LOGINKAPITEL 5
Dilemma.
Die Worte hingen wie Gift in der Luft. Ich starrte Adrian an und versuchte, zu begreifen, was er gerade gesagt hatte.
„Du hast gelogen.“ Meine Stimme klang hohl. „Darüber, wie meine Mutter gestorben ist.“
„Ja.“
„Warum?“
Adrians Kiefer spannte sich an. „Weil sie mich darum gebeten hat.“
„Das ergibt doch keinen Sinn. Warum sollte sie –“
„Emma.“ Er trat näher, seine dunklen Augen blickten mich eindringlich an. „Deine Mutter ist nicht eines natürlichen Todes gestorben. Sie wurde ermordet. Und mit ihrem letzten Atemzug hat sie mich dazu gebracht, ihr zu versprechen, dich vor der Wahrheit zu schützen, bis du alt genug bist, damit umzugehen.“
Der Raum neigte sich erneut. Diesmal wäre ich nicht fast in Ohnmacht gefallen. Diesmal durchströmte mich Wut, heiß und scharf und klärend.
„Ermordet.“ Das Wort fühlte sich seltsam in meinem Mund an. „Meine Mutter wurde ermordet, und du weißt das seit fünf Jahren, und du hast nichts gesagt?“
„Ich habe ihr mein Wort gegeben.“
„Sie ist tot! Dein Versprechen gegenüber einer toten Frau war dir wichtiger als mein Recht, es zu erfahren?“
„Sie wollte dich beschützen. Du warst achtzehn Jahre alt, in Trauer, verletzlich. Die Wahrheit hätte dich zerstört.“
Ich stand auf, die Decke fiel zu Boden. Meine Beine waren jetzt fester, gestützt von der Wut. „Du hattest kein Recht, diese Entscheidung für mich zu treffen.“
„Emma“, begann Liam.
„Wusstest du es?“ Ich drehte mich zu ihm um. „Warst du auch darin verwickelt?“
„Ich hatte den Verdacht, dass etwas nicht stimmte. Deine Mutter war an einem Tag noch gesund und am nächsten tot. Das ergab keinen Sinn. Aber ich wusste es erst vor einem Jahr mit Sicherheit, als dein Vater es mir erzählte.“
„Mein Vater wusste es?“ Meine Stimme wurde lauter. „Mein Vater wusste, dass meine Mutter ermordet wurde, und er hat nichts unternommen?“
„Er hat Beweise gesammelt“, sagte Liam leise. „Er konnte es nicht beweisen. Er hat die letzten Monate seines Lebens damit verbracht, zu ermitteln und zu versuchen, einen Fall aufzubauen, der stark genug war, um zur Polizei zu gehen.“
„Und dann ist er auch gestorben.“ Die Konsequenz traf mich wie ein Schlag. „Oh Gott. Die haben ihn auch umgebracht, oder? Patricia hat sie beide umgebracht.“
Niemand antwortete. Das mussten sie auch nicht. Die Wahrheit stand allen ins Gesicht geschrieben.
Ich ließ mich zurück auf die Couch sinken. Meine Hände zitterten wieder, doch diesmal vor Wut statt vor Schwäche. „Wie? Wie hat sie das gemacht?“
Adrian setzte sich auf den Sessel mir gegenüber. Als er sprach, klang seine Stimme sachlich. Professionell. Als würde er den Fall eines Fremden besprechen statt den Mord an meiner Mutter.
