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Kapitel drei – Ein sündhaftes Angebot

last update Tanggal publikasi: 2026-07-06 23:15:29

Caras Augen flammten vor Wut über seine billigen Anschuldigungen auf. „Bitte überanstrenge dein nicht vorhandenes Gehirn nicht. Ich bin nur hierhergekommen, um das Geld zurückzugeben. Auf Wiedersehen“, sagte sie, wirbelte herum und ging auf die Tür zu.

Cara versuchte angestrengt, die Eingangstür zu öffnen und hinauszugehen, doch zu ihrem Entsetzen rührte sich die Tür kein Stück. Als sie Marcus Donnellys Nähe hinter sich spürte, strengte sie sich noch mehr an, aber die Tür ließ sich einfach nicht öffnen.

„Du verschwendest deine Energie, Cara. Sie verriegelt automatisch, und ich bin der Einzige, der sie öffnen kann“, erklärte er direkt hinter ihr. Cara versteifte sich, als sie seinen heißen Atem im Nacken spürte. Sie wagte es nicht, sich umzudrehen. Für wen hielt er sich eigentlich? Wie konnte er ihr solche haltlosen Vorwürfe machen? Nur weil sie arm war – besaß sie deshalb etwa keinen Stolz? Warum sollte sie ihren Körper für Geld verkaufen müssen?

„Dann öffne bitte die Tür“, sagte sie, während sich Panik in ihrer Magengegend ausbreitete. Warum unternahm er keine Anstalten, sie gehen zu lassen? Die Angelegenheit, wegen der sie hergekommen war, war bereits erledigt. Sie hatte keinen Grund, länger hierzubleiben. Sie wollte nicht, dass er dachte, sie sei aus einem anderen Grund hier! Tatsächlich wollte sie ihn nach heute nie wiedersehen!

„Ich nehme das Geld, das ich dir bereits gegeben habe, nicht zurück, Cara“, sagte er in einem ernsten Tonfall, der sie erschaudern ließ. Sie spürte seine Wärme, als er ein Stück näher an sie herantrat. Was hatte er vor?

Sie versuchte, zur Seite zu springen, noch immer aufgebracht wegen seiner Anschuldigungen. Wenn er sie so verabscheute, warum öffnete er dann nicht einfach die Tür und ließ sie gehen?

„Kannst du bitte die Tür öffnen? Wir müssen uns in diesem Leben nicht wiedersehen“, sagte sie und versuchte, mehr Abstand zwischen sie zu bringen.

„Ich habe einen besseren Vorschlag, der dir vielleicht gefällt“, sagte er; seine Augen blitzten vor Begehren auf, während sein Blick über ihren Körper glitt. Cara riss die Augen auf – sie wollte gar nicht wissen, was in seinem verdrehten Kopf gerade vorging. „Ich bin nicht interessiert“, sagte sie schroff, doch er verkürzte den Abstand und trat direkt hinter sie.

Ein entsetzter Laut entwich ihr, als seine Finger ihren Arm packten und sie herumdrehten. Cara keuchte auf, als sie sein Gesicht nur wenige Zentimeter vor ihrem eigenen sah. Sie weigerte sich, ihm in die Augen zu sehen – aus Angst, er könnte das falsch verstehen. Marcus ließ sie los, nahm ihre zarte Hand und legte den Umschlag darauf. Verwirrt schnellte ihr Blick zu ihm empor.

Er hielt ihrem Blick stand, seine Augen dunkel, und musterte sie eingehend. Was genau versuchte er darin zu lesen? Seine Berührung ließ ein Zittern durch ihren verräterischen Körper fahren. Sie schämte sich für die Reaktion ihres Körpers auf diesen unverschämten Kerl! Doch warum gab er ihr das Geld zurück? Es gehörte ihr nicht. Sie hatte es nicht verdient, und sie wollte es auch gar nicht. Wenn er sie so sehr hasste, warum ließ er die Sache dann nicht auf sich beruhen?

„Ich will es nicht, Mr. Donnelly. Ich habe es nicht verdient. Bitte lassen Sie mich gehen“, setzte sie an, doch er ließ ihre Hand sofort los und unterbrach sie mit einem Blick voller purem Hass.

