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Kapitel 6

작가: Author Rex
last update 게시일: 2026-07-01 01:17:30

Sie hatte ihn erst vor wenigen Stunden kennengelernt, und er sprach bereits von Heirat?

Jade starrte ihn verwirrt an.

Entweder war er verrückt, oder sie verlor den Verstand.

Sie hatte gedacht, er würde seinen Spaß haben und diesen Wahnsinn beenden, doch je mehr er sprach, desto klarer wurde ihr, in welch ein Chaos sie geraten war.

Das war kein Scherz.

Der Ausdruck auf seinem Gesicht sagte alles, doch ein Teil von ihr wünschte sich, es wäre nur ein Traum.

Nie in ihrem Leben hatte sie an Heirat gedacht.

Sie wusste nicht einmal, was Ehe bedeutete oder wie man eine führte.

„Wir heiraten in einer Woche", erklärte er.

„Das muss ein Witz sein", sagte sie wütend.

„Setz dich", befahl er.

Sie setzte sich langsam.

„Ich werde dich nicht heiraten."

„Genau hier liegst du falsch. Ich frage dich nicht, ich sage es dir. Und du machst besser kein Theater, denn du weißt genau, wozu ich fähig bin." Er holte sein Handy heraus und zeigte ihr ein Video, in dem ihre Eltern von Scharfschützen verfolgt wurden.

Sie versuchte, nach dem Handy zu greifen, doch er hielt es außer ihrer Reichweite.

„Hör auf!"

„Du wirst tun, was ich sage—nicht weil deine Eltern jederzeit sterben könnten, wenn du Mist baust, sondern weil du es willst—mit einem Lächeln." Er lächelte.

„Du bist ein Mistkerl!", weinte sie.

„Stimmt. Wie auch immer, was wäre ich für ein Verlobter, wenn ich dir keinen Verlobungsring besorgt hätte?" Er drückte ihr den Ring auf den Mittelfinger. „Nimm ihn niemals ab", befahl er.

„Was jetzt?" Sie wischte sich die Tränen ab.

„Warum hast du ein armes Dienstmädchen angeschrien? Ich finde, sie benimmt sich vorbildlich." Er trank aus seinem Glas.

Sieh ihn dir an, wie er an seinem Wein nippt und sich verhält, als wäre alles in Ordnung. Als würde er sie nicht gerade verdammt nochmal bedrohen!

„Hat sie mich angezeigt?"

„Nein. Sie ist deine persönliche Bedienstete, und ich werde sie nicht austauschen."

„Du hättest mich vorwarnen sollen. Sie kam einfach unerwartet herein, und ich war nicht in bester Stimmung", erwiderte sie.

„Hier, trink. Es wird dir besser gehen." Xavier schenkte ihr Wein ein, doch sie trank nicht.

„Ich bin müde."

„Schade. Ich dachte, wir würden die ganze Nacht plaudern." Er stellte sein Glas ab.

„Pech gehabt." Sie warf ihm ein gespieltes Lächeln zu.

„Gute Nacht." Er stand auf und ging davon.

Jade ging zu ihrem Zimmer, die beiden Männer folgten ihr.

Die Realität hatte sie bereits eingeholt.

Das war kein Scherz. Er war ein gefährlicher Mann.

Wenn sie nicht tat, was er sagte, würde er ihre Eltern umbringen.

Tief in ihrem Inneren wusste Jade, dass er dazu fähig war.

Und das war der perfekte Zeitpunkt, um zu fliehen.

Sie konnte kein Monster heiraten. Sie würde in dieser Beziehung nicht glücklich sein. Was würden ihre Freunde von ihr denken?

Doch wie sollte sie fliehen?

Das Haus war stark gesichert. Überall standen Männer und Frauen in schwarzen Anzügen.

Jade schlief ein, während sie über einen Fluchtplan nachdachte, und als sie morgens aufwachte, kam ihr eine Idee.

Sie war bereits angezogen, als sie ein erneutes Klopfen an ihrer Tür hörte.

Zu ihrem Missfallen kam Maria herein.

„Möchten Sie jetzt frühstücken?", fragte Maria.

Jade verdrehte die Augen.

„Ich esse, wenn Xavier isst." Sie winkte abweisend mit der Hand.

„Ähm... Madam, der Boss ist nicht da. Er sagte, ich solle dafür sorgen, dass Sie frühstücken", antwortete Maria.

„Raus!" Jade zeigte auf die Tür.

„Aber was ist mit—"

„Raus! Ich will nichts!", schrie sie das Dienstmädchen an, das sofort hinausrannte.

