MasukScarlett Ciocson-Aldama erwischte ihren Mann Tobias Aldama am Vorabend ihrer Hochzeit mit einer anderen Frau. Nach diesem schmerzhaften Verrat ertränkte sie ihren Kummer in Tequila … und wachte am nächsten Morgen im Bett eines fremden Mannes auf. Mit dröhnenden Kopfschmerzen und einem Herzen voller Reue redete Scarlett sich ein, dass alles nur ein Albtraum gewesen war. Doch Wochen später trägt sie ein Geheimnis in sich – sein Kind. Und dann kommt die schockierende Wendung: Der Vater ist Tobias’ kalter, skrupelloser und zugleich gefährlich unwiderstehlicher Onkel … Darius Aldama. Und dieses Mal will er nicht nur sie für sich, sondern auch das Baby.
Lihat lebih banyak„Herzlichen Glückwunsch, Frau Aldama, Sie sind in der zweiwöchigen Schwangerschaft.“
Zwei Wochen schwanger…
Die Worte hallten unaufhörlich in Scarletts Kopf wider. Sie war schwanger. In ihr wuchs ein Leben heran, aber ihr Ehemann war nicht der Vater.
Als sie aus dem Behandlungszimmer trat, zitterten ihre Hände um die Testergebnisse. Ihre Knie fühlten sich weich an, während ihr Gehirn versuchte, diesen plötzlichen, erdrückenden Schock irgendwie zu begreifen.
Es war erst einen Monat her, seit Scarlett ihren Freund nach vier Jahren Beziehung geheiratet hatte. Doch noch in ihrer Hochzeitsnacht musste sie feststellen, dass er sie betrog – sein Handy war voller intimer Fotos von ihm und einer anderen Frau.
Sie konnte es einfach nicht fassen. Der Schmerz traf sie bis ins Mark; er hatte ihr versprochen, nur sie zu lieben, dass sie die einzige Frau in seinem Leben sein würde. Und dieses Versprechen hatte er ohne mit der Wimper zu zucken gebrochen.
Zutiefst traurig hatten ihre Füße sie in jener Nacht in eine exklusive Bar geführt, wo sie ihren Frust in Alkohol ertränkte. Völlig betrunken war sie ins falsche Hotelzimmer gestolpert. Als sie am nächsten Morgen aufwachte, lag ein wildfremder Mann neben ihr.
Sie hatte das Gesicht des Mannes in der Dunkelheit kaum gesehen – sie erinnerte sich nur an seine überwältigende, fast einnehmende Präsenz und an ein Zimmer, das so riesig war, dass es sie schier zu verschlingen schien. Zu Tode erschrocken und von Reue zerfressen war sie leise davongeschlichen, ohne sich noch einmal umzudrehen. Nie hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen ausgemalt, dass eine einzige leichtsinnige Nacht dazu führen würde, dass sie das Kind eines anderen Mannes unter dem Herzen trug.
Jetzt war sie völlig ratlos. Rastlos, ängstlich und komplett überwältigt brauchte sie verzweifelt einen Ausweg. Wenn irgendjemand herausbekam, dass sie von einem anderen schwanger war, würde die Hölle losbrechen.
Ihr Handy vibrierte und riss sie zurück in die Realität. Es war eine Nachricht von ihrem Ehemann Tobias.
„Schatz, ich stehe vor dem Krankenhaus und warte auf dich. Bist du fertig?“
Scarlett starrte einen Moment lang auf den Bildschirm, bevor sie das Handy in ihre Tasche schob und schweigend zum Aufzug ging.
Sie hatte seit Tagen Fieber und Schwindelgefühl gehabt, es aber heruntergespielt – bis sie es nicht mehr aushielt und ins Krankenhaus ging, nur um von dieser Nachricht kalt erwischt zu werden.
Als sie ins Freie trat, fiel ihr Blick als Erstes auf Tobias’ schwarzen Wagen am Straßenrand. Sie holte tief Luft und eilte hinüber.
