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Author: AUGUSTINA T
last update publish date: 2026-06-30 03:45:45

Ava Della Sanchez

Ich stand gemeinsam mit Nickolaus vor dem Altar, während wir uns gegenseitig das Eheversprechen gaben. Auf meinem Gesicht lag ein strahlendes Lächeln.

Nachdem ich Sherly damals im Restaurant gesehen hatte, behielt ich alles für mich. Selbst als Nickolaus später zu mir kam und mich anflehte, lehnte ich ab.

Ich konnte nicht zulassen, dass er mit einer Frau zusammenblieb, die ihn ins Verderben führen würde.

Ich wusste, dass er das im Moment nicht verstand. Doch lieber sollte er mich hassen, als dass seine Zukunft zerstört würde.

Als meine Gedanken in die Vergangenheit zurückwanderten, lief mir ein Schauer über den Rücken.

Ich erinnerte mich noch genau an den Moment, als er mir schwor, diese Ehe zur Hölle für mich zu machen.

Doch wenn er mich nicht lieben konnte...

...dann würde meine Liebe für uns beide ausreichen.

Ich wusste nicht, was diese Ehe für mich bereithielt.

Noch immer spürte ich das kalte Frösteln, wenn ich daran dachte, wie er mir damals in die Augen gesehen und dieses grausame Versprechen ausgesprochen hatte.

Es fühlte sich an, als hätte ich freiwillig den Weg in meine eigene Hölle gewählt.

Aber was hätte ich tun sollen?

Ich war ihm hoffnungslos verfallen.

Außerdem war er mein Verlobter.

Ja, er hatte eine Freundin...

Doch sie war längst nicht die Person, für die er sie hielt.

Ich wollte nie mit ihm darüber sprechen, weil ich wusste, dass er mir weder glauben noch meine Worte ernst nehmen würde.

Deshalb hielt ich mich an den einzigen Gedanken fest, der mir Hoffnung gab:

Irgendwann würde sich alles von selbst fügen.

Das war mein einziger Trost.

Meine einzige Hoffnung.

Mein einziges Gebet.

Seit meiner Kindheit hatte ich nur einen Wunsch gehabt...

...ihn zu lieben.

Gott hatte mir endlich die Gelegenheit geschenkt, mit dem Mann zusammen zu sein, dem mein Herz gehörte.

Diese Chance durfte ich nicht verlieren.

Ich glaubte fest daran, dass derselbe Gott auch einen Weg für uns finden würde.

Ich wusste nicht, was ich tun würde, falls er sich irgendwann endgültig von mir abwenden sollte.

Doch ich gab mir selbst ein Versprechen.

Ich würde an seiner Seite bleiben...

...bis er endlich erkannte, wer ich wirklich war...

...und begann, mich zu lieben.

Dieses Versprechen hatte ich mir selbst gegeben.

Außerdem hatte ich beschlossen, seiner Firma wieder auf die Beine zu helfen.

Natürlich würde ich das im Verborgenen tun.

Im Moment würde er ohnehin jede Hilfe von mir ablehnen.

Meine Gedanken wurden unterbrochen, als ich die Stimme des Priesters hörte.

„Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“

Mein Herz begann augenblicklich schneller zu schlagen.

Langsam hob ich den Blick und sah zu Nickolaus.

Sein Gesicht blieb völlig ausdruckslos.

Ich seufzte leise.

Es war unmöglich zu erkennen, was in ihm vorging.

Sekunde um Sekunde verging.

Alle Anwesenden warteten gespannt darauf, dass wir unsere Ehe mit einem Kuss besiegelten.

Ich spürte, wie mein Herz heftig gegen meine Brust hämmerte. Meine Handflächen wurden feucht, und ich fühlte, wie sich Schweiß auf meiner Stirn bildete. Zum Glück schien es niemand zu bemerken.

Ich senkte den Blick zum Boden, während sich Tränen in meinen Augen sammelten. Doch ich blinzelte sie entschlossen zurück.

Nicht heute.

Als ich den Kopf wieder hob, bemerkte ich, dass Nickolaus jemanden ansah.

Ich folgte seinem Blick...

...und er blieb an Sherly hängen.

Ich biss mir auf die Innenseite der Wange, als ich den triumphierenden Ausdruck auf ihrem Gesicht sah.

Seufzend wandte ich den Blick ab.

Ich wusste nicht mehr, was eigentlich geschah.

Sekunde um Sekunde verstrich, während die Gäste gespannt darauf warteten, dass wir unsere Ehe mit einem Kuss besiegelten.

Ich wusste, dass das nicht passieren würde.

Nicht, solange Sherly nur wenige Meter von ihm entfernt stand.

Plötzlich legte Nickolaus seine Hände an meine Wangen.

Überrascht blickte ich zu ihm auf.

Für einen kurzen Augenblick keimte Hoffnung in mir auf...

Doch sie zerbrach sofort, als ich das grausame Grinsen auf seinem Gesicht sah.

Langsam beugte er sich zu mir.

Im Saal wurde leise gekichert, während alle gespannt auf den Kuss warteten.

Ich verlor mich in seinen tiefblauen Augen.

Er kam immer näher.

Sein warmer Atem streifte mein Gesicht.

Ich konnte nichts dagegen tun.

Schon damals hatte er mein Herz erobert...

...und heute gehörte es ihm noch immer.

Hilflos schmolz ich unter seiner Berührung dahin.