Wo war er so früh hingegangen?

Sie wollte ihren Plan in die Tat umsetzen.

Jade ging nach unten, ihre beiden treuen Bodyguards dicht hinter ihr.

Sie nahm einen Apfel in der Küche, doch einer von ihnen griff sich ein Messer, um ihn für sie zu schneiden.

„He, he, he! Das machen wir nicht auch noch! Ich kann meine Früchte selbst schneiden!" Sie wies sie ab.

Jade ging immer wieder durchs Haus, bis sie sich den gesamten Grundriss im Kopf eingeprägt hatte.

„Das ist sein Zimmer?" Sie blieb vor einer Tür auf derselben Etage wie ihr Zimmer stehen.

Ihre Bodyguards nickten.

„Vermisst?"

Sie zuckte zusammen und drehte sich um.

Der heißeste Mann der Welt stand direkt vor ihr.

Sie fragte sich, warum er noch nicht mit ihr geschlafen hatte.

War das nicht der Sinn der ganzen Sache?

„Träum weiter." Sie verschränkte die Arme.

„Oh, du hast keine Ahnung, wovon ich träume." Er ging zu ihr und gab ihr einen schnellen Kuss auf die Wange.

Sie errötete und versuchte, das heiße, brennende Gefühl zu ignorieren, das seine Lippen hinterlassen hatten.

„Willst du mein Zimmer sehen?" Er nahm ihre Hand und führte sie hinein, schloss die Tür hinter ihnen ab.

Xavier drückte sie sanft gegen die Tür und strich mit einem Kuss über ihren Hals. Er fuhr ihren Arm hinauf und spielte mit ihrem BH-Träger.

„Das ist mein Zimmer."

Er trat von ihr zurück.

Sie brauchte ein paar Sekunden, um wieder zu sich zu kommen.

Jade ging durch das riesige Zimmer.

Es hatte ein Kingsize-Bett mit Nachttischen, eine Minibar, mehrere Türen, die wer-weiß-wohin führten, und einen Balkon.

Der Marmorboden passte zu den Wänden.

Jade setzte sich auf eine der Couchen, die sein kleines Wohnzimmer bildeten, und beobachtete, wie er sein Sakko auszog.

„Lass mich raten, deine Lieblingsfarbe ist Schwarz", sagte sie.

„Ich frage mich, was dich darauf gebracht hat." Er wandte sich zu ihr. „Komm her." Er deutete mit zwei Fingern.

Jade ging träge, aber glücklich zu ihm.

Er packte sie an der Taille und zog sie näher.

Xavier nahm sich Zeit, ihren Duft einzuatmen, und knabberte sanft an ihrem Ohrläppchen. Er hinterließ einen verweilenden Kuss auf ihrem Kiefer und ihrer Wange. Er küsste ihr Wangenknochen, ihre Schläfen, ihre Augenbrauen und schließlich ihre Augenlider.

Jade atmete tief durch, schloss die Augen und wartete auf seine Lippen.

Als sie nie kamen, öffnete sie langsam die Augen.

Er starrte intensiv auf sie herab. Sie konnte das Verlangen in seinen Augen erkennen, doch etwas hielt ihn zurück.

Jade legte ihre Hände um seinen Nacken und zog ihn näher.

Sie war völlig durcheinander und konnte nicht klar denken. Alles, was sie wollte, war seine Aufmerksamkeit.

Er küsste ihre Nase und trat mit einem Lächeln zurück.

„Iss zu Mittag. Ich muss los. Wir sehen uns morgen", sagte er und öffnete ihr die Tür.

Jade sammelte sich und ging hinaus.

Sie spürte seinen Blick auf sich und fühlte sich verlegen, weil sie wusste, dass er sehen konnte, wie sehr sie errötet war.

Als sie auf ihrem Bett saß, konnte sie immer noch nicht begreifen, was geschehen war.

Xavier war ihr so nahe gewesen, und doch konnte sie ihn nicht haben.

Er hatte sich zurückgehalten.

Aber warum?

Die Frage ist, warum willst du ihn überhaupt? flüsterte ihr Verstand.

Sie hatte völlig vergessen, ihren Plan in die Tat umzusetzen.

Wann immer sie ihm nahe war, fühlte sich alles völlig anders an.

Sie verlor die Sinne und konnte nicht klar denken.

„Du hasst ihn! Vergiss das nie! Lass nicht zu, dass er dich so beeinflusst!" Sie ließ sich aufs Bett zurückfallen.

Was geschah nur mit ihr?

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