Mein Mann wählte meine Schwester, aber ich war die Braut

Mein Mann wählte meine Schwester, aber ich war die Braut

last updateLast Updated : 2026-08-08
By:  Presh SophieOngoing
Language: Deutsch
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Dazu gezwungen, ihre entlaufene Schwester am Altar zu ersetzen, glaubt Elena, nichts weiter als ein geopferter Bauer zu sein Doch nachdem sie herausfindet, dass sie von Anfang an die vorgesehene Braut war, deckt sie eine jahrzehntealte Verschwörung auf, die die Familien Laurent und Vale miteinander verbindet. Fünf Jahre später kehrt sie zurück, mit Zwillingserben und genug Macht, um jeden zu vernichten, der sie belogen hat. Einschließlich des Mannes, der ihr Herz einst gebrochen hat.

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Chapter 1

KAPITEL 1: Die Tochter, die niemand feierte

Das Lachen erreichte Elena, noch bevor sie die Eingangstür durchschritt.

Hell, warm und fröhlich.

Das Lachen, das in eine Familie gehörte.

Das Lachen, das ihr nie zu gehören schien.

Elena Vale stand in der Eingangstür der weitläufigen Vale-Villa, eine Papiertüte an den Fingern baumelnd.

Ihre Schultern schmerzten nach zwölf Stunden im Büro, und ihre Absätze fühlten sich wie Folterinstrumente an.

Einen Moment lang beobachtete sie einfach nur.

Der große Speisesaal leuchtete unter Kristallkronleuchtern.

Frische Rosen schmückten jeden Tisch.

Silberne Luftballons schwebten nahe der Decke.

Eine dreilagige Torte thronte stolz in der Mitte des Raumes.

Ihr Vater hob ein Glas.

Ihre jüngere Schwester Celeste stand neben ihm in einem glitzernden weißen Kleid, während Gäste sie mit Lob überhäuften.

»Auf meine wunderschöne Tochter«, verkündete Victor Vale.

Der Raum brach in Applaus aus.

Elenas Griff um die Geschenktüte wurde fester.

Dann fiel es ihr ein.

Heute war nicht nur Celestes Feier.

Es war auch ihr Geburtstag.

Sechsundzwanzig Jahre alt.

Sie und Celeste teilten denselben Geburtstag.

Jedes Jahr feierte die Familie eine Tochter.

Jedes Jahr vergaßen sie, dass die andere existierte.

Der vertraute Schmerz legte sich leise in ihrer Brust nieder.

Nicht mehr scharf, nur noch vertraut, wie eine alte Narbe.

Niemand bemerkte, dass sie dort stand.

Nicht ihr Vater, nicht die Verwandten, nicht einmal die Dienstboten, die geschäftig mit Tabletts umherhasteten.

Für einen kurzen Moment überlegte Elena, ob sie einfach umkehren und gehen sollte.

Niemand würde es bemerken.

Niemand bemerkte es je.

Dann entdeckte Celeste sie.

»Oh, Elena!«

Der Raum verstummte.

Dutzende Augen richteten sich auf sie.

Elena wünschte sich sofort, dass sie es nicht getan hätten.

Celeste lächelte strahlend.

»Du bist endlich zu Hause.«

Einige Gäste tauschten unbehagliche Blicke aus.

Andere starrten unverhohlen.

Elena wusste, was sie sahen.

Die vergessene Tochter.

Die schlichte Tochter.

Die Tochter, die nie in das polierte Bild der Familie Vale zu passen schien.

Sie zwang sich zu einem Lächeln.

»Herzlichen Glückwunsch.«

Celeste strahlte.

»Danke.«

Victors Miene verdunkelte sich.

»Du bist spät dran.«

Die Worte trafen härter als sie hätten sollen.

Elena warf einen Blick auf die Uhr.

Viertel nach sieben.

Sie hatte länger geblieben, um eine Präsentation fertigzustellen, die der Vale Group dabei helfen würde, einen wichtigen Vertrag zu sichern.

Eine Präsentation, für die ihr Vater morgen das Verdienst beanspruchen würde.

»Es tut mir leid«, sagte sie leise.

»Das sollte es.«

Der Raum wurde wieder unbehaglich.

Eine der Verwandten räusperte sich.

Eine andere fand plötzlich ihren Wein fesselnd.

Niemand schritt ein.

Niemand tat es je.

Celeste trat rasch vor.

»Papa, das ist doch in Ordnung.«

Victors Miene entspannte sich sofort, aber nur ihretwegen.

»Natürlich, mein Schatz.«

Der Unterschied war so deutlich, dass Elena beinahe gelacht hätte.

Stattdessen reichte sie die Geschenktüte weiter.

»Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.«

Celeste öffnete sie sofort.

Darin lag ein zartes Goldarmband.

Nicht teuer genug, um die wohlhabenden Gäste zu beeindrucken, aber mit Geld gekauft, das Elena monatelang gespart hatte.

Celestes Augen weiteten sich.

»Es ist wunderschön.«

»Schön.«

Für einen kurzen Moment huschte echte Dankbarkeit über das Gesicht ihrer Schwester.

Dann sprach Victor.

»Du hast Geld dafür ausgegeben?«

Elena blinzelte.

»Ja.«

»Was für eine Verschwendung.«

Der Raum verstummte erneut.

Victor seufzte schwer.

»Als ob wir nicht ohnehin schon genug finanziellen Druck hätten.«

Hitze kroch in Elenas Gesicht.

Sie wünschte sich, der Boden würde sich unter ihr auftun.

»Vater, es ist nur ein Geschenk.«

»Eben.«

Seine Stimme wurde schärfer.

»Eine völlig unnötige Ausgabe.«

Celeste streifte sich das Armband sofort über das Handgelenk.

