เข้าสู่ระบบPOV: Aldric Grauwald
Er verließ Grenzstadt vor Sonnenaufgang. Das war das Kluge zu tun. Raus bevor die Stadt richtig aufwachte und bevor jemand mit scharfen Augen und langer Erinnerung den Erben des Graustein Alphas allein durch neutrale Straßen laufen sah. Er hatte bereits länger geblieben als er beabsichtigt hatte und hatte bereits eine Begegnung gehabt über die er nicht so viel nachdenken musste wie er es tat. Er dachte trotzdem darüber nach. Er bewegte sich durch die letzten dunklen Straßen von Grenzstadt zur östlichen Straße wo sein Packpferd wartete wo er sie hinter einem Stall nahe dem Stadtrand angebunden hatte. Ihr Name war Grau und sie war sein gewesen seit er siebzehn Jahre alt war. Sie war geduldig und stetig und schreckte nicht leicht auf was sie zur besten Art von Gesellschaft für die Art von Arbeit machte die Aldric normalerweise fand. Er band sie los und überprüfte sie schnell im Dunkeln und schwang sich dann in den Sattel. Die östliche Straße erstreckte sich vor ihm durch dichten Wald und hügelige Landschaft. Zu dieser Stunde war sie leer und still außer dem Geräusch von Regen der von den Bäumen tropfte und dem sanften Rhythmus von Graus Hufen auf der nassen Erde. Aldric ließ sie ihr eigenes Tempo setzen und saß entspannt im Sattel und versuchte seine Gedanken in etwas Nützliches zu ordnen. Zwei Rudelmitglieder vermisst. Drei Vampire davor vermisst. Irgendetwas Unterirdisches das keine Spur hinterließ und nach nichts roch für das eine der beiden Spezies einen Namen hatte. Ein toter Vampirinformant mit eingefrorenem Schrecken auf seinem Gesicht und gestohlenen Informationen über östliche Grenzbewegungen aus seinem Mantel. Es waren viele Teile und keiner von ihnen passte noch ordentlich zusammen. Er war etwa eine Stunde außerhalb von Grenzstadt als er das zweite Pferd hörte. Er reagierte nicht sichtbar. Er hörte nur zu. Ein Pferd. Das sich ungefähr im gleichen Tempo wie Grau auf einem parallelen Weg durch die Bäume knapp neben der Straße bewegte. Wer auch immer es war war gut. Nicht gut genug um das Gehör eines Werwolfs in einem stillen Wald zu täuschen aber gut genug dass ein menschlicher Reisender sie nie bemerkt hätte. Er wusste bereits wer es war. Er ritt weiter. Fünf Minuten vergingen. Dann zehn. Das zweite Pferd blieb parallel weder die Distanz schließend noch zurückfallend. Aldric fand das amüsanter als er erwartet hatte und ärgerte sich dann dass er es überhaupt amüsant fand. Er zog Grau zum Stehen. Das zweite Pferd hielt auch an. "Du kannst auf der Straße reiten," rief er in die Bäume. "Es ist Platz für uns beide." Eine lange Pause. Dann das Geräusch von Hufen die sich durch Unterholz bewegten und Isolde Nachtmann kam aus dem Waldrand auf einem dunklen Pferd das im Vorsonnenaufgangsdunkel fast unsichtbar war. Sie schaute ihn mit einem Ausdruck an der andeutete dass sie mehrere Antworten erwogen und sich entschieden hatte gar nichts zu sagen. "Du gehst zur östlichen Grenze," sagte er. "Du auch," antwortete sie. "Ich habe zuerst gefragt." "Du hast nichts gefragt. Du hast eine Aussage gemacht." Sie brachte ihr Pferd neben Grau und schaute die Straße hinunter mit der besonderen fokussierten Ruhe von jemandem der bereits eine Entscheidung getroffen hatte und kein Interesse daran hatte sie zu debattieren. "Wir gehen in die gleiche Richtung. Das ist alles was das ist." "Das ist alles was das ist," stimmte er zu. Sie ritten eine Weile schweigend. Es war keine genau angenehme Stille aber auch keine unerträgliche. Der Wald auf beiden Seiten der Straße war dunkel und dicht