เข้าสู่ระบบPOV: Isolde Nachtmann
Steinposten war nicht verlassen. Das war das Erste was Isolde bemerkte als sie durch die Bäume näher kamen. Anders als Schwarzwald Kreuzung die das hohle Gefühl eines Ortes hatte der plötzlich geleert und zurückgelassen worden war hatte Steinposten noch Leben in sich. Rauch der aus einem Schornstein aufstieg. Ein Licht in einem der oberen Fenster. Ein Pferd das draußen angebunden war und seinen Kopf hob und sie mit ruhigen dunklen Augen beobachtete wie sie kamen. Jemand war noch hier. Sie hob eine Hand um Aldric zu verlangsamen ohne darüber nachzudenken und er verlangsamte sich ohne zu streiten was sie bemerkte und als etwas Unerwartetes ablegte. Sie hielten am Rand der Baumgrenze an und beobachteten den Außenposten eine lange Zeit aus der Ferne. "Eine Person drinnen," sagte er leise. "Vielleicht zwei. Ich kann Bewegung hören aber sie ist langsam. Vorsichtig." Sie schaute ihn seitwärts an. "Du kannst das von hier hören?" "Du kannst die Kerze hinter dem Laden von hier sehen," antwortete er. "Wir haben alle unsere Gaben." Dagegen konnte sie nichts einwenden. Sie ließen die Pferde an der Baumgrenze angebunden und näherten sich dem Außenposten zu Fuß. Es war ein einzelnes Steingebäude größer als die an Schwarzwald Kreuzung mit einem richtigen Dach und Fensterläden und einer schweren Holztür die kürzlich verstärkt worden zu sein schien. Neue Eisenbeschläge außen. Eine Stange innen quer die sie durch den Spalt am Türboden sehen konnte. Wer auch immer drinnen war hatte sich verbarrikadiert. Isolde klopfte. Stille. Sie klopfte erneut. "Wir sind nicht hier um Schaden anzurichten. Wir suchen Informationen über Verschwinden entlang dieser Grenze. Wenn Sie etwas wissen müssen wir es hören." Eine lange Pause. Dann eine Stimme von drinnen. Alt. Rau an den Rändern. Im Grenzdialekt sprechend der die Sprachen beider Territorien zu etwas vermischte das weder das eine noch das andere und beides auf einmal war. "Wie viele von euch?" "Zwei," sagte sie. Eine weitere Pause. "Was seid ihr?" Sie warf einen Blick auf Aldric. Er schaute sie mit einem Ausdruck zurück an der sagte dass dies ihr Gespräch war das sie steuern sollte. "Eine Vampirin," sagte sie. "Ein Werwolf." Die Stille die folgte war lang genug dass sie dachte die Person drinnen hatte einfach entschieden aufzuhören zu reden. Dann hörte sie das Geräusch der Stange die angehoben wurde und die Tür öffnete sich einen Spalt und ein sehr altes sehr müdes Auge schaute aus dem Spalt auf sie heraus. Das Auge bewegte sich von ihr zu Aldric und zurück. "Zusammen?" sagte die Stimme. Das Ungläubige darin war tiefgreifend. "Umstandsbedingt," sagte Isolde. Die Tür öffnete sich. Der Mann drinnen war alt auf die Art wie Menschen die ihr gesamtes Leben draußen in hartem Wetter verbracht haben alt werden. Sein Gesicht war tief gezeichnet und seine Hände waren groß und abgenutzt und er bewegte sich mit dem sorgfältigen bewussten Tempo von jemandem dessen Körper seit Jahren mit ihm stritt und langsam gewann. Sein Name stellte sich als Werner Haas heraus und er hatte Steinposten vierzig Jahre lang als Grenzversorgungsposten betrieben. Er setzte sie an einen Tisch nahe dem Feuer und stellte Tassen mit etwas Heißem vor sie ohne zu fragen ob sie es wollten. Isolde trank nicht davon. Aldric umschloss seine mit beiden Händen und trank ohne zu zögern was Werner gut zu gefallen schien. "Ihr seid wegen der Verschwinden gekommen," sagte Werner. Es war keine Frage. "Ja," sagte Aldric. "Drei Werwölfe vom Graustein Rudel. Drei Vampire von der östlichen Grenzgarnison. Was weißt du?" Werner