MasukAMAYAS PERSPEKTIVE Wir kehrten vor Sonnenuntergang zum Rudel zurück, aber niemand sah erleichtert aus. Wir waren nach Norden gezogen, um Reina und Antworten über den Thron zu suchen, doch wir kamen mit noch mehr Fragen zurück. Die Krieger waren still, als wir das Territorium betraten, während Rylan eng an meiner Seite blieb. Ich konnte das Mondmal unter meiner Haut immer noch spüren, schwach warm.Die Rudelmitglieder bemerkten unsere ernsten Gesichter sofort. Einige traten vor, um zu fragen, was geschehen war, aber Rylan sagte ihnen nur, dass wir zuerst mit dem Rat sprechen mussten. Ich verstand, warum er die Einzelheiten für sich behielt. Bis wir wussten, wer sonst noch beteiligt war, konnte es Panik auslösen, allen von dem unbekannten Feind zu erzählen.Im Ratssaal legte Tobias die alten Aufzeichnungen auf den Tisch. Die Ältesten versammelten sich um sie, während Rylan alles erklärte, was unter den Bergen geschehen war. Er erzählte ihnen von Reina, dem Thron, dem Siegel und der Art
AMAYAS PERSPEKTIVE Die Kammer bebte um uns herum, während der Thron weiter leuchtete. Reina stand in der Nähe des gebrochenen Siegels und atmete schwer, während dunkle Magie wild um ihn herum bewegte. Rylan hielt einen Arm um mich, aber ich konnte spüren, wie das Mondmal zum Thron zog. Diesmal jedoch fühlte ich mich nicht gezwungen. Ich spürte, dass die Macht jetzt auf meine Wahl wartete.Ich blickte auf das gerissene Siegel und erinnerte mich daran, was Tobias uns über die ersten Träger des Mondmals erzählt hatte. Sie hatten das Gleichgewicht geschützt, nicht die Königreiche regiert. Reina hatte Jahre damit verbracht, nach diesem Thron zu suchen, weil er glaubte, er würde ihm Kontrolle geben, aber plötzlich verstand ich seinen Fehler. Der Thron war nie dazu bestimmt, jemandem zu gehorchen, überhaupt nicht mehr.Das silberne Licht unter meiner Haut wurde heller, als ich zur Plattform trat. Rylan versuchte, mich aufzuhalten, aber ich schüttelte sanft den Kopf. „Vertrau mir“, sagte ich
AMAYAS PERSPEKTIVE Der Thron hob sich um einen weiteren Zoll, bevor ein scharfes Lachen durch die Kammer hallte. Alle drehten sich zur Türöffnung um, und mein Herz sank, als ich Reina dort stehen sah. Mehrere Getreue umgaben ihn, ihre Gesichter unter dunklen Kapuzen verborgen. Schwarze Magie bewegte sich wie Rauch um ihre Körper, während Reina langsam in die Kammer trat und lächelte, als hätte er dort gewonnen.Seine Augen ruhten zuerst auf mir, dann wanderten sie zu dem leuchtenden Thron hinter mir. Er lächelte, als hätte er endlich etwas gefunden, wonach er jahrelang gesucht hatte. „Du hast ihn endlich erreicht“, sagte Reina ruhig und breitete die Arme aus. „Ich wusste, dass du hierherkommen würdest. Das Mondmal bringt seinen Träger immer schließlich zum Thron.“ Sein Selbstvertrauen erschreckte mich.Rylan trat sofort vor mich, blockierte Reinas Blick auf mein Gesicht. Sein Schwert war bereits in seiner Hand, und sein ganzer Körper sah bereit zum Angriff aus. „Du kommst ihr nicht n
AMAYAS PERSPEKTIVE Wir traten durch die Tür, und der Boden neigte sich unter unseren Füßen nach unten. Das seltsame Geräusch wurde mit jedem Schritt lauter, wie schwere Ketten, die über Stein gezogen wurden. Ich konnte spüren, wie mein Mondzeichen jetzt brannte, nicht schmerzhaft, aber stark genug, um meinen ganzen Arm zittern zu lassen. Rylan griff nach meiner Hand, und ich hielt sie fest neben mir.Die Passage öffnete sich zu einer riesigen Kammer, und alle blieben sofort stehen. In der Mitte stand ein uralter Thron aus dunklem Stein, erhoben auf einer breiten Plattform. Dicke Ketten umgaben ihn aus jeder Richtung und wickelten sich um die Wände, den Boden und die Decke. Silbernes Licht bewegte sich durch die Ketten wie winzige Ströme und ließ die gesamte Kammer mit Macht leuchten.Ich starrte auf den Thron, unfähig zu erklären, warum er vertraut wirkte. Ich hatte ihn nie gesehen, doch etwas in mir erkannte ihn. Meine Brust zog sich zusammen, als das Mondzeichen heißer wurde. Diese
AMAYAS PERSPEKTIVE In dem Moment, als wir durch den Bergpass traten, veränderte sich die Luft. Sie wurde kälter, aber das war nicht, was mich anhalten ließ. Etwas Warmes bewegte sich unter meiner Haut, ausgehend vom Mondzeichen und sich durch meine Brust ausbreitend. Ich blickte langsam umher und fühlte, als hätte das Land selbst meine Ankunft bemerkt. während der kalte Wind um uns herum zogRylan blieb neben mir stehen und blickte zurück. „Was ist los?“ fragte er und behielt eine Hand in der Nähe seines Schwertes, während die Krieger das Tal voraus beobachteten. Ich berührte das Zeichen unter meiner Kleidung und schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht, aber etwas hier reagiert auf mich“, gab ich zu und versuchte, das seltsame Gefühl zu verstehen. als ob es mich kannteTobias trat näher mit der alten Karte an seiner Brust. Er blickte von mir zum Tal, dann zu den zerbrochenen Steinmauern, die unter dem Nebel verborgen lagen. „Dieser Ort ist älter, als die Aufzeichnungen sagten“, murme
AMAYAS PERSPEKTIVE Wir brachen vor Sonnenaufgang auf, genau wie Rylan es geplant hatte. Nur eine kleine Gruppe kam mit uns, Menschen, denen er genug vertraute, die Wahrheit zu kennen und den Mund zu halten. Tobias trug die alten Karten, während die Krieger genug Essen und Waffen für mehrere Tage mit sich führten. Ich ritt neben Rylan, aber keiner von uns sprach viel während der ersten Stunden.Die Straße verschwand langsam, während wir uns weiter vom Rudel entfernten. Die Bäume wurden dichter, und die Luft wurde mit jeder Meile kälter. Ich blickte weiter voraus auf die Berge und beobachtete, wie ihre dunklen Formen in der Ferne größer wurden. Etwas an ihnen ließ meinen Magen sich eng anfühlen, als wüsste mein Körper bereits, dass wir irgendwohin gingen, das wir nicht betreten sollten.Rylan bemerkte, dass ich starrte, und wandte sich zu mir. „Du bist still seit wir aufgebrochen sind“, sagte er und behielt seine Stimme leise, damit die anderen es nicht hörten. Ich blickte ihn an und z







