.

Bis uns beiden schwindlig wurde und wir zusammen zu Boden fielen.

Er hielt mich fest in seinen starken Armen und schützte mich vor dem Aufprall.

Wir saßen auf den Stufen vor der Tür. Er sah zum Mond hinauf und schwor mir: „Solange ich da bin, bist du nicht einsam. Nie wieder wirst du verlassen.“

Doch jetzt riss er genau die Wunde wieder auf, die ich ihm damals mit all meinem Mut gezeigt hatte.

Kaum war sie vernarbt, stieß er mir erneut ein Messer hinein.

Ich lachte bitter über mich selbst.

Dann öffnete ich die E-Mail mit dem Versetzungsangebot. Sie kam vor fünf Tagen und lief bald ab.

[Brittany Judson nimmt die Versetzung in die Zentrale an.]

Diese wenigen Worte waren am Ende gar nicht so schwer zu tippen.

Ich hob den Blick und sah zum Mond hinauf. Er lag halb verborgen hinter dünnen Wolken.

Xavier, eigentlich bin ich überhaupt nicht leicht zu beruhigen.

Und von jetzt an brauche ich dich auch nicht mehr dafür.

Mein Zug zur neuen Stelle fuhr am Nachmittag des Zweiten. Mir blieb nicht mehr viel Zeit.

Sobald ich in die Wohnung zurückkam, wusch ich hastig den Schmutz von meinem Körper. Dann begann ich, meine Sachen zu packen.

Viele Dinge von mir gab es in der Wohnung nicht. Alles war schnell verstaut. Ein großer und ein kleiner Koffer reichten.

Um drei Uhr morgens buchte ich für die nächsten Tage ein Hotel. Gerade als ich gehen wollte, stieß ich direkt mit Xavier zusammen.

Er kam erst jetzt von der Feier zurück.

Er legte die völlig betrunkene Eloise aufs Sofa und drückte mir eine Tüte mit Birnen in die Hand.

„Gut, dass du noch wach bist. Sie hat zu viel getrunken. Koch ihr eine Suppe gegen den Kater. Sonst macht sie heute Nacht wieder Theater.“

Ich blieb reglos stehen.

Als wir gerade zusammengezogen waren, kam er einmal leicht betrunken von einer Feier zurück und übergab sich die ganze Nacht.

Ich hatte Mitleid mit ihm und stand mitten in der Nacht auf, um ihm eine Suppe gegen den Kater zu kochen.

Doch der Tontopf hielt die Hitze nicht aus. Er platzte plötzlich.

Die kochend heiße Suppe und die Scherben spritzten über meinen ganzen Körper.

Als Xavier das sah, war er sofort nüchtern.

Beim Anblick meiner Wunden standen Schmerz und Schuld in seinem Gesicht.

Seitdem ließ er mich nie wieder in die Küche.

Selbst wenn er krank war und nur einfachen Reisbrei wollte, bestellte er lieber Essen, statt mich kochen zu lassen.

All die Jahre betrat ich die Küche kein einziges Mal. Sogar Obst wusch er für mich und stellte es mir fertig hin.

Bis heute hing an der Küchentür noch ein Schild, das er selbst gemacht hatte.

[Küchenbereich. Zutritt für Brittany verboten.]

Ich lachte spöttisch und warf das Schild in den Mülleimer.

„Tut mir leid. Das ist nicht meine Aufgabe. Wenn sie etwas trinken will, bestell ihr was.“

Damit nahm ich meinen Koffer und wollte gehen.

Doch Xavier packte mich am Handgelenk und drückte mich gegen die Tür.

„Jetzt reicht’s, Brittany. Ein paar harte Worte, okay. Aber warum packst du wirklich deine Sachen? Ich habe dir doch gesagt, dass es nur ein Aprilscherz war. Hör auf mit diesem Drama.“

Er beugte sich näher zu mir.

„Ich weiß, dass du mich so schnell wie möglich heiraten willst. Ich will das auch. Nächstes Jahr. Nächstes Jahr heiraten wir ganz sicher, okay?“

Sein Atem roch leicht nach Alkohol und streifte meinen Hals.

Doch diesmal ließ ich mich nicht mehr wie früher mit ein paar Worten von ihm beruhigen.

Ich stieß ihn weg und gab ihm eine Ohrfeige.

„Xavier, ich habe mich klar genug ausgedrückt. Wir sind getrennt. Ich werde dich nicht heiraten!“

Diese Ohrfeige riss nicht nur ihn aus seinem Rausch.

Auch Eloise auf dem Sofa wurde ein gutes Stück wacher.

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