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Die Last des Erbes

ผู้เขียน: Topher Jay
last update วันที่เผยแพร่: 2026-07-13 16:03:29

Kapitel 2: 

Lisa starrte auf ihr Handy, bis der Bildschirm dunkel wurde.

„Wir wissen Bescheid.“

Zwei Worte von einer unbekannten Nummer, und ihr lief es eiskalt den Rücken hinunter. Sie löschte die Nachricht, doch ihre Hände zitterten. Jemand hatte sie gesehen. Jemand wusste von dem Baby. 

Ihr Büro kam ihr von Minute zu Minute enger vor. Das Pochen in ihrem Finger erinnerte sie an Liliths Absatz. _Ist das ein Druckmittel?_ 

Es klopfte an der Tür, noch bevor sie darauf reagieren konnte. Marcus trat herein, ohne zu warten. „Im Vorstand herrscht Chaos. Williams hat dich verlassen, um zu den Wölfen zurückzukehren.“

„Hat er etwas über mich gesagt?“, fragte Lisa.

Marcus zögerte. „Er sagte, ich solle dir sagen, du sollst dort bleiben, wo du bist.“

Bleib, wo du bist, während Lilith ihn wie ein Hai umkreist. Bleib, wo du bist, während ein Unbekannter ihr Baby über ihren Kopf hält. 

„Nein“, sagte Lisa. Sie stand auf. „Ich verstecke mich nicht.“

Marcus versperrte ihr den Weg zur Tür. „Wenn du jetzt da rausgehst, machst du alles nur noch schlimmer. Lilith erzählt den Investoren bereits, dass du labil bist. Sie nutzt den Kuss aus.“

Lisa wurde übel. „Wie nutzt sie ihn?“

„Sie behauptet, Williams habe die Beziehung zu dir beendet, weil du besessen von ihm warst. Sie hat Zeugen.“

Der Boden unter Lisas Füßen fühlte sich wackelig an. _Hat er gelogen?_ 

Ihr Handy summte erneut. Dieselbe unbekannte Nummer. 

„Sitzungssaal. Sofort. Oder wir verschicken das Foto.“

Lisa stockte der Atem. Foto. Von was? 

Sie sah Marcus an. „Ich muss gehen.“

„Das kannst du nicht“, sagte er. „Williams wird die Kontrolle über den Raum verlieren.“

„Dann hätte er sie nicht vor allen Leuten küssen sollen.“

Lisa schob sich an ihm vorbei. Ihr Finger brannte, aber sie hielt nicht an. Im Flur wurde hinter vorgehaltener Hand getuschelt. Sekretärinnen, mit denen sie seit Jahren zusammengearbeitet hatte, vermieden ihren Blick. 

Lilith hatte den Krieg bereits begonnen.

Sie drängte sich in den Sitzungssaal. Alle Köpfe drehten sich um. Williams stand am Kopfende des Tisches, Lilith an seiner Seite. Sein Gesicht war angespannt. 

Lisa ignorierte ihn. Sie wandte sich an den Vorstand. „Wer hat die SMS geschickt?“

Liliths spöttisches Grinsen kehrte zurück. „Welche SMS, meine Liebe?“

Lisa holte ihr Handy heraus. „Im Sitzungssaal. Sofort. Oder wir verschicken das Foto.“ Sie las es laut vor. „Jemand erpresst uns.“

Ein Raunen ging durch den Raum. Die Investoren rutschten unruhig hin und her. Williams trat einen Schritt vor. „Gib mir das Handy.“

Lisa hielt es zurück. „Erst, wenn du mir sagst, welches Foto.“

Lilith lachte. „Sie ist paranoid. So wirkt sich Besessenheit nun einmal aus.“ Sie wandte sich an den Vorstand. „Wir sollten sie aus dem Gebäude entfernen, bevor sie eine Szene macht.“

_Sie will, dass ich verschwinde, bevor ich etwas sage._ dachte Lisa. 

Williams presste die Kiefer aufeinander. 

_Gott, Lisa. Halte durch. Brech jetzt nicht zusammen._

Lisa hob das Kinn. „Ihr wollt, dass ich verschwinde, weil ich mit seinem Kind schwanger bin.“

Es herrschte Stille. 

Liliths Lächeln verschwand. „Lügen. Sie würde alles sagen, um diese Fusion zu ruinieren.“

„Dann testet mich“, sagte Lisa. „Sofort.“

Williams stellte sich zwischen sie. „Genug.“ Seine Stimme war leise und hart. „Lisa, komm mit mir.“

„Nein“, sagte Lilith. „Sie bleibt. Wir stimmen jetzt ab.“

Der Vorstandsvorsitzende hob die Hand. „Wer dafür ist, die Fusion mit Sterling bis zum Abschluss der Untersuchung auszusetzen?“

Hände gingen hoch. Zuerst langsam, dann immer mehr. 

Lilith kniff die Augen zusammen. Sie holte ihr eigenes Handy heraus und tippte schnell. 

Lisas Handy vibrierte in ihrer Hand. 

Ein Foto wurde geladen. 

Sie war es. Vor Wochen aufgenommen. Beim Verlassen einer Klinik. Die Hand auf dem Bauch. Der Zeitstempel deutlich zu erkennen.

Lisa wurde eiskalt. 

Lilith blickte auf und lächelte. „Na also. Du hast also doch Beweise.“

Marcus trat vor. „Woher hast du das?“

Lilith zuckte mit den Schultern. „Investoren achten auf Risiken. Eine schwangere Sekretärin ist ein Risiko.“

Williams starrte auf den Bildschirm. Sein Gesicht wurde ausdruckslos. 

_Ich kann sie nicht beschützen, wenn sie das haben._

Lisa sah ihm in die Augen. „Warst du das?“

Er antwortete nicht schnell genug.

Der Vorstandsvorsitzende räusperte sich. „Miss Carter, der Sicherheitsdienst wird Sie hinausbegleiten.“

Zwei Wachleute erschienen an der Tür. 

Lisas Handy vibrierte erneut. Dieselbe Nummer...

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