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Kapitel 4

last update publish date: 2026-03-17 23:42:16

Ace

Ich betrat das übergroße Gebäude unserer Studentenverbindung. Hier hatten wir Sporthallen und Büros. Meghan und Fiona hatten ein Treffen mit den Mädels aus unserer Verbindung und besprachen die Sport Strategien. Ich klopfte und trat ins Büro als ich Meghans helle Stimme mich bat hineinzutreten. Ich hatte vor eines der beiden Mädels zu überzeugen unsere Lady zu werden. Denn meine Stiefschwester würde den Platz definitiv nicht bekommen. Obwohl ja, bei ihrem Anblick wurde ich hart. Ich hätte sie gerne, aber das würde einen großen Familienstreit auslösen.

„Ace", meinte Fiona überrascht. „Habt ihr euch entschieden? Wer bekommt morgen den Posten der Lady?"

Ich seufzte laut. Das hellblau gestrichene Büro mit den zwei Schreibtischen und eine menge Stühle für die Verbindungsmädels füllten den Raum. Blumen und andere Sticker beklebten die Wand. Einige Pflanzen standen hier ebenso. Man merkte, dass hier Frauen das sagen hatten.

„Ich möchte euch bitten, es euch anders zu überlegen. Mir reicht es wenn eine von euch doe Meinung ändert."

„Ihr habt keine Lady", stellte Meghan nüchtern fest.

„Aber Davis meinte ihr habt euch entschieden!", meinte Fiona überrascht.

„Das was die beiden wollen wird nicht passieren."

„Nehmt Claire."

Ich überlegte angestrengt. „Claire?"

„Sie wäre bereit von der Westside nach Norden zu wechseln. Sie wurde nicht von den West Kings erwählt."

„Ich soll weggeworfene Ware zu einer Lady machen?"

„Nun die Kings der Westside haben sich auf Arsch und Titten fokussiert und wir alle wissen du stehst auf Beauty with a Brain. Du wirst es nicht bereuen, Ace. Ich versichere es dir", meinte Meghan ernst und mustert mich.

„Ich vertraue euch beiden. Niemand kennt uns besser als ihr beide. Wir sind alle Kindheitsfreunde. Die Wahl, die ihr trefft wird besser als die unsere sein. Ihr kennt uns besser."

Meghan und Fiona lächeln beide. „Deswegen verstehst du, dass wir nicht mit dir vögeln können", meinte Fiona. Ich lachte. „Bereit diese Claire vor und Danke."

Ich stehe auf, beuge mich vor, küsse erst Fionas und dann Meghans Wange. Ich hatte mein Handy vergessen, weswegen ich die Anruf des Krankenhauses verpasst habe. Fuck ...

Ich rufe sie zurück an und mein Leben sackt in sich zusammen.

„Mr. Taylor. Es tut uns schrecklich leid ihnen mitteilen zu müssen, dass ihre Mutter den Kampf gegen den Krebs verloren hat. Ruhe Sie in Frieden. Ich habe bereits ihren Vater kontaktiert..."

„Wieso?", schreie ich die Krankenschwester am Telefon an. „Sie ist meine Mum! Sie hat nichts mit ihm zu tun!"

„Ihre Mutter hat darum gebeten. Sie wollte nicht, dass die komplette Last auf sie fällt, Mr. Taylor", sagte sie besänftigend.

„Ihr Vater ist auf dem Weg."

„Lassen Sie ihn nicht zu ihr. Ich will sie zuerst sehen."

„Bei allem Respekt. Ihr Vater zahlt das ganze. Das ..."

„Tun Sie was ich sage", fauchte ich ihn Telefon und fuhr los. Ich raste mit meinem Auto zum Krankenhaus. Ich stieg hastig die Treppen hoch.

„Ihr Sohn wünscht seine Mutter zuerst zu sehen."

„Kein Problem."

Ich sah meinen Vater an. Ich war voller Panik. „Ace", meinte mein Vater und legte seinen Arm um mich. „Wo ist Sie?", fragte ich die Krankenschwester.

