INICIAR SESIÓN~Jay~
„Sir", sagte Elijah vorsichtig, gerade als ich dabei war, zu googeln, wie ein Schwangerschaftstest funktioniert, „Ihr Vater sagt, es sei dringend. Er braucht Sie sofort im Herrenhaus." Ich blinzelte, halb noch am Tippen, meine Hand tippte schneller, während ich ihm antwortete. „Was für dringend?" „Das hat er nicht gesagt. Nur, dass es ein familiärer Notfall sei." Ich stöhnte. „Sagen Sie ihm, ich komme, nachdem ich nach Hause gefahren bin und ~~ äh ~~ ich meine, persönliche Dinge erledigt habe." Elijah hielt bereits sein Handy hoch. „Er sagte, ich solle ihn anrufen, sobald ich Sie sehe. Ich stelle ihn auf Lautsprecher …" „Nein, Elijah, nicht …" Zu spät. Die Stimme meines Vaters donnerte durch den Wagen wie der Zorn Gottes in Armani. „Jay." „Vater", krächzte ich und setzte mich plötzlich gerader hin, als könnte er durchs Telefon greifen und mir die Haltung einprügeln. „Wenn du nicht in den nächsten fünf Minuten hier bist, hole ich dich persönlich ab. Hast du mich verstanden?" Ich schluckte. „Ja, Vater." „Gut." Klick. Die Leitung war tot. Ich wandte mich an Elijah. „Er blufft doch, oder? So ein dramatischer Bluff." Ich wusste, dass mein Vater nicht blufftete, aber ich wusste nicht, welche Dummheit mich dazu brachte, so eine alberne Frage zu stellen. Elijah warf mir den Blick eines Mannes zu, der meinen Vater gegen Milliardenklagen, Ölminister und zwei Löwen in Kenia hatte kämpfen sehen. „Wollen Sie dieses Risiko eingehen, Sir?" „Fahren Sie." Als wir auf das Anwesen der Familie Bristowe einbogen, wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Ganz und gar nicht. Überall Lichter. Verdoppelte Sicherheitskräfte. Rennende Parkdiener. Feine Leute in noch feineren Outfits, die aus Luxuswagen stiegen, mit der selbstgefälligen Energie von Menschen, die wussten, dass drinnen Champagner auf sie wartete. Ich kniff die Augen zusammen. „Was zur Hölle ist hier los?" Elijah reichte mir mein Sakko wie ein Mann, der einem Gladiator die Rüstung reicht. „Ich bin nicht sicher, Sir, aber es sieht aus wie … eine Party." „Eine Party wofür? Meine Überraschungsbeerdigung?!" Dann sah ich das riesige goldene Banner, das über die Vorderseite des Herrenhauses gespannt war und im Wind flatterte wie eine Flagge des Untergangs: WILLKOMMEN ZUR VERLOBUNGSFEIER VON JAY & DAHLIA Ich starrte es an. „Was zum Teufel, Mann. Ich werde verlobt?!" Elijah sah aus, als wollte er im Sitz verschwinden. Ich war versucht, mich ihm anzuschließen. Das war es also. Der Albtraum hatte sich zum Kreis geschlossen. Von einem Fremden schwanger, in eine arrangierte Ehe gezwungen und nun wie ein Zuchthengst vor der gesamten Gesellschaftselite vorgeführt, während mein Magen leise versuchte, zu einer Kindertagesstätte zu werden. Ich zählte bis zehn. Ich scheiterte. Ich zählte bis fünf. Ich scheiterte wieder. Dann lächelte ich. Was bei mir meistens ein Zeichen dafür war, dass ich gleich etwas Dummes oder Zerstörerisches tun würde, oder beides. Ich richtete mein Jackett, stieg aus dem Wagen und marschierte auf die Eingangstür zu wie ein Mann, der in den Krieg zieht. Drinnen funkelten Kronleuchter. Musik schwebte durch die Luft. Die Leute klatschten mit Champagnergläsern, als würden sie