LOGINAVADas nervtötende Rascheln riss meine Augen auf, nur um sofort von den grellen Sonnenstrahlen geblendet zu werden. Ich regte mich und stieß mit dem Kopf gegen eine Wand.Ich hielt inne. Ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen, als der vertraute Duft in meine Nase stieg.Definitiv keine Wand.Ich legte den Kopf in den Nacken, mein Lächeln wurde breiter, als ich auf das graue T-Shirt starrte, das unter den hereinfallenden, gelben Sonnenstrahlen schimmerte.„Guten Morgen, Schatz“, grummelte er und zog mich näher an sich heran. Ich lehnte mich vor und presste meine Lippen auf seine. Er stieß ein tiefes Knurren aus und drehte uns im selben Moment herum, sodass ich auf ihm lag, während ich ihn weiter küsste. Und genau in dem Moment, als uns die Puste ausging, hielt ich inne und atmete tief durch.„Guten Morgen, Liebling.“Sein Grinsen wurde breiter und er zog mich wieder zu sich. Unsere Lippen trafen sich erneut – diesmal viel tiefer. Ein Stöhnen entkam meinem Mund, als seine Zunge hinein
AVA„Ich bin müde, ich will schlafen“, sagte ich, als alle ihren Blick zu mir wandten. Verwirrung und Schock machten sich in ihren Gesten breit, während meine Züge kalt, finster und unbeeindruckt wurden.„Aber Ma'am, die Behandlung ist noch nicht vorbei.“„Kein Interesse.“ Ich wank sie ab und ging zurück, um mich umzuziehen. „Danke fürs Mitkommen. Wenn mein lieber Ehemann seine Massage noch bekommen möchte, werde ich nichts dagegen sagen.“ Ich schenkte ihm das heuchlerischste Lächeln, das ich zustande brachte; er antwortete ohne eine einzige Miene zu verziehen.Fick dich!!Ich knirschte mit den Zähnen und stürmte in die Umkleide. Mein Gesicht war vor Wut verzerrt, als ich mir meine Kleidung schnappte, dann seufzte ich.Es war mir egal.Ich war nicht wütend.Wenn er eine Massage wollte, bitte – als ob er sie lieben würde.Nein, er liebte mich.Nur mich. Er gehörte mir, also würde eine Massage auch nichts daran ändern.„Sicher, sie werden ihn fast nackt sehen und ihre Hände über seinen…
AvaIch saß da und ließ meinen Blick von Andrew zur Inneneinrichtung der Sauna wandern. Sie war riesig, mit einer Holzstruktur, die keine Hitze leitete, und dem Notfallknopf an der Seite, der rot glühte – beinahe einladend.Ein einziger Knopf und ich könnte dieser Folter entkommen, diesem glorreichen Paradies.Aber… mein Blick schnellte zurück zu Andrew, der die Zeit augenscheinlich genoss. In der Sauna herrschte Totenstille – es sei denn, man zählte mein schweres Atmen dazu, dann ja.„Du starrst, Schatz.“ Ich erstarrte. Dann öffneten sich seine Augen einen Spaltbreit und er richtete sich auf. Bei seinem Anblick stockte mir der Atem – sein Haar war glatt, klebte an seinem Gesicht und seine Haut glänzte unter dem Licht.Er sah anders aus. Seine Brille war von der Hitze beschlagen, aber das hielt mich nicht wirklich davon ab, ihn anzuschmachten.Wie um alles in der Welt konnte ein Mann nur so gut aussehen? Das war nicht normal. Er sah auf keinen Fall wie ein gewöhnlicher Mensch aus. Er
AVAAls er sagte, er wisse, wie er meinen Stress abbauen könne, muss ich zugeben, dass ich an all die falschen Dinge dachte. Aber meine Gedanken wurden jäh unterbrochen, als er verkündete, dass wir ausgehen würden.Mein Kopf war wie leergefegt. Ich fragte mich, wo um alles in der Welt er mich wohl hinbringen wollte, und egal wie oft ich ihn fragte, er rückte nicht heraus.„Ich schwöre dir, wenn du mich in dieses Restaurant bringst, wo diese seltsame Kellnerin dich ununterbrochen angestarrt hat, dann dreh verdammt noch mal das Auto um!“, schrie ich. Meine Hände hatte ich unter meiner Brust verschränkt, während ich ihn aus dem Augenwinkel anstarrte.Er hatte ein breites Grinsen auf den Lippen – eines, das mir verriet, dass er diesen Moment in vollen Zügen genoss.„Eifersüchtig, Schatz?“Ich rollte mit den Augen. „Du träumst wohl. Ich mag sie einfach nicht.“„Betrachte sie als gefeuert.“Meine Augen wurden groß. „Aha? Einfach so?“„Natürlich. Ich will nicht, dass meine Frau etwas Falsche
ANDREW „Mama!“ Tristans Schrei lenkte meinen Blick auf die Gestalt, die eintrat und unter dem Fluoreszenzlicht des Wohnzimmers atemberaubend schön aussah.Meine Frau.Meine Ava.Sie ging in die Hocke und breitete die Arme weit aus, als Tristan ihr in die Arme sprang.„Mama! Guten Abend!“, grinste er.Der kleine Teufel war nicht ganz so süß gewesen, als er mich dazu gebracht hatte, dazusitzen und als sein Zeichenpapier herzuhalten.„Guten Abend, mein Schatz. Wie geht es dir? Und wie war die Schule?“„Nicht schlecht, gut. Papa hat mich heute abgeholt.“ Damit wandte sie ihren Blick mir zu. Ich hielt meinen Blick auf sie gerichtet und hob das Kinn, während ich meine Brille zurechtrückte.Ich sah zu, wie ihr Gesicht den dunkelsten Rotton annahm und sich ihre Augen weiteten, und ich konnte nicht anders, als zu lachen.Ich wusste, dass sie versuchte, mir aus dem Weg zu gehen, besonders nach unseren heißen Stunden. Ich hatte dem Biest in mir die volle Kontrolle überlassen, und doch genoss ic
AVAMein Blick wanderte hektisch vom Bildschirm zur Akte und dann zu Cassandra, die mir gerade einen Überblick über meinen Tagesablauf gab. Abgesehen von dem Termin um 15:00 Uhr – der, wie ich eben erfuhr, wegen familiärer Angelegenheiten abgesagt worden war – hatte ich nichts weiter zu tun.„Wann sollen wir das Treffen neu ansetzen?“, fragte sie. Ich blinzelte, und der Ton schaltete sich in meinem Kopf wieder ein.„Wann immer sie so weit sind.“„Alles klar.“, sagte sie und klappte ihr Tablet zu. „Das war dann alles für heute. Ihr Terminkalender ist leer.“Ich nickte.„Fahren Sie nach Hause?“„Warum fragst du?“„Nur zur Information. Es könnten ja spontane Meetings oder Kunden reinkommen.“Ich schüttelte den Kopf. „Ich bleibe hier.“ Sie nickte und ging hinaus.Die Tür fiel mit einem leisen Klicken ins Schloss, und ich stieß einen langen, erschöpften Seufzer aus.Möglicherweise fing ich schon an, meine Entscheidung zu bereuen – besonders jetzt, wo ich absolut nichts zu tun hatte. Ich kö