schaute einen Moment in seine eigene Tasse. "Ich weiß mehr als ich möchte," sagte er. "Und ich sitze hier allein seit zwei Wochen und versuche zu entscheiden wem ich es sage weil es zu sagen einem Vampir bedeutet dass das Vampirreich es hört und es einem Werwolf zu sagen bedeutet dass die Rudel es hören und so oder so entscheidet jemand einen Krieg zu beginnen bevor er sich die Mühe macht zu verstehen was tatsächlich passiert." "Sag es uns beiden," sagte Isolde. "Jetzt sofort. Bevor jemand anderes irgendetwas hört." Werner schaute sie lange an. Dann schaute er Aldric an. Etwas ging zwischen dem alten Mann und dem jungen Werwolf über das Isolde nicht ganz lesen konnte. Eine Art Einschätzung. Als ob Werner versuchte zu bestimmen ob Aldric die Art von Mann war der eine schwierige Sache hören und mit Vernunft statt Wut darauf reagieren konnte. Aldric hielt den Blick des alten Mannes standhaft und sagte nichts. Werner nickte langsam. "Vor drei Wochen war ich vor der Morgendämmerung draußen und überprüfte den östlichen Umkreis," begann Werner. "Ich hörte Geräusche aus der Richtung von Schwarzwald Kreuzung. Keine Kampfgeräusche. Keine Stimmen. Etwas anderes. Eine Art leise Vibration die ich mehr in meiner Brust spürte als mit meinen Ohren hörte." Er machte eine Pause. "Ich lebe seit vierzig Jahren an dieser Grenze. Ich kenne jeden Laut den dieser Wald macht. Diesen kannte ich nicht." Isolde sagte nichts. Neben ihr spürte sie mehr als sie sah wie Aldric sehr still wurde. "Ich ging nicht darauf zu," fuhr Werner fort. "Irgendetwas in meinem Körper sagte mir sehr deutlich nicht darauf zuzugehen und ich habe vierzig Jahre an dieser Grenze überlebt indem ich auf das höre was mein Körper mir sagt." Er schaute in seine Tasse. "Am Morgen ging ich zur Schwarzwald Kreuzung. Die Menschen die dort Unterschlupf gefunden hatten waren weg. Sechs von ihnen. Drei Werwölfe und drei deiner Garnisionsvampire die die Kreuzung als Treffpunkt benutzt hatten." Isolde spürte wie etwas Kaltes durch sie hindurchging. Die vermissten Vampire und die vermissten Wölfe waren zur gleichen Zeit am gleichen Ort gewesen. Sie waren nicht bei getrennten Vorfällen verschwunden. Sie waren zusammen verschwunden. Sie schaute Aldric an und fand ihn bereits sie anschauend mit der gleichen Erkenntnis die sich über sein Gesicht bewegte. "Du sagtest du spürtest etwas in deiner Brust," sagte Aldric zu Werner. "Eine Vibration." "Ja." "Sah der Boden danach aufgewühlt aus? Kreisförmige Spuren in der Erde von unten nach oben gedrückt?" Werner starrte ihn an. "Du hast sie gesehen." "An Schwarzwald Kreuzung. Drei davon." Werner stellte seine Tasse ab. Seine großen abgenutzten Hände waren nicht ganz ruhig. "Es waren fünf an der Kreuzung als ich morgens nachschaute. Und Werner senkte die Stimme als ob etwas unter der Erde ihn auch jetzt hören könnte. "Es gab einen hier. Direkt vor dieser Tür. Weshalb ich die Stange hochgelegt habe und seit zwei Wochen nicht richtig geschlafen habe." Das Feuer knisterte zwischen ihnen. Isolde dachte an Die Schattenlosen. Fünfhundert Jahre unter der Erde. Die wieder heraufkamen. Menschen beider Spezies nahmen ohne eine Spur zu hinterlassen und ohne sich im Geringsten um die Linien zu kümmern die Vampire und Werwölfe jahrhundertelang zwischen sich gezogen hatten. "Werner," sagte sie vorsichtig. "In all deinen vierzig Jahren an dieser Grenze. Hast du je die alten Geschichten gehört über das was hier war bevor das Vampirreich und die Werwolfrudel kamen?" Werner war sehr lange still. "Meine Großmutter hat mir Geschichten erzählt," sagte er schließlich. "Als