applaudieren, wie falsch alles war. Und dann, wie in einem waldechten Horrorfilm, stand mein Vater auf der Treppe, die Arme erhoben, mit diesem politischen Lächeln, das bedeutete, dass er mich gleich wie Vieh verkaufen würde. „Meine Damen und Herren", dröhnte er ins Mikrofon, „danke, dass Sie gekommen sind! Es ist mir eine große Ehre, Ihnen den zukünftigen Bräutigam zu präsentieren!" Dann richteten sich die Scheinwerfer auf mich. Die Musik schwoll an. Und Gott weiß, ich hasste in diesem Moment alles daran, aber ich wusste, dass ich mitspielen musste. Und alle Köpfe drehten sich, als ich hereinkam, mit weit aufgerissenen Augen, schweißgebadet, möglicherweise schwanger. Ich flüsterte leise: „Töte mich jetzt, Herr." Die Menge jubelte. Meine zukünftige Verlobte Dahlia, atemberaubend, tödlich, verdächtig lächelnd, winkte mir zu, als wären wir beste Freunde und nicht Fremde, die kurz davor standen, aus steuerlichen Gründen rechtlich aneinandergekettet zu werden. Es war das erste Mal, dass ich sie traf, und Gott sei Dank hatte mein Vater mir Fotos geschickt, sonst hätte ich sie nicht erkannt. Aber ich muss ihr zugutehalten, dass sie verdammt schön war. Ich winkte schwach zurück und murmelte: „Das passiert nicht. Ich halluziniere. Das sind die Hormone. Ja. Ganz klar." Mein Vater trat vor und klopfte mir auf den Rücken. „Lächle, Jay. Alle sehen zu." Ich setzte das verstopfteste Lächeln der Menschheitsgeschichte auf. Dann hörte ich jemanden aus der Menge flüstern: „Strahlt er? Er sieht aus, als würde er strahlen." Ich strahlte tatsächlich. Von der Schwangerschaft. Nicht vor Liebe. Nicht vor Aufregung. Sondern wegen irgendeines seltsamen pränatalen Fluchs, der sich an meinen Körper geheftet hatte und beschlossen hatte, mein Leben in High Definition zu ruinieren. Aber es war noch nicht vorbei. Denn genau in diesem Moment, als ich vor lauter Stress und Peinlichkeit fast in Ohnmacht fiel, sah ich ihn. Den Mann. Den Fremden. Den Vater meiner ungeborenen Verrats-Zwillingsklumpen. Er stand im Smoking auf der anderen Seite des Ballsaals. Mit einem Drink in der Hand. Und einem Grinsen. Und direkt neben Dahlia. Nein. Nein nein nein nein nein nein. Sie sah, dass ich hinsah, und strahlte. „Jay! Komm, lern meinen Bruder kennen! Er ist extra für die Feier eingeflogen!" Ich hörte auf zu atmen. Mein Gehirn schloss sich kurz wie ein durchgebrannter Toaster. Und dann kam er herüber, streckte die Hand aus und sagte mit vollkommen ernstem Gesicht: „Freut mich, Sie kennenzulernen. Zum ersten Mal." Er streckte mir die Hand entgegen. Groß. Kräftig. Mit hervortretenden Adern. Die Art von Hand, die vor genau vier Wochen und zwei ruinierten Bettlaken sehr unanständige Dinge mit mir gemacht hatte. Ich starrte sie an, als wäre sie eine Schlange, die gleich zubeißen würde. Dann sah ich auf, in diese Augen. Jep. Dasselbe sündige Grinsen. Dieselben markanten Wangenknochen, aus der Hölle geschickt, um mich heimzusuchen. Dasselbe alles. Ich wollte sterben. Höflich. Vielleicht in einen dieser schicken Punschbrunnen kippen und in sprudelnder Scham ertrinken. Er neigte den Kopf. „Sie wollen meine Hand nicht schütteln?" Mist. Ich streckte die Hand aus und gab ihm den professionellsten, am wenigsten