로그인Alles, was Evelyn Carter wollte, war, ihren neuen Job zu feiern – und wie ihre Freundin vorgeschlagen hatte, hatte sie einen One-Night-Stand mit einem namenlosen Mann. Es war eine Nacht voller Spaß und sie hatte keine Reue. Stell dir ihre Überraschung vor, als sie am nächsten Tag zur Arbeit erscheint und ihr Boss niemand anderes ist als der Mann, mit dem sie geschlafen hat! Damian Sinclair. Der kalte, distanzierte und gutaussehende CEO der Sinclair Corporation war der Mann, der ihr den besten Fick ihres Lebens gegeben hatte! Evelyn fühlt sich unwohl und erwartet, gefeuert zu werden. Stattdessen wird sie zu seiner Sekretärin befördert und muss ihm auf Abruf zur Verfügung stehen. Als ob es nicht schon schlimmer kommen könnte, schlägt ihr Boss ihr einen Deal vor: Sei für drei Monate seine Fake-Freundin oder verliere deinen Job, wenn du ablehnst. Evelyn hat Schulden und kann es sich nicht leisten, diesen Job zu verlieren. Außerdem bekommt sie zehn Millionen Dollar dafür – eine Summe, die all ihre Probleme lösen könnte. Also nimmt sie an. Ein Vertrag wird unterschrieben, ohne dass Gefühle im Spiel sind. Doch mit jedem Blick, jeder Berührung und jedem Kuss, der ihr Herz zum Rasen bringt, spürt Evelyn, wie die Grenzen verschwimmen. Unter der Beobachtung der Medien und Damians magnetischem Blick fragt sie sich, was real und was gefaked war.
더 보기„Trink! Trink! Trink!“
Evelyn Carter kippte ihren inzwischen dritten Drink an diesem Abend hinunter und bereute bereits, überhaupt in diese Bar gekommen zu sein. Der Alkohol brannte in ihrer Kehle. Sie verzog das Gesicht und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück. „Schluss jetzt! Ich kann nicht mehr …“ Ihre beste Freundin Sophia Bennett legte ihr einen Arm um die Schultern. „Du musst auch mal loslassen, Evie! Wenigstens für einen Abend!“ Sie drückte ihr ein weiteres Glas in die Hand. „Komm schon, noch einen!“ Die Frauen am Tisch stimmten erneut ihren Sprechchor an. Seufzend hob Evelyn das Glas an die Lippen. Sie fragte sich, wo Sophia all diese Verrückten aufgetrieben hatte. „Erinnere mich daran, nie wieder mit dir irgendwohin zu gehen“, murmelte sie, bevor sie auch diesen Drink hinunterstürzte. Sophia kicherte. Sie war bereits betrunken, und ihre dunklen Locken klebten an ihren geröteten Wangen. „Ach, komm schon! Du liebst mich doch!“ „Und ich bereue es“, gab Evelyn zurück und fuhr sich mit der Hand durchs Haar. Sophia hatte sie regelrecht überredet mitzukommen. Leb ein bisschen, bevor du anfängst zu arbeiten und für den Rest deines Lebens langweilig wirst, Evie! Und wie eine Idiotin hatte Evelyn zugestimmt. Jetzt roch die Bar nach Cocktails, Parfüm und viel zu vielen Menschen auf engem Raum. Ihr Kopf fühlte sich bereits unangenehm leicht an. „Du denkst schon wieder viel zu viel nach“, stellte Sophia fest und stupste ihr gegen die Wange. „Hör damit auf. Tanz mit mir!“ „Sophia …“ „Nichts da!“, rief ihre Freundin. „Aufstehen!“ Bevor Evelyn eine weitere Ausrede finden konnte, zog Sophia sie auf die Tanzfläche. Hier dröhnte die Musik noch lauter, und die Bässe vibrierten durch die Sohlen ihrer Schuhe. „Das macht so viel Spaß!“, lachte Sophia und drehte sich unter den bunten Lichtern. Sie schien grenzenlose Energie zu haben und kannte offenbar keinerlei Scham. Evelyn tanzte zunächst etwas unbeholfen mit. Sie war sich der Blicke bewusst, die auf ihnen ruhten, doch der Alkohol nahm ihr allmählich die Hemmungen. Schließlich ließ auch sie sich von der Musik mitreißen. „Das machen wir nie wieder!“, flüsterte sie ihrer Freundin zu. „Doch, natürlich!