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Kapitel 3: Habe ich einen feuchten Traum?

ผู้เขียน: Pure Moon
last update วันที่เผยแพร่: 2026-09-06 12:14:32

Sophia Bennett

Ich starrte auf die Whiskeyflasche in meiner Hand, bevor ich sie mit einem schweren Aufprall auf die Theke stellte.

„Das ist die Geschichte meines Lebens“, murmelte ich verbittert.

Der Barkeeper blickte von dem Glas auf, das er gerade polierte, und musterte mich einen Moment lang.

Ehrlich gesagt konnte ich mich nicht einmal daran erinnern, wie ich überhaupt hier gelandet war. Das Letzte, woran ich mich erinnerte, war, wie ich wütend aus Ethans Wohnung gestürmt war. Danach verschwamm alles in einem einzigen Durcheinander.

Ich hatte vorgehabt, in einem Hotel einzuchecken, mich in meinem Zimmer einzuschließen und die Nacht allein zu verbringen. Stattdessen saß ich nun aus irgendeinem Grund in einer Bar. Vielleicht wollte ich einfach nicht nachdenken. Vielleicht wollte ich nicht weinen. Oder vielleicht brauchte ich etwas Starkes, das stark genug war, um den Schmerz zu betäuben.

Was auch immer der Grund war, ich hatte den stärksten Whiskey bestellt, den sie hatten. Inzwischen war die Flasche fast leer. Ich hob sie an und lachte freudlos.

„Mein Verlobter ist schwul.“

Der Barkeeper hielt inne. Ich deutete mit der Flasche auf ihn.

„Der Mann, den ich in fünf Tagen heiraten sollte, ist schwul. Sag mir, was würdest du an meiner Stelle tun?“

Der Barkeeper stellte das Glas vorsichtig ab.

„Ich weiß es nicht“, gab er zu.

Ich seufzte. „Ich auch nicht.“

Meine Finger schlossen sich fester um die Flasche.

In diesem Moment klingelte mein Handy. Ich stöhnte auf. Nicht jetzt. Bitte, nicht jetzt. Ich warf einen Blick auf das Display.

Mama.

Mein Magen zog sich zusammen. Ich überlegte, den Anruf zu ignorieren. Leider war mein Finger schneller als mein Verstand und drückte auf die Anruftaste.

„Hallo, Mama.“

„Was habe ich da gerade gehört?“

Ihre wütende Stimme ließ mich beinahe das Handy vom Ohr reißen.

„Ethans Familie hat mich angerufen. Sie haben gesagt, dass du die Hochzeit abgesagt hast.“

Ich schloss die Augen. „Mama—“

„Warum solltest du fünf Tage vor der Hochzeit so etwas Dummes tun?“

Mein Kopfschmerz kehrte augenblicklich zurück. „Mama, er hat mich betrogen.“

Stille. Für einen kurzen Moment dachte ich, sie hätte mich verstanden. Dann sprach sie.

„Na und?“

Ich blinzelte.

„Na und?“

„Männer gehen fremd, Sophia.“ Ich erstarrte. Mein Herz sank in die Tiefe.

„Wie bitte?“

„Dein Vater hat mich betrogen. Glaubst du, du bist die erste Frau, der so etwas passiert? Eine Ehe ist nicht perfekt.“

Ich konnte nicht glauben, was ich da hörte.

„Er hat mich verraten.“

„Und?“ Ihre Stimme wurde schärfer.

„Solange er für dich sorgt und sich um dich kümmert, was macht es dann für einen Unterschied?“

Ich starrte auf die Flasche vor mir. Der Schmerz in meiner Brust wurde irgendwie noch schlimmer.

Nicht wegen Ethan. Wegen ihr.

„Mama, ich kann ihn nicht heiraten.“

„Du kannst es, und du wirst es tun.“

„Nein.“

„Dann geh dich entschuldigen.“

Ich hätte beinahe gelacht. Mich entschuldigen? Bei Ethan?

Bei dem Mann, der mich fünf Jahre lang belogen hatte?

„Das wird nicht passieren.“

Ihr Atem wurde schwerer.

Einen Moment lang sagte keine von uns etwas.