Tobias stieg aus, um ihr die Tür zu öffnen. In seinem makellosen schwarzen Anzug sah er unverschämt gut aus und wirkte wie aus dem Ei gepellt.
„Was hat der Arzt gesagt?“, fragte er. Wenn Scarlett nicht gewusst hätte, was er hinter ihrem Rücken trieb, hätte sie die Sorge in seiner Stimme vielleicht sogar gerührt.
„Nichts Besonderes. Nur ein verdorbener Magen“, erwiderte sie mit tonloser Stimme.
„Ich habe dir doch gesagt, du sollst nichts Scharfes essen, aber du hörst ja nie. Du musst da kürzertreten – das ist nicht gut für deinen Magen. Du musst auf mich hören; ich kann es nicht ertragen, dich krank zu sehen.“
Scarlett nickte nur. Als sie ins Auto stieg, stieg ihr sofort eine feine Note eines blumigen Parfüms in die Nase. Es war eindeutig feminin. Tobias benutzte nie Lufterfrischer, was nur eines bedeuten konnte: Vorhin hatte eine andere Frau in diesem Auto gesessen.
Tobias griff hinüber, um ihr das Haar zu richten. „Ich bringe dich nach Hause, damit du dich ausruhen kannst. Danach muss ich zurück ins Büro.“
„Okay“, antwortete sie leise.
Als sie an einer roten Ampel hielten, nahm Tobias einen eingehenden Anruf entgegen.
Scarlett rückte ein Stück zur Seite, wobei ihre Hand etwas Weiches streifte. Sie griff nach unten und zog ein rosa Seidentuch hervor.
Ihre Augen verengten sich beim Anblick des Stoffs. Er kam ihr viel zu bekannt vor, um ein Zufall zu sein; sie war sich fast sicher, ihn auf einem der Fotos auf Tobias’ Handy gesehen zu haben.
Nachdem er das Gespräch beendet hatte, wandte sich Tobias ihr mit einem flüchtigen Lächeln zu. „Schatz, ich setze dich erst ab, dann muss ich—“
„Ich besitze so ein Tuch nicht, Tobias. Wem gehört das?“, unterbrach sie ihn und hielt es in die Luft.
Für den Bruchteil einer Sekunde blitzte Panik in Tobias’ Augen auf, bevor er sie schnell hinter einem gekünstelten Lachen verbarg. „D-Das muss wohl... von einer Kundin vorhin sein? Schatz, sie hat es wahrscheinlich in der Eile verloren. Ich bringe es ihr morgen zurück. Es ist ihr vielleicht wichtig.“
Er griff danach, um es zu nehmen, aber sie zog es weg. Scarlett schluckte dreimal schwer und zwang sich, ruhig zu bleiben und keine Szene zu machen, bevor sie ihm direkt in die Augen sah.
„Tobias... ich will die Scheidung. Lass uns das beenden.“
Tobias stieß ein ungläubiges Lachen aus. „Scarlett, das ist doch nur ein Tuch! Was ist bloß los mit dir? Warum steigerst du dich da so rein? Du kannst doch nicht einfach mit dem Wort ‚Scheidung‘ um dich werfen, als wäre es nichts. Wir sind seit Jahren zusammen. Wir raufen uns doch immer wieder zusammen.“
Scarlett lachte spöttisch auf, fassungslos darüber, dass er die Lüge immer noch aufrechterhielt. „Wie lange willst du mich eigentlich noch anlügen? Glaubst du wirklich, ich weiß nicht, dass du mich in unserer Hochzeitsnacht wegen ihr versetzt hast?“
Tobias erstarrte, und echte Verwirrung spiegelte sich in seinem Gesicht wider. „Schatz, das war... ein spontanes Meeting. Du verstehst das völlig falsch. Ich habe dich doch nicht wegen ihr versetzt.“
Aber Scarlett war es mittlerweile egal. Er hatte sie betrogen, und jetzt trug sie das Baby eines anderen Mannes im Bauch. Ihre Ehe war tot. Sie war irreparabel zerstört, egal wie sehr sie versuchen würden, sie zu kitten.
