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105

last update Fecha de publicación: 2026-10-01 14:54:11

Kapitel 105

In dem Lagerhaus am Rande der Stadt wurde es wieder still, sobald die Eisentür von außen geschlossen wurde.

Drinnen quietschten die Ketten an den Stühlen, als Nora sich aufbäumte.

„ANTHONY! SINDY! LASST MICH FREI!“, schrie Nora, ihre Stimme heiser. Ihre Worte hallten von den Blechwänden wider, doch es kam keine Antwort. Nora biss sich auf die Lippe, bis sie blutete, und heulte vor Frustration auf. „Ihr werdet das bereuen – Samuel wird kommen und nach mir suchen!“ Nora war sich so si
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  • Mr. CEO, Ihre Frau ist zurück!   110

    Kapitel 110In Rebeccas Wohnung zeigte die Uhr bereits acht Uhr abends.Rebecca ging im Wohnzimmer auf und ab und starrte unentwegt auf ihren Handybildschirm. Sie hatte Samuel schon fünfmal angerufen – keine Antwort. Ihr Atem ging schwer. Rebecca war wirklich außer sich vor Sorge.„Warum ist er immer noch nicht zu Hause? Vielleicht hat Samuel Reno einfach mitgenommen …“, murmelte Rebecca voller Panik.Wenig später klingelte Rebeccas Telefon. Samuels Name erschien auf dem Display.„Samuel!“, rief Rebecca und nahm sofort ab. „Wo bist du?! Es ist schon nach acht Uhr abends!“„Rebecca, es tut mir leid, dass ich Reno noch nicht nach Hause gebracht habe. Reno wollte vorhin noch ein Eis, und ich … ich wollte einfach mehr Zeit mit Reno verbringen. Ich weiß, dass ich kein Recht dazu habe, aber …“Rebecca fiel ihm scharf ins Wort. „Du kennst die Frist, die ich dir gegeben habe! Versuch es erst gar nicht, Samuel!“„Ich verstehe. Aber Rebecca, hör mir bitte erst zu. Reno war heute so glücklich. E

  • Mr. CEO, Ihre Frau ist zurück!   109

    Kapitel 109Am Ort ihrer Gefangenschaft scheuerten die Plastikseile seit Stunden an Noras Handgelenken. Die Haut der Frau war wund und schmerzte, doch Nora rieb das Seil unentwegt gegen die Kante des alten Eisenbettes. Immer wieder, geduldig, und schließlich …Klick.Das Seil lockerte sich.Noras Herz raste. Ihr Atem ging unregelmäßig, und ihre Hände zitterten, als sie die Knoten, die ihre Handgelenke und Fußknöchel fesselten, einen nach dem anderen löste. Anthony hatte sie wieder allein gelassen.Nora kroch auf das Fenster des Lagerhauses zu, dessen Holzbretter teilweise morsch waren. Nägel ragten nach außen, und der untere Teil des Fensters war von Spinnweben überzogen. Doch die Nachtluft drang durch die Ritzen.Mit großer Anstrengung brach Nora die Bretter mit einem abgebrochenen Eisenstück von einem Lampenhaken auf, das sie am Tag zuvor hinter einem Karton versteckt hatte. Das Ächzen des Holzes reichte aus, um die Frau den Atem anhalten zu lassen. Als die Öffnung breit genug war,

  • Mr. CEO, Ihre Frau ist zurück!   108

    Kapitel 108Bani keuchte noch immer im Flur des Wohngebäudes, als Samuel mehrmals hintereinander auf den Fahrstuhlknopf drückte.„Herr Samuel, werden wir—“Samuel antwortete nicht. Sobald sich die Tür öffnete, rannte er in Richtung Parkplatz und griff sofort nach dem Lenkrad seiner schwarzen Limousine. Die Reifen quietschten; der Wagen raste davon und ließ Bani allein zurück.Bani atmete nur schwer aus und schüttelte den Kopf.Auf dem Rücksitz des Taxis hielt Reno seinen Roboter umschlungen und blickte seine Mutter besorgt an.„Mama, fahren wir zum Flughafen?“Rebecca schüttelte den Kopf – das Gesicht der Frau wirkte blass. „Wir besuchen zuerst Oma, mein Schatz.“Das Taxi bog in Richtung des Privatkrankenhauses der Familie Zayden ab, in dem Betty behandelt wurde. Rebecca drückte Renos Finger.Das GPS auf dem Armaturenbrett zeigte Dutzende von Taxi-Standorten an; Samuel konzentrierte sich auf die Straßenkamera. Plötzlich erblickte er weit voraus eine weiße Limousine mit blauen Streifen

