Mag-log in„Franklin“, rief sie leise.
Ihre Hoffnung flammte in ihrer Brust auf. Es war Franklin. War er zurückgekommen? Würde er sie hineinbringen und sich entschuldigen? Ihre Lippen öffneten sich, um zu sprechen. Sie wollte es ihm so sehr sagen, die Worte aussprechen, die sie seit dem Moment, in dem er beschlossen hatte, sie aus seinem Leben zu verbannen, in ihrer Kehle erstickt hatten. „Ich bin schwanger, Frank ... mit deinem Kind.“ Aber sie konnte es nicht. Nicht, als er sie so ansah. Emotionslos, kalt. Als wäre sie eine Fremde im Regen. „Du hast dein Handy ... und deine Kreditkarten vergessen. Sie lagen auf dem Bett“, sagte er mit flacher Stimme, ohne Trost, ohne Wärme. Sie starrte ihn an, ihr Mund noch immer geöffnet, ihre Stimme irgendwo in ihrer Kehle verloren. Sie zitterte, war bis auf die Haut durchnässt, und Mascara rann ihr über das Gesicht. Franklin sah sie nicht an. Er griff in seine Tasche und hielt etwas hin. Ihren Ehering. Den gleichen Ring, den er ihr vor gerade einmal drei Jahren unter einem Baldachin aus Rosen an den Finger gesteckt hatte. Gott, wenn das immer noch ein Albtraum war – könnte sie bitte jemand kneifen? Das hier war zu viel. Er legte ihn in ihre Hand, ihre Finger zitterten, als sie ihn in ihrer Handfläche schloss. „Und schick die Scheidungspapiere, wenn du sie unterschrieben hast“, fügte er hinzu, drehte sich um – und weigerte sich, ihr in die Augen zu sehen. Yulia beobachtete sie vom Balkon aus, die Arme vor der Brust verschränkt. „Frank ...“, flüsterte sie. „Was hat sich plötzlich geändert? Heute Morgen waren wir noch glücklich ...“ Er blieb in der Tür stehen und stieß einen kalten Atemzug aus. „Sicherheit. Ich will sie nicht mehr hier antreffen, wenn ich wiederkomme.“ Das waren die einzigen Worte, die er sagte, bevor die Tür erneut hinter ihr zuschlug und den letzten dünnen Faden Hoffnung durchtrennte, an dem sie sich festgeklammert hatte. Sie schlang ihre Finger um den Ring und drückte ihn an ihre Brust. Ein Schrei wollte aus ihrer Lunge brechen, doch sie schluckte ihn hinunter. Drinnen lehnte Yulia sich gegen die Wand, die Arme verschränkt, ihre roten Lippen zu einem teuflischen Lächeln verzogen. In dem Moment, in dem Franklin sich umdrehte, ging sie langsam und verführerisch auf ihn zu. „Du hast das Richtige getan“, sagte sie und strich mit ihren Fingern über seine Brust. „Sie war nie für dich bestimmt, Frank.“ Er sagte nichts, sondern atmete nur langsam aus und nahm einen Schluck von seinem Drink. Yulia legte ihre Hände auf seine Wangen und zog sein Gesicht näher zu ihrem, während sie verführerisch auf ihre Lippen biss. „Lia“, rief er, vielleicht um etwas zu sagen. „Ich bin jetzt hier ...“, murmelte sie und strich mit ihren Lippen über seine. „Ich war immer für dich da, Frank.“ „Ich weiß, Schatz, aber wohin wird sie gehen?“, fragte er, und ein listiges Lächeln zog sich über ihre Lippen. Dann küsste sie ihn, während seine Hände sich besitzergreifend um ihre Taille legten. Er erwiderte den Kuss, zunächst sanft, dann tiefer und fordernder. Sie beanspruchte ihn, als hätte er ihr schon immer gehört. Dann lächelte sie, als er sie beinahe verschlang, bevor sie den Kuss abrupt unterbrach. „Lass sie im Regen weinen. Du verdienst jemanden, der besser zu dir passt als sie ...“ „Jemanden wie dich, Yulia. Du lässt mich lebendig fühlen. Du warst immer für mich da, Baby“, schnurrte er und küsste sie erneut, kurz. „Endlich sind wir zusammen, du, ich und unser Baby. Das sollte von nun an unsere Priorität sein“, murmelte sie, und er nickte zustimmend. Thalia drehte sich um und stieg langsam die Stufen hinunter, ihre Absätze versanken im schlammigen Boden. Der Wind peitschte gegen ihr Gesicht und klebte ihr nasses Haar an die Wangen. Sie ging weiter – weg von dem Haus, weg von dem Leben, das sie einst aufgebaut hatte. Bis ein Rolls-Royce sanft vor ihr zum Stehen kam. Das Fahrerfenster wurde heruntergelassen. „Thalia“, rief er leise, seine Stimme kaum hörbar, während er mit seinem Regenschirm aus dem Wagen