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Kapitel 4

ผู้เขียน: Selina
Ich stieß sie heftig von mir weg.

Unwillkürlich wollte ich mir übers Gesicht kratzen. Doch schon die kleinste Berührung jagte mir einen stechenden Schmerz durch die Haut.

„Hust ... hust ... Mein Gesicht tut furchtbar weh ... Was war das?“

Xavier stürmte herbei und packte meine Hand. Seine Stimme bebte vor Zorn.

„Du hast doch gesagt, das ist nur Abschminkwasser! Warum bekommt sie dann so viele rote Ausschläge?“

Eloise wurde knallrot.

„Ich ... ich weiß es nicht. Ich habe einfach irgendwas genommen. Außerdem schminkt sie sich doch ständig so dezent, nur um mit mir zu konkurrieren. Das hat mich eben genervt! Du hast doch selbst gesagt, dass es nicht gut aussieht. Deshalb hast du bei dem Streich mitgemacht!“

Mein ganzer Körper zitterte. Alles wurde taub. Sogar das Atmen fiel mir schwer.

„Ich wusste doch, dass du sie niemals wirklich zu mir schicken würdest, nur damit sie sich entschuldigt! Xavier ... Du hast nicht einmal das Recht, von einem sauberen Ende zu reden!“

Unter Schmerzen taumelte ich Richtung Bad. Ich wollte mir nur noch das Gesicht waschen.

Doch kaum machte ich einen Schritt, verschwamm alles vor meinen Augen.

„Brittany, mach mir keine Angst!“

Als ich wieder aufwachte, war es bereits Abend.

Der Schmerz in meinen Wangen war noch immer heftig.

Während der Behandlung hörte ich benommen, dass mein Kinn und meine rechte Gesichtshälfte verletzt waren. Einige Stellen mussten genäht werden.

Meine Bewegung weckte Xavier, der neben mir gewacht hatte.

„Brittany, endlich bist du wach. Du hast mir Todesangst gemacht. Der Arzt hat gesagt, du hast allergisch auf eine Desinfektionslösung reagiert und einen allergischen Schock bekommen.“

Er hielt kurz inne. Dann verteidigte er sie trotzdem wieder.

„Sie wollte sich wirklich bei dir entschuldigen. Du weißt doch, sie ist einfach zu stolz. Manche Sachen von ihr gehen vielleicht zu weit, aber sie meint es nicht böse. Sei nicht wütend, ja?“

In seinen hastigen Worten lag keine Sorge darüber, ob ich wegen meines verletzten Gesichts leiden oder mich schämen würde.

Da war nur seine Ausrede für sie.

Ich sah ihn an.

Ich sah dieses Gesicht an, das ich so viele Jahre geliebt hatte und das mir jetzt plötzlich fremd vorkam.

Tränen liefen mir über die Wangen.

„Ich bin nicht wütend. Ich bereue nur, dass ich damals überhaupt mit dir zusammengekommen bin.“

Sein Körper erstarrte.

Gerade wollte er etwas sagen, da leuchtete sein Handy auf.

Als Xavier den Namen [Tyrannin] auf dem Display sah, verdrängte er seine Gefühle sofort.

„Ich gehe kurz raus. Ruh dich aus. Ich bin gleich wieder da.“

Er ging hastig hinaus.

Wie ferngesteuert folgte ich ihm.

Durch den Türspalt zum Treppenhaus sah ich ihn neben Eloise sitzen.

„Schon gut. Mach dir keine Vorwürfe. Sie wird nicht wütend bleiben. War es nicht jedes Mal so? Am Ende beruhigt sie sich doch wieder.“

Eloise schlug ihm gegen die Schulter.

„Wenn sie das schon nicht aushält, was macht sie dann erst, wenn sie erfährt, dass du ihr damals nur nachgestellt hast, weil du eine Wette gegen uns verloren hast? Und dass wir den Tag für dein Liebesgeständnis extra auf den ersten April gelegt haben? Dann dreht sie doch komplett durch!“

In diesem Moment war es, als zerbarst etwas direkt neben meinem Ohr.

Außer einem dumpfen Dröhnen hörte ich nichts mehr.

Xavier hielt ihr den Mund zu und sah sich hastig um.

„Pst! Das ist ewig her. Vergiss es einfach. Vergrab es tief in dir und sprich nie wieder darüber!“

Meine Beine wurden weich. Es fühlte sich an, als hätte mir jemand alle Knochen aus dem Körper gezogen.

Ich konnte kaum noch stehen.

Die Fragen, die mich so lange gequält hatten, bekamen endlich eine Antwort.

Warum ich immer gegen Eloise verlor, sobald er sich entscheiden musste.

Warum Xavier behauptete, mich zu lieben, und trotzdem zuließ, dass sie mich immer wieder verletzte.

Ich war so dumm gewesen.

Ich glaubte die ganze Zeit, ihm sei seine Freundschaft mit den Jungs einfach zu wichtig.

Nie dachte ich daran, dass alles, was er mir gab, von Anfang an falsch war.

Sogar der Anfang, den ich für meine Rettung hielt, stand auf einer Lüge.

In ihren Augen war ich nie Xaviers Freundin.

Ich war nur der Clown, mit dem sie sich die Zeit vertrieben.

In diesem Moment zerbrach auch der letzte Rest meiner Würde.

Ich presste meine zitternden Lippen fest zusammen.

Ich musste weg.

Weg von dieser falschen, erstickenden Welt.

Ich nahm ein Taxi zum Hotel, holte mein Gepäck und fuhr direkt zum Bahnhof.

Dort buchte ich mein Ticket auf den nächsten Zug zur Zentrale um.

Kurz bevor ich einstieg, erschien Xaviers Nachricht auf meinem Handy.

[Der Arzt sagt, du musst noch beobachtet werden. Lauf nicht einfach weg. Wo bist du? Ich komme dich holen.]

Als ich diese scheinheilige Sorge las, lachte ich unter Tränen.

Ich antwortete nicht.

Ich blockierte und löschte seine Nummer. Danach löschte ich auch die Kontakte all seiner Freunde.

Xavier.

Euer Aprilscherzspiel spiele ich nicht mehr mit.

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