Trauma-Flashback-auslösenden Händedruck, den ich zustande brachte. Meine Handfläche schwitzte. Meine Seele schwitzte. Mein Babybauch zuckte praktisch. Er beugte sich leicht vor und sagte mit einer Stimme, so samtig, dass sie illegal sein sollte: „Mein Name ist Alex." Natürlich war er das. Sexy Männer hießen immer Alex. Kurz. Gefährlich. Ein Name, den man mitten im Orgasmus rufen will. Ich räusperte mich. „Jay. Aber das wussten Sie wohl schon. Da es ja … meine Verlobungsfeier ist. Von der ich natürlich wusste. Denn ich bin nicht überrascht. Oder in Panik." „Hmm." Er lächelte amüsiert. „Meine Schwester hat großes Glück, einen Mann wie Sie zu heiraten." Ich zuckte zusammen, als hätte er mich geohrfeigt. Glück? GLÜCK?! Sir, ich trage buchstäblich Ihre Dämonenzwillinge in meinem Bauch wie eine tickende Skandal-Zeitbombe, und Sie reden von Glück? „Richtig", sagte ich angespannt. „Glück. So viel Glück. Wer wollte nicht einen politisch belasteten, emotional instabilen, leicht strahlenden Mann mit chronischen Schwangerschaftsgelüsten und einer ungelösten Bindungsangst?" Alex hob eine Augenbraue. „Strahlend?" Scheiße. „Wachsend!", korrigierte ich viel zu schnell. „Ich meinte wachsend. Als Person. Es findet gerade viel persönliches Wachstum statt." Mein Magen wählte genau diesen Moment, um zu knurren wie ein wilder Waschbär in einer Mülltonne. Laut. Hungrig. Bedürftig. Alex' Lächeln wurde breiter. „Nun, bei der Feier wird es sicher reichlich zu essen geben." Ich lachte. Nervös. „Ja. Darauf habe ich Hunger. Definitiv nicht auf … Pfannkuchen und Gurken gleichzeitig." Er neigte den Kopf. „Seltsames Gelüst." „ICH HABE EINEN SCHNELLEN STOFFWECHSEL", schrie ich. Leute drehten sich um. Ein Kellner zuckte zusammen. Dahlia runzelte die Stirn. Ich räusperte mich erneut und senkte die Stimme zu einem höflichen Flüstern. „Entschuldigung. Ich liebe einfach gesunde Verdauung." Alex hörte nicht auf, mich anzusehen. Nein, streich das. Er musterte mich. Als wüsste er es. Als kribbelte sein Zwillings-Spinnensinn. Ich fühlte mich plötzlich sehr durchschaut. Und sehr nackt. Und sehr von Dahlias Bruder in einer Clubtoilette geschwängert wie eine Nebenfigur in einem erotischen Thriller. „Also", sagte ich und griff nach irgendeinem Glas mit etwas Prickelndem. „Wie lange sind Sie schon wieder in der Stadt?" Er nahm einen langsamen Schluck von seinem Drink. „Oh, ich bin erst letzte Nacht eingeflogen. Stellen Sie sich meine Überraschung vor, als ich hörte, dass meine kleine Schwester sich verlobt. Und stellen Sie sich meine noch größere Überraschung vor, als ich Ihr Gesicht sah und dachte: ‚Ich kenne diesen Mann.'" Er warf mir diesen Blick zu. Den, der sagte: „Ich habe dich nackt und bettelnd gesehen." Ich kippte mein ganzes Glas in einem Zug hinunter. Elijah materialisierte an meinem Ellbogen wie ein Retter aus dem passiv-aggressiven Himmel. „Sir, Ihr Vater möchte Sie jetzt den Vorstandsmitgliedern vorstellen." „Oh, Gott sei Dank", keuchte ich und drehte mich schon um, um zu rennen, ich meine, ruhig zu gehen. Alex berührte leicht meinen Arm. „Wir sollten später mal quatschen. Sie sehen aus, als hätten Sie gerade viel um die Ohren." Ich lachte. „Quatschen? Mit Ihnen? Nur, wenn es auf dem Meeresgrund ist. Ich meine, ja. Klar. Später. Haha. Ich muss jetzt zu den alten Herren. Tschüss!" Ich floh. Denn wie steht man da und lächelt, wenn der heimliche One-Night-Stand, der einen so fertiggemacht hat, dass man zwei Tage lang komisch gelaufen ist, jetzt der zukünftige Schwager ist? Ganz einfach. Gar nicht. Man rennt. Und man versucht, nicht auf die antiken Teppiche zu kotzen, weil einem die Morgenübelkeit in den Hintern tritt.