„Gift. Ein Medikament namens Digitalis, das aus Fingerhutpflanzen gewonnen wird. In kleinen Dosen über einen längeren Zeitraum hinweg verursacht es Symptome, die einer Herzinsuffizienz ähneln. Als deine Mutter ins Krankenhaus kam, funktionierte ihr Herz kaum noch. Ich habe jeden Test durchgeführt, der mir einfiel, aber sie starb zu schnell. In ihren letzten Augenblicken war sie bei klarem Verstand. Sie erzählte mir, dass Patricia ihr seit Monaten etwas in den Tee gemischt hatte. Sie wusste, dass es zu spät war, sie noch zu retten, also ließ sie mich versprechen, auf der Sterbeurkunde zu lügen. Sie sagte, wenn Patricia wüsste, dass sie geredet hatte, wärst du die Nächste.“
„Und du hast ihr geglaubt?“
„Ich hatte keine Wahl. Sie starb zehn Minuten später. Ich hatte keinen Beweis, nur die Worte einer sterbenden Frau. Also tat ich, worum sie mich gebeten hatte. Ich schrieb ‚Herzstillstand aufgrund einer nicht diagnostizierten Herzerkrankung‘ und habe es seitdem jeden Tag bereut.“
Die professionelle Fassade bröckelte. Jetzt konnte ich den Schmerz in seinen Augen sehen, die Schuldgefühle. Er hatte meine Mutter ins Herz geschlossen. Vielleicht hatte er sie sogar geliebt.
„Mein Vater hat es herausgefunden“, sagte ich.
„Sechs Monate bevor er starb.“ Liam lehnte sich an die Wand, die Arme verschränkt. „Er hat das Tagebuch deiner Mutter gefunden. Sie hatte alles festgehalten – die Symptome, ihren Verdacht gegenüber Patricia. Sie hatte das Tagebuch hier im Haus versteckt, in ihrer alten Dunkelkammer. Dein Vater kam hierher, um nach Antworten zu suchen, und fand es. Er engagierte einen Privatdetektiv, ließ Patricia beschatten und suchte nach Beweisen. Er hatte vor, zur Polizei zu gehen, doch dann erlitt er einen Herzinfarkt.“
„Ein weiterer Herzinfarkt. Ein weiterer passender Tod.“
„Die Obduktion ergab, dass auch in seinem Körper Digitalis nachgewiesen wurde“, sagte Adrian. „Aber als die Ergebnisse vorlagen, war er bereits auf Anweisung von Patricia, seiner Witwe, eingeäschert worden. Keine Leiche, keine Beweise, kein Fall.“
Ich presste meine Hände gegen mein Gesicht. Meine Mutter war ermordet worden. Mein Vater war ermordet worden. Und ich hatte fünf Jahre lang mit ihrem Mörder zusammengelebt, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben.
„Warum hat mir das niemand gesagt?“, fragte ich mit brüchiger Stimme. „Als mein Vater starb, warum hast du nicht …“
„Dein Vater hat konkrete Anweisungen hinterlassen“, sagte Liam. „Er wusste, dass Patricia dich über David im Griff hatte. Er hatte Angst, dass du sie zur Rede stellen würdest, wenn du die Wahrheit wüsstest, und dass sie dich dann auch umbringen würde. Das Testament sollte dich beschützen. Wenn du David heiraten würdest, wärst du unter seinem Schutz und hoffentlich außerhalb von Patricias unmittelbarer Reichweite. Wenn du nicht heiraten würdest, würden dich die Bedingungen zwingen, hierher zu kommen, in dieses Haus, wo wir auf dich aufpassen könnten.“
„Wo ihr auf mich aufpassen könntet“, wiederholte ich. „Ihr drei. Ihr seid nicht einfach nur irgendwelche Mieter, oder? Mein Vater hat euch hierher geschickt.“
Ein weiterer Blickwechsel.
Jake meldete sich zum ersten Mal zu Wort, seit die Enthüllungen begonnen hatten. „Ich bin nur ein Mieter. Ich kannte deine Familie nicht. Ich habe vor zwei Jahren auf eine Online-Anzeige geantwortet. Tolles Haus, günstige Miete, Privatstrand. Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich einließ.“
„Aber wir wussten es“, gab Liam zu. „Adrian und ich. Dein Vater hat uns gebeten, hier zu wohnen, das Haus instand zu halten und auf dich zu warten. Er wusste nicht, ob du jemals kommen würdest, aber er hoffte, dass du dich, falls du mal fliehen müsstest, daran erinnern würdest, dass deine Mutter diesen Ort geliebt hat.“
„Das war also alles geplant. Mein ganzes Leben wurde von Toten manipuliert, die versucht haben, mich zu beschützen.“
„Sie haben dich geliebt“, sagte Adrian.
