Compartir

4

Autor: Amaka
last update Fecha de publicación: 2026-10-08 14:50:35

~Alex~

Ihm beim Gehen zuzusehen brachte mich zum Lächeln.

Nein, Grinsen war das richtige Wort.

Das Sakko. Das Schwingen dieser Hüften. Diese Panik in seinen Augen. Bezauberndes Chaos, verpackt in einen Anzug und um sein Leben rennend.

Gott, er war süß, ich wünschte, ich könnte ihn länger anstarren.

Und das Beste daran? Er hatte nicht einmal eine Ahnung, wie sehr ich auf ihn stand.

Oder dass ich mir zu etwa 97 % sicher war, in jener Nacht seine Jungfräulichkeit genommen zu haben. Ich bezweifle, dass er weiß, dass er schwul ist, er sieht aus wie ein Mann, der seine Neigung noch verleugnet.

Wie er sich an mich klammerte, als wäre ich zugleich die Gefahr und die Droge? Das Stammeln, die Hitze, das geflüsterte „Ich habe das noch nie gemacht, aber ich will es", kurz bevor ich ihn so heftig küsste, dass er seinen Namen vergaß?

Ja. Dieser Junge gehörte mir. Auch wenn er es noch nicht wusste. Ich hatte nach dieser Nacht überall nach ihm gesucht und ihn direkt im Wohnzimmer meines Vaters gefunden, sein Foto lag auf dem Tisch und wurde meiner Schwester gezeigt.

Auch wenn er jetzt angeblich der Verlobte meiner Schwester war. Ich würde ihn trotzdem zu meinem machen.

Ich nippte an meinem Drink und hob eine Augenbraue, als ich bemerkte, wie Dahlia mich von der anderen Seite des Raumes anfunkelte.

Meine liebste Schwester marschierte herüber, ihre glitzernden Absätze klackerten wie Schüsse auf dem Marmorboden, und rammte mir den Ellbogen in die Rippen.

„Hör auf, meinen Mann anzusehen, als wolltest du ihn auffressen."

Ich blinzelte, die reine Unschuld. „Deinen Mann?"

Sie kniff die Augen zusammen. „Ja. Jayden. Mein Verlobter. Den du mit Blicken auszieht, seit er hereingekommen ist."

Ich neigte den Kopf. „Ich habe seinen Anzug bewundert, Dahlia. Ich bin ein Fan von feiner Schneiderkunst. Das ist alles."

„Quatsch."

„Ausdrucksweise, Prinzessin."

Sie funkelte mich an und beugte sich näher. „Welche gemeinsame Geschichte du auch immer mit ihm zu haben glaubst, sie endet jetzt. Es ist mir egal, ob ihr im Internat einen Spind geteilt habt oder auf Ibiza eine Flasche Tequila, er gehört mir."

Oh, Schätzchen.

Wenn du nur wüsstest, wie viele Stellungen zuvor diese „Geschichte" begonnen hat.

Ich nahm noch einen Schluck, hielt mein Grinsen ruhig und meine Gedanken gründlich schmutzig.

„Entspann dich, Schwesterherz", sagte ich geschmeidig. „Ich bin nur hier, um deinen großen Tag zu feiern. Die goldene Verlobung. Die Vereinigung zweier medienhungriger Dynastien. Es ist sehr romantisch."

Sie warf mir den Blick zu, der normalerweise Leuten vorbehalten ist, die versehentlich im selben Atemzug deine Schuhe und deine Mutter beleidigen.

„Ich meine es ernst, Alex."

Ich lächelte noch breiter. „Natürlich tust du das."

Sie verdrehte die Augen, murmelte etwas vor sich hin, das sich definitiv nach „inzestuöses Arschloch" anhörte, und ging davon.

Ich ließ sie gehen. Meine Schwester war schon immer herrisch gewesen. Verwöhnt. Brillant. Gefährlich. Und die perfekte Tarnung für die Ambitionen unseres Vaters.

Sie liebte Jay nicht. Das war offensichtlich.

Sie mochte ihn nicht einmal wirklich.

Für sie war er Mittel zum Zweck. Und fairerweise muss man sagen, dass er ein verdammt gutaussehendes Mittel war.

Aber ich?

Ich hatte nicht vor, Jayden J. Hale so leicht gehen zu lassen.

In seinen Augen war heute Abend etwas gewesen, etwas, das mehr war als Angst. Etwas Schmerzendes. Etwas Wildes, knapp unter der Oberfläche.