“ Evelyn grinste und schloss die Augen, während die Musik ihre Sinne einnahm. „Na gut!“ Dann glitt plötzlich eine Hand über ihre Taille. „Na, Süße.“ Evelyn schlug die Hand so heftig weg, dass der Mann überrascht zurückzuckte. Sie wirbelte herum. Ein Fremder stand viel zu dicht vor ihr. Mit finsterem Blick musterte sie ihn. „Entschuldigung?“ Er grinste, als hätte sie ihm gerade ein Kompliment gemacht. „Sei doch nicht so, Schönheit. Tanz mit mir.“ „Nein.“ „Ach, komm schon. Nur ein Lied.“ Er griff erneut nach ihr, doch sie wich ihm aus. Sein Grinsen wurde noch breiter. „Ich beiße auch nicht. Außer, du willst es.“ Evelyn hätte sich am liebsten fremdgeschämt. „Ich habe Nein gesagt.“ Der Blick des Mannes glitt langsam über ihren Körper. Schließlich schnalzte er missbilligend mit der Zunge. „Dein Pech“, zischte er und verschwand. Die Begegnung hatte ihr die Laune verdorben. Auch der benommene, beschwingte Rausch, den der Alkohol ihr zuvor beschert hatte, war wie weggeblasen. Sie beugte sich zu Sophia und schnappte sich deren Glas, um es in einem Zug leer zu trinken. „Ich brauche eine Minute.“ Sophia nahm ihr das leere Glas ab und winkte sie weg. Sie bewegte sich bereits wieder im Takt der Musik. „Verlauf dich nicht!“ Evelyn bahnte sich einen Weg durch die Menge. Der intensive Geruch nach Schweiß und Parfüm wurde ihr zu viel, sodass sie sich die Hand vor die Nase hielt. Schließlich erreichte sie die Toiletten. Vor dem Spiegel blieb sie stehen und betrachtete ihr Spiegelbild. Ihr Gesicht war gerötet, ihre Haare zerzaust und ihre Augen wirkten glasig. Sie schöpfte kaltes Wasser in die Hände und spritzte es sich ins Gesicht. Dann tupfte sie ihre Haut mit einem Papiertuch trocken. „Genau deshalb hasse ich so etwas“, brummte sie. Sie fuhr sich mit den Fingern durchs Haar, um wenigstens zu verhindern, dass es aussah wie ein Vogelnest, und trat zurück auf den Flur. Dort blieb sie abrupt stehen. Der Fremde von vorhin lehnte mitten im Gang und versperrte ihr einen guten Teil des Weges. „Da bist du ja“, sagte er. „Hast du es dir anders überlegt?“ Ekel stieg in ihr auf. „Geh mir aus dem Weg.“ „Sei doch nicht so, Liebling. Ich habe gesehen, wie du getanzt hast. Du sahst ziemlich einsam aus.“ „Ich habe getanzt“, entgegnete Evelyn scharf. „Und jetzt mach Platz.“ „Trink doch einfach einen Drink mit mir. Mehr will ich gar nicht.“ „Und ich sage dir zum dritten Mal Nein.“ „Nun sei doch nicht so.“ Der Mann trat näher. Evelyn begriff, dass er sie nicht in Ruhe lassen würde, solange er nicht bekam, was er wollte. Ein Mann in einem dunklen Hemd kam gerade an ihnen vorbei und wollte zurück in den Hauptraum der Bar. Bevor Evelyn auch nur länger darüber nachdenken konnte, packte sie ihn am Handgelenk und zog ihn zu sich. „Da bist du ja, Schatz!“, rief sie laut genug, dass der andere Mann sie hören konnte. „Ich suche dich schon überall. Wo warst du denn, mein Freund?“ Der Fremde an ihrer Seite erstarrte. Aus der Nähe war er größer, als Evelyn erwartet hatte. Markante Gesichtszüge, dunkle Augen, ein Blick, der die Situation mit einem einzigen prüfenden Blick zu erfassen schien. Trotz der stickigen Barluft roch er angenehm frisch. Nach Seife und einem teuren Parfüm, das Evelyn unwillkürlich den Atem stocken ließ. Der aufdringliche Mann runzelte die Stirn. „Dein Freund?“ „Ja“, antwortete Evelyn prompt. „Das ist mein Mann. Und er ist um Längen besser als du.“ Der Fremde legte ihr mit einer Selbstverständlichkeit den Arm um die Taille, die Evelyn für einen Moment aus dem Konzept brachte. „Verschwinde“, sagte er ruhig. „Bevor ich dir dabei helfe.