»Ich liebe es.«

Victor lächelte sie an.

Die Gereiztheit verschwand, einfach so.

Elena schaute weg.

Sie konnte es plötzlich nicht mehr ertragen, hinzusehen.

Auf der anderen Seite des Raumes näherte sich eine der jüngeren Dienstbotinnen mit einem Tablett voller Champagnergläser.

Das Mädchen stolperte leicht.

Das Tablett neigte sich.

Mehrere Gläser stürzten zu Boden.

Der Raum zog scharf die Luft ein.

Die Dienstbotin sank sofort auf die Knie.

»Es tut mir so leid!«

Victors Miene verdüsterte sich.

Das arme Mädchen wirkte verängstigt.

Elena handelte, ohne nachzudenken.

»Ist schon gut.«

Sie kauerte sich neben der Dienstbotin nieder und half dabei, die Scherben aufzusammeln.

»Niemand wurde verletzt.«

Die Augen der Dienstbotin füllten sich mit Erleichterung.

»Vielen Dank, Fräulein Elena.«

Victor runzelte die Stirn.

»Lass das.«

Elena ignorierte ihn.

Sie half dem Mädchen fertig.

Als sie aufstand, hatte die Feier längst wieder Fahrt aufgenommen.

Die Musik erklang erneut.

Die Gespräche lebten auf.

Die Gäste vergaßen die Unterbrechung, genau wie sie sie immer vergaßen.

Eine Stunde später zog sich Elena auf den Balkon zurück.

Die kühle Abendluft hüllte sie ein.

Zum ersten Mal an diesem ganzen Tag konnte sie atmen.

Unter ihr erstreckten sich die Lichter der Stadt endlos.

Wunderschön, weit weg und frei.

Hinter ihr glitt eine Schiebetür auf.

Schritte folgten.

Sie musste sich nicht umdrehen. Nur eine Person ging so leise.

Celeste gesellte sich zu ihr ans Geländer.

Keine von beiden sprach für mehrere Sekunden.

Schließlich seufzte Celeste.

»Du solltest Papas Worte nicht persönlich nehmen.«

Elena lachte leise.

Das Geräusch überraschte sogar sie selbst.

»Wirklich?«

»Du weißt doch, wie gestresst er ist.«

»Das Unternehmen kämpft.«

Das war kein Geheimnis.

Die finanzielle Lage der Vale Group hatte sich im vergangenen Jahr zunehmend destabilisiert.

Mehrere große Investitionen waren gescheitert.

Die Investoren wurden nervös.

Gerüchte kursierten täglich.

Zum ersten Mal zeigten sich Risse in dem Imperium, das Victor Vale jahrzehntelang aufgebaut hatte.

Celeste zögerte.

»Eigentlich bin ich deswegen hergekommen.«

Elena sah sie an.

Irgendetwas fühlte sich anders an.

Ihre Schwester wirkte nervös, wirklich nervös.

Ein Anblick, den Elena selten erlebte.

»Was ist passiert?«

Celeste lowered her voice.

"Dad had a meeting this afternoon."

»Okay.«

"It was about Laurent Holdings."

Elena's stomach clenched.

Everyone knew Laurent Holdings.

One of the country's largest economic empires.

Its CEO was famous, or infamous, depending on who was telling the story.

Adrian Laurent was cold, brilliant, and untouchable.

"What about them?" Elena asked.

Celeste looked away.

"Dad wants me to get married."

The words hung in the air.

Elena simply stared at her for several seconds.

Then the realization hit.

»Adrian Laurent?«

Celeste nodded.

Elena understood immediately.

A marriage alliance.

A business agreement.

A rescue plan.

The type that wealthy families have used for generations.

The kind that Elena had secretly hoped no longer existed.

"Do you want that?"

"No."

The answer came too quickly.

Too honest.

For the first time that entire evening, Elena saw fear in her sister's eyes, real fear.

"I don't even know him."

"Then tell Father."

Celeste laughed bitterly.

"You know he won't listen."

Unfortunately, Elena knew that.

Victor Vale listened to profits, not people.

Silence returned to the balcony.

Then Celeste suddenly grabbed Elena's hand.

The movement surprised her.

"Promise me something."

»Was?«

"If it gets worse..."

Celeste swallowed.

"If something happens..."

A strange feeling spread through Elena's chest.

"What are you talking about?"

"Nothing."

But her smile seemed forced and artificial, like that of someone trying to hide panic.

Before Elena could ask any further questions, the balcony door slid open again.

A maid stepped out.

"Miss Celeste."

»And?«

"Your father is looking for you."

Celeste immediately let go of Elena's hand.

"I'm coming."

She began to walk.

Then she paused.

She looked around for a brief moment.

There was something strange in her eyes.

Guilt, fear, regret.

Elena couldn't say.

Then it disappeared, and Celeste was gone.

The rest of the evening was quiet.

By midnight, most of the guests had left the party.

Elena eventually retreated upstairs.

Exhaustion weighed heavily on her body.

She entered her bedroom and closed the door behind her.

Quiet.

Wonderful silence.

She stepped out of her heels and dropped her handbag on the dresser.

And noticed something on her bed.

A white envelope.

She frowned.

She hadn't left it there.

She slowly approached.

Her name was on the front.

**ELENA.**

Nothing more.

No sender information.

No explanation.

A shiver ran down her spine.

She carefully opened it.

A single

A sheet of paper slid out.

She unfolded it, read the first line, and froze.

The color drained from her face, for the message contained only a single sentence.

A sentence that made absolutely no sense.

One sentence that changed everything.

You were never meant to be the forgotten daughter.

Below that was a second line.

One that was written in a different handwriting.

Run before the wedding takes place.

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