Und ich wusste, wie das aussah.

Denn ich hatte es einmal im Spiegel gesehen.

Ich sah ihm nach, wie er mit diesem Assistenten an seiner Seite den Flur hinunter verschwand, und er sah eindeutig so aus, als wollte er sich aus dem nächsten Fenster stürzen.

Und es traf mich erneut.

Diese Nacht war nicht nur eine einmalige Sache gewesen, ich wollte ihn immer noch ficken. Wenn er weiterhin behauptet, hetero zu sein, werde ich mich eben darauf beschränken, ihn zu meinem Bettgefährten zu machen, es war ja nicht so, als könnten wir mehr als Sexpartner sein.

Ich musste nur herausfinden, was und wie ich ihn überzeugen könnte.

Und vielleicht, nur vielleicht … würde ich es herausfinden, bevor jemand anderes es tat.

Denn ich war nicht hier, um nur zu lächeln, mit Champagner anzustoßen und bei der falschen Romanze meiner Schwester brav mitzuspielen.

Ich war hier für ihn.

Auch wenn er es noch nicht wusste.

Continúa leyendo este libro gratis
Escanea el código para descargar la App

Último capítulo

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   20

    ~Dahlia~Während das Geplauder weiterging und meine Freundinnen sich kichernd über Brautkleider und Flitterwochenziele unterhielten, saß ich da, lächelte und nickte an den richtigen Stellen … doch in Gedanken war ich ganz woanders.Traditionell. Das hatte ich gesagt. Es klang gut, vernünftig sogar. Aber glaubte ich das überhaupt selbst?Jayden Hale sah aus wie ein Mann, der eine Frau allein mit einem Blick gegen die Wand drücken konnte. Breite Schultern. Diese stille, wachsame Intensität. Eine Ausstrahlung, die andere Männer dazu brachte, ihm freiwillig Platz zu machen. Aber hinter verschlossenen Türen? Da war er vorsichtig. Distanziert. Als gäbe es eine Grenze, die er sich weigerte zu überschreiten.Es ging nicht nur um Sex. Es ging darum, wie sehr er sich bei allem zurückhielt. Eine Berührung, die einen Moment länger dauerte, aber nie weiterging. Ein Kuss, der endete, bevor ich genug davon hatte. Dadurch fühlte ich mich, als würde ich ihm hinterherlaufen. Als müsste ich ihn anbettel

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   19

    ~Dahlia~Ich stand vor meinem Schminktisch, tupfte etwas Schimmer auf meine Wangenknochen und brachte die letzte Locke meiner Haare in Form. Mein Spiegelbild grinste mich an. Oder vielleicht war ich es selbst, die so selbstzufrieden lächelte. Heute ging es nicht einfach nur ums Shoppen. Es ging darum, gesehen zu werden. Darum, allen noch einmal vor Augen zu führen, wer ich war und zu wem ich gehörte.Als ich das Boutique-Café erreichte, in dem meine Freundinnen auf mich warteten, erfüllte ihr Geplauder bereits die Luft. In dem Moment, als ich eintrat, drehten sich drei Köpfe wie auf Kommando zu mir um.„Mädchen, du strahlst ja richtig!“, sagte Maya und zog das letzte Wort in die Länge, als hätte sie gerade eine heilige Offenbarung verkündet.„Was hast du denn erwartet? Sie ist mit dem begehrtesten Junggesellen der Stadt verlobt!“, warf Sienna ein und nippte mit einem wissenden Grinsen an ihrem Latte.„Ich weiß, oder?“, fügte Tasha hinzu. Ihre Augen funkelten, als hätte man ihr gerade

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   18

    ~Lena~„Also … du bist tatsächlich schwanger, hm?“Die Worte fühlten sich in meinem Mund seltsam an, als gehörten sie nicht in diese Welt. Aber da stand es, schwarz auf weiß, und ließ keinen Raum für Zweifel. Diese ganze Schwangerschaftsgeschichte war doch völliger Schwachsinn.Ich starrte Jay an und verschränkte die Arme fest vor der Brust. „Wie ist das möglich? Wie zur Hölle konnte das passieren?“ Meine Stimme klang härter, als ich beabsichtigt hatte, aber ich konnte nichts dagegen tun. „Wer weiß davon? Und wage es ja nicht, mir zu sagen, dass es niemand ist. Ich will Namen hören. Welche Ärzte haben dich untersucht?“Jay öffnete den Mund, doch ich redete bereits auf ihn ein, ohne ihm die Gelegenheit zu geben, etwas zu sagen.„Und vor allem …“ Ich beugte mich nach vorn und sah ihm direkt in die Augen. „Mit wem hast du geschlafen?“Die letzte Frage klang sogar in meinem eigenen Kopf seltsam, sodass ich schließlich über meinen absurden Gedanken lachen musste.Mit wem hast du geschlafen