ich klein war. Sie nannte sie Märchen. Dinge um Kinder zu erschrecken." Er schaute zu Isolde auf und seine alten müden Augen waren sehr ernst. "Sie nannte sie Die Schattenlosen. Sie sagte sie schliefen unter der Erde und solange sie schliefen war die Welt darüber sicher." Er machte eine Pause. "Sie sagte auch dass wenn sie jemals aufwachen würden das Einzige das sie je zuvor aufgehalten hatte ein Vampir und ein Werwolf war die auf derselben Seite standen." Das Feuer knallte und schickte einen kleinen Funkenregen in den dunklen Schornstein hinauf. Niemand sagte etwas. Isolde wurde langsam und sehr widerwillig gewahr dass Aldric sie anschaute. Nicht mit der Verärgerung oder der vorsichtigen Distanz die er seit Grenzstadt aufrechterhalten hatte. Mit etwas Ruhigerem und Ernsterem als das. Sie schaute nicht zu ihm zurück. Sie schaute stattdessen Werner an. "Wir werden alles brauchen was du dich erinnerst," sagte sie. "Jede Geschichte die deine Großmutter dir erzählte. Jedes Detail." Werner nickte. "Ich mache mehr von was auch immer das ist," sagte er und zeigte auf die Tassen, "weil es eine lange Nacht wird." Draußen bewegte sich der Wind durch den östlichen Wald und irgendwo unter der Erde wartete etwas Altes und Geduldiges und Hungriges weiter im Dunkeln.POV: Isolde NachtmannDer Abend kam langsam.Das war der Sommer. Die langen Abende die das Licht hielten bis es nicht mehr gehen konnte und es dann trotzdem noch ein bisschen länger versuchte.Isolde stand am Fenster des oberen Stockwerks und schaute auf Grenzstadt.Die Straßen. Die Lichter die in den Fenstern ankamen. Der Markt der für heute Abend geschlossen hatte. Die Menschen die sich bewegten.Viele Menschen die sie kannte.Bram und Sonja die durch eine Seitenstraße gingen. Franz der mit Hartmann redete auf dem Pflaster. Hilde die vor einer Taverne stand und mit Maren Wald sprach. Stefan Kreuz der allein ging mit dem Gesicht von jemandem der über etwas nachdachte.Konrad und Casimir die nebeneinander standen und auf die Straße schauten.Die zwei alten Männer.Werner und Lira am Rand.Werner schrieb schon.Lira schaute auf den Himmel.Die Sonne war noch nicht ganz weg. Der Mond war noch nicht da.Dazwischen.---Aldric trat in das Zimmer.Er stellte sich neben sie.Sie schauten zu
POV: Aldric Grauwald---Die drei Wochen vor dem Vollmond hatten eine eigene Schwere.Nicht die schwere Schwere. Die andere Art. Die Art von Schwere die ein Moment bekommt wenn man weiß dass er wichtig ist und dass er kommt und dass man nichts tun muss außer leben bis er da ist.Aldric lebte.Das war die einfachste Beschreibung.Er stand morgens auf und machte Feuer und arbeitete und aß und redete und schrieb und ritt manchmal durch Grenzstadt und saß abends am Feuer und alles davon hatte eine Klarheit die er nicht vollständig beschreiben konnte außer zu sagen dass es sich richtig anfühlte.Vollständig.Still.Bastians Wörter.---Konrad kam in der zweiten Woche.Nicht mit großem Gefolge. Allein. Das war Konrads Art für persönliche Reisen.Er trat durch die Tür und schaute auf das Haus und machte das Geräusch das er immer machte wenn etwas seinen Erwartungen entsprach.Dann schaute er Aldric an."Du siehst gut aus," sagte Konrad."Du hast das schon gesagt. Nach Tiefengrund.""Damals w