Dann murmelte sie etwas vor sich hin. Etwas, von dem sie wahrscheinlich nicht glaubte, dass ich es hören würde.

„Undankbares Mädchen.“

Diese Worte trafen mich härter als Ethans Ohrfeige.

Die Verbindung wurde unterbrochen. Langsam senkte ich das Handy. Die Tränen, gegen die ich so lange angekämpft hatte, liefen mir endlich über die Wangen.

Ich weinte nicht mehr wegen Ethan.

Ich weinte, weil ich mich plötzlich vollkommen allein fühlte.

Der Barkeeper schenkte mir wortlos nach.

Ich leerte das Glas in einem Zug. Dann noch eines.

Und noch eines.

Irgendwann überkam mich die Erschöpfung. Meine Augenlider wurden schwer. Mein Körper fühlte sich taub an.

Ich griff in meine Handtasche und legte mehrere Geldscheine auf die Theke.

„Stimmt so.“

Der Barkeeper sah besorgt aus.

„Miss, sind Sie sicher, dass es Ihnen gut geht?“

Ich lachte schwach. „Sehe ich so aus, als ginge es mir gut?“

Er antwortete nicht. Ich wartete auch nicht darauf.

Mich an der Theke festhaltend, stemmte ich mich auf die Beine und taumelte zum Empfang.

„Ich brauche ein Zimmer“, sagte ich.

Die Rezeptionistin lächelte höflich. „Natürlich, meine Dame.“

Genau in diesem Moment trat ein anderer Mann an den Empfang.

„Ich bin im Auftrag von Herrn Damien Blackwood hier“, sagte er. „Ich brauche den Ersatzschlüssel für seine Suite.“

Die Rezeptionistin nickte und griff unter die Theke. Sie legte zwei Schlüsselkarten auf den Tresen. Der Mann schnappte sich schnell eine davon. Ohne genauer hinzusehen, nahm ich die andere. Alles war verschwommen.

Meine Augen wollten nicht richtig funktionieren. Mein Gehirn wollte nicht richtig funktionieren. Gar nichts funktionierte mehr. Ich wollte einfach nur schlafen.

Ein paar Minuten später stieg ich in den Aufzug. Die Fahrt kam mir endlos vor.

Als sich die Türen endlich öffneten, folgte ich den Zimmernummern, bis ich vor einer Tür stehen blieb. Meine Schlüsselkarte funktionierte sofort. Ich trat ein.

Das Zimmer war riesig. Viel zu luxuriös für ein Zimmer, das ich gebucht haben sollte.

Ein Wohnbereich. Teure Möbel. Fenster, die vom Boden bis zur Decke reichten. Ich runzelte die Stirn.

„Das ist definitiv nicht das, wofür ich bezahlt habe.“

Dann zuckte ich mit den Schultern. Nicht mein Problem. Ich war viel zu erschöpft, um mich darum zu kümmern. Ich streifte meine Schuhe ab und ging auf das Bett zu.

Gerade als ich mich darauf fallen lassen wollte, hörte ich Wasser rauschen. Ich hielt inne.

Die Dusche im Badezimmer lief. Vielleicht hatte das Reinigungspersonal etwas vergessen.

Vielleicht hatte der vorherige Gast das Wasser laufen lassen.

In diesem Moment war es mir ehrlich gesagt egal, ob ich der Sache auf den Grund ging. Ich setzte mich auf die Bettkante. Meine Augen fielen langsam zu.

Eine Sekunde später landete etwas Kaltes auf meinem Arm. Wasser.

Verwirrt blickte ich nach oben.

Und erstarrte.

Ein Mann stand nur wenige Schritte von mir entfernt. Frisch aus der Dusche.

Wassertropfen glänzten auf seiner Haut.

Auch er schien genauso überrascht zu sein, mich zu sehen.

Mehrere Sekunden lang sagte keiner von uns ein Wort.

Mein erschöpftes Gehirn versuchte verzweifelt zu begreifen, was ich da sah. Dann schoss mir ein völlig absurder Gedanke durch den Kopf.

Träume ich?

Habe ich etwa einen erotischen Traum?

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