~Dahlia~Während das Geplauder weiterging und meine Freundinnen sich kichernd über Brautkleider und Flitterwochenziele unterhielten, saß ich da, lächelte und nickte an den richtigen Stellen … doch in Gedanken war ich ganz woanders.Traditionell. Das hatte ich gesagt. Es klang gut, vernünftig sogar. Aber glaubte ich das überhaupt selbst?Jayden Hale sah aus wie ein Mann, der eine Frau allein mit einem Blick gegen die Wand drücken konnte. Breite Schultern. Diese stille, wachsame Intensität. Eine Ausstrahlung, die andere Männer dazu brachte, ihm freiwillig Platz zu machen. Aber hinter verschlossenen Türen? Da war er vorsichtig. Distanziert. Als gäbe es eine Grenze, die er sich weigerte zu überschreiten.Es ging nicht nur um Sex. Es ging darum, wie sehr er sich bei allem zurückhielt. Eine Berührung, die einen Moment länger dauerte, aber nie weiterging. Ein Kuss, der endete, bevor ich genug davon hatte. Dadurch fühlte ich mich, als würde ich ihm hinterherlaufen. Als müsste ich ihn anbettel
~Dahlia~Ich stand vor meinem Schminktisch, tupfte etwas Schimmer auf meine Wangenknochen und brachte die letzte Locke meiner Haare in Form. Mein Spiegelbild grinste mich an. Oder vielleicht war ich es selbst, die so selbstzufrieden lächelte. Heute ging es nicht einfach nur ums Shoppen. Es ging darum, gesehen zu werden. Darum, allen noch einmal vor Augen zu führen, wer ich war und zu wem ich gehörte.Als ich das Boutique-Café erreichte, in dem meine Freundinnen auf mich warteten, erfüllte ihr Geplauder bereits die Luft. In dem Moment, als ich eintrat, drehten sich drei Köpfe wie auf Kommando zu mir um.„Mädchen, du strahlst ja richtig!“, sagte Maya und zog das letzte Wort in die Länge, als hätte sie gerade eine heilige Offenbarung verkündet.„Was hast du denn erwartet? Sie ist mit dem begehrtesten Junggesellen der Stadt verlobt!“, warf Sienna ein und nippte mit einem wissenden Grinsen an ihrem Latte.„Ich weiß, oder?“, fügte Tasha hinzu. Ihre Augen funkelten, als hätte man ihr gerade
~Lena~„Also … du bist tatsächlich schwanger, hm?“Die Worte fühlten sich in meinem Mund seltsam an, als gehörten sie nicht in diese Welt. Aber da stand es, schwarz auf weiß, und ließ keinen Raum für Zweifel. Diese ganze Schwangerschaftsgeschichte war doch völliger Schwachsinn.Ich starrte Jay an und verschränkte die Arme fest vor der Brust. „Wie ist das möglich? Wie zur Hölle konnte das passieren?“ Meine Stimme klang härter, als ich beabsichtigt hatte, aber ich konnte nichts dagegen tun. „Wer weiß davon? Und wage es ja nicht, mir zu sagen, dass es niemand ist. Ich will Namen hören. Welche Ärzte haben dich untersucht?“Jay öffnete den Mund, doch ich redete bereits auf ihn ein, ohne ihm die Gelegenheit zu geben, etwas zu sagen.„Und vor allem …“ Ich beugte mich nach vorn und sah ihm direkt in die Augen. „Mit wem hast du geschlafen?“Die letzte Frage klang sogar in meinem eigenen Kopf seltsam, sodass ich schließlich über meinen absurden Gedanken lachen musste.Mit wem hast du geschlafen
