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3:Lily

ผู้เขียน: Fallenwild
last update วันที่เผยแพร่: 2026-07-03 16:19:52

Drei Tequila-Shots später stehe ich auf der Tanzfläche und tanze mit einer herzlos wilden Hingabe. Ich tanze mit einem Typen aus dem Lacrosse-Team, dann mit jemand anderem, dann wieder mit jemand anderem. Es ist mir egal, wer sie sind. Ich will einfach irgendetwas anderes fühlen als diesen hohlen Schmerz in meiner Brust.

„Amüsierst du dich?“ Brett aus dem Schwimmteam taucht neben mir auf, seine Hand gleitet um meine Taille, während wir uns zur Musik bewegen.

„Unheimlich“, lüge ich und nehme den Drink entgegen, den er mir in die Hand drückt.

„Du siehst heute Abend unglaublich aus“, murmelt er, seine Lippen streifen meinen Hals. „Dieser Arsch Palmer weiß gar nicht, was er gerade verloren hat.“

Ich sollte zurückweichen. Sollte wissen, dass er meine verletzliche Verfassung ausnutzt. Aber der Alkohol hat mein Urteilsvermögen vernebelt, und ein Teil von mir sehnt sich danach, begehrt zu werden – nachdem ich gerade so gründlich zurückgewiesen wurde.

„Alle gehen zum Pool. Komm mit.“

Bevor ich richtig begreifen kann, was passiert, führt er mich durch die Menge zur hinteren Terrasse, wo sich eine Gruppe um Tylers Pool versammelt hat.

„Es ist eiskalt“, protestiere ich, plötzlich bewusst, wie wenig ich anhabe – nur ein dünnes Top und Jeans.

„Genau das macht den Spaß aus“, grinst Brett, seine Hand rutscht tiefer auf meinen Rücken. „Leb mal ein bisschen, Lily. Du warst viel zu lange Miss Perfect.“

Der Tequila lässt seine Worte vernünftig klingen. Vielleicht hat er recht. Vielleicht war ich wirklich zu vorsichtig – und sieh nur, wohin mich das gebracht hat: betrogen und gedemütigt.

„Ich weiß nicht…“ Ich zögere am Rand des Pools.

„Komm schon“, lockt Brett, seine Finger zupfen bereits am Saum meines Tops.

Um uns herum werden Handys gezückt. Die Leute spüren das Drama und drängen näher. Der vernünftige Teil meines Gehirns schreit Warnungen – das wird morgen online sein –, doch er wird von Schmerz, Alkohol und dem verzweifelten Bedürfnis, zu beweisen, dass es mir egal ist, übertönt.

„Na gut“, höre ich mich selbst sagen und greife nach dem Knopf meiner Jeans.

„Das reicht.“

Der Kreis teilt sich, und da steht Luca. Sein Gesicht ist wie ein Gewitter, als er die Szene in sich aufnimmt – mich, halb ausgezogen und offensichtlich betrunken, umringt von neugierigen Zuschauern mit erhobenen Handys.

„Kümmere dich um deinen eigenen Kram, Archer“, sagt Brett und tritt vor. „Sie hat Spaß.“

„Sieht sie aus, als hätte sie Spaß?“ Luca klingt wütend auf eine Art, wie ich es noch nie von ihm gehört habe.

„Mir geht’s gut“, behaupte ich, doch meine Stimme zittert und verrät mich. Die Nachtluft fühlt sich plötzlich viel zu kalt auf meiner Haut an, und die Realität dessen, was ich gerade tue, stürzt über mich herein.

Luca tritt vor, und Bretts Selbstsicherheit bröckelt. „Lass uns nach Hause gehen, Lily.“

„Sie will nirgendwo mit dir hingehen“, versucht Brett noch einmal, den Coolen zu spielen, doch er weicht bereits vor Lucas imposanter Präsenz zurück.

„Ich habe dich nicht gefragt.“ Lucas gesamte Aufmerksamkeit ruht jetzt auf mir. „Du machst gerade einen Fehler, den du morgen bereuen wirst. Lass uns nach Hause gehen.“

Ich blinzele zu seinem Gesicht auf, das harte Linien trägt, seine Augen funkeln vor Zorn.

„Du hast mir gar nichts zu sagen.“ Ich stoße gegen seine Brust – es fühlt sich an, als würde ich gegen eine Mauer drücken.

Die Poolumgebung dreht sich um mich, die Gesichter verschwimmen, während Tränen meine Augen füllen. Ich hasse es, dass ich weine. Hasste es, dass ausgerechnet Luca mich so sieht. Und hasse, dass ein kleiner Teil von mir erleichtert ist, dass er aufgetaucht ist.

„Ich bin nicht wie Palmer“, sagt Luca, und in seiner Stimme liegt eine Schärfe, die durch meinen alkoholisierten Nebel schneidet. „Überhaupt nicht.“

„Was auch immer. Du bist viel schlimmer als er. Du denkst, du bist besser als alle anderen.“ Ich spucke die Worte aus, als wären sie Gift. „Aber das bist du nicht. Du bist nur ein Typ, der… der…“

Und dann, zu meinem absoluten Entsetzen, breche ich in Tränen aus. Keine zarten, hübschen Tränen – sondern hässliche, heftige Schluchzer, die meinen ganzen Körper schütteln.