„Aus Respekt vor der Zeit, die wir miteinander verbracht haben: Lass uns das einfach friedlich beenden, Tobias“, sagte sie kalt.
Ohne eine Antwort abzuwarten, drückte sie die Tür auf und stieg aus. Tobias blieb wie angewurzelt auf dem Fahrersitz sitzen, seine Knöchel weiß, während er das Lenkrad umklammerte. Eine Sekunde später hörte Scarlett das dumpfe Krachen seiner Faust, die aufs Lenkrad schlug.
Sie winkte ein Taxi herbei und fuhr schweigend nach Hause. Als sie das Wohnzimmer betrat, fiel ihr Blick direkt auf ihr Hochzeitsfoto mitten an der Wand, auf dem beide strahlend lächelten. Jetzt wirkte es wie ein schlechter Scherz.
In der Nacht ihrer Hochzeit hatte sie eindeutige Fotos von Tobias mit einer Frau namens Vivoree Tagle entdeckt. Diese eine Entdeckung hatte ihre Welt komplett aus den Angeln gehoben. Vier Jahre Treue – völlig bedeutungslos geworden.
Scarlett brach auf dem Boden zusammen, klammerte sich an ihre Brust, während der ganze Schmerz, den sie heruntergeschluckt hatte, schließlich aus ihr herausbrach. Die Tränen liefen ihr unaufhaltsam über das Gesicht.
Sie verlor jegliches Zeitgefühl, während sie weinend auf dem Boden lag. Alles, was danach blieb, war eine taube Leere. Sie konnte überhaupt nichts mehr fühlen.
Tobias kam spät in dieser Nacht nach Hause. Scarlett lag seitlich im Bett, mit dem Rücken zu ihm gedreht. Sie spürte, wie sich seine Arme von hinten um sie legten. Seine Hand streichelte sanft ihre Schulter und glitt langsam am Träger ihres Nachthemdes herunter.
„Schatz, lass uns aufhören zu streiten. Ich hasse es, wenn wir streiten. Ich hasse es, wenn du sauer auf mich bist. Es tut mir leid wegen vorhin – das kommt nicht mehr vor. Ich liebe dich“, flüsterte er ihr ins Ohr und drückte einen Kuss auf ihre Wange.
Scarlett rückte von ihm weg und schob seine Hände von sich ab.
Tobias ließ ein leises Lachen hören, sein Tonfall sanft und beinahe spielerisch. Er zog sein Hemd aus und kroch näher an sie heran.
„Komm schon, Scarlett... lass uns einfach ein Baby machen, hm? Dann brauchst du auch nicht mehr wegen nichts eifersüchtig zu sein. Außerdem wird es meiner Meinung nach sowieso langsam Zeit für ein Kind.“
Auf der Terrasse lehnte Darius am Geländer und stand still da, als hätte er die ganze Zeit auf Scarlett gewartet. Es schien, als wüsste er bereits, dass sie ihm gefolgt war. Er hatte sie bewusst hierher geführt, wo die beiden ohne andere Personen sprechen konnten.„Warum schwirrst du heute auf einmal um mich herum, Scarlett? Was ist los?“, fragte er.Scarlett schenkte ihm ein süßes Lächeln. „Ich habe Sie nur hier stehen sehen, also dachte ich, ich schaue vorbei und sage Hallo.“ Doch sie wusste, dass er ihr eine so lahme Ausrede nicht abkaufen würde.„Das ist deine letzte Gelegenheit. Wirf sie nicht weg. Was willst du von mir?“, Darius’ Stimme war scharf, seine Kiefermuskeln spannten sich leicht an.Scarletts Lächeln verblasste ein wenig. Sie trat näher, zog schnell die Mappe aus ihrer Tasche und hielt sie Darius entgegen. „Das ist der Projektvorschlag für Scar-Bias Holdings. Ich hoffe, Sie geben uns noch eine Chance.“Das war es also, was sie wirklich wollte, dachte Darius spöttisch.
