Compartir

2

Autor: Amaka
last update Fecha de publicación: 2026-10-08 14:45:52

~Jay~

Der Flur zu den VIP-Suiten des Clubs war schummrig beleuchtet und roch nach Leder, Parfüm und Sünde.

Ich taumelte neben dem Fremden her, dessen Namen ich immer noch nicht kannte, und aus irgendeinem Grund machte das alles nur noch heißer. Etwas Urtümliches lag in der Luft, elektrisch. Oder das war einfach der Tequila, der mein Gehirn noch immer wie einen Fußball herumkickte.

Ich erinnere mich kaum, dass der Türsteher nickte, als der Fremde eine schlichte schwarze Karte zückte. Tür entriegelt. Licht gedämpft. Die Musik dumpf hinter den Wänden.

Ich hätte umkehren sollen.

Stattdessen drückte ich ihn gegen die Wand. Ich drückte einen Mann wie mich verdammt nochmal gegen die Wand.

Er wehrte sich nicht. Er packte meine Hüften, drückte mich zurück und küsste mich, als würde ich ihm Miete schulden. Mein Puls raste. Mein Verstand schrie. Meine Hose? Schon halb offen.

„Das ist ein Fehler", murmelte ich in seinen Mund. Ich kam langsam wieder zu Sinnen, aber …

„Dann machen wir ihn eben zweimal." Der köstliche Fremde ließ mich ihn noch mehr wollen, ich wollte einen Mann wie mich. Das war verrückt.

Er wirbelte mich herum, trat die Tür mit dem Stiefel zu, und wir stolperten wie zwei betrunkene Wölfe zum Bett. Kleidung flog, mein Hemd landete auf einer Lampe. Sein Gürtel klirrte zu Boden. Ich lachte … halb aus Nervosität, halb über die Absurdität des Ganzen.

Und dann berührte er mich. Er berührte meinen Schwanz, und der Himmel half mir, er wurde sofort hart, so hart war ich in meinem ganzen Leben noch nie gewesen.

Jeder Gedanke an „ich steh nicht auf Typen" löste sich auf wie Papier im Feuer.

Seine Hände waren rau, aber vorsichtig, sein Mund heiß und geschickt. Er ließ sich Zeit und neckte mich, als wüsste er genau, wie er mich zum Winden brachte. Ich versuchte, cool zu bleiben, aber das schmolz mit jedem Zug seiner Zunge über meinen Bauch dahin. Mein Gehirn schloss sich einfach kurz.

Er küsste mich, als gehörte ich ihm.

Und als ich etwas keuchte wie: „Du erzählst das besser niemandem", grinste er und sagte: „Du wirst dich nicht mal an meinen Namen erinnern."

Der Sex war … wild.

Heiß, chaotisch, Hände überall, so eine Art von wild. Ich hatte mich noch nie so genommen gefühlt, als gehörte mein Körper in dieser Nacht nicht mir, und irgendwie fühlte sich das richtig an. Gefährlich, dumm, leichtsinnig und richtig.

Wir schafften es nicht einmal unter die Laken. Kissen fielen. Das Kopfteil knallte. Mein Rücken bog sich. Möglicherweise habe ich irgendwann gebettelt. Nicht stolz darauf. Aber auch nicht beschämt.

Dann wurde alles schwarz.

Entweder vom Orgasmus oder vom Tequila oder von beidem. Aber eines war sicher: Er war mehrmals in mir gekommen.

Am Morgen danach

Sonnenlicht schlug mir ins Gesicht, als hätte es etwas gegen mich.

Ich stöhnte und drehte mich um, keine gute Idee. Meine gesamte untere Hälfte fühlte sich an, als wäre ich mit dem Hintern einen Marathon gelaufen.

Irgendwo war ein stechender Schmerz, an den ich nicht denken wollte.

„Scheiße …" Ich setzte mich auf und presste die Decke an meine Brust. Mein Kopf hämmerte. Mein Mund schmeckte nach Tequila-Schmirgelpapier.

Kleidung? Verschwunden.

Würde? Hat den Chat verlassen.

Dann drehte ich mich um und hätte fast geschrien.

Neben mir, noch schlafend.

