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05||~Mae.

작가: LiaG
last update 게시일: 2026-07-23 20:59:49

05||~Mae.

~~~~

Der Raum wurde für einen kurzen Moment still.

Ich stand dort, Kiefer hing locker, Blick auf ihn fixiert. 

Habe ich das richtig gehört? 

Die Wardens hatten ihre Münder offen, verschiedene Ausdrücke nahmen ihre Gesichter ein. Mrs Warden sah aus, als würde sie Ettores Kopf gleich gegen die Wand rammen, Mr Warden sah ihn an, als wäre er nur ein dummer Junge, der nichts wusste.

Und Yvonne, diejenige, die das alles verursacht hatte. Ihr Kopf war gesenkt in einer perfekten Darstellung einer Frau, deren Verlobter sie gerade betrogen hatte

"Unmöglich!" Old Master Hugh fand endlich seine Stimme wieder, Gesicht eine Maske der Ruhe, trotz des Zitterns seiner Schultern. 

"Das wirst du nicht tun." fügte Old Madam Hughs hinzu, ihr scharfer Blick durchschnitt den Raum. "Yvonne ist die Frau, die nach sorgfältiger Auswahl für dich ausgewählt wurde, sie wurde von jungem Alter an dazu erzogen, deine Frau zu sein, und jetzt willst du sie verlassen für eine, für eine Schlampe?" 

Die Worte von Old Madam Hugh schnitten tiefer als jedes Messer, ihr altes aber elegantes Gesicht verzog sich in unverhohlenem Abscheu. Ettore schickte der alten Frau nur einen kalten Blick. "Mein Entschluss steht fest, und nichts wird ihn ändern." 

Eine kurze Stille.

Dann... 

"Du undankbarer Bastard! Nach allem, was wir getan haben, um dich großzuziehen, ist das, wie du uns zurückzahlst?" Old Master Hugh brüllte, in einem Wutanfall griff er nach der Teetasse neben sich und schleuderte sie.

Mein Körper bewegte sich, bevor mein Gehirn ihn stoppen konnte, und ich fand mich dabei wieder, wie ich vor Ettore rannte, um ihn zu schützen. 

Die Porzellantasse traf meine Taille, direkt bevor sie mit einem dumpfen Aufprall auf den Boden fiel. Die Tasse war klein, doch der Schmerz, den sie brachte, war scharf, sogar brennend.

Hand über die Stelle geklammert, Schädel kribbelnd, Geist in ein Durcheinander geworfen, fand ich mich dabei wieder, wie ich schützend vor Ettore stand. Arme weit ausgebreitet, als meine Augen mit denen des wütenden alten Mannes kollidierten. 

"Ich bin diejenige, die etwas Falsches getan hat. Lass deinen Zorn nicht an ihm aus." 

Der alte Mann sträubte sich bei meinen Worten. "Wie wagst du es, deinen dreckigen Mund in meiner Gegenwart zu öffnen? Denkst du, du hast das Recht, mit mir zu sprechen, nur weil du dich irgendwie ins Bett und in den Verstand meines Enkels gewunden hast?" 

Ich konnte kaum atmen, so hart stachen seine Worte durch mein Herz. Es war töricht von mir, angesichts meiner aktuellen Position, ich hätte einfach dort bleiben sollen, wo ich war, zu beschämt, um den Kopf zu heben oder zu sprechen.

Doch als diese Teetasse gehoben wurde und mir dämmerte, dass Ettore verletzt werden könnte, konnte mein Körper einfach nicht tatenlos zusehen.

Dieser Mann hatte mich beschützt, selbst nach allem, was ich ihm angetan hatte, ich sollte zumindest etwas im Gegenzug tun, egal wie klein es ist.

Außerdem, nach dem Horror, den ich in meinem alten Waisenhaus erlebt hatte, konnte mein Verstand nicht länger tatenlos zusehen, während jemand verletzt wurde.

"Ich dachte, du hättest etwas Würde nach dem, was du getan hast, aber du bist sogar noch schlimmer, als ich mir vorgestellt habe." spottete Mrs Warden. "Ich kann nicht glauben, dass ich einen weißäugigen Wolf großgezogen habe."

Yvonne zog an Mrs Wardens Hand und erntete einen wütenden Blick von der älteren Frau.

"Halt dich da raus, Mädchen. Es ist nicht dein Platz, zu sprechen." warnte Mr Warden, ein gefährlicher Unterton in seiner Stimme, einer, der die Haare in meinem Nacken aufstellte.

Große Finger umschlossen mein Handgelenk fest und zogen mich zurück an Ettores Seite.

 "Habt ihr alle genug gehabt?" Ruhe hatte jetzt seine Stimme übernommen. "Diese Ehe war sowieso zum Scheitern verurteilt. Glaubt ihr, ich weiß nicht, was die Warden-Familie hinter meinem Rücken sagt? Da ihr glaubt, ein Krüppel wie ich verdient eure Tochter nicht, warum ziehen wir das dann länger hin als nötig? Ich werde Mae heiraten, eure Tochter kann heiraten, wen auch immer sie will."

Die alte Madam war jetzt ruhiger geworden, kein Hinweis auf Schmerz oder Mitleid in ihren Augen für ihren Enkel. "Wenn du mit dieser Dummheit fortfährst, gehört die Firma nicht mehr dir." 

Die Welt kippte unter mir, es war, als wäre die Luft aus meinen Lungen geschnitten worden. 

Sie wollte die Firma, für die er gearbeitet hatte, von ihm nehmen?! 

Instinktiv bewegte sich mein Körper nach vorn. Egal was, ich konnte nicht zulassen, dass er für meine Schwäche und Yvonnes dumme Tat bezahlte. "Ich werde ins Ausland gehen. Ich werde ihn nicht heiraten." 

Zu meinem völligen Entsetzen brachte Ettore mich schnell zum Schweigen. "Du gehst nirgendwo hin." Er schickte seiner Großmutter einen abweisenden Blick. "Die Firma gehört dir, du kannst damit machen, was dir beliebt." Er sprach die Worte mit so viel Distanz, dass ich, hätte ich nicht das Zucken in seinem Kiefer bemerkt, auch geglaubt hätte, dass er diese Worte meinte.

Mit einer Geste seiner Hände war Shawn da, um seinen Rollstuhl zu greifen und ihn aus dem Raum zu schieben, Ettores Hand verließ meine nicht.

Ein lauter Knall durchschnitt die Luft und ließ uns erstarren. "Wenn du noch einen Schritt aus diesem Ort machst, wird die Hugh-Familie dich verstoßen!" Der alte Mann sträubte sich.

Ettores Griff um meine Hand wurde fester und ließ mich vor Schmerz zusammenzucken. Augen blitzten vor Emotionen, Kopf kurz zur Seite geneigt, sagte er. "Ich war nicht mehr dein Enkel seit dem Tag, an dem ihr mir meine Beine genommen habt." 

Meine Hände flogen zu meinem Mund.

S-Sie waren diejenigen, die ihn zum Krüppel gemacht haben? 

Meine Gedanken wurden unterbrochen, als Ettore mich weiter aus dem Raum hinter sich herzog. Und während wir das Arbeitszimmer des alten Mannes verließen, konnte ich nicht anders, als auf sein ausdrucksloses Gesicht zu starren.

Was könnte nur passiert sein, dass seine Großeltern etwas so Verabscheuungswürdiges mit ihm getan haben?

~P-Lia~

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