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Kapitel 121

Author: Tana Sil
Ein Blitz aus heiterem Himmel!

Saskia hatte alles auf einmal herausgeschleudert, bevor Luna sie aufhalten konnte: „Saskia!“

Julian hatte sich bereits umgedreht und starrte Luna an. In seinen dunklen Augen braute sich ein Gewitter zusammen.

Erik hatte die Konfrontation an der Tür von der Treppe aus gesehen, war aus dem Wagen gestiegen und heraufgekommen – gerade rechtzeitig, um diesen Satz zu hören. Er blieb stehen und richtete den Blick ebenfalls auf Luna.

Julian ließ Tanja los. Tanjas Blick
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  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 550

    Niemand hätte gedacht, dass die Hochzeit des einzigen Sohnes der Familie Becker, der mächtigsten Familie von Flussstadt, ein so unvorhergesehenes Ende nehmen würde.Julian wandte sich ab und ging. Zuerst kam Julian an Jasper vorbei. Jasper wandte den Kopf ab und seufzte, ratlos, was er sagen sollte.Dann ging Julian an Konrad vorbei, und Konrad höhnte: „Hart, Julian, wirklich hart.“Julian stieg in den Wagen, der davonfuhr. Sigrids Wagen schloss rasch auf, und als die beiden nebeneinander fuhren, ließ Sigrid die Scheibe herab und sagte sanft: „Julian, mein Beileid.“Julians Profil zeigte keine Regung, und sein Wagen fuhr einfach weiter.Sigrid hielt unterwegs an und wartete, bis Florians Wagen aufschloss, ehe die beiden gemeinsam weiterfuhren, offenkundig, um irgendwo über die Sache zu reden.Auch sie hätten nicht gedacht, dass Julian Luna töten würde.…Der Fahrer war eine Weile gefahren und musste am Ende doch fragen: „Herr Becker, zurück an die Ostküste?“„Zum Festsaal.“A

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 549

    Julian sah in ihr fahles Gesicht, und auch das seine verlor alle Farbe: „Du willst mich nicht mehr sehen, und dafür willst du sterben?“„Wenn ich sterbe, ist euch das doch lieber. Dann müsst ihr nicht mehr fürchten, dass ich eines Tages mit dem Buch auftauche und euch anzeige.“Julian starrte in ihre leeren Augen, die einst so schön gewesen waren und denen nun aller Glanz fehlte. In ihm zerriss etwas, und er begriff: Diesmal konnte er Luna auf keine Weise halten.Seine Hand um die Klinge schloss sich noch fester, und doch musste er noch einmal fragen: „Gar nichts lässt sich mehr retten, stimmt es?“„Kannst du meine Mutter wieder lebendig machen?“Er konnte die Tote nicht zurückbringen, und sie konnte es auch nicht.Und ebenso wenig gab es für die beiden je ein Zurück.……Julian wandte den Kopf ab, sein Gesicht immer kraftloser. Er sah zu Konrad, dann zu Florian, der seinen Wagen im Gebüsch verborgen hielt und sich nicht zeigte, und zuletzt wieder in Lunas Gesicht.Eine weite

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 548

    Luna drückte das Messer sogar noch tiefer, und mehr Blut quoll hervor. Selbst Konrad stieg vom Wagen, das nachlässige Grinsen war aus seinem Gesicht verschwunden. Er sah Luna unverwandt an, mit einer Miene, die sich kaum deuten ließ.In der Zeit ihrer Gefangenschaft hatte Luna Julian unzählige Male mit ihrem Leben gedroht, immer nur in Worten. Diesmal aber machte sie Ernst.Nach Sigrids Worten hatte sich in Luna das Gefühl breitgemacht, dass selbst der Tod nichts Schlimmes mehr war. Auf dieser Welt gab es niemanden mehr, der ihr etwas bedeutete. Sie fürchtete den Tod wirklich nicht.In Julians Augen flackerte etwas Dunkles. Er starrte auf das Blut an ihrem Hals, und keine drei Sekunden später gab er nach: „Ja.“„Das ist die beste Lösung.“Renate war also wirklich tot, wirklich von seiner Hand.Luna ließ den Atem entweichen. Sie sah Julian an. Drei Jahre lang hatte sie Tag für Tag an seiner Seite verbracht, dazu ein Jahr voller Liebe und Hass, wie konnte es am Ende so kommen?Sie