“ Der andere Mann öffnete den Mund. „Ich wollte doch nur—“ „Du wolltest gerade gehen“, unterbrach ihn der Fremde. „Also tu es.“ Irgendetwas in seinem Blick schien zu wirken. Der Aufdringliche fluchte leise vor sich hin, machte sich davon und verschwand in der Menge. Für einen kurzen Moment herrschte Stille zwischen ihnen. Evelyn drehte sich in der Umarmung ihres Retters zu ihm um. „Danke, dass du mir geholfen hast.“ „Was wäre, wenn ich nicht mitgespielt hätte?“ „Das hättest du nicht getan.“ Eine seiner Augenbrauen hob sich leicht. „Woher willst du das wissen?“ „Ich weiß es einfach.“ Beinahe gedankenverloren ließ sie einen Finger über seine markante Kinnlinie gleiten. Unter ihrer Berührung fühlte sich seine Haut warm an. Sein Blick blieb auf ihrem Gesicht liegen. „Du solltest zu deinen Freunden zurückgehen.“ „Vielleicht.“ Evelyn lächelte. Der Alkohol hatte ihr offenbar nicht nur die Hemmungen, sondern auch einen Teil ihres gesunden Menschenverstands genommen. „Hey, Freundchen.“ Der Mann antwortete nicht. Seine dunklen Augen ruhten auf ihr, als wollte er abwarten, was sie als Nächstes tun würde. Evelyn reckte sich zu ihm hoch und küsste ihn. Einen Moment lang blieb er reglos. Dann erwiderte er ihren Kuss. Eine Welle von Hitze durchströmte sie und ließ die laute Musik, die Stimmen und das ganze Chaos um sie herum verblassen. Plötzlich nahm sie nur noch seine Lippen wahr und seine Brust unter ihrer Handfläche. Als sie sich schließlich von ihm löste, atmete sie etwas schneller. „Willst du mit mir nach oben gehen?“ Sein Blick suchte aufmerksam ihr Gesicht ab. „Bist du betrunken?“ „Nur ein bisschen beschwipst.“ „Bereu es hinterher nicht.“ Evelyn hielt seinem Blick stand. „Werde ich nicht.“ Schließlich tat sie doch nur das, wozu Sophia sie den ganzen Abend über ermutigt hatte. Einfach mal leben. Am nächsten Morgen betrat Evelyn Carter die Sinclair Corporation, als hätte es die Frau vom vergangenen Abend nie gegeben. Sie hatte sich unter der Dusche beinahe die Haut abgeschrubbt, ihre Haare zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden, der bei jedem Schritt mitschwang, und sich für einen schwarzen Bleistiftrock mit einer weißen Bluse entschieden. Das Outfit ließ sie kompetent, gepflegt und professionell wirken. Doch bei jedem Schritt erinnerte sie ein dumpfes Ziehen zwischen ihren Schenkeln an die vergangene Nacht. An ihren Hüften zeichneten sich noch immer Spuren ab, dort, wo sich seine Finger fest in ihre Haut gegraben hatten. Und obwohl sie versucht hatte, ihre Gedanken in eine andere Richtung zu lenken, konnte sie noch immer den Geschmack seines Mundes auf ihren Lippen spüren. Allein die Erinnerung daran ließ ein berauschendes Gefühl durch sie strömen. Energisch schob sie den Gedanken beiseite und folgte Marcus Reed, dem Leiter ihrer Abteilung, den Flur entlang in Richtung des Konferenzraums der Geschäftsführung. „Eine kurze Besprechung, bevor wir mit der eigentlichen Präsentation beginnen“, erklärte Marcus im Gehen. Unter einem Arm klemmte er sein Tablet. „Der Pitch für den neuen Kunden steht, aber der Vorstand will sich die Unterlagen heute Morgen persönlich ansehen.“ Er warf ihr einen kurzen Blick zu. „Du übernimmst die Präsentation des Marketingkonzepts. Vermassle es nicht.