stieg. Tränen verschleierten ihre Sicht, und ohne es zu erwarten, wurde sie ohnmächtig. Doch er fing sie in seinen Armen auf, bevor sie fallen konnte. „Ich bin hier, Thalia“, flüsterte der Mann erneut, seine Arme schlossen sich fester um sie, während der Regen erbarmungslos auf sie niederprasselte. Sein Regenschirm konnte dem Wind kaum standhalten, aber es kümmerte ihn nicht. Alles, was für ihn zählte, war die zerbrechliche Frau in seinen Armen – ihre Haut war blass, ihre Lippen zitterten, ihr Körper war völlig durchnässt und sie fror. Er trug sie auf den Rücksitz des Rolls-Royce und hielt sie dabei so vorsichtig, als würde er etwas Kostbares tragen. Die Tür des luxuriösen Penthouses schwang auf, und die Wärme des Ortes prallte gegen die eisige Taubheit, die Thalias durchnässten Körper umhüllte. Er trug sie hinein, legte sie auf das samtige Sofa und kniete neben ihr – außer Atem. Er holte tief Luft, zog dann sein durchnässtes Sakko aus, griff nach seinem Handy und tätigte einen Anruf. „Doktor Lena, es ist dringend. Kommen Sie so schnell wie möglich her.“ Nachdem er das Gespräch beendet hatte, fiel sein Blick auf ihre Hand ... die sie fest geschlossen hielt und die leicht zitterte. Er trug sie in sein Schlafzimmer und legte sie auf sein Bett. Dann öffnete er vorsichtig ihre Finger, und der Ehering fiel zu Boden. „Mr. Williams, die Hausmädchen sind hier“, informierte ihn sein Manager. Mr. Williams, der Milliardär, den niemand in der Öffentlichkeit zu Gesicht bekam. Der Name, der jedem Konkurrenten einen Schauer über den Rücken jagte. George Williams. Der Mann hinter mehr als zehn Konglomeraten in ganz Europa und Aveloria. Rücksichtslos, brillant, zurückgezogen. In diesem Moment traf ein Team von Hausmädchen ein. Er ging hinaus, und sie halfen ihm dabei, Thalias durchnässtes Kleid auszuziehen. Dann traf Dr. Lena ein und untersuchte Thalia unter Georges wachsamen Blicken. „Sie ist kalt und völlig erschöpft“, informierte die Ärztin ihn. „Und da ist noch etwas ...“ „Was ist es?“, fragte George scharf und drehte sich zu ihr um. „Sie ist schwanger“, antwortete Dr. Lena, und seine Augen weiteten sich vor Schock. Das Wort hing wie Donner in der Luft. Er war schockiert und gleichzeitig sprachlos. Doch er nickte und seufzte. „Nach ihren Vitalwerten ist sie gerade im vierten Monat. Sie sollte auf keinen Fall Stress haben. Das ist gefährlich für ihr Baby.“ „Braucht sie etwas?“, fragte er, Besorgnis zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. „Sie muss sich ausruhen und darf sich bitte um nichts sorgen. Bitte sorgen Sie dafür, dass sie viel isst, besonders Obst. Ich werde ihr Medikamente verschreiben, die Sie besorgen können.“ Wenn Thalia so gebrochen ist, wird das nicht gut für ihr Baby sein. Die Ärztin verbeugte sich leicht und ging hinaus. Und er setzte sich neben sie auf das Bett. Was war wirklich mit ihr passiert? Warum war sie im Regen? Er seufzte. Was auch immer der Grund war, er war bereit, sie zu unterstützen und ihr zurückzugeben, was sie vor vier Jahren für ihn getan hatte.„Ihr neues Leben.“ Diese drei Worte gingen Franklin noch lange nach dem Ende des Anrufs durch den Kopf. Er stand am Fenster, das Handy noch immer in der Hand, und starrte ins Leere.Yulia beobachtete ihn vom Bett aus, ein kleines, zufriedenes Lächeln auf den Lippen.Sie hatte jedes Wort gehört. „Gut. Lass ihn den ersten Riss spüren.“ Sie musste keine Angst mehr vor Thalias Schatten haben.Franklin wählte Thalias Nummer erneut. Und erneut. Doch sie ging nicht ans Telefon.„So einfach? Hat sie so schnell weitergemacht? Hatte sie bereits jemand anderen gefunden?“, dachte er bei sich.Nein. Er vertraute ihr. Thalia würde niemals fremdgehen. Aber die Stimme des Mannes – ruhig, selbstsicher, besitzergreifend – spielte sich immer wieder in seinem Kopf ab.„Ihr neues Leben.“ Was sollte das bedeuten? Er schluckte und fühlte sich so unruhig.Yulia stand auf und ging zu ihm, schlang ihre Arme um seine Taille.„Frank … ich bin so glücklich, dass wir endlich zusammen sind.“„Ich auch“, antwortete