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   17

    ~Lena~Ich schlief in dieser Nacht kein einziges Mal.Ich blieb noch lange in Jays Wohnung sitzen, nachdem er sich endlich in den Schlaf geweint hatte. Sein Schlaf war unruhig und unregelmäßig, als hätte selbst die Erschöpfung nicht ausgereicht, um ihm ein wenig Frieden zu schenken. Immer wieder gingen seine Worte in meinem Kopf herum. Ich versuchte verzweifelt, sie irgendwie logisch zu erklären, doch ganz gleich, wie oft ich sie hin und her drehte, sie ergaben einfach keinen Sinn.Jay. Mein Bruder. Schwanger.Das war unmöglich. Und doch hatte ich schon erlebt, wie das Unmögliche Menschen zerbrechen konnte. Ich hatte es in unserer Kindheit gesehen, als die Erwartungen unseres Vaters so schwer auf Jay lasteten, dass er manchmal kaum noch atmen konnte. Ich hatte es daran erkannt, wie er in der Öffentlichkeit alles hinter dieser eiskalten Maske versteckte, die niemand zu durchdringen vermochte.Aber das hier? Das war etwas anderes. Es ging nicht einfach nur um Druck. Es war eine Angst, d

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   16

    ~Lena~Ich hatte ein ungutes Gefühl, sobald Jay meine Anrufe nicht entgegennahm. Ich wusste, dass ich ihn nicht allein hätte ausgehen lassen sollen, schon gar nicht, wenn es ihm nicht gut ging. Unsere Eltern interessierten sich nicht wirklich für uns, solange wir uns an ihre Regeln hielten und sie nicht enttäuschten. Deshalb war es für uns zur Gewohnheit geworden, uns umeinander Sorgen zu machen. Selbst wenn ich ständig mit ihm verglichen wurde, war er immer noch der Einzige in meiner Familie, dem ich wirklich etwas bedeutete.Er ging immer ans Telefon, selbst wenn er nur kurz angebunden knurrte, dass er beschäftigt sei, und anschließend auflegte. Aber diesmal? Nichts. Nicht beim ersten Anruf. Nicht beim fünften.Beim sechsten zog sich mein Magen vor Sorge zusammen.Also schnappte ich mir meine Schlüssel und fuhr direkt zu seiner Wohnung, in der Hoffnung, ihn dort anzutreffen.In dem Moment, als ich eintrat, blieb ich wie angewurzelt stehen.Jay saß auf dem Boden neben dem Sofa. Seine

  • Mr. President Hat Einen Babybauch   15

    ~Jay~Als am nächsten Morgen die Sonne aufging, war ich schon hellwach.Das Abendessen lief in meinem Kopf ab wie ein schlechter Film, jedes Wort, jeder Blick, jedes Mal, wenn Alex' Stimme die Spannung durchschnitt. Aber unter all dem war der eine Gedanke, den ich nicht abschütteln konnte: Ich brauche Antworten. Jetzt.Noch einen Tag zu warten, kam nicht infrage.Ich sagte meinen Eltern, ich hätte ein frühes Arbeitstreffen. Da ich in der Nacht davor dort übernachtet hatte, ließen sie mich nicht gehen, oder besser gesagt, Lena und Mom ließen mich nicht gehen, sie machten sich Sorgen um meine Gesundheit. Lena bot an mitzukommen, aber ich wimmelte sie ab. Das war nichts, in das ich jemand anderen hineinziehen konnte. Noch nicht.Die Praxis des Spezialisten lag in einem dieser modernen Glasgebäude in der Innenstadt, von der Sorte, in der die Lobby leicht nach Zitronenpolitur und Geld riecht. Ich meldete mich unter falschem Namen an, zog meine Baseballkappe tiefer und hielt den Kopf gesenk

Más capítulos
Explora y lee buenas novelas gratis
Acceso gratuito a una gran cantidad de buenas novelas en la app GoodNovel. Descarga los libros que te gusten y léelos donde y cuando quieras.
Lee libros gratis en la app
ESCANEA EL CÓDIGO PARA LEER EN LA APP
DMCA.com Protection Status