„Behalt es. Wenn du es dir verdienen willst, dann tu es. Wer hält dich auf?“, fragte er, während sein Blick in ihren brannte und ihren sprachlosen Ausdruck registrierte.

„Ich habe beschlossen, dir genau das zu geben, weswegen du hergekommen bist. Nimm das Geld als Bezahlung dafür, dass du einen Tag in meinem Bett verbringst“, sagte Marcus, und in seinen Augen loderte unverhohlenes Begehren.

Cara war schockiert über sein Angebot! War er wahnsinnig, sie auf diese Weise zu beleidigen? Hatte sie jemals auch nur angedeutet, dass sie mit ihm schlafen wollte? Sie war nur hergekommen, um das zusätzliche Geld zurückzugeben. War das ein Fehler gewesen?

„Es tut mir leid, Mr. Donnelly. Ich würde lieber Toiletten putzen, als das zu tun, was Sie von mir verlangen“, sagte sie mit einem Ausdruck von Verletztheit und Wut. Sie wollte keine einzige Sekunde in seiner Gesellschaft verbringen. Wie konnte er sie nur beschuldigen, ohne sie überhaupt zu kennen? Sie legte den Umschlag auf einen Beistelltisch und versuchte zu gehen. „Na gut, dann wollen wir mal sehen, wie lange du mein Haus und die Toiletten putzen kannst. Wenn du es dir anders überlegst, weißt du, wo du mich findest“, sagte er. Wütend stapfte er davon in Richtung seines Kunstateliers und ließ eine verwirrte Cara zurück, die seiner sich entfernenden Gestalt nachblickte. Im Nachhinein wunderte sich Cara über sich selbst, dass sie überhaupt an ihn gedacht hatte. Hätte sie nur sein wahres Gesicht gekannt! Sie hätte niemals einen Fuß hierher gesetzt – nicht einmal, um ihm das Geld zurückzugeben.

Sie ging langsam in die Küche, um erst einmal das Frühstück zuzubereiten. Ihr fielen die leeren Alkoholflaschen, die Gläser und das unordentliche Wohnzimmer auf. Das konnte noch warten! Sie würde die ganze Arbeit erledigen – Kochen, Putzen, den ganzen Tag lang –, und sobald das Geld abbezahlt war, würde sie nach Hause gehen. Sie sah in der Speisekammer und im Kühlschrank nach und machte sich an die Zubereitung des Frühstücks.

Ein seltsames Gefühl der Erregung durchfuhr Marcus, als er sah, dass sie sich entschied, für ihn zu arbeiten, anstatt sein Verlangen zu stillen. Er war selbst verwirrt über die Aktion, die er sich kurz zuvor geleistet hatte.

Er hatte keine Ahnung, warum er ihr Sex angeboten hatte, wo er es doch hasste, sie um sich zu haben. Sie war acht Jahre jünger und absolut nicht sein Typ! Doch was ihn überraschte, war die Art, wie sie ihm eine Abfuhr erteilte – und das direkt ins Gesicht! Er war der attraktivste Mann auf Erden, und es gab keine Frau, die seinem Charme nicht erlegen wäre. Warum also lehnte dieser Teenager das ab, was er ihr für eine stattliche Summe anbot? Vielleicht wollte sie mehr Geld! Ja, das musste der einzige Grund sein.

Vom Atelier aus konnte er sie in der Küche sehen, wie sie sich auf ihre Arbeit konzentrierte.

„Mal sehen, wie lange du so tun kannst, als ob“, murmelte er und hantierte unruhig mit Pinsel und Staffelei. Er wunderte sich über sich selbst, dass er überhaupt zugelassen hatte, dass sie bei ihm blieb.

Er war ein zurückgezogener Maler, der stets für sich blieb – besonders nach Cassies Verrat. Das hatte es ihm ermöglicht, sich besser darauf zu konzentrieren, seine Schaffenskrise zu überwinden. Doch seltsamerweise wollte er – obwohl er ihre Absichten kannte – keineswegs, dass sie ging. Die Berührung ihrer samtweichen Hände hatte in ihm das Verlangen nach mehr geweckt. War sie am ganzen Körper so weich? Er konnte seine Gedanken nicht davon abhalten, sich auszumalen, wie es sich anfühlen würde, wenn ihr weicher, kurviger, nackter Körper fest an seinen gepresst würde. Er hatte die Bilder dieses Augenblicks einfach nicht aus dem Kopf bekommen.