und roch nach Kiefer und nasser Erde und irgendwo weit entfernt bewegte sich etwas durch das Unterholz. Aldric verfolgte es automatisch ohne darüber nachzudenken. Ein Reh. Nichts Besorgniserregendes. Er bemerkte dass Isolde es auch verfolgte. Er sah ihren Kopf sich leicht in diese Richtung drehen und dann zur Straße zurückkehren als sie es eingeschätzt und harmlos befunden hatte. Dreihundert Jahre Überlebensinstinkte. Er schätzte dass sie sich darin nicht so unterschieden. Das sagte er nicht laut. "Dein Pferd hat keinen Namen," sagte er stattdessen weil die Stille lange genug gedauert hatte dass etwas zu sagen notwendig erschien. Sie schaute ihn an. "Woher würdest du das wissen." "Die Art wie du mit ihr umgehst. Du gibst ihr Richtung aber du sprichst nicht mit ihr. Menschen die ihren Pferden Namen geben sprechen mit ihnen." Eine Pause. "Ihr Name ist Nacht," sagte sie schließlich. Nacht. Natürlich. "Grau," sagte er und klopfte seinem Pferd auf den Hals. "Grau," übersetzte sie. "Das ist kein sehr einfallsreicher Name." "Sie ist grau. Es passt zu ihr." Er schaute seitwärts zu Isolde. "Nacht ist auch nicht gerade kreativ." Etwas überquerte ihr Gesicht das in einem anderen Leben der Beginn eines Lächelns hätte sein können. Es kam und ging so schnell dass er nicht sicher sein konnte ob es überhaupt da gewesen war. Sie ritten weiter. Der Himmel begann sich jetzt an den äußersten Rändern aufzuhellen das Schwarz wurde zu einem tiefen Blaugrau das bedeutete dass der Sonnenaufgang innerhalb einer Stunde kam. Aldric beobachtete Isolde aus dem Augenwinkel um zu sehen ob sie darauf reagieren würde. Manche Vampire kamen mit Tageslicht besser zurecht als andere. Die älteren und stärkeren konnten es für begrenzte Zeiträume tolerieren. Bei dreihundert und siebenundvierzig Jahren würde sie weit über den Punkt hinaus sein in der Morgensonne zu verbrennen aber längere Exposition in offenem Gelände war eine andere Sache. Sie bemerkte dass er schaute. "Ich kann mit Tageslicht umgehen," sagte sie ohne ihn anzuschauen. "Bevor du fragst." "Ich wollte nicht fragen." "Du hast laut darüber nachgedacht." Er wäre fast gelacht. Er hielt sich zurück. Sie näherten sich jetzt dem ersten Grenzmarkierer. Ein Steinpfosten auf einer Seite mit neutralen Zonenmarkierungen geschnitzt und auf der anderen Seite der Beginn der östlichen Territorien. Jenseits dieses Punktes wurde die Straße enger und der Wald dichter und die bequeme Gesetzlosigkeit von Grenzstadt wich etwas Älterem und Weniger Vergebendem. Aldric zog Grau zu einem langsamen Schritt. "Der letzte bekannte Aufenthaltsort meiner Rudelmitglieder war etwa vier Stunden östlich dieses Markierers," sagte er. "Ein Ort namens Schwarzwald Kreuzung." Isolde war einen Moment lang still. "Die drei Vampire die verschwunden sind wurden zuletzt in der Nähe eines Grenzpostens etwa drei Stunden östlich von hier gesehen. Steinposten." Er schaute sie an. "Das ist weniger als eine Stunde auseinander." "Ich weiß." Der Grenzmarkierer passierte auf ihrer Linken. Sie überquerten das östliche Territorium ohne Zeremonie und ohne Vereinbarung und ohne dass einer von ihnen anerkannte dass sie gerade eine Entscheidung getroffen hatten die keines ihrer Völker gutheißen würde. Zusammen reitend. In Richtung der gleichen Dunkelheit. Aldric sagte sich es war praktisch. Er beobachtete den Waldrand und hörte dem Wald zu und dachte sehr absichtlich nicht daran wie sie ihr Pferd ritt wie jemand der jahrhundertelang durch dunkle Orte geritten war und nie einmal die Möglichkeit in Betracht gezogen hatte Angst zu haben. Er