Sie führte mich in Mums üblichen Zimmer und dort lag sie. Zudeckt.

Ich ging auf sie zu. Nahm ihre Hand in meine. Lauwarm war sie noch. Fuck. Fuck. Fuck.

„Mum", flüsterte ich.

„Ace", hörte ich eine weibliche Stimme hinter mir.

„Verschwinde", knurrte ich. Sie durfte nicht im selben Raum wie meine Mutter sein.

„Kind brauchst du Wasser?", fragte sie in ihrer lieblichen Stimme.

Ich drehte mich um.

„ICH SAGTE VERPISS DICH!"

„Ace!", meinte mein Vater streng. „Elsie Schatz geh doch kurz raus."

Sie tat es sofort und er sah meine Mum an. Er war blass.

„Es tut mir leid, mein Junge."

Es war alles ihre Schuld. Wäre sie nicht, hätte mein Vater sich mehr bemüht meine Mutter zu retten.

Ich lehnte mich am Körper meiner Mutter und schluchzte.

Mein Vater legte eine Hand auf meine Schulter.

Die Ärztin, die meine Mutter die ganze Zeit über behandelte kam ins Zimmer. Dr. Aisa Khan

„Mein herzlichstes Beileid, Mr. Taylor." Ich sah wie sie meinen Vater die Hand schüttelte. „Ich bin Dr. Aisa Khan. Ich habe die Mutter ihres Sohnes behandelt."

Sie wusste, das meine Eltern nicht zusammen waren und deswegen hatte sie nicht Frau gesagt, sondern Mutter des Sohnes.

„Ace", meinte die mitteljährige Frau in beruhigender Stimme, während sie auf mich zukam und mir über den Rücken strich. „Vielleicht macht es deine Trauer etwas leichter, wenn ich dir sage, dass deine Mum einfach nur eingeschlafen ist. Ich habe sie kurz vor ihrem Tod gesprochen, da hatte sie auch keine Schmerzen gehabt. Sie ist einfach nur eingeschlafen. Ihr Herz ist stehen geblieben und sie ist von uns gegangen. Die Geräte haben gepiept und die Krankenschwester war zuerst bei ihr."

Ich nickte. „Danke Dr. Aisa."

„Es wird alles gut, es ist vorbei. Ihr geht es bestimmt gut", meinte sie sanft.

Mein Dad beobachtete alles und nickte der Ärztin zu.

„Da Ms. Water hier verstorben ist, bietet das Krankenhaus ihnen an, sie direkt hier zu säubern. Die Firma, die sie dann abholt, wollen Sie es selbst entscheiden oder soll das Krankenhaus eine Firma beauftragen?"

„Das hat meine Frau übernommen. Die Beerdigung wird kirchlich ablaufen wie es sich Heidi gewünscht hat."

„In Ordnung, Mr. Taylor. Ich schicke gleich zwei Schwestern rein und sie werden dann Ms. Water vorbereiten."

Dad nickte und sie schaute zu mir. „Trink was, Ace und komm langsam runter. Atme tief ein und aus, deine Mutter ist in guten Händen", versicherte sie mir. Ich nickte dankend. Ich hatte sie von Anfang an gemocht. Sie war mitfühlend, eine tolle Ärztin. Ich wusste das einige sich sogar nicht von ihr behandeln ließen, da sie ein Kopftuch trug, doch kein Arzt war kompetenter als sie hier. Sie war ein herzensguter Mensch, der immer auf Mum aufgepasst hat. Mum meinte sogar, sie wäre zu allen gut.

Solche Menschen brauchte die Gesellschaft mehr.

Elsie kam wieder rein. Ich ignorierte sie.

„Ich habe die Bestatungsfirma angerufen. Sie werden in einer halben Stunde da sein."

„Danke."

Ich hasste sie. Sie konnte es wohl kaum erwarten meine Mum los zu werden. Doch diesen Schmerz werde ich ihr dreifach zurückzahlen.

Ich hatte mich entschieden. Ich würde Elsie Taylos Karma in ihrem Leben zurück zahlen und das anhand ihrer Tochter.

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