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Kapitel 5

작가: Author Rex
last update 게시일: 2026-07-01 01:16:49

Ihre Eltern hatten vielleicht den größten Fehler aller Zeiten begangen.

Wie konnten sie irgendetwas mit einem so gefährlichen Mann zu tun haben? Wussten sie überhaupt, wer er war—seine Vergangenheit, und was für ein Mensch er wirklich ist?

Jade saß still auf dem Rücksitz des Mercedes, Xavier direkt neben ihr, wieder mit seinem Laptop beschäftigt.

Sie versuchte, alles zu verarbeiten, und zum Glück versuchte er nicht, sich aufzudrängen.

Die Fahrt war langsam und ruhig. Sie erkannte ein paar Orte, fühlte sich aber bald verloren, als der Fahrer eine unbekannte Route nahm. Es war verlassen, sah aber nicht gefährlich oder verdächtig aus. Sicherlich brachte er sie nicht in ein Verlies, um sie zu foltern.

Nach einer langen Fahrt kam der Wagen schließlich zum Stehen.

Jade richtete sich schnell auf, und ihre Tür öffnete sich.

Xavier streckte ihr die Hand entgegen, doch sie verdrehte die Augen und ging stattdessen zur anderen Tür.

Ihr Mund klappte auf, als sie aus dem Auto stieg und es davonrollte.

Ihr Haus war nichts im Vergleich zu diesem.

Es sah aus wie der Himmel.

Viel zu groß für nur einen Mann. Überall hatte er Sicherheitspersonal und Hausangestellte, wie in einem Hotel. Wunderschöne weiße Rosen schmückten den Rasen. Hier und da standen Palmen. Die Wände waren weiß, größtenteils aus Glas gefertigt.

Die Türen waren riesig, und sie konnte sich nur vorstellen, was für einen verschwenderischen Lebensstil er führte.

Gehört er etwa zum Adel oder so?

Sie sah sich um und wandte sich zu ihm.

„Das ist dein Haus?", fragte sie, und er nickte leicht. Jade starrte ihn eine Weile an. „Was genau machst du eigentlich beruflich?"

„Wir sind nicht verheiratet, und du spielst schon die Ehefrau", sagte er und ging an ihr vorbei. „Ich zeige dir alles." Er nahm ihre Hand und führte sie mit sich.

Nach einer kurzen Führung durch das Haus blieb Xavier vor einer Tür stehen.

„Das ist dein Zimmer", sagte er knapp.

Sie fühlte sich glücklich und erleichtert, weil sie sich kein Zimmer mit ihm teilen musste.

Jade stieß die Türen auf und lächelte.

Es war genau ihr Traumzimmer. Es hatte alles, was sie sich wünschte, und war zudem sehr geräumig.

Vielleicht wird das doch nicht so schlimm.

Zwei Männer in Anzügen näherten sich ihnen.

„Bewacht sie", sagte er nur und ging davon.

Jade runzelte die Stirn und wandte sich den Männern zu.

„Bewacht mich!? Ich gehe nirgendwohin, das ist doch alles völlig unnötig!" Sie machte einen Schritt, um ihm nachzugehen, doch die Männer versperrten ihr den Weg.

„Oh nein! Das gibt's doch nicht! Xavier!", rief sie wütend. „Du Arschloch!" Sie ging zurück in ihr Zimmer und schlug die Tür zu.

Jade warf sich aufs Bett, fuhr aber bei einem Klopfen an der Tür zusammen.

„Herein", sagte sie wütend.

Eine zierliche junge Frau trat lächelnd ein.

„Willkommen zu Hause, Madam. Ich bin Maria und wurde als Ihre persönliche Bedienstete eingesetzt. Bitte zögern Sie nicht, mich um alles zu bitten, was Sie brauchen", sagte sie mit einem Grinsen.

Wie viel zahlte Xavier ihr wohl, um so süß zu sein?

„Raus", zeigte Jade auf die Tür. Maria blinzelte.

„Aber…"

„Ich sagte, raus!" Jade nahm die Lampe von ihrem Nachttisch und warf sie nach dem armen Mädchen, doch diese duckte sich erschrocken weg und rannte zur Tür.

„Das Abendessen wird um sechs serviert, und bitte kommen Sie nicht zu spät. Der Boss hasst Unpünktlichkeit", sagte Maria schnell und rannte hinaus.

Jade schloss die Augen und ließ sich aufs Bett zurückfallen.

Alles, was sie brauchte, war ein Ort, um diesem ganzen Wahnsinn zu entkommen.

Die Dunkelheit verschluckte sie, und als sie schließlich die Augen wieder öffnete, war es fünfundzwanzig Minuten nach sechs.