POV: Isolde NachtmannEnde Frühling.Der Sommer kam in Sicht.Nicht da. Aber sichtbar. Die Art wie die Tage länger wurden und das Licht eine andere Qualität annahm. Wärmer. Direkter. Als würde die Welt aufhören sich zu verstecken.Isolde öffnete morgens das Fenster und ließ den Frühsommermorgen herein und dachte dass dreihundert und siebenundvierzig Jahre viele Frühsommermorgen waren und dass dieser trotzdem anders war.Nicht wegen dem Licht.Wegen dem was darunter war.---Bastian schrieb.Die nächste Übersetzung.*Hauptmann Nachtmann. Alpha Grauwald.**Ich habe die Passage gefunden die ich gesucht habe seit dem Anfang.**Sie ist kurz.**Ich übersetze sie direkt.**Es gibt keine langen Rituale. Es gibt keine bestimmten Worte. Die zwei Menschen die das gemeinsame Haus bauten haben ihren Bund nicht in einer Zeremonie geschlossen.**Sie haben ihn in einem Moment geschlossen der nicht geplant war.**Die Aufzeichnung sagt nur: Sie haben sich angeschaut und beide gewusst dass es Zeit war.*
POV: Aldric Grauwald---Hartmann frühstückte mit ihnen am nächsten Morgen.Das war nicht geplant gewesen.Er klopfte an die Tür kurz nach Sonnenaufgang und stand draußen mit dem Gesicht von jemandem der eine Nacht nachgedacht hatte und mit dem Ergebnis dieses Nachdenkens hier stand."Ich habe nicht geschlafen," sagte er."Ich weiß," sagte Aldric. "Kommen Sie herein."Hartmann trat herein.Er setzte sich an den Tisch.Aldric machte Feuer. Isolde machte Brot und Käse und die beiden Tassen die sie morgens immer machte wurden drei.Hartmann aß schweigend.Dann."Ich habe die ganze Nacht über Elias nachgedacht," sagte er. "Über die Koordinaten. Über was ich wusste und nicht gesagt habe.""Ja," sagte Aldric."Und ich habe darüber nachgedacht warum ich nicht gefragt habe.""Was ist das Ergebnis."Hartmann schaute auf den Tisch."Angst," sagte er einfach. "Nicht vor der Antwort. Vor dem was die Antwort bedeutet.""Was bedeutet sie.""Dass ich dreißig Jahre die falsche Wut gehabt habe." Er hi
POV: Isolde Nachtmann---Der Frühling in Grenzstadt war laut.Das war das Erste was sie bemerkte. Im Winter war die Stadt ruhiger. Die Händler blieben drinnen. Die Straßen waren weniger voll. Der Frost hielt die Bewegung in Grenzen.Im Frühling explodierte alles auf einmal.Fenster die aufgingen. Händler die nach draußen kamen. Die Kinder die im Winter still gewesen waren liefen jetzt durch die Gassen und machten den Lärm der Kinder die zu lange drinnen gewesen waren.Isolde öffnete morgens das Fenster im oberen Stock und hörte zu.Das war neu.Früher hatte sie Lärm als Störung kategorisiert. Jetzt kategorisierte sie ihn als Zeichen von Leben.Das war ein kleiner Unterschied der sich nicht klein anfühlte.---Bastians Übersetzung der nächsten Aufzeichnung kam an einem Dienstag.*Hauptmann Nachtmann. Alpha Grauwald.**Ich habe die nächste Sektion übersetzt. Diese beschreibt den Frühling des ersten Jahres.**Ich zitiere direkt.**Sie schreiben dass im ersten Frühling Gäste kamen. Nicht
POV: Aldric Grauwald---Nach dem schwierigen Tag kam eine Woche der Stille.Nicht die angespannte Stille von etwas das sich zusammenbraute. Die andere Art. Die Stille von einem Ort der sich eingespielt hatte. Wo die Dinge ihren Platz gefunden hatten und wo der Tag einen Rhythmus hatte der nicht erzwungen war.Morgens das Feuer.Isolde am Schreibtisch.Er mit dem Tagebuch oder den Rudelberichten die ihm Konrad schickte.Mittags manchmal Otto. Manchmal nicht.Abends Werner wenn er da war. Meistens wenn er da war.Das war das Leben.Er schrieb Konrad täglich.Nicht lange Briefe. Kurze. Was passiert war. Was er dachte. Manchmal Fragen. Konrad antwortete in derselben Kürze.Das war ihr Weg.Eines Abends schrieb Konrad etwas das Aldric dreimal las.*Das Rudel hat dich diese Woche vermisst. Nicht weil du nicht da warst. Weil Bram eine Frage hatte die nur du beantworten konntest und weil er drei Tage gewartet hat bevor er zu mir kam.**Er hat schließlich gefragt. Ich habe geantwortet. Aber e







