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Kapitel 416

Author: Tana Sil
Tristan war auch zum Essen nicht zurückgekehrt. Berta ging ihn suchen.

Luna wollte Renate beim Tischdecken helfen, doch Renate schickte sie zu Julian, damit der „neue Schwiegersohn“ nicht allein sitzen musste. Als wäre das nötig. Selbst wenn der Himmel einstürzte, würde Julian unerschüttert bleiben.

Luna ging trotzdem.

Julian saß auf dem Zweiersofa. Sie wollte sich auf den Einzelsessel daneben setzen, doch er zog sie zu sich heran.

Er flüsterte: „Was hast du mit deiner Mutter besprochen?“

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  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 419

    Ein Ständchen vor ihrem Fenster. Das uralte Bild eines werbenden Mannes, der so lange unter dem Balkon singt, bis die Geliebte ihn erhört. Ausgerechnet in Lindenfelde, mitten im 21. Jahrhundert. Der Mann hatte tatsächlich Mut dazu.Luna musste über diesen wunderlichen Einfall lachen.Aber, na gut, Julian machte jetzt also Witze. Lunas Mundwinkel hob sich: „Der Ring geht doch nicht ab. Wie soll ich da einen Rückzieher machen? Dreißig Millionen zurückzahlen kann ich nicht.“„Mhm. Genau das ist mein Plan. Mit einem Ring, der nicht abgeht, dich an mich zu fesseln.“ Julian hob die Mundwinkel „Als dein Vater eben auf mich gezeigt hat, war ich kurz wütend. Jetzt, da du mich getröstet hast, geht’s wieder.“Wer hatte ihn denn getröstet? Er bauschte das jetzt nur auf. Luna fragte: „Hast du wieder bei Susanne irgendwelche Tricks gelernt?“ Spielte er jetzt den Beleidigten?„Ich muss bei anderen lernen?“ Er gab es nicht zu.„Soll ich dich daran erinnern, wie du Konrad imitiert hast?“Julian

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 418

    Auch Renate hatte Tristan zurückkommen hören und brachte gerade das letzte Gericht an den Tisch.„Dann lasst uns essen. Luna hat Julian ganz überraschend mitgebracht, wir hatten keine Zeit für Vorbereitungen. Es ist alles nur Hausmannskost, ich weiß nicht, ob dir das schmeckt, Julian.“Julian stand auf, sein Blick streifte beiläufig Tristans blasses Gesicht, und er sagte sanft: „Ich hatte Luna nicht vorher gesagt, dass ich bleibe. Sie konnte es Ihnen nicht ausrichten, es liegt nicht an ihr.“Renate konnte den Blick kaum von ihrem künftigen Schwiegersohn lassen, und je länger sie ihn ansah, desto mehr Gefallen fand sie an ihm. Renate war lange nicht so vergnügt gewesen. Sie lachte und schalt: „Julian, verwöhne Luna nicht zu sehr.“Und im nächsten Atemzug verteidigte sie ihre Tochter: „Aber unsere Luna ist so vernünftig, verwöhnen kann man sie ohnehin nicht.“Lunas Mundwinkel hob sich.Alle setzten sich an den Tisch. Renate füllte Julian zuerst einen Teller Suppe und schob ihm dann

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    Erst jetzt verstand Luna vollständig, wie Tanja zu ihm gekommen war. Sie sah ihn an, und ihre Gedanken liefen weiter.Männer waren nicht naiv, ein Julian schon gar nicht. Ob eine Frau Interesse an ihm hatte, sah er sofort. Wenn er wusste, dass Tanja in ihn verliebt war, und sie trotzdem zu sich holte. Hieß das nicht, dass er ihr Interesse zumindest stillschweigend duldete?Mit der Sache vom letzten Silvester im Hinterkopf, weswegen er sie ohnehin kalt behandelt hatte. Tanja zu behalten war nicht nur dazu da, sie zu ärgern. Vielleicht auch ein Versuch zu sehen, ob er sein Herz an eine andere verlieren könnte?Mit einem Anflug von Bitterkeit fragte Luna: „Liebt deine Mutter Tanja? Wollte sie, dass du Tanja heiratest? Damaris hat mir erzählt, dein Vater hatte Tanja eigentlich schon akzeptiert, dann plötzlich nicht mehr. Hatte das mit Tanjas Verbindung zu deiner Mutter zu tun?“Luna kannte die Familie Becker nur bruchstückhaft. Aber dass Ulrich das Thema von Julians leiblicher Mutter

