Mr. President Hat Einen Babybauch

Mr. President Hat Einen Babybauch

last updateLast Updated : 2026-10-09
By:  Amaka Updated just now
Language: Deutsch
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Jay sah den Arzt an, blinzelte einmal und lachte dann. „Sie machen wohl Witze, oder?" Aber der Arzt machte keine Witze. Und die zweite Meinung auch nicht. Und die dritte ebenso wenig. Denn irgendwie, unmöglich, aber wahr, war Jayden J. Hale, Amerikas mächtigster Junggeselle und der nächste in der Erbfolge des Hale-Imperiums, schwanger. Und nicht von irgendwem. Das Baby eines Fremden, den er nicht vergessen kann … Eines Mannes, dessen Namen er nicht einmal kennt … Und des Mannes, der auf seiner überraschenden Verlobungsfeier als sein zukünftiger Schwager auftaucht.

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Chapter 1

1

~Jay~

„Präsident Jay, nachdem ich die Berichte geprüft habe, muss ich Ihnen leider eine ziemlich … ungewöhnliche Entwicklung mitteilen. Sie sind …"

„Ach, um Gottes willen, hören Sie auf, um den heißen Brei herumzureden. Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit", fuhr ich ihn an und umklammerte die Tischkante. Meine Geduld war am Ende, und die dramatischen Pausen dieses Arztes halfen nicht gerade.

Er schluckte sichtbar, er schwitzte. „Sir … Sie sind schwanger."

Ich blinzelte.

Schwanger?

Ich musste mich verhört haben.

Und dann, Gott steh mir bei, lachte ich. Ein schallendes, ungläubiges Lachen. „Ha ha haaa~~~ Herr Doktor, könnten Sie bitte aufhören, mir einen Streich spielen zu wollen?", sagte ich und versuchte, mein Lachen unter Kontrolle zu bringen. „Ich? Schwanger? Sie sind entweder betrunken oder auf eine Gehaltserhöhung aus. Ich bin ein Mann, ein vollwertiger Mann, mit einem einwandfrei funktionierenden Schwanz. Sehe ich für Sie aus, als hätte ich eine Gebärmutter?"

Der Arzt lachte nicht.

Das war der Moment, der mich stoppte. Er kann das doch nicht ernst meinen … oder?

Er stand einfach da, blass und schweißgebadet, und blinzelte hektisch, als wollte er im Boden versinken. Ich meinte fast, seinen Herzschlag zu hören, lauter als die dämliche Wanduhr in diesem Raum.

„Ich meine es ernst, Herr Präsident", sagte er leise. „Wir haben die Tests dreimal durchgeführt. Blutbild, Ultraschall, Hormonuntersuchungen. Es gibt … keinen Irrtum."

Mein Lächeln verschwand. Nein. Das passiert nicht.

Das ist ein perfider Streich meiner Feinde. Eine inszenierte Skandalfalle. Oder vielleicht eine seltsame Nebenwirkung dieser Nahrungsergänzungsmittel, bei denen mein Bodyguard geschworen hatte, sie würden meine Ausdauer steigern.

Ich setzte mich. Zum ersten Mal musste ich mich setzen.

„Sie sagen also, dass ich einen … Fötus in mir habe?", fragte ich, nun mit tieferer Stimme. Kälter.

„In der vierten Woche", sagte er und schob mir behutsam den Ordner zu, als böte er mir einen Friedensvertrag an. „Das Wachstum ist … in einem Sack eingeschlossen, der leicht oberhalb der Blase liegt und über Gefäßknoten verbunden ist, die wir noch nicht ganz erklären können. Wir haben Spezialisten hinzugezogen. Aber das hier ist real, Sir."

Ich klappte den Ordner auf. Und was ich sah, ließ mich fast würgen.

Der Scan. Das schwarz-weiße Gespenst von etwas, das sich zu einem winzigen Punkt zusammengerollt hatte. Mein Name stand fett oben auf der Seite: Jayden J. Hale. Alter: 26. Geschlecht: männlich.

Meine Hände wurden schweißnass.

„Wie …?", flüsterte ich.

Der Arzt zögerte, dann rückte er seine Brille zurecht. „Wir vermuten, dass es sich um eine seltene genetische Mutation handelt, vielleicht sogar um eine neue Evolutionsstufe. Aber …" Er hielt inne. „Da ist noch etwas … anderes."

Ich sah auf, die Augen zusammengekniffen. „Was noch?"

„Es gibt einen zweiten Herzschlag, Herr Präsident."

Meine Welt kippte. Zwei lebende Menschen in meinem Körper … nein, lass mich das neu formulieren … zwei Menschen in meinem Bauch. Ich bin ein Mann, dessen bin ich mir sicher.

Ich weiß nicht mehr, wie ich aufgestanden bin. Ich weiß nicht mehr, dass ich den Stuhl umgestoßen habe. Ich weiß nur, dass ich aus diesem Büro stürmte, mein Herz raste, und in meinem Kopf schrien eine Million Gedanken durcheinander.

Ich brauchte Antworten. Ich musste wissen, was zur Hölle mit mir geschah. Und vor allem … wie zum Teufel war das überhaupt möglich?

Ich lehnte mich draußen vor dem Medizinflügel gegen die Flurwand, mein Blick verengte sich zum Tunnel. Mein Atem kam in kurzen, harten Stößen, während das Neonlicht über mir wie ein Insekt in meinem Ohr summte.