Marcus stöhnte auf; diese quälenden Gedanken hatten ihn bereits erregt. Wie konnte er nur so verzweifelt sein? Vielleicht lag es daran, dass er seit einem Monat keinen Sex mehr gehabt hatte! Er musste unbedingt bald wieder eine Frau haben. Vielleicht hatte er auch mehr Alkohol getrunken, als sein Körper vertrug. Das war nicht normal; er durfte keine sündigen Gedanken an ein Mädchen verschwenden, das fast acht Jahre jünger war als er!

Doch das war leichter gesagt als getan. Er hatte erwartet, dass sie aufgab und sofort zu ihm herüberkam, aber sie arbeitete unermüdlich in der Küche weiter, ohne ihm auch nur einen Blick zuzuwerfen. Frustriert ging er ins Esszimmer und setzte sich mit seinem Laptop an den Tisch, doch sein Blick blieb wie gebannt an seiner Beute in der Küche haften. Sie besaß eine unaufdringliche Anmut, während sie mühelos in der Küche hantierte und sich voll und ganz auf ihre Arbeit konzentrierte. Ihm fiel auf, dass sie die scheußliche Jeansjacke abgelegt hatte, die womöglich ihrem Freund gehört hatte. Sein Blick blieb an dem zartrosa Oberteil hängen, das sie trug. Es war ihr eigentlich zu klein und schmiegte sich wie eine zweite Haut an ihren Körper. Die Jeans war alt und durch häufiges Tragen verwaschen, doch weil sie sich so eng an ihren kurvigen Hintern schmiegte, konnte Marcus dessen Form und Größe genau erkennen. Sie war nicht dünn, sondern kurvig und wirklich verdammt sexy. Ihm wurde heiß, und zu seinem Entsetzen spürte er, wie sich allein bei ihrem Anblick eine Erektion regte! Er wandte den Blick ab und versuchte krampfhaft, sich auf die E-Mail zu konzentrieren, die er erhalten hatte. Sie stammte von seinem Mentor und Lehrer Hugh Salisbury, einem renommierten Maler und Professor am angesehenen Institute of Fine Arts der New York University. Marcus überflog die E-Mail, die Einzelheiten zu einem Workshop enthielt, der ihm bei seinem Zustand helfen sollte. Er klappte den Laptop zu; sein Kopf brachte ihn um, und er hatte an nichts anderem Interesse.

Cara brachte einen Teller mit einem Omelett, gefüllt mit Speck und Gemüse, dazu Schinken-Käse-Sandwiches und einen Detox-Drink aus Apfel, Minze, Ananas und Zitrone, serviert mit Zitronenspalten. Sie stellte das Essen direkt vor ihn auf den Tisch. Marcus lief beim Anblick der köstlichen Speisen das Wasser im Mund zusammen, doch er wäre lieber gestorben, als seine wahren Gefühle zu zeigen. „Ist das überhaupt genießbar?“, spottete er.

„Probier’s doch selbst“, sagte Cara und ging ins Wohnzimmer, um aufzuräumen.

Er beobachtete, wie sie sich ganz auf ihre Arbeit konzentrierte. Nachdem sie den Müll beseitigt hatte, begann sie, das Wohnzimmer zu saugen – das Sofa und alles andere gleich mit. Marcus verstand nicht, warum sie sich so viel Mühe gab und so hart arbeitete, wo er ihr doch einen einfachen Ausweg angeboten hatte.

Er konnte sich nicht länger beherrschen. Ein einziger Blick auf ihr junges, blasses Gesicht, während sie seine Wäsche aufhob und zur Waschküche trug, löste in ihm Frustration aus. War er wirklich so schlimm? Warum konnte sie nicht einfach aufhören und nachgeben?

„Cara, komm her“, sagte er mit lauter Stimme, die im Raum widerhallte. Vor Schreck ließ Cara sofort den Wäschekorb fallen und eilte zu ihm. Warum rief er sie zu sich? Beklemmung beschlich sie, als sie vor ihm stand. Würde er tatsächlich tun, womit er gedroht hatte? Panik stieg in ihr auf, und sie stellte sich innerlich darauf ein, sich mit Händen und Füßen gegen ihn zu wehren.

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