„Heilige Scheiße!" Sie sprang vom Queensize-Bett und rannte ins Badezimmer für eine schnelle Dusche.

Ihre Kleider waren ordentlich im Schrank angeordnet, und sie wählte schnell ein geblümtes Kleid. Sie trug kein Make-up, bürstete aber ihr braunes Haar zu einem straffen Pferdeschwanz.

Als sie ihre Tür öffnete, standen die beiden Männer immer noch Wache.

Jade ging mit einem Zischen an ihnen vorbei, doch sie folgten ihr.

Sie blieb stehen, und sie blieben auch stehen. Sie machte einen weiteren Schritt, und sie taten es ihr gleich.

„Das ist absolut unnötig! Ich kann nicht mal alleine durchs Haus laufen!" Sie ging wieder weiter, doch sie folgten ihr.

„Sie gehen in die falsche Richtung, Madam", sagte einer von ihnen mit rauer Stimme.

Sie drehte sich um und schlug eine andere Richtung ein.

„Da auch nicht", sagte der andere.

„Na dann zeigt mir doch den Weg!" Sie stemmte eine Hand in die Hüfte und folgte dem einen, während der andere hinter ihr herging.

„Das ist inakzeptabel!", sagte sie zu Xavier, als sie ihn schließlich auf einem Balkon fand.

„Du bist spät dran", sagte er nur. Er trug ein graues Hemd, das eng an ihm anlag und seine Tätowierungen offenbarte, dazu eine schwarze Jeans.

„Das ist nicht das Problem! Müssen sie wirklich jeden meiner Schritte verfolgen!? Um Himmels willen, ich könnte ja nicht mal fliehen, selbst wenn ich wollte!", rief sie aus.

Xavier stand schweigend auf und zog ihr einen Stuhl heraus.

„Setz dich", befahl er, und sie tat es. „Du redest zu viel", lächelte er.

„Du machst mich wahnsinnig!", sagte sie und stürzte ihren Wein hinunter. „Normalerweise rede ich nicht viel."

„Was hat sich geändert?" Er schenkte sich noch ein Glas Wein ein und streckte seine langen Beine aus, die fast bis zu ihren reichten.

„Ich war sehr still im College, bis ich diesen Typen traf. Er war so arrogant und verdammt nervig. Er provozierte mich absichtlich, zwang mich, ständig zu schreien und zu reden, und eines Tages habe ich dafür gesorgt, dass er von der Schule flog", lächelte sie. „Niemand legt sich mit Jade an."

„Wirklich?", grinste er.

„Also pass auf, Xavier. Mit Leuten, die ich nicht mag, werde ich leicht fertig." Sie lehnte sich in ihrem Stuhl zurück.

„Und ich werde leicht jeden los, der mich nervt", lächelte er zurück. „Lass mich das nächste Mal nicht warten." Er warf ihr einen warnenden Blick zu.

„Ich sehe hier kein Essen", deutete sie auf den Tisch, doch sofort kamen Bedienstete mit verschiedenen Köstlichkeiten herein.

„Bedien dich."

„Ich bin allergisch gegen weiße Zwiebeln", sagte sie.

Er betrachtete die Gerichte.

„Welches enthält weiße Zwiebeln?", fragte er rau.

Sie zuckte mit den Schultern.

Er tippte kurz auf sein Handy, und einige Köche kamen herein.

„Welches Gericht enthält weiße Zwiebeln?", fragte er. „Und wer hat es gekocht?"

„Ich, Sir", trat einer der Köche vor.

„Ich habe ausdrücklich gesagt, keine weißen", sagte er, zog seine Pistole und erschoss den Koch.

Die Übrigen entfernten schnell die Gerichte, während einige seiner Männer die Leiche wegtrugen.

Er sah sie an, und sie war kreidebleich.

„Das war nicht nötig", sagte sie mit zitterndem Atem.

„Iss", sagte er und steckte die Pistole weg. „Du wirst dich daran gewöhnen."

Jade konnte nichts essen, trank stattdessen aber viel Wasser. Nicht nur, dass sie ihren Appetit verloren hatte, der Schuss einer Waffe verunsicherte sie auch jedes Mal aufs Neue.

„Gib mir deine Hand", sagte er.

„Warum?" Sie reichte ihm langsam ihre Hand, doch sie spürte, wie ihr ein kalter Ring über den Mittelfinger glitt.

„Was zur Hölle!?" Sie zog ihre Hand zurück und starrte auf den Ring mit dem riesigen Diamanten.

„Du verdienst einen Verlobungsring, denn unsere Hochzeit ist in zwei Tagen", erklärte er.

Jade stand sofort auf und warf ihm den Ring entgegen.

„Was für eine hirnrissige Hochzeit!?", schrie sie.

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