Share

Kapitel 4

Author: Inkgodess
last update publish date: 2026-06-05 05:39:29

Kapitel 4. 

Das Testament. 

„Das ist Dr. Adrian Cross“, sagte Liam. „Er mietet die Master-Suite. Adrian, das ist …“

„Ich weiß, wer sie ist.“ Adrians Blick wanderte nicht von meinem Gesicht. „Du warst zwölf Jahre alt, als ich dich das letzte Mal gesehen habe. Bei der Beerdigung deiner Mutter.“

Die Kaffeetasse rutschte mir aus der Hand. Sie wäre auf dem Boden zerschellt, doch Adrian reagierte schneller, als ich es für möglich gehalten hätte. Er fing sie auf, bevor sie zu Boden fiel – seine Reflexe waren scharfsinnig und sicher.

„Du warst bei der Beerdigung meiner Mutter?“

„Ich war der Arzt deiner Mutter.“ Er stellte die Tasse vorsichtig auf den Couchtisch. „Und ihr Freund. Ich war bei ihr, als sie starb.“

Der Raum begann sich zu drehen. All die Erschöpfung, all der Stress, all die Gefühle, die ich zurückgehalten hatte, überrollten mich auf einmal. Meine Knie wurden weich.

Starke Hände fingen mich auf, bevor ich auf den Boden fiel. Liam auf der einen Seite, Jake auf der anderen. Adrians Stimme, ruhig und professionell: „Bringt sie zur Couch. Legt ihre Füße hoch.“

Ich versuchte zu protestieren, aber die Worte wollten mir nicht über die Lippen kommen. Die Decke wirbelte über mir herum. Ich hörte streitende Stimmen, aber sie klangen weit weg.

„Sie muss sich ausruhen …“

„Wir sollten jemanden anrufen …“

„Ihre Familie …“

„Nein!“ Dieses Wort brachte ich heraus, laut und deutlich. „Keine Familie. Bitte.“

Hände an meinem Handgelenk, die meinen Puls überprüften. Adrians Stimme ganz nah an meinem Ohr: „Emma, kannst du mich hören?“

„Ja.“

„Wann hast du das letzte Mal gegessen?“

Ich versuchte, mich zu erinnern. Auf der Verlobungsfeier gab es Essen, aber ich war zu nervös gewesen, um etwas zu essen. Davor? Ich konnte mich nicht erinnern.

„Gestern Morgen, vielleicht?“

„Vielleicht?“ Adrians Tonfall war scharf. „Jake, hol ihr was zu essen. Eiweiß, wenn wir welches haben. Liam, hol eine Decke. Emma, du musst wach bleiben und mit mir reden.“

„Mir geht’s gut.“

„Du bist gerade fast ohnmächtig geworden. Das ist das Gegenteil von ‚gut‘.“ Trotz seiner strengen Stimme waren seine Hände sanft, als er meine Augen untersuchte und meine Stirn abtastete. „Du bist sechs Stunden lang ohne Essen und Schlaf gefahren, nachdem du deine Hochzeit abgesagt hast. Dein Körper macht gerade schlapp.“

„Ich muss mich nur ausruhen.“

„Du brauchst Essen, Wasser und Schlaf. In dieser Reihenfolge.“

Jake tauchte mit einem Teller Toast und Rührei auf. „Mehr konnte ich so schnell nicht zaubern.“

„Das ist perfekt.“ Adrian half mir, mich langsam aufzusetzen. „Iss.“

Ich wollte widersprechen, aber meine Hände zitterten viel zu stark. Adrian nahm die Gabel und schnitt ein kleines Stück Ei ab. Er hielt es mir hin, als wäre ich ein Kind.

„Ich kann selbst essen.“

„Dann beweis es.“

Ich nahm die Gabel. Es kostete mich meine ganze Konzentration, das Essen zum Mund zu führen, ohne es zu verschütten. Adrian beobachtete mich, als wäre ich ein Patient, dem er nicht traute.

Nach ein paar Bissen ließ das Zittern nach. Der Raum hörte auf, sich zu drehen. Ich konnte wieder atmen.

„Besser?“, fragte Liam. Er hatte mir eine weiche Decke über die Beine gelegt.

„Besser. Danke. Euch allen. Es tut mir leid, dass ich so zusammengebrochen bin.“

„Du bist nicht zusammengebrochen“, sagte Jake. Er saß auf dem Boden neben dem Sofa und sah besorgt aus. „Du hattest eine harte Nacht. So was kommt vor.“

„Trotzdem. Ich tauche ungebeten auf und bin fast in eurem Wohnzimmer ohnmächtig geworden.“

„Deinem Wohnzimmer“, unterbrach Adrian.