  • Mr. CEO, Ihre Frau ist zurück!   107

    Kapitel 107Die Sirene eines Streifenwagens heulte in der Ferne – niemand wusste, wohin er unterwegs war –, während Samuels schwarze Limousine rücksichtslos auf Rebeccas Wohnung zusteuert. Bani zappelte unruhig auf dem Fahrersitz, doch was seine Hände wirklich zum Zittern brachte, war eine neue Benachrichtigung auf seinem Handybildschirm.„Herr Samuel, die Ergebnisse aus dem Labor sind da“, sagte er und fuhr kurz an den Straßenrand. Er zeigte ihm ein Foto des DNA-Berichts.Samuel überflog ihn rasch: Vaterschaftswahrscheinlichkeit 99,9999 % – Testperson A: Samuel Wilson, Testperson B: Reno Barra Castillo. Die Welt um ihn herum schien stillzustehen. Samuel stockte der Atem.„Reno … ist also mein Sohn“, flüsterte Samuel heiser. Seine Handfläche ballte sich um die Hälfte des Anhängers.„Herr Samuel, wir können Fräulein Rebecca noch einholen!“, rief Bani aus.Samuel schreckte aus seiner Erstarrung hoch und nickte heftig. „Gib Gas, Bani! Auf zu Rebeccas Wohnung!“Der Fahrstuhl des Wohngebäu

  • Mr. CEO, Ihre Frau ist zurück!   106

    Kapitel 106Morgentau hing noch an den Blättern im Stadtpark, als Rebecca Reno an die Hand nahm und das kleine Amphitheater betrat. Der Junge war schläfrig – seinen Mini-Roboter hielt er fest umschlungen –, während Rebecca eine dünne, cremefarbene Mappe an sich drückte.Sie blieben an der am weitesten entfernten Marmorbank stehen. Rebecca holte tief Luft und tätschelte sanft Renos Schulter. „Gleich, wenn Mama mit Onkel Samuel spricht, kannst du ein bisschen spielen, ja?“Reno nickte. „Okay, Mama.“ Er lief zum Sandkasten und gesellte sich zu zwei anderen Kindern, die eine Festung bauten.Wenige Minuten später schallten gleichmäßige Schritte auf dem Kiesweg. Samuel erschien in einem langen, dunkelblauen Mantel; seine Augen hefteten sich sofort auf Rebeccas Gestalt. Er hielt für einen Moment inne – eingedenk all der Entschuldigungen, die er sich die ganze Nacht über zurechtgelegt hatte.„Rebecca …“, grüßte Samuel leise und trat näher.Rebecca stand auf und gab Samuel keine Gelegenheit, d

  • Mr. CEO, Ihre Frau ist zurück!   105

    Kapitel 105In dem Lagerhaus am Rande der Stadt wurde es wieder still, sobald die Eisentür von außen geschlossen wurde.Drinnen quietschten die Ketten an den Stühlen, als Nora sich aufbäumte.„ANTHONY! SINDY! LASST MICH FREI!“, schrie Nora, ihre Stimme heiser. Ihre Worte hallten von den Blechwänden wider, doch es kam keine Antwort. Nora biss sich auf die Lippe, bis sie blutete, und heulte vor Frustration auf. „Ihr werdet das bereuen – Samuel wird kommen und nach mir suchen!“ Nora war sich so sicher.Im Hinterhof des Lagerhauses lehnte Sindy mit dem Rücken an Anthonys Lieferwagen.„Du bist wirklich herzlos, deine Frau so allein zu lassen“, murmelte Sindy.Anthony schob die Mappe mit dem Scheidungsvertrag in seinen Rucksack. „Wenn man ihr keine Lektion erteilt, wird Nora niemals aufgeben; sie macht vor nichts halt. Sie glaubt, sie könne jeden manipulieren.“Sindy warf einen Blick auf die Tür des Lagerhauses. Noras Schreie wurden leiser und wandelten sich schließlich in ein Schluchzen. „

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