Er. Der köstliche Fremde von letzter Nacht, und der Himmel vergebe mir, er war ein wandelnder Engel … absolute Perfektion, Gott hatte sich bei seiner Erschaffung wirklich Zeit gelassen …

Der Mann von letzter Nacht, er war oben ohne. Friedlich. Muskeln ohne Ende. Ein Kiefer, scharf genug, um Glas zu schneiden.

Oh. Mein. Gott. Die Realität dessen, was passiert war, holte mich ein.

Ich sprang aus dem Bett, als stünde es in Flammen.

„Nein nein nein nein nein nein nein nein nein~~~", zischte ich und stolperte fast über seine Hose auf dem Boden. „Ich habe nicht … ich bin nicht … Ich wurde von Batmans bösem Zwilling gefickt. WAS ZUR HÖLLE?"

Er regte sich.

Und ich erstarrte sofort.

Wach nicht auf. Bitte, Herr, lass ihn noch nicht aufwachen … Lass ihn bewusstlos bleiben. Oder besser noch, Herr, mach mich unsichtbar oder lass mich verschwinden. Explodieren. Irgendetwas. Egal was.

Seine Augen öffneten sich, ruhig, dunkel, amüsiert. „Morgen."

„MORGEN?", kreischte ich, die Stimme drei Oktaven höher als sonst. „Mein Herr, ich wurde unter Alkoholeinfluss verführt! Ich wurde eindeutig vergewaltigt …!" Die großartige Idee schoss mir in den Kopf. Ja, ich wurde definitiv vergewaltigt.

Er blinzelte. „Du hast wortwörtlich gesagt: ‚Ich nehm dich ran.'"

„Ich war betrunken! Das zählt nicht!"

„Du hast mich ins Zimmer gezogen."

„DU HAST DICH NICHT GEWEHRT!"

Er grinste nur wie ein Bösewicht in einer Telenovela und streckte sich wie eine zufriedene Katze.

„Ich will eine Rückerstattung", murmelte ich und schnappte mir meine Unterhose von der Gardinenstange. „Und einen Priester. Und einen Anwalt. Möglicherweise einen Therapeuten."

„Willst du frühstücken?"

„VERSCHWINDE AUS MEINEM LEBEN."

Ich rannte praktisch barfuß, oben ohne und emotional geschändet auf den Flur. Die Türsteher starrten, es war mir egal. Mein Stolz war tot. Ich hatte ihn irgendwo zwischen der Tequilaflasche und Runde zwei zurückgelassen.

Später in meinem Penthouse ließ ich mich mit dem Gesicht voran aufs Bett fallen.

„Das ist nicht passiert", flüsterte ich mir selbst zu.

Nur dass es passiert war.

Und vier Wochen später?

War ich mit seinen Zwillingen schwanger.

Gott steh mir bei.

Als ich all die Menschen um mich herum im Krankenhaus sah, fühlte ich mich … anders. Isoliert. Als gehörte ich nicht dazu. Wie auch? Ich war ein schwangerer Mann.

Das war noch nie vorgekommen. Oder doch …?

Was, wenn der Arzt sich geirrt hatte? Was, wenn die Ergebnisse vertauscht worden waren? Es wäre dumm, wegen eines einzigen Tests in Panik zu geraten. Ja … ja, ich würde woanders hingehen. Eine zweite Meinung. Eine dritte, wenn es sein musste. Alles, um sicherzugehen, dass das nicht irgendein grausamer wissenschaftlicher Fehler in der Matrix war.

Ich rieb mir den Bauch, als erwartete ich eine Antwort. Flach. Stark. Immer noch meiner. Aber jetzt fühlte er sich fremd an, als verstecke er etwas.

Ich sah mich noch einmal um. Die Leute lächelten einander zu. Eine Krankenschwester lachte mit einem Patienten. Ein Kind rannte kichernd an mir vorbei, und ich zuckte zusammen.

Ich ging direkt zum Auto, wo mein Fahrer und mein Assistent schon warteten, beide viel zu gelassen für die Lebenskrise, die ich gerade durchlebte.

„Fahren Sie mich in ein anderes Krankenhaus. Sofort", bellte ich und stieg wie ein Besessener auf den Rücksitz.

Mein Assistent Elijah rückte seine Brille zurecht und blinzelte auf sein Tablet. „Sir, Sie sind bereits zu spät zu Ihrem nächsten Termin …"

Ich riss den Kopf so schnell herum, dass mein Genick fast brach.

„Das haben Sie gerade nicht zu einem schwangeren Mann gesagt", knurrte ich mit zusammengekniffenen Augen.