Ich starrte ihn an. „Was?“

„Das ist dein Haus, Emma. Laut dem Testament deines Vaters.“

Die Gabel klapperte auf den Teller. „Das Testament meines Vaters? Aber er hat doch alles Patricia vermacht. Seine Anwälte sagten …“

„Seaside Manor war nie Teil des Nachlasses deines Vaters“, sagte Liam vorsichtig. „Es gehörte deiner Mutter, die es von ihren Eltern geerbt hatte. Als sie starb, ging es in einen Treuhandfonds für dich über.“

„Das wusste ich nicht. Niemand hat mir davon erzählt.“

„Es gab Bedingungen“, sagte Adrian. „Du konntest es erst beanspruchen, wenn du dreiundzwanzig warst oder geheiratet hast – je nachdem, was zuerst eintrat.“

„Ich bin dreiundzwanzig. Ich hatte letzten Monat Geburtstag.“

„Das wissen wir.“ Liam wirkte unbehaglich. „Der Nachlassanwalt hat versucht, dich zu erreichen. Deine Stiefmutter hat offenbar seine Anrufe blockiert.“

Patricia. Natürlich hatte sie das.

„Da ist noch mehr“, sagte Adrian leise. „Das Testament enthält eine Klausel. Du musst ein ganzes Jahr lang in diesem Haus wohnen, um es dauerhaft beanspruchen zu können. Wenn du vor Ablauf des Jahres ausziehst, geht das Eigentumsrecht auf deine Stiefmutter und deine Stiefschwester über.“

Ich sah die drei Männer der Reihe nach an. „Aber ihr wohnt doch alle hier.“

„Unsere Mietverträge laufen noch das ganze Jahr über“, sagte Liam. „Sie können nicht vorzeitig gekündigt werden. Wenn du dich entscheidest zu bleiben, wirst du bei uns wohnen.“

„Ihr alle? Hier? Zusammen?“

Die drei tauschten Blicke aus.

„Es ist ein großes Haus“, warf Jake ein.

Mein Verstand konnte das nicht verarbeiten. Ich war vor einer unmöglichen Situation davongelaufen und in eine andere geraten. Ein Jahr lang mit drei fremden Männern zusammenleben? Im Haus meiner Mutter? Das war verrückt.

Aber die Alternative wäre gewesen, das letzte Stück meiner Mutter aufzugeben, das mir noch geblieben war. Patricia und Melissa gewinnen zu lassen.

„Ich muss nachdenken.“

Ein Telefon klingelte. Nicht meins – ich hatte meins schon vor Stunden ausgeschaltet. Liam zog sein Handy aus der Tasche und schaute auf den Bildschirm. Sein Gesichtsausdruck verdüsterte sich.

„Es ist Samuel Richardson. Der Nachlassanwalt.“

Er nahm ab. „Hier ist Hart.“ Eine Pause. „Ja, sie ist hier. Sie ist gerade angekommen.“ Eine weitere Pause, diesmal länger. Liams Gesicht wurde blass. „Wann? Wie haben sie …“ Er hörte zu, sein Kiefer spannte sich an. „Verstanden. Ich sag’s ihr.“

Er legte auf und sah mich an. Was auch immer für Neuigkeiten er hatte, sie waren nicht gut.

„Emma, es gibt etwas, das du wissen musst. Dein Vater hat in seinem Testament konkrete Anweisungen hinterlassen. Falls du Anspruch auf Seaside Manor erheben solltest, sollte sein Anwalt deine Stiefmutter sofort informieren. Das hat er gerade getan, vor zwanzig Minuten.“

„Also weiß Patricia, dass ich hier bin. Das ist in Ordnung. Es ist mir egal.“

„Da ist noch mehr. Dein Vater hat dir auch einen Brief hinterlassen. Richardson ist gerade auf dem Weg hierher, um ihn dir persönlich zu überbringen. Er sagt, es sei dringend. Er sagt, dein Vater habe sechs Monate vor seinem Tod etwas über den Tod deiner Mutter herausgefunden.“

Es wurde still im Zimmer. Draußen schlugen Wellen gegen die Felsen. Drinnen geriet meine ganze Welt aus den Fugen.

„Meine Mutter hatte ein Herzleiden“, sagte ich langsam. „Das hat sie umgebracht. Der Arzt hat das gesagt.“

„Ich habe es gesagt“, unterbrach mich Adrian. Sein Gesicht war ausdruckslos, aber seine Stimme klang angespannt. „Ich habe ihre Sterbeurkunde unterschrieben. Und ich habe gelogen.“