“ „Verstanden“, erwiderte Evelyn und achtete darauf, ihre Stimme ruhig und professionell klingen zu lassen. Es war ihr erster Arbeitstag in dieser Position. Sie konnte es sich nicht leisten, unkonzentriert zu wirken. Der lange Konferenztisch war bereits zur Hälfte besetzt. Marcus bedeutete ihr, sich in der Nähe der Stirnseite einen Platz zu suchen, während er seinen Laptop anschloss. Evelyn setzte sich, schlug ihr Notizbuch auf und versuchte, sich auf die Zahlen vor ihr zu konzentrieren. Doch ihr Puls wollte sich einfach nicht beruhigen. „Bevor wir anfangen, noch eine kurze Ankündigung.“ Marcus räusperte sich. „Unser CEO wird an dieser Besprechung teilnehmen. Er ist gestern eingeflogen und möchte sich persönlich ein Bild von unserem Pitch machen.“ Ein leises Murmeln ging durch die Runde. Einige Mitarbeiter tauschten nervöse Blicke aus. Jeder wusste, dass Damian Sinclair kein Mann war, mit dem man leichtfertig umging. Kalt, skrupellos und geradlinig. In der Geschäftswelt hatte er sich den Ruf des Teufels erarbeitet. Leider hatte Evelyn bei ihrer Suche im Internet kein einziges Foto von ihm finden können. Wäre da nicht die Sinclair Corporation gewesen, hätte sie glatt geglaubt, dass dieser Mann nur eine Erfindung der Fantasie anderer war. Sie hob den Kopf und verbarg ihre Neugier hinter einem höflichen Lächeln, während sich ihr Magen aus einem unerklärlichen Grund zusammenzog. Dann öffnete sich die Glastür. Ein Mann trat ein. Groß, umwerfend attraktiv und in einen maßgeschneiderten dunklen Anzug gekleidet, der seinen muskulösen Körperbau betonte. Evelyn stockte der Atem. Sie erkannte ihn sofort. Dieselbe markante Kinnlinie. Derselbe Mund, der sich in der vergangenen Nacht auf ihren gelegt hatte, während er sie so lange und so intensiv geliebt hatte, bis sie ihren eigenen Namen vergessen hatte. Der Mann ging zum Kopfende des Tisches, legte eine schmale Mappe vor sich ab und ließ seinen Blick über die versammelten Mitarbeiter schweifen. Evelyn starrte ihn fassungslos an. Dann wanderte sein Blick zu ihr. Für einen Sekundenbruchteil blieb er an ihr hängen, einen Hauch länger, als es nötig gewesen wäre, bevor er sich wieder den anderen zuwandte. Evelyn spürte, wie ihr das Blut ins Gesicht schoss. Gleichzeitig meldete sich das vertraute Ziehen zwischen ihren Schenkeln mit neuer Intensität zurück. Sie konnte noch immer das tiefe Geräusch hören, das er von sich gegeben hatte, als er in ihr gekommen war. Sie erinnerte sich daran, wie fest er sie an seine Brust gezogen und ihren Mund in Besitz genommen hatte, als gehörte sie ihm allein. Marcus hatte inzwischen mit der Besprechung begonnen, doch Evelyn hörte kein einziges Wort. Ihr Blick glitt über die breiten Schultern des Mannes und blieb an seinen Fingern hängen, die leicht auf die Tischplatte klopften. Unwillkürlich erinnerte sie sich daran, wie fest er sie in der vergangenen Nacht gepackt hatte. Dann holte sie die Wirklichkeit mit voller Wucht ein. „Verdammt“, flüsterte sie. Denn der Mann, der sie in der vergangenen Nacht in der Red Velvet Bar aufs Bett gedrückt und ihr den besten Sex ihres Lebens beschert hatte, saß jetzt am Kopfende des Konferenztisches. Als CEO des Unternehmens, das sie gerade erst eingestellt hatte. Und Evelyn Carter steckte bis zum Hals in Schwierigkeiten.„Können Sie nicht etwas schneller fahren?“, fragte Evelyn den Fahrer, während ihre Freundin versuchte, ihr Lachen zurückzuhalten und das Gesicht gegen die Fensterscheibe presste.„Ich darf die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht überschreiten, Miss Carter.“ Der Fahrer klang entschuldigend. „Es tut mir leid.“„Nehmen Sie es ihr nicht übel“, murmelte Sophia. „Meine Freundin ist nur ein bisschen … ungeduldig.