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Ein Name, den sie kannte

Author: Glad Author
last update Petsa ng paglalathala: 2026-08-27 05:20:55

von beiden sagte für den Rest der Fahrt noch etwas.

Emma bog in die Einfahrt ein und ließ den Motor laufen. Beide Hände blieben am Lenkrad. Sie starrte die Garagentür an, als hätte diese Antworten parat.

„Cassie." Leise. „Vielleicht sollten wir einfach zur Polizei gehen. Ihnen die Nachrichten zeigen, das Videomaterial, alles."

„Und ihnen was genau erzählen?" Cassies Stimme klang dünner, als sie wollte. „Dass irgendein alter Mann denkt, ein Auto habe absichtlich gehandelt? Dass irgendwelche Überwachungsaufnahmen verschwunden sind? Damit sie es als Zufall abtun, genau wie sie den Unfall abgetan haben."

„Also machst du weiter, bis derjenige, der diese Nachricht geschickt hat, entscheidet, dass ein Text nicht mehr reicht?", fragte Emma.

Cassie beobachtete das Licht auf der Veranda. Es flackerte einmal, dann blieb es an. Sie atmete durch die Nase ein und langsam wieder aus.

„Ich kann nicht aufhören." Sie wandte sich um. „Wenn ich aufhöre, sitze ich nur noch da und warte auf das Nächste. Wenn ich wenigstens weitersuche, sehe ich es vielleicht kommen."

Emma stieß einen Laut aus, der kein richtiges Seufzen war. Sie griff hinüber und drückte Cassies Hand einmal fest. „Dann machen wir das nicht allein. Was auch immer du findest, du erzählst es zuerst mir. Versprich es."

„Ja. Ich verspreche es."

Sie saßen noch eine Minute so da, bevor sie hineingingen.

Cassie schlief kaum. Die Worte des alten Mannes, das fehlende Videomaterial, die beiden Nachrichten kreisten immer wieder in ihrem Kopf. Gegen zwei gab sie auf und klappte ihren Laptop auf.

Sie schrieb Daniel eine E-Mail — einem alten Kollegen von der Zeitung, der inzwischen die Kriminalredaktion betreute und ihr noch immer mehr Gefallen schuldete, als beide zugeben wollten. Sie hängte das unvollständige Kennzeichen an, Marke und Farbe der Limousine, ein grobes Zeitfenster.

*Was auch immer du finden kannst. Diskret.*

Sie rechnete erst am Morgen mit einer Antwort. Ihr Handy vibrierte zwanzig Minuten später.

*Morgen. Wenn es im Bundesstaat gemeldet ist, habe ich etwas.*

Sie starrte auf den Bildschirm, drehte dann das Handy mit dem Display nach unten. Half nichts.

***

Der nächste Tag zog sich endlos hin.

Sie half ihrer Mutter im Garten. Saß mit Emma bei einem Kaffee, der kalt wurde. Sah alle paar Minuten auf ihr Handy, wie eine Idiotin.

Am späten Nachmittag klingelte es endlich.

„Daniel." Sie nahm beim ersten Klingeln ab. „Bitte sag mir, dass du etwas gefunden hast."

„Ich habe etwas gefunden." Seine Stimme klang vorsichtig — der Ton, den er benutzte, wenn die Neuigkeiten nicht einfach waren. „Das Kennzeichen ist auf eine schwarze Limousine registriert. Passt zu deiner Beschreibung. Sie wurde zwei Tage vor dem Unfall deines Verlobten als gestohlen gemeldet. Der Besitzer hat die Anzeige aufgegeben."

Cassie wurde der Mund trocken. „Also nicht mal sein eigenes Auto."

„Das ist der Punkt. Die Meldung ging nie an die Polizei. Direkt an die Versicherung. Keine Aktenzeichen, nichts. Offiziell wurde dieses Auto nie gestohlen."

„Jemand hat es auf dem Papier verschwinden lassen."

„Sieht so aus." Er schwieg einen Moment. „Da ist noch mehr."

„Was."

„Die Zulassung. Bevor sie als ‚gestohlen' vermerkt wurde—" er stockte, setzte neu an. „Sie war auf jemanden registriert. Ich habe den Namen überprüft."

„Und?"

Daniel atmete hörbar aus. „Keine zufällige Person, Cassie."

Ihre freie Hand fand die Kante des Schreibtisches und blieb dort liegen.

„Wer?"

„Ich schicke dir alles. Aber hör zu—" Seine Stimme wurde leiser. „Wer auch immer das ist, für dich ist die Person auch kein Fremder."

Die Datei lud.

Sie wusste, dass sie diesen Namen schon einmal gesehen hatte.

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