Continue to read this book for free
Scan code to download App

Latest chapter

  • ​"Ihre Beschützer, ihre Herren"   Kapitel 96

    Kapitel 96: Der Brief in der JackentascheEMMA„Du hast unterschrieben, als du hinter Gittern saßt“, sagte ich. „Sag mir, dass ich das falsch verstehe.“Adrian stand im Türrahmen der Küche.Er trug nur sein Hemd, ohne Jackett. Sein Haar war zerzaust, sein Gesicht blass.Er kam nicht näher.Sein Blick wanderte von dem Umschlag in meiner Hand zu meinem Gesicht und blieb dort.Ich sah, wie ihm klar wurde, dass es keinen sanfteren Weg gab, das hier zu erklären.„Du verstehst es nicht falsch“, sagte er.„Am dritten Tag.“„Ja.“„An dem Tag, als ich dich besucht habe, um mit dir über die beiden Lücken in deinem Alibi zu sprechen.“Meine Stimme klang vollkommen ruhig.Ich hasste diesen Klang.„Du hattest deine Zukunft in dieser Stadt schon am Abend zuvor aufgegeben, Adrian.“„Ich dachte nicht, dass ich in dieser Stadt noch eine Zukunft hätte. Damals glaubte ich, ihnen nichts gesagt zu haben, was wirklich von Bedeutung war.“Er presste die Fingerspitzen aneinander.„Ich habe unter Vorbehalt un

  • ​"Ihre Beschützer, ihre Herren"   Kapitel 95

    Kapitel 95: Ein anständiges LebenEMMAIch erkannte die Stimme, noch bevor ich das Gesicht zuordnen konnte.Sanft.Müde.Die Stimme eines alten Mannes.Dieselbe Stimme, die sich an meinem ersten Morgen in Seaside Manor im Wohnzimmer bei mir entschuldigt hatte.Ich stand in der offenen Tür und ließ die Stille eine Weile zwischen uns stehen.„Mr. Richardson“, sagte ich.„Sie erinnern sich.“Er lächelte und senkte seinen Hut.„Ich wollte nicht einfach davon ausgehen.“„Sie haben gesagt, Sie seien der Nachlassanwalt. Bedeutet das, dass Sie auch der Testamentsvollstrecker sind?“„Ihr Vater hat mich mit beiden Aufgaben betraut. Die zweite habe ich an jenem Morgen nicht erwähnt. Sie hatten bereits eine Menge zu verkraften.“Er breitete eine Hand aus.„Ein Testamentsvollstrecker sorgt dafür, dass der letzte Wille umgesetzt wird. Er begleicht Schulden, verwaltet das Vermögen, bis es in die richtigen Hände übergeht, und erstattet dem Gericht über jeden Schritt Bericht.“„Sie haben Patricia inne

  • ​"Ihre Beschützer, ihre Herren"   Kapitel 94

    Kapitel 94: Eine Erbin, drei MännerEMMA„Halt den Wagen an“, sagte ich.Adrian sah zuerst mich an, dann den Stift, und lenkte so abrupt an den Straßenrand, dass die Reifen über den Asphalt schrammten.Noch bevor der Motor verstummte, hatte ich die Tür aufgerissen.Ich schaffte zwei Schritte auf den Gehweg, bevor ich mich nach vorn beugte und die Hände auf die Knie stützte.Ein paar Sekunden lang kam nichts.Nur ein schwerer, trockener Atemzug, der bis tief in meine Rippen schmerzte.„Emma.“Adrian war sofort neben mir.„Beruhige dich.“„Er war in meiner Tasche, Adrian. Jemand hat in meine Tasche gegriffen, und ich habe es nicht einmal bemerkt.“Meine Stimme war viel zu hoch.Ich konnte nichts dagegen tun.Er antwortete nicht darauf.Stattdessen nahm er mir den Stift mit seinem Taschentuch aus der Hand, denn ich hielt ihn noch immer fest, und legte ihn unter der Straßenlaterne auf das Autodach.Dann nahm er mein Handgelenk.Ich ließ es zu.„Setz dich auf den Gehweg.“Ich setzte mich.

  • ​"Ihre Beschützer, ihre Herren"   Kapitel 93

    Kapitel 93: Die AnkündigungEMMAPatricia schlug ein zweites Mal mit ihrem Löffel gegen das Glas.Das helle Klirren ertönte mehrmals hintereinander.Das Streichquartett verstummte.Zweihundert Gesichter wandten sich im Schein der Laternen zu ihr, und ich spürte, wie sich die Blicke eines jeden Einzelnen schließlich auf mich richteten.„Bleib bei mir“, flüsterte ich der gepressten Blüte in meiner Tasche zu. „Lass mich hier draußen nicht allein.“Es war töricht, so etwas zu einer Blume zu sagen.Aber das kleine weiße Blütenblatt am Taschenfutter war das Einzige in diesem Garten, das sich noch warm anfühlte.Ich umklammerte den Schulterriemen wie ein Rettungsseil.„Liebe Freunde“, begann Patricia, „ich danke euch allen, dass ihr heute gekommen seid. Für eine Witwe, eine Frau, die so viel verloren hat, bedeutet es unglaublich viel, zu sehen, mit wie viel Liebe ihres verstorbenen Mannes und seiner ersten Frau gedacht wird.“Vereinzelter, höflicher Applaus ertönte.„Ich möchte heute Abend d