Vier Wochen.

Mein Gehirn rechnete automatisch.

Nein.

Nein, nein, nein.

Ich biss die Zähne zusammen und fuhr mir mit zitternder Hand übers Gesicht.

Das kann nicht diese Nacht gewesen sein.

Diese verdammte Nacht vor einem Monat, an meinem Geburtstag. Ich war ausgegangen, um meinem Vater eins auszuwischen, um das Gewicht zu vergessen, das er mir aufgeladen hatte, als wäre es ein verdammtes Geschenk.

Einen Monat zuvor

„Alles Gute zum Geburtstag im Voraus, mein Sohn", hatte mein Vater gesagt, ein Glas Scotch in der einen Hand, einen Vertragsordner in der anderen. „In vier Wochen wirst du verlobt sein."

Ich lachte.

Lachte tatsächlich.

„Verlobt mit wem, Dad? Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie eine Beziehung."

„Dahlia Fisher", sagte er glatt, als wäre es bereits besiegelt. „Sie ist perfekt. Elegant, gehorsam, reich genug, um zu unserem Namen zu passen. Und ihr Vater steht kurz vor der Unterzeichnung einer Fusion, die uns die volle Kontrolle über das Londoner Telekommunikationsnetz verschafft. Es ist Zeit, Jay. Du bist die Zukunft."

Ich starrte ihn an, der Scotch in meiner Hand zitterte leicht.

„Du hast mich nicht mal gefragt, was ich will."

„Du bist 25, Jayden. In ein paar Stunden fast 26. Was du willst, spielt keine Rolle mehr."

Das Glas zerbrach in meiner Hand, bevor ich merkte, dass ich es geworfen hatte.

„Du weißt verdammt nochmal gar nichts über mich", spuckte ich aus und stürmte an den Butlern vorbei zur Haustür hinaus, bevor ich etwas Schlimmeres tat. Ich war so wütend, dass ich nur noch etwas tun wollte, wogegen er war, etwas, das ihn extrem wütend machen würde, und das Einzige, was mir einfiel, war, in einen Club zu gehen und mich zu betrinken. Und genau das tat ich.

Der Club war laut, chaotisch und perfekt.

Die Körper bewegten sich wie eine Flut, alles Schweiß und Verlangen. Ich warf mich hinein, das Hemd halb aufgeknöpft, die teure Uhr fing das Stroboskoplicht ein, während ich mit jedem tanzte, der mich mitzog. Mädchen schlangen ihre Arme um mich. Eine küsste ich, eine andere ließ ich sich an mir reiben. Es war mir egal. Ich musste etwas fühlen, das mir gehörte, selbst wenn es unecht war.

Ich kletterte auf einen Tisch an der Bar und hob eine Flasche Tequila.

„Die Drinks gehen auf mich!", brüllte ich.

Der Raum jubelte. Ich trank. Ich tanzte. Ich küsste ein Mädchen, dessen Namen ich in dem Moment vergaß, als sie sich abwandte. Und da sah ich ihn.

Er stand am Rand der Menge, unberührt von ihr.

Groß. Dunkelhaarig. Schlank, aber breitschultrig. Tintenschwarze Augen, die nicht wegsahen, als sie meine trafen. Er lächelte nicht. Er beobachtete nur.

Ich sprang hinunter und bahnte mir einen Weg durch die Menge zu ihm.

„Du siehst mich an, als würde ich dir etwas schulden", sagte ich, halb betrunken, völlig genervt.

„Du schuldest dir selbst etwas", sagte er. Seine Stimme war tief. Samtig. Gefährlich.

Ich schnaubte. „Ich steh nicht auf Typen."

„Ich habe dich nicht darum gebeten", erwiderte er und trat langsam näher. „Aber du siehst niemanden sonst mehr an."

Er hatte recht.

Ich hätte gehen sollen.

Aber irgendetwas an ihm zog mich an wie eine Strömung.

„Du bist arrogant", murmelte ich.

„Du bist betrunken", sagte er und strich mir eine Haarsträhne aus der Stirn. „Und wütend."

Ich kniff die Augen zusammen. „Und du nervst."

„Dann bring mich zum Schweigen."

Ich dachte nicht nach.

Ich packte sein Hemd, riss ihn zu mir und küsste ihn.

Hart.

Sein Mund war warm, leicht geöffnet, er erwiderte den Kuss ohne Zögern, als hätte er darauf gewartet. Und Gott … wie er küsste. Es war nicht sanft. Es war besitzergreifend. Ich wusste nicht, was in mich gefahren war, aber ich küsste einen Mann wie mich, was dumm war, doch dann fiel mir ein, dass mein Vater, wenn er davon erfuhr, so wütend sein würde, dass er mich womöglich umbringen wollte. Der Gedanke an sein zornverzerrtes Gesicht brachte mich dazu, etwas noch Dümmeres zu tun …

„Willst du mit mir ein Zimmer nehmen?", fragte ich den gutaussehenden Fremden. Er sah überrascht aus.

„Ich dachte, du stehst nicht auf Männer."

„Tu ich auch nicht. Aber ich will dich flachlegen", erwiderte ich mit einem hochmütigen Lächeln.

Ich wusste nicht, ob der Tequila aus mir sprach, aber es war mir verdammt nochmal egal.

Er lächelte zurück, und ich fügte hinzu: „Du siehst gut aus, also ja … ich nehm dich auch ran."

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