Er wusste ganz genau, was er tat.

Er wusste, dass ich ihn über alles liebte...

...und genau das nutzte er jetzt gegen mich.

Sanft strich seine Nase an meiner vorbei.

Ich sog scharf die Luft ein.

Ich sah, wie er sich langsam über die Unterlippe leckte und seine Lippen meinen näherte.

Ich schloss die Augen und umklammerte meinen Brautstrauß so fest, als wäre er mein letzter Halt.

Doch anstatt meine Lippen zu berühren...

...spürte ich seinen heißen Atem an meinem Hals.

Ein Schauer lief mir über den Rücken.

Dann flüsterte er mir ins Ohr:

„So wie du mein Leben zerstört hast, verspreche ich dir, dass ich deines zerstören werde... bis nichts mehr davon übrig ist.“

Endlich liefen mir die Tränen über die Wangen.

Als ich die Augen öffnete, begegnete ich seinem höhnischen, zufriedenen Blick.

Leise seufzte ich, wischte mir die Tränen fort und achtete darauf, dass niemand etwas bemerkte.

Die Gäste begannen begeistert zu applaudieren.

Ich zwang mich zu einem Lächeln.

Nickolaus dagegen blieb völlig ausdruckslos.

Stunden später war die Hochzeit endlich vorbei, und der Empfang fand in einem der luxuriösesten Hotels der Stadt statt.

Ich begrüßte unzählige Gäste, bedankte mich für ihre Glückwünsche und stellte mich den wichtigen Persönlichkeiten als neue Ehefrau von Nickolaus vor.

Meine Eltern strahlten vor Glück.

Ich wusste, wie sehr sie sich für mich freuten.

Auch Nickolaus' Eltern lächelten ununterbrochen.

Sie überschütteten mich mit Zuneigung – genau wie schon damals, als wir Kinder gewesen waren.

Langsam machte sich die Erschöpfung bemerkbar.

Ich zog mich in einen ruhigen Teil des Saals zurück und setzte mich.

Eigentlich sollte dies der glücklichste Tag meines Lebens sein...

Doch tief in meinem Inneren hatte ich das Gefühl, dass sich nach diesem Tag mein ganzes Leben verändern würde.

Ich wusste nur nicht...

...ob zum Guten oder zum Schlechten.

Trotzdem beschloss ich, optimistisch zu bleiben und auf das Beste zu hoffen.

Als ich wieder aufstehen wollte, gaben meine Beine plötzlich nach.

Ich fiel zurück auf den Stuhl.

Ein stechender Schmerz durchfuhr meinen Kopf.

Mit beiden Händen hielt ich mir die Schläfen und versuchte, den pochenden Schmerz zu lindern.

Doch er wurde immer stärker.

Schließlich entschied ich mich, mich auszuruhen.

Ich verließ langsam den Festsaal.

Unterwegs begegnete ich meiner Mutter.

„Wohin gehst du?“, fragte sie besorgt.

„Ich habe starke Kopfschmerzen. Ich möchte mich etwas ausruhen.“

„Und wo ist Nickolaus?“

Ich schüttelte den Kopf.

„Ich habe ihn seit einer Weile nicht mehr gesehen.“

Sie schenkte mir ein beruhigendes Lächeln, küsste mich auf die Stirn und wünschte mir eine gute Nacht.

Nur meine Mutter wusste, wie Nickolaus mich behandelte.

Sie hatte mir gesagt, ich solle gehen, wenn ich irgendwann nicht mehr weitermachen könne.

Sie unterstützte mich nur deshalb, weil sie gesehen hatte, wie tief meine Liebe zu ihm war.

Während ich an ihre Worte dachte, fragte ich mich unwillkürlich:

Wo könnte Nickolaus nur sein?

Ich seufzte.

Ich kannte die Antwort nicht.

Ich betrat den Aufzug und die Türen schlossen sich.

Plötzlich überkam mich ein seltsames Gefühl.

Als würde gleich etwas Schreckliches passieren.

Doch wie immer verdrängte ich diesen Gedanken.

Ich wollte der Negativität keinen Raum geben.

Der Aufzug hielt.

Die Türen öffneten sich.

Langsam ging ich auf unser Zimmer zu.

Ich griff nach der Türklinke.

Gerade als ich sie herunterdrücken wollte, bemerkte ich, dass die Tür bereits offen stand.

Ich zuckte nur mit den Schultern und trat ein.

Im nächsten Augenblick blieb ich wie versteinert stehen.

Direkt vor meinen Augen lag Nickolaus mit Sherly im Bett. Sie waren eng umschlungen und eindeutig miteinander beschäftigt, während Sherly immer wieder seinen Namen stöhnte.

Mit zitternden Händen schlug ich gegen die Tür, während mir Tränen über das Gesicht liefen.

Nickolaus drehte den Kopf zu mir.

Unsere Blicke trafen sich.

Doch anstatt innezuhalten, verzog er nur die Lippen zu einem spöttischen Grinsen, wandte sich wieder Sherly zu und machte einfach weiter.

Das war mehr, als ich ertragen konnte.

Meine Beine versagten ihren Dienst.

Meine Kopfschmerzen wurden unerträglich.

Meine Sicht verschwamm.

Alles um mich herum begann sich zu drehen.

Ich versuchte verzweifelt, bei Bewusstsein zu bleiben.

Doch ich schaffte es nicht.

Das Letzte, was ich wahrnahm...

...war Dunkelheit.

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