~Lena~Ich schlief in dieser Nacht kein einziges Mal.Ich blieb noch lange in Jays Wohnung sitzen, nachdem er sich endlich in den Schlaf geweint hatte. Sein Schlaf war unruhig und unregelmäßig, als hätte selbst die Erschöpfung nicht ausgereicht, um ihm ein wenig Frieden zu schenken. Immer wieder gingen seine Worte in meinem Kopf herum. Ich versuchte verzweifelt, sie irgendwie logisch zu erklären, doch ganz gleich, wie oft ich sie hin und her drehte, sie ergaben einfach keinen Sinn.Jay. Mein Bruder. Schwanger.Das war unmöglich. Und doch hatte ich schon erlebt, wie das Unmögliche Menschen zerbrechen konnte. Ich hatte es in unserer Kindheit gesehen, als die Erwartungen unseres Vaters so schwer auf Jay lasteten, dass er manchmal kaum noch atmen konnte. Ich hatte es daran erkannt, wie er in der Öffentlichkeit alles hinter dieser eiskalten Maske versteckte, die niemand zu durchdringen vermochte.Aber das hier? Das war etwas anderes. Es ging nicht einfach nur um Druck. Es war eine Angst, d
~Lena~Ich hatte ein ungutes Gefühl, sobald Jay meine Anrufe nicht entgegennahm. Ich wusste, dass ich ihn nicht allein hätte ausgehen lassen sollen, schon gar nicht, wenn es ihm nicht gut ging. Unsere Eltern interessierten sich nicht wirklich für uns, solange wir uns an ihre Regeln hielten und sie nicht enttäuschten. Deshalb war es für uns zur Gewohnheit geworden, uns umeinander Sorgen zu machen. Selbst wenn ich ständig mit ihm verglichen wurde, war er immer noch der Einzige in meiner Familie, dem ich wirklich etwas bedeutete.Er ging immer ans Telefon, selbst wenn er nur kurz angebunden knurrte, dass er beschäftigt sei, und anschließend auflegte. Aber diesmal? Nichts. Nicht beim ersten Anruf. Nicht beim fünften.Beim sechsten zog sich mein Magen vor Sorge zusammen.Also schnappte ich mir meine Schlüssel und fuhr direkt zu seiner Wohnung, in der Hoffnung, ihn dort anzutreffen.In dem Moment, als ich eintrat, blieb ich wie angewurzelt stehen.Jay saß auf dem Boden neben dem Sofa. Seine
~Jay~Als am nächsten Morgen die Sonne aufging, war ich schon hellwach.Das Abendessen lief in meinem Kopf ab wie ein schlechter Film, jedes Wort, jeder Blick, jedes Mal, wenn Alex' Stimme die Spannung durchschnitt. Aber unter all dem war der eine Gedanke, den ich nicht abschütteln konnte: Ich brauche Antworten. Jetzt.Noch einen Tag zu warten, kam nicht infrage.Ich sagte meinen Eltern, ich hätte ein frühes Arbeitstreffen. Da ich in der Nacht davor dort übernachtet hatte, ließen sie mich nicht gehen, oder besser gesagt, Lena und Mom ließen mich nicht gehen, sie machten sich Sorgen um meine Gesundheit. Lena bot an mitzukommen, aber ich wimmelte sie ab. Das war nichts, in das ich jemand anderen hineinziehen konnte. Noch nicht.Die Praxis des Spezialisten lag in einem dieser modernen Glasgebäude in der Innenstadt, von der Sorte, in der die Lobby leicht nach Zitronenpolitur und Geld riecht. Ich meldete mich unter falschem Namen an, zog meine Baseballkappe tiefer und hielt den Kopf gesenk