Er sah mich verwirrt an. „Sir?"

Ich atmete tief durch. Zählte bis drei. Jesus. Wenn ich ihm jetzt den Hintern versohlen und ihn gleichzeitig feuern würde, wäre das ein Bundesverbrechen?

„Tun Sie, was man Ihnen sagt", sagte ich durch zusammengebissene Zähne. „Vergessen Sie den Termin. Fahren Sie."

Er zögerte. „Aber Sir, der Handelsminister …"

„Wird auch morgen noch Minister sein. Aber ich bin heute möglicherweise mit Zwillingen schwanger, Elijah. Prioritäten!"

Das brachte ihn endlich zum Schweigen. Der Wagen setzte sich in Bewegung. Ich war mir sicher, dass er mich für verrückt hielt, bei meinem heutigen Verhalten, aber wen kümmerte das … Ich war schwanger, um Himmels willen …

Doch nach einer Minute wilder hormoneller Stille, in der ich dramatisch meine Stirn hielt wie eine tragische K-Drama-Ehefrau, stöhnte ich und überlegte es mir anders.

„Wissen Sie was?", murmelte ich. „Vergessen Sie das Krankenhaus. Fahren Sie zur nächsten Apotheke."

Elijah musterte mich durch den Spiegel aus den Augenwinkeln. „Apotheke, Sir?"

„Ja, Elijah. Ich möchte Shampoo abholen und etwas geistige Gesundheit", fauchte ich. Konnte er nicht einfach tun, was man ihm sagte? Er sollte dankbar sein, dass er überhaupt noch hier war, denn wenn er nicht einer von Vaters Männern wäre, wäre er längst weg.

Fünf Minuten später fuhren wir auf den Parkplatz einer Apotheke, die rund um die Uhr geöffnet hatte.

Ich starrte auf die Tür. Ich hätte Elijah bitten können, hineinzugehen und mir einen Schwangerschaftstest zu holen. Aber andererseits … er war der Mann meines Vaters. Das hieß, diese Neuigkeit könnte in weniger als drei Stunden direkt auf dem Kriegstisch landen.

Nein. Das Risiko konnte ich nicht eingehen. Dieser Mann würde durchdrehen, weil er annehmen würde, ich hätte ein Mädchen geschwängert, wo doch meine Verlobung buchstäblich morgen stattfand.

Hätte ich nur ein Mädchen geschwängert, wäre das nicht eine bessere Erfahrung gewesen, als der Schwangere zu sein?

„Ich gehe selbst", murmelte ich, stieg aus dem Auto und zog meine Kapuze zurecht. Gott sei Dank für oversized Designer-Sweatshirts, niemand konnte erkennen, dass ich gleichzeitig eine nationale Ikone und ein unfreiwilliger Babybrutkasten war.

Drinnen roch die Apotheke nach Minze und stillem Bedauern. Eine junge Pharmazeutin stand hinter dem Tresen, zu Tode gelangweilt, bis sie aufsah und mich in Kapuze und Sonnenbrille erblickte, aussehend wie ein Mann mit entweder einem Kater oder einem dunklen Geheimnis.

„Hallo … wie kann ich Ihnen helfen?", fragte sie höflich.

Ich räusperte mich, senkte die Sonnenbrille ein wenig und lehnte mich auf den Tresen.

„Ja, ich brauche … ähm … den besten Schwangerschaftstest. Die Sorte, die nicht lügt."

Sie blinzelte. „Okay. Für Ihre Partnerin?"

„Meine …? Ja. Ja! Meine Freundin", platzte ich heraus.

Sie hob eine Augenbraue.

„Wir sind, äh, frisch zusammen. Sehr fruchtbare Frau. Eine Maschine, wirklich. Wird schwanger, wenn sie nur falsch atmet."

Ich schwitzte.

Sie starrte immer noch.

„Jedenfalls, geben Sie mir die, die im Dunkeln leuchten oder Schlaflieder singen oder was auch immer diese Dinger heutzutage so machen. Einfach … Premium, bitte."

„… Na gut." Sie drehte sich langsam um und schrieb wahrscheinlich gerade ihrer Gruppe, dass ein verdächtiger Mann Schwangerschaftstests für seine Airbender-Freundin kaufte.