„Sie haben mich belogen!“, schrie ich jetzt. „Alle haben gelogen! Mein Vater, du, Liam, sogar meine Mutter hat gelogen, indem sie dich dazu gebracht hat, für sie zu lügen! Ich hatte ein Recht darauf, es zu erfahren! Ich hatte ein Recht darauf, richtig zu trauern, zu verstehen, was passiert ist, um …“
Meine Stimme brach. Endlich kamen die Tränen, und all die Trauer, die ich fünf Jahre lang unterdrückt hatte, strömte heraus. Ich hatte nie richtig um meine Mutter getrauert, weil ich gedacht hatte, sie wäre einfach nur krank geworden. Einfach nur Pech. Kein Mord. Kein Gift, das eine Frau in ihren Tee geschüttet hatte – eine Frau, mit der ich zusammengelebt hatte, mit der ich gegessen hatte, die ich Familie nannte.
Jemand setzte sich neben mich. Jake. Er versuchte nicht, mich zu berühren oder tröstende Worte zu sagen. Er saß einfach nur da, eine feste Stütze, während ich völlig zusammenbrach.
„Ich werde sie umbringen“, sagte ich durch meine Tränen hindurch. „Ich werde Beweise finden und Patricia für den Rest ihres Lebens ins Gefängnis bringen.“
„Wir helfen dir“, sagte Liam.
„Warum? Warum würdet ihr mir helfen? Ihr kennt mich doch gar nicht.“
„Ich kannte deine Mutter. Sie war einer der besten Menschen, die ich je kennengelernt habe. Und dein Vater …“ Seine Stimme wurde rauer. „Dein Vater war mein Mentor. Er hat mir alles beigebracht, was ich über Architektur und darüber weiß, ein guter Mensch zu sein. Ich bin ihnen beiden etwas schuldig. Wenn ich helfen kann, ihren Mörder vor Gericht zu bringen, werde ich es tun.“
„Genau“, sagte Jake leise. „Ich kannte sie nicht, aber ich kenne dich. Jemand, der am Abend vor der Hochzeit davonläuft und sechs Stunden zu einem Haus fährt, das sie seit fünf Jahren nicht mehr gesehen hat, weil ihre verstorbene Mutter es ihr gesagt hat? Das ist jemand, den es wert ist, beschützt zu werden.“
Ich sah Adrian an. „Und du?“
„Ich habe deine Mutter geliebt.“ Er sagte es ganz einfach, als wäre es eine Tatsache. „Nicht romantisch – sie war verheiratet und das habe ich respektiert. Aber sie war meine engste Freundin. Ich habe fünf Jahre lang mit der Schuld gelebt, sie sterben zu lassen und darüber gelogen zu haben. Wenn ich dir helfen kann, die Frau zu vernichten, die sie getötet hat, ist das das Mindeste, was ich tun kann.“
Ein Klopfen an der Tür ließ uns alle zusammenzucken. Wir waren so in das Gespräch vertieft gewesen, dass keiner von uns ein Auto hatte vorfahren hören.
Liam ging hin, um die Tür zu öffnen. Durch das Fenster konnte ich einen älteren Mann in einem teuren Anzug sehen, der eine Aktentasche trug.
Es war der Anwalt.
Warum ist der Anwalt hier, dachte ich.
Nur ein Zufall?
Oder ein Plan.