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 416

    Tristan war auch zum Essen nicht zurückgekehrt. Berta ging ihn suchen.Luna wollte Renate beim Tischdecken helfen, doch Renate schickte sie zu Julian, damit der „neue Schwiegersohn“ nicht allein sitzen musste. Als wäre das nötig. Selbst wenn der Himmel einstürzte, würde Julian unerschüttert bleiben.Luna ging trotzdem.Julian saß auf dem Zweiersofa. Sie wollte sich auf den Einzelsessel daneben setzen, doch er zog sie zu sich heran.Er flüsterte: „Was hast du mit deiner Mutter besprochen?“Luna war an den Ohren empfindlich und wich kurz aus: „Nichts.“„Nichts? Und ihre Haltung mir gegenüber hat sich auf einmal so verändert?“ Julian drückte ihre Finger. „Glaubst du, ich merke das nicht? Eben war sie unzufrieden mit mir. Was gibt es an mir auszusetzen?“Julians Selbstsicherheit speiste sich aus seinen viel zu guten Voraussetzungen. Aber für Eltern, die ihre Tochter nicht verschachern wollten, zählte beim Heiraten zuerst der Charakter.Luna erwiderte ungerührt: „Eine unsaubere Frau

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 415

    Renate war nicht dumm. Julians Antworten klangen bescheiden, doch sein Auftreten ließ sich nicht mit „ein bisschen Geld“ erklären.„Schön, schön. Drei Jahre zusammen, da kennt ihr euch sicher gut. Da hätte ich gar nicht so viel fragen müssen.“Julian mochte keine Umwege. Er nahm Lunas Hand: „Ich habe ihr eben einen Antrag gemacht. Sie hat Ja gesagt.“Luna sah Renate an.Renates Gesicht veränderte sich für einen Moment. Sie lächelte nicht mehr und sagte mühsam: „Eine Heirat ist eine große Sache. So schnell? Wir kennen dich doch noch gar nicht richtig, deine Eltern haben wir auch noch nie gesehen. Zumindest sollten sich unsere beiden Familien einmal zusammensetzen und reden.“Julian hob die Tasse an die Nase, roch kurz daran, stellte sie ab, ohne zu trinken. Seine Miene wurde kühl.Luna kannte ihn gut. Der Tee war ihm zu billig, er brachte ihn nicht über die Lippen. Und Renates Worte hatten seine Laune nicht gerade gehoben.Vermutlich fand er es seltsam, dass eine Schwiegermutter

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    Auf dem Rückweg von der Passage, kaum eine Viertelstunde lang, suchte Luna nach Worten. Wie sollte sie ihren Eltern beibringen, dass sie plötzlich heiraten würde?Wie sollte man erklären, dass die Tochter beim Hinausgehen ledig gewesen und eine halbe Stunde später so gut wie verlobt zurückgekehrt war?Da ihr nichts einfiel, führte sie Julian in Schleifen durch die Gassen, bis ihm die Geduld riss. Er fasste sie sanft am Nacken und zog sie nach Hause.„Da muss ich nun mal durch. So unmöglich findest du mich doch nicht?“Luna dachte: Im Gegenteil – er war viel zu vorzeigbar, gerade deshalb wusste sie nicht, wie sie es ihren Eltern beibringen sollte.Julian hob die Brauen, ein fragendes „Hm?“. Luna musste in den sauren Apfel beißen und ihn mit hineinnehmen.Tristan war am Morgen aus dem Haus gegangen und bis jetzt nicht zurückgekehrt.Als Renate erfuhr, dass Luna einen Freund mitgebracht hatte, und zwar einen jungen Mann, war sie überrascht und erfreut zugleich. Es war das erste Mal

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