Sie reichte mir eine Packung. „Bitte sehr. Dreierpack. Zuverlässig schon vor dem Ausbleiben der Periode."

„Fantastisch." Ich zog meine Karte so schnell durch, dass das Lesegerät protestierend blinkte. Dann stürmte ich hinaus, als hätte ich den Laden mit bloßer Ausstrahlung ausgeraubt.

Zurück im Auto umklammerte ich die Tüte wie einen Nationalschatz.

Elijah hob wieder eine Augenbraue. „Shampoo?"

„Jep", sagte ich. „Lavendelduft. Nicht daran riechen."

Er sah verwirrt aus.

Es war mir egal.

Denn ich hatte einen Plan.

Nach Hause kommen.

Auf einen Stick pinkeln.

Und wenn er positiv ausfiel?

Nein, nein, nein, nein … Er würde ganz sicher nicht positiv ausfallen.

Positive Gedanken, Jay. Positive Gedanken.

Continúa leyendo este libro gratis
Escanea el código para descargar la App

Último capítulo

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   20

    ~Dahlia~Während das Geplauder weiterging und meine Freundinnen sich kichernd über Brautkleider und Flitterwochenziele unterhielten, saß ich da, lächelte und nickte an den richtigen Stellen … doch in Gedanken war ich ganz woanders.Traditionell. Das hatte ich gesagt. Es klang gut, vernünftig sogar. Aber glaubte ich das überhaupt selbst?Jayden Hale sah aus wie ein Mann, der eine Frau allein mit einem Blick gegen die Wand drücken konnte. Breite Schultern. Diese stille, wachsame Intensität. Eine Ausstrahlung, die andere Männer dazu brachte, ihm freiwillig Platz zu machen. Aber hinter verschlossenen Türen? Da war er vorsichtig. Distanziert. Als gäbe es eine Grenze, die er sich weigerte zu überschreiten.Es ging nicht nur um Sex. Es ging darum, wie sehr er sich bei allem zurückhielt. Eine Berührung, die einen Moment länger dauerte, aber nie weiterging. Ein Kuss, der endete, bevor ich genug davon hatte. Dadurch fühlte ich mich, als würde ich ihm hinterherlaufen. Als müsste ich ihn anbettel

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   19

    ~Dahlia~Ich stand vor meinem Schminktisch, tupfte etwas Schimmer auf meine Wangenknochen und brachte die letzte Locke meiner Haare in Form. Mein Spiegelbild grinste mich an. Oder vielleicht war ich es selbst, die so selbstzufrieden lächelte. Heute ging es nicht einfach nur ums Shoppen. Es ging darum, gesehen zu werden. Darum, allen noch einmal vor Augen zu führen, wer ich war und zu wem ich gehörte.Als ich das Boutique-Café erreichte, in dem meine Freundinnen auf mich warteten, erfüllte ihr Geplauder bereits die Luft. In dem Moment, als ich eintrat, drehten sich drei Köpfe wie auf Kommando zu mir um.„Mädchen, du strahlst ja richtig!“, sagte Maya und zog das letzte Wort in die Länge, als hätte sie gerade eine heilige Offenbarung verkündet.„Was hast du denn erwartet? Sie ist mit dem begehrtesten Junggesellen der Stadt verlobt!“, warf Sienna ein und nippte mit einem wissenden Grinsen an ihrem Latte.„Ich weiß, oder?“, fügte Tasha hinzu. Ihre Augen funkelten, als hätte man ihr gerade

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   18

    ~Lena~„Also … du bist tatsächlich schwanger, hm?“Die Worte fühlten sich in meinem Mund seltsam an, als gehörten sie nicht in diese Welt. Aber da stand es, schwarz auf weiß, und ließ keinen Raum für Zweifel. Diese ganze Schwangerschaftsgeschichte war doch völliger Schwachsinn.Ich starrte Jay an und verschränkte die Arme fest vor der Brust. „Wie ist das möglich? Wie zur Hölle konnte das passieren?“ Meine Stimme klang härter, als ich beabsichtigt hatte, aber ich konnte nichts dagegen tun. „Wer weiß davon? Und wage es ja nicht, mir zu sagen, dass es niemand ist. Ich will Namen hören. Welche Ärzte haben dich untersucht?“Jay öffnete den Mund, doch ich redete bereits auf ihn ein, ohne ihm die Gelegenheit zu geben, etwas zu sagen.„Und vor allem …“ Ich beugte mich nach vorn und sah ihm direkt in die Augen. „Mit wem hast du geschlafen?“Die letzte Frage klang sogar in meinem eigenen Kopf seltsam, sodass ich schließlich über meinen absurden Gedanken lachen musste.Mit wem hast du geschlafen