Kapitel 96: Der Brief in der JackentascheEMMA„Du hast unterschrieben, als du hinter Gittern saßt“, sagte ich. „Sag mir, dass ich das falsch verstehe.“Adrian stand im Türrahmen der Küche.Er trug nur sein Hemd, ohne Jackett. Sein Haar war zerzaust, sein Gesicht blass.Er kam nicht näher.Sein Blick wanderte von dem Umschlag in meiner Hand zu meinem Gesicht und blieb dort.Ich sah, wie ihm klar wurde, dass es keinen sanfteren Weg gab, das hier zu erklären.„Du verstehst es nicht falsch“, sagte er.„Am dritten Tag.“„Ja.“„An dem Tag, als ich dich besucht habe, um mit dir über die beiden Lücken in deinem Alibi zu sprechen.“Meine Stimme klang vollkommen ruhig.Ich hasste diesen Klang.„Du hattest deine Zukunft in dieser Stadt schon am Abend zuvor aufgegeben, Adrian.“„Ich dachte nicht, dass ich in dieser Stadt noch eine Zukunft hätte. Damals glaubte ich, ihnen nichts gesagt zu haben, was wirklich von Bedeutung war.“Er presste die Fingerspitzen aneinander.„Ich habe unter Vorbehalt un
Kapitel 95: Ein anständiges LebenEMMAIch erkannte die Stimme, noch bevor ich das Gesicht zuordnen konnte.Sanft.Müde.Die Stimme eines alten Mannes.Dieselbe Stimme, die sich an meinem ersten Morgen in Seaside Manor im Wohnzimmer bei mir entschuldigt hatte.Ich stand in der offenen Tür und ließ die Stille eine Weile zwischen uns stehen.„Mr. Richardson“, sagte ich.„Sie erinnern sich.“Er lächelte und senkte seinen Hut.„Ich wollte nicht einfach davon ausgehen.“„Sie haben gesagt, Sie seien der Nachlassanwalt. Bedeutet das, dass Sie auch der Testamentsvollstrecker sind?“„Ihr Vater hat mich mit beiden Aufgaben betraut. Die zweite habe ich an jenem Morgen nicht erwähnt. Sie hatten bereits eine Menge zu verkraften.“Er breitete eine Hand aus.„Ein Testamentsvollstrecker sorgt dafür, dass der letzte Wille umgesetzt wird. Er begleicht Schulden, verwaltet das Vermögen, bis es in die richtigen Hände übergeht, und erstattet dem Gericht über jeden Schritt Bericht.“„Sie haben Patricia inne
Kapitel 94: Eine Erbin, drei MännerEMMA„Halt den Wagen an“, sagte ich.Adrian sah zuerst mich an, dann den Stift, und lenkte so abrupt an den Straßenrand, dass die Reifen über den Asphalt schrammten.Noch bevor der Motor verstummte, hatte ich die Tür aufgerissen.Ich schaffte zwei Schritte auf den Gehweg, bevor ich mich nach vorn beugte und die Hände auf die Knie stützte.Ein paar Sekunden lang kam nichts.Nur ein schwerer, trockener Atemzug, der bis tief in meine Rippen schmerzte.„Emma.“Adrian war sofort neben mir.„Beruhige dich.“„Er war in meiner Tasche, Adrian. Jemand hat in meine Tasche gegriffen, und ich habe es nicht einmal bemerkt.“Meine Stimme war viel zu hoch.Ich konnte nichts dagegen tun.Er antwortete nicht darauf.Stattdessen nahm er mir den Stift mit seinem Taschentuch aus der Hand, denn ich hielt ihn noch immer fest, und legte ihn unter der Straßenlaterne auf das Autodach.Dann nahm er mein Handgelenk.Ich ließ es zu.„Setz dich auf den Gehweg.“Ich setzte mich.