Sonnenlicht ergoss sich über die elfenbeinfarbenen Laken wie flüssiger Honig, golden und sanft gegen die kühle Luft der Blackwood-Villa.Franklin regte sich und bewegte sich, bis seine Arme Yulia fanden.Er zog sie näher zu sich, während sich ein Arm um ihre Taille legte und ihre Hände nach oben glitten, um an seinem Nacken zu ruhen. Die Wärme zwischen ihnen fühlte sich verdient an. Keine hastigen Hotelzimmer mehr. Keine vorsichtigen Telefonate mehr. Thalia war fort.„Guten Morgen, Mrs. Blackwood“, murmelte er an ihrem Ohr.Sie hatten vor zwei Jahren heimlich im Ausland geheiratet, in einer intimen Zeremonie, gefolgt von einer ruhigen Hochzeitsreise nach London.Auf dem Papier war Franklin noch immer an Thalia gebunden. Er hatte die Sache hinausgezögert, aufgeschoben und die letzten rechtlichen Schritte viel zu lange vermieden. Jetzt, da Yulia sein Kind erwartete, kümmerte er sich nicht mehr um den Schein. Die privaten Gelübde, die sie einander gegeben hatten, waren genug für ihn. Der
„Franklin“, rief sie leise.Ihre Hoffnung flammte in ihrer Brust auf.Es war Franklin. War er zurückgekommen? Würde er sie hineinbringen und sich entschuldigen?Ihre Lippen öffneten sich, um zu sprechen. Sie wollte es ihm so sehr sagen, die Worte aussprechen, die sie seit dem Moment, in dem er beschlossen hatte, sie aus seinem Leben zu verbannen, in ihrer Kehle erstickt hatten.„Ich bin schwanger, Frank ... mit deinem Kind.“Aber sie konnte es nicht.Nicht, als er sie so ansah. Emotionslos, kalt. Als wäre sie eine Fremde im Regen.„Du hast dein Handy ... und deine Kreditkarten vergessen. Sie lagen auf dem Bett“, sagte er mit flacher Stimme, ohne Trost, ohne Wärme.Sie starrte ihn an, ihr Mund noch immer geöffnet, ihre Stimme irgendwo in ihrer Kehle verloren. Sie zitterte, war bis auf die Haut durchnässt, und Mascara rann ihr über das Gesicht.Franklin sah sie nicht an. Er griff in seine Tasche und hielt etwas hin.Ihren Ehering. Den gleichen Ring, den er ihr vor gerade einmal drei Jah
„Scheidungspapiere“, platzte er heraus. Seine Worte zertrampelten ihr Herz auf dem Marmorboden.„Unterschreib sie!“, murmelte er kalt.Sie taumelte und hielt sich zur Unterstützung an der Tischkante fest.„Du machst Witze, oder?“, fragte sie, und er lächelte spöttisch.„Er macht keine Witze. Unterschreib sie und verschwinde zum Teufel aus seinem Leben!“, antwortete Yulia unverblümt.„Ich rede nicht mit dir!!“, schrie Thalia sie an. Sie versuchte, nach seiner Hand zu greifen, doch er wich zurück und verstärkte seinen Griff um Yulias Hand.„Frank, wir können darüber reden, bitte, wir können darüber reden!“, flehte sie mit Tränen in den Augen.Doch ihre Worte stießen auf taube Ohren. Er hatte seine Entscheidung bereits getroffen und war nicht bereit, irgendjemandem zuzuhören.„Hör zu, Thalia, du weißt, dass ich deine Schwester zuerst kennengelernt habe und sie zuerst geliebt habe …“„Aber du hast mich auch geliebt, warum tust du das?“, weinte Thalia.„Ja, aber nicht mehr. Ein Jahr lang w
„Herzlichen Glückwunsch, Thalia, du bist im vierten Monat schwanger!“ verkündete der Arzt strahlend mit einem warmen Lächeln.„…Wi…wirklich?“ fragte sie, während ihr die Tränen unaufhaltsam in die Augen stiegen.Sie war überwältigt von der Nachricht. Nach drei Jahren Ehe mit ihrem Mann trug sie endlich sein Kind.Ihr Mann, Franklin Blackwood, hatte immer davon geträumt, dass sie ein Kind bekommen würden. Er liebte Kinder so sehr, und sie war dabei, ihm eines zu schenken.Vielleicht war das ein Geschenk Gottes zu ihrem dreijährigen Hochzeitstag.In diesem Moment fühlte sie sich, als stünde sie auf dem Gipfel der Welt. Sie war aufgeregt und konnte es kaum erwarten, ihm die Neuigkeit mitzuteilen.„Es ist sicher, du und dein Baby seid vollkommen in Ordnung“, sagte er.„Danke, Doktor, danke.“ Tränen liefen ihr über das Gesicht – keine Tränen des Schmerzes, sondern der Freude.„Möchtest du den Herzschlag deines Babys hören?“ fragte der Arzt, und sie nickte eifrig, während sie sich das Gesic