  • ​"Ihre Beschützer, ihre Herren"   Kapitel 92

    Kapitel 92: Alder RoadEMMA„Ein Mann aus der Nachlassverwaltung hat mich angerufen“, sagte Liam. „Er wusste von dem undichten Dach über der Dunkelkammer deiner Mutter.“In der Küche schien die Luft stillzustehen.Nora hatte mitten in einer Bewegung innegehalten, eine Hand noch auf dem Ordner.„Hat er einen Namen genannt?“„Einen Vornamen. Ich habe ihn nicht aufgeschrieben.“Beim letzten Wort brach seine Stimme.„Er sagte, die Zahlungen aus dem Treuhandfonds hätten sich wegen eines Verwaltungsfehlers verzögert. Innerhalb einer Woche würde ich mein Geld zurückbekommen. Er bat mich, dafür zu sorgen, dass das Dach dicht bleibt, und die Rechnung vertraulich zu behandeln.“Liam schluckte.„Ich habe zugestimmt.“„Liam.“„Ich baue seit neunzehn Jahren Häuser. Ich weiß, wie ein Mann klingt, der mich bei einem Vertrag anlügt.“Er presste die Daumen gegen seine Augen.Ich durchquerte die Küche und schlang beide Arme um seine Taille.Damit hatte er nicht gerechnet.Er versteifte sich wie ein Bre

  • ​"Ihre Beschützer, ihre Herren"   Kapitel 91

    Kapitel 91: Liams KassenbuchLIAMVier Menschen wussten von diesem Test.Und ich war einer von ihnen.Ich beobachtete, wie Emma uns über den Küchentisch hinweg ansah.Ein Gesicht nach dem anderen.So, wie sie ein Motiv betrachtete, bevor sie auf den Auslöser drückte.Adrian.Jake.Mich.Sie beschuldigte niemanden.Das musste sie auch nicht.Das Handy lag zwischen den Kaffeetassen, und aus dem Lautsprecher war noch immer Margarets Atem zu hören.„Emma“, sagte Margaret erneut. „Bist du noch da?“„Ich bin hier.“Ihre Stimme war ruhig.„Danke, dass du es mir gesagt hast.“„Ich werde nicht fragen, wer es war.“„Gut.“„Ich möchte nur festhalten, dass ich Patricia nichts davon erzählt habe. Ich will, dass das in deinem Protokoll steht.“„Es wird im Protokoll stehen.“Emma beendete das Gespräch.Niemand sagte etwas.Jake starrte auf die Tischplatte.Um Adrians Mund war alle Farbe gewichen.Er sah aus wie ein Mann, der schon einmal vor Gericht beschuldigt worden war und gelernt hatte, die erst

  • ​"Ihre Beschützer, ihre Herren"   Kapitel 7

    Kapitel 7 Willkommen im Kampf, Emma. Ein Handy summte. Es war Liams Handy. Sein Gesichtsausdruck verdüsterte sich, als er auf sein Handy starrte. „Es hat angefangen. David hat gerade etwas in den sozialen Medien gepostet. Er bezeichnet dich als labil und behauptet, du hättest ihn letzte Nacht ang

  • ​"Ihre Beschützer, ihre Herren"   Kapitel 6

    Kapitel 6 Das Testament und sein Zustand. Als der Anwalt hereinkam, wirkte er gehetzt, müde und besorgt. „Miss Walsh, ich bin Samuel Richardson. Es tut mir leid, dass ich Sie nicht früher erreichen konnte. Ihre Stiefmutter hat meine Anrufe monatelang abgeblockt.“„Das habe ich gehört. Haben Sie e

  • ​"Ihre Beschützer, ihre Herren"   Kapitel 5

    KAPITEL 5 Dilemma. Die Worte hingen wie Gift in der Luft. Ich starrte Adrian an und versuchte, einen Sinn in dem zu finden, was er gerade gesagt hatte.„Du hast gelogen.“ Meine Stimme klang hohl. „Darüber, wie meine Mutter gestorben ist.“„Ja.“„Warum?“Adrians Kiefer spannte sich an. „Weil sie m

  • ​"Ihre Beschützer, ihre Herren"   Kapitel 3

    Kapitel 3 Seaside Manor. „Ich bin Liam Hart. Ich war der Geschäftspartner deiner Mutter.“ Er starrte mich an, als hätte er einen Geist gesehen. „Du solltest heute eigentlich heiraten.“Die Welt kippte zur Seite. „Du kanntest meine Mutter?“„Ich kannte deine ganze Familie. Ich bin Architekt. Deine

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status