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 547

    „Und dann was?“Luna umklammerte den Türgriff, so fest, dass ihre Fingerknöchel weiß hervortraten.Sigrid ließ sich Zeit: „Und dann hat Julian einen ‚Dieb‘ angesetzt, der deiner Mutter den Akkupack entriss. Bald darauf brach sie zusammen, der Strom war erschöpft. Ach, ob aus Gleichgültigkeit der Umstehenden oder weil Julian es so eingefädelt hatte, jedenfalls half ihr niemand … Als ich eintraf, war ihr Körper bereits …“Sigrid hob die Mundwinkel. „… kalt.“Luna brachte kein Wort heraus.War ihr der Anblick der falschen Renate, die Julian erschoss, in jenem Moment wie der Weltuntergang erschienen, so blieb ihr nach Konrads Aufnahme und Sigrids genüsslicher Schilderung nur noch eine Leere, eine Leere, für die sie keine Worte fand.Sigrid betrachtete die niedergeschlagene Luna und wusste, das Spiel war jetzt weit genug gediehen. Mit einem feinen Lächeln ließ sie die Scheibe hochfahren, und der Wagen rollte langsam davon.Als er vor ihr verschwunden war, fühlte Luna sich noch leerer

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 546

    Konrad saß auf dem Wagendach, ein Bein lässig übers andere geschlagen, und pfiff provozierend.Woher sie wussten, dass Renate nicht tot war, woher sie wussten, dass auf der Hochzeit etwas geschehen würde, woher überhaupt … Es waren Fragen über Fragen, doch dafür hatte Julian jetzt keinen Kopf.Er zog Luna hinter sich, zielte auf Konrad und schoss.Konrad war flink und schwang sich gleich durchs Fenster in den Wagen. Julians Bolzen hatte ohnehin nicht ihm gegolten. Es klatschte, und der Bolzen durchschlug den Lautsprecher der Anlage.Der Ton aber riss nicht ab. Die Anlage spielte weiter, was folgte: Julian, der Renate Schritt für Schritt in die Enge trieb.„Wo ist das Buch?“„Wo ist Luna?“„Wo ist das Buch?“„Was habt ihr mit meiner Luna gemacht? Ihr wahnsinnigen Bestien! Es reicht euch nicht, Konstantin umgebracht zu haben, ihr lasst nicht einmal seine einzige Tochter in Ruhe!“„Wo ist das Buch?“Wo ist das Buch, wo ist das Buch, wo ist das Buch … Mit immer derselben ungerühr

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 545

    Es war kein schöner Tag. Der Smog hing dicht, und obwohl es auf Mittag zuging, lag das Meer noch immer bleigrau da.Drei Schiffe lagen nebeneinander am Kai. Im dichten Dunst wirkten sie riesig, stumm und bedrohlich, wie eine schwimmende Festung.Alexander hatte sich nicht selbst gezeigt, um keinen Verdacht zu wecken. Er wusste, dass man ihn beobachtete, und sein Plan lebte gerade davon, unvermutet zuzuschlagen.Er stand an Deck und blickte hinaus in die stille Ferne.Über die Schulter fragte er einen seiner Männer: „Was ist mit Niklas und Gesine?“„Niklas ist noch nicht zu erreichen, aber Gesine hat es geschafft.“Jetzt fehlte nur noch Luna.„Macht die Schiffe schon mal startklar“, sagte Alexander. Sobald Luna da war, konnten sie sofort ablegen.Der Mann nickte und ging hinunter, um es weiterzugeben.Hinter dem Rücken drehte Alexander das Feuerzeug zwischen den Fingern, das er seit Jahren bei sich trug. Vor der endlosen blaugrünen See trat sein schönes Gesicht klar hervor.Er

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