LOGINAls ein verheerender Skandal sein Familienimperium zu zerstören droht, bleibt dem milliardenschweren CEO Williams Kingston nichts anderes übrig, als Lilith Sterling zu heiraten – die skrupellose Erbin, deren Vermögen alles retten kann. Die Vereinbarung ist klar: ein Jahr lang perfekte Fassade in der Öffentlichkeit. Im Privaten Gleichgültigkeit. Doch Williams’ Herz gehörte nie seiner neuen Frau. Seit sechs Jahren liebt er Lisa Carter, seine äußerst loyale Sekretärin und die einzige Person, die ihn wirklich verstanden hat. Sie gehen zu lassen, ist das schwerste Opfer, das er je gebracht hat. Bis gestohlene Nächte zu einer leidenschaftlichen heimlichen Affäre entfachen. Dann entdeckt Lisa, dass sie sein Kind erwartet. Aus Angst, zu dem Skandal zu werden, der das Imperium zerstört, für das er alles geopfert hat, verschwindet sie spurlos. Unterdessen schlüpft Lilith mit eiskalter Präzision in ihre Rolle als Mrs. Kingston. Schön, brillant und weitaus gefährlicher, als irgendjemand ahnte, gibt sie sich nicht damit zufrieden, nur vorübergehend da zu sein. Sie will den Thron, und sie wird jede Waffe einsetzen, um ihn für sich zu beanspruchen. Während Geheimnisse gelüftet werden und verborgene Erben auftauchen, prallen drei skrupellose Akteure in einem Krieg aufeinander, in dem Liebe, Rache und Macht untrennbar miteinander verschmelzen. In einer glitzernden Welt der Milliardäre bleibt nur eine Frage offen: Wer wird die Flammen des Vermächtnisses überleben?
View MoreKapitel 30:_LILITH POV_Der Beton ist kalt an meinem Rücken.Block C. Einheit 4. Zelle 12. 2:14 Uhr.Tasha schnarcht. Das Waschbecken tropft. Alle 14 Sekunden.Eigentlich dürfte ich nicht daran denken.Im Hausrecht steht: _Konzentrieren Sie sich auf die Gegenwart. Resozialisierung. Nach vorn blicken._Aber mein Kopf macht nicht mehr, was man ihm sagt. Nicht um 2:14 Uhr.Und heute Nacht geht er zurück.---_Mit 6. Mercer House. Winter._Das Haus war groß. Zu groß.Weiße Säulen. Schwarze Tür. Eine Einfahrt, für die man drei Minuten gebraucht hat.Mein Vater nannte es „eine Anlage“. Meine Mutter nannte es „Zuhause&ld
Kapitel 29:_WILLIAMS POV_Das Board-Meeting begann an einem Donnerstag um neun Uhr.Um viertel nach neun dachte ich schon an Pfannkuchen.Nicht an die Sorte, über die man in der Firma redet. Nicht an dieses „Lass uns in Q3 nochmal auf die Prognosen schauen“-Gerede.Ich dachte an die angebrannten, schiefen Dinger, die Aurora auf ihrem Hochstuhlbrett verschmiert. An die Sorte, die Katelyn macht und dabei schief singt.Daniel hat es als Erster gemerkt.„Du hörst gar nicht zu“, sagte er und beugte sich zu mir rüber.„Doch, ich höre zu“, sagte ich.„Du guckst auf deine Uhr.“„Alte Gewohnheit.“Der CFO redete über Expansion. Neue Büros. Neue Üb
Kapitel 28:_KATELYN POV_Der Babyphone knistert um 2:17 Uhr.Kein Schrei. Nur ein Geräusch. Ein kleines Schnaufen. Als würde sie träumen.Ich setze mich schon auf, bevor Williams sich überhaupt umdrehen kann.„Ich geh zu ihr“, flüstere ich.Er brummt, mit einem Arm über den Augen. „Liebe dich.“„Ich dich auch.“Ich gehe barfuß den Flur entlang. Das Haus liegt im Dunkeln, nur das Mond-Nachtlicht in Auroras Zimmer wirft einen schwachen Schein.Sie ist jetzt 14 Monate alt. Lockiges Haar klebt ihr schweißnass an der Stirn. Ein Söckchen an, das andere fehlt, wie immer.Als sie mich sieht, lächelt sie. Dieses ganze-Körper-Lächeln, das direkt aus ihren Augen ko
Kapitel 27:_LILITH POV_Das Erste, was dir niemand über das Gefängnis sagt, ist der Geruch. Nicht dieser Film-Geruch. Nicht Schweiß und Bleichmittel. Es ist Metall. Kaltes Metall und alte Farbe und darunter noch etwas, wie nasses Papier, das zu lange irgendwo gelegen hat. Es setzt sich in die Haare. In die Klamotten. Hinten in den Rachen. Das Zweite, was dir niemand sagt, ist, wie laut die Stille sein kann. Ich sitze auf einer dünnen Matratze, die ein Bett sein soll. Mein Rücken lehnt an Beton, der aussieht wie die Farbe alter Zähne. Die Zelle ist zwei mal zweieinhalb Meter. Ich hab sie mit den Augen ausgemessen, in dem Moment, in dem sie die Tür hinter mir zugeschlagen haben. Ein Bett. Eine Toilette ohne Deckel. Ein Waschbecken, das alle 14 Sekunden tropft. Ich hab’s gezählt. 20 Jahre. Die ersten 10 ohne Bewährung. Der Richter hat es vorgelesen, als wäre es eine Einkaufsliste. Lilith Mercer. Schuldig in allen Anklagepunkten. Betrug. Unterschlagung. Verschwörung. Be