Kapitel 93: Die AnkündigungEMMAPatricia schlug ein zweites Mal mit ihrem Löffel gegen das Glas.Das helle Klirren ertönte mehrmals hintereinander.Das Streichquartett verstummte.Zweihundert Gesichter wandten sich im Schein der Laternen zu ihr, und ich spürte, wie sich die Blicke eines jeden Einzelnen schließlich auf mich richteten.„Bleib bei mir“, flüsterte ich der gepressten Blüte in meiner Tasche zu. „Lass mich hier draußen nicht allein.“Es war töricht, so etwas zu einer Blume zu sagen.Aber das kleine weiße Blütenblatt am Taschenfutter war das Einzige in diesem Garten, das sich noch warm anfühlte.Ich umklammerte den Schulterriemen wie ein Rettungsseil.„Liebe Freunde“, begann Patricia, „ich danke euch allen, dass ihr heute gekommen seid. Für eine Witwe, eine Frau, die so viel verloren hat, bedeutet es unglaublich viel, zu sehen, mit wie viel Liebe ihres verstorbenen Mannes und seiner ersten Frau gedacht wird.“Vereinzelter, höflicher Applaus ertönte.„Ich möchte heute Abend d
Kapitel 92: Alder RoadEMMA„Ein Mann aus der Nachlassverwaltung hat mich angerufen“, sagte Liam. „Er wusste von dem undichten Dach über der Dunkelkammer deiner Mutter.“In der Küche schien die Luft stillzustehen.Nora hatte mitten in einer Bewegung innegehalten, eine Hand noch auf dem Ordner.„Hat er einen Namen genannt?“„Einen Vornamen. Ich habe ihn nicht aufgeschrieben.“Beim letzten Wort brach seine Stimme.„Er sagte, die Zahlungen aus dem Treuhandfonds hätten sich wegen eines Verwaltungsfehlers verzögert. Innerhalb einer Woche würde ich mein Geld zurückbekommen. Er bat mich, dafür zu sorgen, dass das Dach dicht bleibt, und die Rechnung vertraulich zu behandeln.“Liam schluckte.„Ich habe zugestimmt.“„Liam.“„Ich baue seit neunzehn Jahren Häuser. Ich weiß, wie ein Mann klingt, der mich bei einem Vertrag anlügt.“Er presste die Daumen gegen seine Augen.Ich durchquerte die Küche und schlang beide Arme um seine Taille.Damit hatte er nicht gerechnet.Er versteifte sich wie ein Bre
Kapitel 91: Liams KassenbuchLIAMVier Menschen wussten von diesem Test.Und ich war einer von ihnen.Ich beobachtete, wie Emma uns über den Küchentisch hinweg ansah.Ein Gesicht nach dem anderen.So, wie sie ein Motiv betrachtete, bevor sie auf den Auslöser drückte.Adrian.Jake.Mich.Sie beschuldigte niemanden.Das musste sie auch nicht.Das Handy lag zwischen den Kaffeetassen, und aus dem Lautsprecher war noch immer Margarets Atem zu hören.„Emma“, sagte Margaret erneut. „Bist du noch da?“„Ich bin hier.“Ihre Stimme war ruhig.„Danke, dass du es mir gesagt hast.“„Ich werde nicht fragen, wer es war.“„Gut.“„Ich möchte nur festhalten, dass ich Patricia nichts davon erzählt habe. Ich will, dass das in deinem Protokoll steht.“„Es wird im Protokoll stehen.“Emma beendete das Gespräch.Niemand sagte etwas.Jake starrte auf die Tischplatte.Um Adrians Mund war alle Farbe gewichen.Er sah aus wie ein Mann, der schon einmal vor Gericht beschuldigt worden war und gelernt hatte, die erst
Kapitel 6 Das Testament und sein Zustand. Als der Anwalt hereinkam, wirkte er gehetzt, müde und besorgt. „Miss Walsh, ich bin Samuel Richardson. Es tut mir leid, dass ich Sie nicht früher erreichen konnte. Ihre Stiefmutter hat meine Anrufe monatelang abgeblockt.“„Das habe ich gehört. Haben Sie e
Kapitel 4. Das Testament. „Das ist Dr. Adrian Cross“, sagte Liam. „Er mietet die Master-Suite. Adrian, das ist …“„Ich weiß, wer sie ist.“ Adrians Blick wanderte nicht von meinem Gesicht. „Du warst zwölf Jahre alt, als ich dich das letzte Mal gesehen habe. Bei der Beerdigung deiner Mutter.“Die K
Kapitel 3 Seaside Manor. „Ich bin Liam Hart. Ich war der Geschäftspartner deiner Mutter.“ Er starrte mich an, als hätte er einen Geist gesehen. „Du solltest heute eigentlich heiraten.“Die Welt kippte zur Seite. „Du kanntest meine Mutter?“„Ich kannte deine ganze Familie. Ich bin Architekt. Deine
Kapitel 2 Eine neue Art von Leben. Das Lächeln erstarrte auf seinem Gesicht. „Was?“„Ich will dich nicht heiraten. Ich glaube, das wollte ich nie. Ich glaube, ich wusste einfach nicht, wie ich Nein sagen sollte.“Sein Gesichtsausdruck veränderte sich und verhärtete sich zu etwas Hässlichem. „Du h