“Evelyn saß auf dem Rücksitz, die Hände ineinander verschränkt, und versuchte sich vorzustellen, was sie sagen würde, sobald sie Damian sah.Während der Tage, in denen er bewusstlos gelegen hatte, hatte sie sich diesen Moment unzählige Male ausgemalt. Doch jeder Satz, den sie sich zurechtgelegt hatte, klang jetzt lächerlich.Was, wenn er noch zu schwach war? Was, wenn die Ärzte lediglich gemeint hatten, dass er wach war, aber noch niemanden empfangen konnte? Was, wenn—„Miss Carter“, sagte der Fahrer sanft. „Wir sind da.“Evelyn wartete kaum, bis der Wagen zum Stillstand gekommen war,
Das Licht wurde eingeschaltet, und der Mann fand sich plötzlich Damian gegenüber, der ihm direkt in die Augen starrte. Obwohl sein Gesicht blass war und sein Atem unregelmäßig ging, lag in seinem Blick eine Klarheit, die dem Mann das Blut in den Adern gefrieren ließ.„Wer … hat dich geschickt?“Der Eindringling starrte ihn an und brachte kein Wort heraus.Damian verstärkte den Griff um sein Handgelenk.„Hat mein Onkel dich geschickt?“Der Mann erholte sich von seinem Schock und geriet in Panik. Er riss sich los.„Spielt das überhaupt eine Rolle? Du wirst sowieso sterben.“Er stieß die Spritze erneut in Richtung Damians Arm.Damian wand sich zur Seite, und die Nadel schrammte über das Laken, verfehlte ihn aber um wenige Zentimeter. Er schlug die Hand des Mannes weg, doch die Bewegung zerrte an seiner verletzten Schulter. Ein stechender Schmerz schoss durch seine Brust und ließ seinen Atem stocken.„Hör auf, dich zu wehren!“Der Eindringling holte nach ihm aus, doch Damian duckte sich.
„Warum läuft einfach nichts so, wie ich es will?!“ Brenda schrie und fegte alles von ihrem Schreibtisch. „Das ist der reinste Scheiß!“Eine Kristallvase prallte gegen die Wand und zerbrach, gefolgt von einem gerahmten Foto und einem schweren Briefbeschwerer. Doch Brenda nahm das Chaos kaum wahr. Ihre Wut hatte inzwischen einen Punkt erreicht, an dem stillzusitzen unmöglich war, und jeder Winkel ihres Arbeitszimmers erinnerte sie daran, wie gründlich alles schiefgelaufen war.„Verdammter Damian. Verdammte Mutter. Und verdammter Roman!“Brenda trat einen heruntergefallenen Ordner zur Seite. Während ihres Wutausbruchs hatte sich ihr Haar gelöst, und einzelne Strähnen hingen ihr ins Gesicht.„Allesamt nutzlos! Was haben sie jemals für mich getan, außer alles zu ruinieren?“„Zur Hölle mit ihnen allen!“Die Tür öffnete sich, und Lucas trat ein. Offenbar hatten ihn die Geräusche zerbrechender Gegenstände und ihr Geschrei angelockt.„Mutter, was ist los?“Er trat näher, die Stirn in Falten ge
Die Nachricht von Damian Sinclairs Tod erreichte das Unternehmen noch vor Mittag. Obwohl es keine offizielle Stellungnahme gab, verbreitete sich das Gerücht so schnell, dass es bald nichts anderes mehr gab, worüber die Leute sprachen.Roman trat mit Brenda an seiner Seite aus dem Aufzug. Beide wirkten zufrieden.„Sie sehen völlig verloren aus“, murmelte Brenda. „Fast … bemitleidenswert.“„Kannst du es ihnen verübeln?“ Roman steckte die Hände in die Taschen. „Sie haben Damian jahrelang gedient.“Sie betraten den Konferenzraum, und die Gespräche verstummten. Die Direktoren saßen mit vorsichtigen Gesichtsausdrücken um den langen Tisch, während Damians Stuhl leer blieb.Roman lächelte, zog ihn heraus und setzte sich, ohne zu fragen. Brenda nahm neben ihm Platz.Mr. Lawson beugte sich vor. „Roman, wir haben die Gerüchte gehört, aber von der Familie gibt es noch keine Bestätigung.“„Ich werde mich nicht zu den Gerüchten äußern“, sagte Roman. „Sentimentalität ändert nichts an der Arbeit, die

