„Habt ihr sie gefunden?“, fragte Dawn neugierig mit fast kindlichem Eifer, wie ein Kind, das auf eine Überraschung wartet. „Wer ist es?“Greg hielt einen Moment inne, sein Blick blieb an Scarlett hängen, die still am Rand des Sofas saß.Scarlett rührte sich nicht. Sie atmete kaum, als wünschte sie sich, sich völlig im Raum aufzulösen.Greg wollte gerade auf sie zukommen und ihr leise nahelegen, den Raum für den Moment zu verlassen, doch Darius kam ihm zuvor. Seine Stimme war kalt und ließ keinen Raum für Diskussionen.„Bring sie rein, Greg.“Scarlett biss sich auf die Lippe und versuchte verzweifelt, eine Ausrede zu finden, um zu gehen. Das war keine Situation, bei der sie anwesend sein sollte. Sie sollte sich auf das Geschäftsangebot konzentrieren und nicht auf die private Suche nach einer Frau, die offenbar irgendein Geheimnis hütete.Doch bevor sie einen Weg finden konnte, etwas zu sagen, hörte sie, wie sich die Tür öffnete. Greg kam herein und führte mehrere Frauen in das Privatzi
„Herr Aldama!“, Vernice Vivoree eilte ins Büro, während sie einen dicken Stapel Dokumente fest in den Händen hielt. Ihre Augen landeten auf Scarlett, und ein gehässiges Funkeln blitzte darin auf.Tobias musste sich beherrschen, um nicht zu explodieren. „Was gibt's?“, fragte er leise.„Meridian Investment Partners hat uns eine Absage erteilt. Sie haben das Einladungsschreiben zusammen mit allen Projektunterlagen zurückgeschickt.“„Nutzlos!“, schnauzte Tobias wütend.Scar-Bias Holdings stand bereits kurz vor der Pleite. The C Alliance war unterdessen beliehen worden. Sie hatten kaum noch Ressourcen übrig, und ihre Möglichkeiten gingen ihnen aus. Wenn nur Meridian Investment Partners einsteigen würde, könnte sich alles mit einem Schlag ändern. Noch wichtiger war, dass der Chef der Firma Tobias’ eigener Onkel war. Tobias war sich sicher, dass allein die Kontakte seines Onkels ausreichen würden, um die nötige Unterstützung zu sichern.Vernice zögerte, bevor sie fragte: „Herr Aldama, was ma
Nachdem sie das Krankenhaus verlassen hatte, fuhr Scarlett auf direktem Weg zu Scar-Bias Holdings.Sie erinnerte sich noch gut daran, wie sie und Tobias den Namen damals gemeinsam ausgesucht hatten. Damals war es nur ein Traum gewesen. Doch dank ihres Geschäftssinns und ihrer scharfsinnigen Strategien wuchs das Unternehmen schnell und katapultierte Tobias direkt in die Reihen der Elite.Als sie sich dem Büro des Geschäftsführers näherte, drang gedämpftes Lachen auf den Flur – leicht, verspielt, gefolgt vom sanften, neckischen Kichern einer Frau.Scarlett machte sich gar nicht erst die Mühe anzuklopfen. Sie riss die Tür weit auf.Da war Vernice, die vor Tobias auf den Knien hockte und sich auf eine Weise bewegte, die absolut keinen Raum für Fantasie ließ.Vernice rappelte sich in der Sekunde auf, als sie Scarlett sah, und weichte hastig zurück. Ihre Bluse war bis zur Hälfte aufgeknöpft und gab durch den tiefen Ausschnitt den Blick auf ihre Brust frei. Ihre Wangen waren gerötet, ihr Haa

