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   17

    ~Lena~Ich schlief in dieser Nacht kein einziges Mal.Ich blieb noch lange in Jays Wohnung sitzen, nachdem er sich endlich in den Schlaf geweint hatte. Sein Schlaf war unruhig und unregelmäßig, als hätte selbst die Erschöpfung nicht ausgereicht, um ihm ein wenig Frieden zu schenken. Immer wieder gingen seine Worte in meinem Kopf herum. Ich versuchte verzweifelt, sie irgendwie logisch zu erklären, doch ganz gleich, wie oft ich sie hin und her drehte, sie ergaben einfach keinen Sinn.Jay. Mein Bruder. Schwanger.Das war unmöglich. Und doch hatte ich schon erlebt, wie das Unmögliche Menschen zerbrechen konnte. Ich hatte es in unserer Kindheit gesehen, als die Erwartungen unseres Vaters so schwer auf Jay lasteten, dass er manchmal kaum noch atmen konnte. Ich hatte es daran erkannt, wie er in der Öffentlichkeit alles hinter dieser eiskalten Maske versteckte, die niemand zu durchdringen vermochte.Aber das hier? Das war etwas anderes. Es ging nicht einfach nur um Druck. Es war eine Angst, d

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   16

    ~Lena~Ich hatte ein ungutes Gefühl, sobald Jay meine Anrufe nicht entgegennahm. Ich wusste, dass ich ihn nicht allein hätte ausgehen lassen sollen, schon gar nicht, wenn es ihm nicht gut ging. Unsere Eltern interessierten sich nicht wirklich für uns, solange wir uns an ihre Regeln hielten und sie nicht enttäuschten. Deshalb war es für uns zur Gewohnheit geworden, uns umeinander Sorgen zu machen. Selbst wenn ich ständig mit ihm verglichen wurde, war er immer noch der Einzige in meiner Familie, dem ich wirklich etwas bedeutete.Er ging immer ans Telefon, selbst wenn er nur kurz angebunden knurrte, dass er beschäftigt sei, und anschließend auflegte. Aber diesmal? Nichts. Nicht beim ersten Anruf. Nicht beim fünften.Beim sechsten zog sich mein Magen vor Sorge zusammen.Also schnappte ich mir meine Schlüssel und fuhr direkt zu seiner Wohnung, in der Hoffnung, ihn dort anzutreffen.In dem Moment, als ich eintrat, blieb ich wie angewurzelt stehen.Jay saß auf dem Boden neben dem Sofa. Seine

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   15

    ~Jay~Als am nächsten Morgen die Sonne aufging, war ich schon hellwach.Das Abendessen lief in meinem Kopf ab wie ein schlechter Film, jedes Wort, jeder Blick, jedes Mal, wenn Alex' Stimme die Spannung durchschnitt. Aber unter all dem war der eine Gedanke, den ich nicht abschütteln konnte: Ich brauche Antworten. Jetzt.Noch einen Tag zu warten, kam nicht infrage.Ich sagte meinen Eltern, ich hätte ein frühes Arbeitstreffen. Da ich in der Nacht davor dort übernachtet hatte, ließen sie mich nicht gehen, oder besser gesagt, Lena und Mom ließen mich nicht gehen, sie machten sich Sorgen um meine Gesundheit. Lena bot an mitzukommen, aber ich wimmelte sie ab. Das war nichts, in das ich jemand anderen hineinziehen konnte. Noch nicht.Die Praxis des Spezialisten lag in einem dieser modernen Glasgebäude in der Innenstadt, von der Sorte, in der die Lobby leicht nach Zitronenpolitur und Geld riecht. Ich meldete mich unter falschem Namen an, zog meine Baseballkappe tiefer und hielt den Kopf gesenk

Más capítulos
Explora y lee buenas novelas gratis
Acceso gratuito a una gran cantidad de buenas novelas en la app GoodNovel. Descarga los libros que te gusten y léelos donde y cuando quieras.
Lee libros gratis en la app
ESCANEA EL CÓDIGO PARA LEER EN LA APP
DMCA.com Protection Status