dachte überhaupt nicht daran.POV: Aldric Grauwald---Tobias Feld kam an einem Donnerstag.Nicht angekündigt. Das war nicht unhöflich. Er hatte Bastian geschrieben und Bastian hatte geantwortet und das war die Ankündigung die er für nötig gehalten hatte.Er war klein. Schmaler als Aldric erwartet hatte. Mit der Art von Intensität in den Augen die sagte er dachte schneller als er sprach und dass er das meistens vorzog.Er trug eine Tasche die voll Bücher war. Das sah man daran wie er sie trug.Er klopfte an die Tür.Aldric öffnete.Tobias schaute ihn an.Dann auf das Haus.Dann wieder auf Aldric."Alpha Grauwald," sagte er."Feld," sagte Aldric. "Kommen Sie herein."Tobias trat ein.Er schaute auf den Raum mit den Augen von jemandem der alles gleichzeitig registrierte und ablage.Dann sah er das Regal.Er ging direkt darauf zu.Er las die Bücher.Nicht alle. Die Rücken. Schnell. Mit dem Blick von jemandem der Bücher kannte wie andere Menschen Gesichter kannten.Dann blieb er bei einem stehen.Das alte Buch.Das da
POV: Isolde Nachtmann---Die erste Woche des zweiten Winters.Sie stand früh auf wie immer.Sie schrieb wie immer.Sie trank Tee am Schreibtisch bevor Aldric herunterkam und sie hörte ihn schlafen durch die Bindung. Die tiefe ruhige Qualität von jemandem der gut schlief. Vollständig.Das war neu.Nicht dass er gut schlief. Das hatte er immer getan soweit sie wusste.Neu war dass sie es als das erkannte was es war.Vollständigkeit.Nicht Abwesenheit von Gedanken. Vollständigkeit von jemandem der angekommen war.---Sie schrieb Berichte.Das war ihr Morgen. Die Garnisonsberichte die sie noch immer schrieb. Die Dokumentation der Zugangspunkte. Die Korrespondenz mit Aldemann der jetzt zweimal die Woche schrieb statt einmal.Aldemann hatte sich verändert seit dem Treffen.Nicht dramatisch. In kleinen Dingen.Er schrieb kürzer. Das war das erste Zeichen. Aldemann der immer lange Sätze geschrieben hatte weil lange Sätze ihm ermöglichten viele Vorbehalte einzubauen schrieb jetzt kurze.Das b
POV: Aldric Grauwald---Der Morgen nach dem Vollmond war still.Das war das Erste was er bemerkte. Nicht die Abwesenheit von Geräuschen genau. Die Anwesenheit einer anderen Art von Stille. Der Art die kam nachdem etwas Großes an seinen Platz gefunden hatte. Wie die Stille nachdem ein Baum im Wald fällt und alle kleinen Tiere die geflüchtet waren ihren Weg zurück gefunden haben wo sie hingehören.Er wachte früh auf.Isolde war bereits am Schreibtisch.Er hörte sie bevor er sie sah. Das leise Kratzen des Stifts auf Papier. Das kleine Geräusch von jemandem der schrieb weil er musste nicht weil er sollte.Er lag einen Moment still und hörte diesem Geräusch zu und dachte dass das war was Bastian gemeint hatte.Still und vollständig.Nicht leer. Nicht fertig.Voll.---Er kam die Treppe hinunter und machte das Feuer.Sie schaute vom Schreibtisch auf.Sie sah genauso aus wie gestern. Genauso wie jeden Morgen. Silberne Augen im frühen Licht. Der besondere Fokus von jemandem der tief in einem
POV: Isolde NachtmannDer Abend kam langsam.Das war der Sommer. Die langen Abende die das Licht hielten bis es nicht mehr gehen konnte und es dann trotzdem noch ein bisschen länger versuchte.Isolde stand am Fenster des oberen Stockwerks und schaute auf Grenzstadt.Die Straßen. Die Lichter die in den Fenstern ankamen. Der Markt der für heute Abend geschlossen hatte. Die Menschen die sich bewegten.Viele Menschen die sie kannte.Bram und Sonja die durch eine Seitenstraße gingen. Franz der mit Hartmann redete auf dem Pflaster. Hilde die vor einer Taverne stand und mit Maren Wald sprach. Stefan Kreuz der allein ging mit dem Gesicht von jemandem der über etwas nachdachte.Konrad und Casimir die nebeneinander standen und auf die Straße schauten.Die zwei alten Männer.Werner und Lira am Rand.Werner schrieb schon.Lira schaute auf den Himmel.Die Sonne war noch nicht ganz weg. Der Mond war noch nicht da.Dazwischen.---Aldric trat in das Zimmer.Er stellte sich neben sie.Sie schauten zu