Die Party wird still um uns herum. Durch meinen Tränenschleier sehe ich das Mitleid in ihren Gesichtern – und das ist noch unerträglicher.

Luca seufzt. Dann, bevor ich begreifen kann, was passiert, beugt er sich herunter, hebt mich hoch – ein Arm unter meinen Knien, der andere stützt meinen Rücken.

„Lass mich runter!“ Ich trommele schwach gegen seine Brust.

„Keine Chance.“ Er setzt sich in Bewegung und trägt mich durch die sprachlose Menge. „Wir fahren nach Hause.“

„Aber ich hasse dich“, flüstere ich an seinem Hals, während meine Arme verräterisch um seine Schultern schlingen, um Halt zu finden.

„Ich weiß“, murmelt er, sein Atem warm an meinem Haar. „Aber ich bringe dich trotzdem nach Hause.“

Ich wache mit dem schlimmsten Kopfschmerz meines Lebens auf. Mein Mund schmeckt, als hätte ich den Boden abgeleckt. Licht sticht durch fremde Vorhänge und jagt Schmerzwellen durch meinen Schädel, als ich die Augen aufschlage.

Das ist nicht mein Zimmer – das ist mein erster Gedanke.

Ich setze mich ruckartig auf und bereue es sofort, als Übelkeit in mir hochschwappt. Der Raum dreht sich, während ich meine Umgebung wahrnehme… marineblaue Wände, Trophäen auf einem Regal, ordentlich gestapelte Lehrbücher auf dem Schreibtisch. Dieses Zimmer kommt mir seltsam bekannt vor.

Ich schaue an mir herunter – voller Entsetzen. Ich trage ein verwaschenes graues T-Shirt, das über eine Schulter hängt und bis zur Mitte meiner Oberschenkel reicht. Meine Jeans und mein BH sind weg.

Oh Gott.

Bruchstücke der letzten Nacht blitzen in meinem Kopf auf… die Party, Ethan mit Megan, das Trinken, das Chaos. Alles danach ist ein schwarzes Loch. Habe ich…? Haben wir…?

Panik krallt sich in meiner Kehle hoch. Ich greife nach den Laken, suche nach Blut, nach Beweisen… irgendetwas.

Die Tür schwingt auf, und ich unterdrücke fast einen Schrei.

Luca kommt herein, als wäre nichts geschehen. Er trägt Basketball-Shorts und ein weißes T-Shirt und hält ein Glas Wasser sowie zwei Tabletten in der Hand.

„Gut. Du lebst noch.“ Er stellt das Wasser und die Tabletten auf den Nachttisch. „Aspirin. Das wirst du brauchen.“

Ich presse die Laken an meine Brust, mein Herz rast. „Was ist letzte Nacht passiert? Warum bin ich in deinem Zimmer? Warum trage ich deine Sachen? Wo sind meine—“

„Langsam.“ Er lehnt sich gegen seinen Schreibtisch, die Arme verschränkt. „Es ist nichts passiert. Du bist im Auto ohnmächtig geworden. Ich habe dich nach Hause gebracht. Du wolltest nicht, dass ich dich in dein Zimmer bringe… irgendwas von wegen ‚den Feind nicht in deine Festung lassen‘. Deine Worte, nicht meine.“

Mein Gesicht brennt. „Und meine Klamotten?“

Seine Miene bleibt neutral, doch ich bemerke eine leichte Röte, die seinen Hals hinaufkriecht. „Du hast dich zweimal übergeben. Einmal im Auto, einmal, als ich versucht habe, dir Wasser einzuflößen. Ich hatte nicht vor, dich in deinem eigenen Erbrochenen auf meinem Bett schlafen zu lassen.“

„Du hast mich umgezogen?“ Meine Stimme wird zu einem Quietschen.

„Schmeichele dir nicht zu sehr. Ich hatte die ganze Zeit die Augen zu.“ Ein Mundwinkel zuckt nach oben. „Du bist keine griechische Statue. Also wirst du es überleben.“

Ich will auf der Stelle sterben. Hier und jetzt.

„Hat jemand… haben meine Eltern…?“ Ich kann den Satz nicht mal zu Ende bringen.

„Sie haben geschlafen, als wir ankamen. Das Schnarchen deines Vaters hat deine sehr kreative Fluchorgie übertönt, als du dir den Zeh an der Treppe gestoßen hast.“

Ich vergrabe mein Gesicht in den Händen. „Oh mein Gott.“

„Entspann dich. Ich tue seit zehn Jahren so, als würden wir uns kaum kennen. Ich werde unser Geheimnis jetzt sicher nicht auffliegen lassen.“ Er stößt sich vom Schreibtisch ab. „Das Bad ist frei, falls du duschen willst. Ich bin unten.“

Er ist fast an der Tür, als ich meine Stimme wiederfinde. „Luca?“

Er hält inne und schaut über die Schulter zurück.

„Danke“, sage ich leise. „Dass… du mich nach Hause gebracht hast.“

Etwas in seinem Gesicht verändert sich – es wird für einen winzigen Moment weich, bevor seine gewohnte Maske wieder an ihren Platz gleitet. „Erwähne es nicht, Lilypad. Ernsthaft. Nie.“

Dann ist er weg und lässt mich allein mit meinem pochenden Kopf und dem Duft seiner Seife auf meiner Haut zurück.

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