POV: Aldric Grauwald---Die drei Wochen vor dem Vollmond hatten eine eigene Schwere.Nicht die schwere Schwere. Die andere Art. Die Art von Schwere die ein Moment bekommt wenn man weiß dass er wichtig ist und dass er kommt und dass man nichts tun muss außer leben bis er da ist.Aldric lebte.Das war die einfachste Beschreibung.Er stand morgens auf und machte Feuer und arbeitete und aß und redete und schrieb und ritt manchmal durch Grenzstadt und saß abends am Feuer und alles davon hatte eine Klarheit die er nicht vollständig beschreiben konnte außer zu sagen dass es sich richtig anfühlte.Vollständig.Still.Bastians Wörter.---Konrad kam in der zweiten Woche.Nicht mit großem Gefolge. Allein. Das war Konrads Art für persönliche Reisen.Er trat durch die Tür und schaute auf das Haus und machte das Geräusch das er immer machte wenn etwas seinen Erwartungen entsprach.Dann schaute er Aldric an."Du siehst gut aus," sagte Konrad."Du hast das schon gesagt. Nach Tiefengrund.""Damals w
POV: Isolde NachtmannEnde Frühling.Der Sommer kam in Sicht.Nicht da. Aber sichtbar. Die Art wie die Tage länger wurden und das Licht eine andere Qualität annahm. Wärmer. Direkter. Als würde die Welt aufhören sich zu verstecken.Isolde öffnete morgens das Fenster und ließ den Frühsommermorgen herein und dachte dass dreihundert und siebenundvierzig Jahre viele Frühsommermorgen waren und dass dieser trotzdem anders war.Nicht wegen dem Licht.Wegen dem was darunter war.---Bastian schrieb.Die nächste Übersetzung.*Hauptmann Nachtmann. Alpha Grauwald.**Ich habe die Passage gefunden die ich gesucht habe seit dem Anfang.**Sie ist kurz.**Ich übersetze sie direkt.**Es gibt keine langen Rituale. Es gibt keine bestimmten Worte. Die zwei Menschen die das gemeinsame Haus bauten haben ihren Bund nicht in einer Zeremonie geschlossen.**Sie haben ihn in einem Moment geschlossen der nicht geplant war.**Die Aufzeichnung sagt nur: Sie haben sich angeschaut und beide gewusst dass es Zeit war.*
POV: Aldric GrauwaldWerner redete lange.Er redete so wie alte Menschen reden wenn sie etwas zu lange in sich gehalten haben und endlich jemanden finden der bereit ist zuzuhören. Nicht in einer geraden Linie sondern in Kreisen und Umwegen und plötzlichen Sprüngen zurück zu Dingen die er früher zu
POV: Isolde Nachtmann Steinposten war nicht verlassen. Das war das Erste was Isolde bemerkte als sie durch die Bäume näher kamen. Anders als Schwarzwald Kreuzung die das hohle Gefühl eines Ortes hatte der plötzlich geleert und zurückgelassen worden war hatte Steinposten noch Leben in sich. Rauch
POV: Aldric GrauwaldSchwarzwald Kreuzung war nicht viel anzusehen.Es war die Art von Ort die nur existierte weil zwei Straßen zufällig an der gleichen Stelle zusammentrafen. Ein Steinbrunnen in der Mitte den niemand seit Jahren benutzt hatte. Drei Gebäude die einmal ein Handelsposten gewesen sein
POV: Isolde NachtmannPieter Voss war tot.Isolde stand im Hinterzimmer der Taverne und schaute auf das was von ihm übrig war und spürte wie sich etwas Kaltes in ihrer Brust niederließ. Nicht genau Trauer. Sie hatte Pieter nicht gut genug gekannt für Trauer. Aber etwas Ähnliches. Etwas das davon ka







