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Kapitel 7

Author: Author Rex
last update publish date: 2026-07-25 18:24:00

Jade fuhr durch ein Geräusch in ihrem Zimmer aus dem Schlaf hoch.

Maria nahm gerade ihre Kleider aus dem Schrank.

„Was machst du da!?" Sie setzte sich mit einem Gähnen auf.

„Guten Morgen, Madam. Ich räume auf." Maria machte eine kleine Verbeugung.

„Was? Hältst du meine Sachen für Müll oder was!?" Jade sprang wütend vom Bett und riss ihre Kleider grob an sich, sodass das arme Mädchen erschrocken zusammenzuckte. „Diese Bluse, die du da hältst, ist mehr wert als dein Leben!"

„Und ich werde sie bezahlen", sagte Xavier von hinten.

Jade drehte sich schnell um und sah ihn nahe ihrem Bett stehen.

Wie hatte sie ihn nicht bemerkt?

„Hast du nicht den Anstand, mich zu wecken, bevor du meine Sachen anfasst?", fragte sie ihn.

„Wach das nächste Mal früher auf", antwortete er.

Jade sah auf ihren Wecker.

Fünf nach elf.

„Und was soll's? Ich mache nichts außer schlafen, essen und herumlaufen. Und warum zum Teufel nimmst du meine Sachen raus?" Sie ging wütend auf ihn zu.

„Ich ersetze sie durch etwas, das mir gefällt", sagte er schlicht.

„Ich bin diejenige, die sie trägt. Was ist mit dem, was ich will?" Sie warf die Bluse aufs Bett.

Er gab Maria ein Zeichen weiterzumachen.

„Du hast einen schrecklichen Geschmack", sagte er und hob die Bluse auf.

„Weißt du überhaupt, woher ich diese Bluse habe? Sie ist maßgefertigt und persönlich vom Markenmanager von Prada signiert!", entgegnete sie wütend.

„Ich kann dir eine teurere besorgen, persönlich gefertigt und signiert von Donatella Versace selbst." Er ging davon. „Zieh dich an. Wir gehen aus."

Dann verließ er den Raum.

Jade sah wütend zu, wie Maria all ihre Sachen wegtrug.

Sie zog das letzte Kleid an, das sie aufgehoben hatte.

„Wohin fahren wir?", fragte Jade, sobald sie neben Xavier im Auto saß.

„Du wirst es sehen."

Das waren die einzigen Worte, die er äußerte, bis sein Fahrer vor einem Gebäude parkte.

Jade betrachtete die vor ihr aufgereihten Gerichte.

„Hast du Hunger?" Sie verzog das Gesicht.

„Nein. Du hast weder gefrühstückt noch zu Mittag gegessen. Bon appétit."

Er sah ihr nur beim Essen zu.

„Ich esse nicht so viel. Ich sehe nur Kalorien vor mir. Versuchst du, mich dick zu machen? Dieser Körper ist nicht einfach so entstanden, weißt du."

„Umso besser, denn ich bin kein Fan von Übergewicht."

Nach einigen Minuten brachte er sie zu einer Boutique.

„Oh mein Gott! Ich wollte schon ewig hierherkommen!", rief sie aus, als sie auf Sarks Fifth Avenue blickte.

Xavier führte sie hinein, und eine große, schlanke Frau kam auf sie zu.

„Xavier!" Sie küsste ihn auf beide Wangen.

Das war das erste Mal, dass Jade jemanden hörte, der ihn mit seinem Vornamen ansprach.

„Adele." Er schenkte ihr ein höfliches Lächeln.

„Und wer ist diese feine Dame?" Adele umarmte Jade zu deren Missfallen. „Endlich die Richtige gefunden, was?" Sie musterte den Diamanten an Jades Finger.

„Was soll ich sagen?" Er lachte tief.

„Behandle sie gut." Sie zeigte mit dem Finger auf ihn und führte sie in einen Privatraum. „Leider kann ich nicht bei euch bleiben, aber ich habe jemand Gutes für euch. Viel Spaß. Aber nicht zu viel Spaß."

Adele küsste ihn und ging.

Eine Brünette trat in einem engen, kurzen Kleid herein.

„Zu Ihren Diensten." Sie lächelte beide an.

Xavier setzte sich und deutete Jade an, mit ihr mitzugehen.

„Alles, was du anprobierst, will ich sehen", grinste er.

Jade ging zur Umkleidekabine.

Sie probierte unzählige Kleider an, die alle überraschend gut an ihr aussahen.

„Ich muss sagen, Sie haben einen großartigen Geschmack", sagte die Dame und reichte Xavier ein Glas Wasser, während sie versuchte, seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

„Ja, habe ich."

Er konnte den Blick nicht von Jade abwenden, die sich gerade im Spiegel bewunderte.

Die Dame verdrehte die Augen und ging.

„Okay, Madam. Wir sind fertig mit den Kleidern."

„Gott sei Dank! Ich bin müde! Können wir jetzt gehen?" Jade wandte sich zu ihm.

„Wir sind noch nicht fertig", antwortete er.

„Aber ich probiere jetzt schon seit einer Stunde verschiedene Kleider an! Ich will gehen, Xavier!" Jade seufzte.

„Nur noch ein bisschen", sagte die Frau.

„Das ist der letzte Teil, versprochen. Du musst nur noch ein paar Tangas und Slips für mich anprobieren." Er lächelte, während er ihren Gesichtsausdruck beobachtete.

„Tangas? Nein!" Sie schüttelte den Kopf.

„Es gibt nichts, wofür man sich schämen müsste, Madam. Sie werden ja sowieso heiraten", warf die Brünette ein.

„Halt den Mund!" Jade ging zu Xavier. „Du hast mir nicht gesagt, dass das mit dazugehört! Ich bin wegen der neuen Kleider hergekommen."

„Und was wirst du unter diesen Kleidern tragen? Es sei denn, du willst nackt sein, denn ich habe auch all deine Unterwäsche weggeworfen", sagte er beiläufig.

Jade musste sich wegen der unschuldigen Dame im Raum mit ihren nächsten Worten zurückhalten.

„Wie sie schon sagte, wir heiraten. Sei nicht so schüchtern."

Jade folgte der Frau wütend.

„Komm schon, Jade!", hörte sie seine Stimme.

Sie konnte sich nicht entscheiden, ob sie herauskommen sollte oder nicht. Wenn er sie so sah, wäre das ein weiterer Schritt, ihn vollständig an sich heranzulassen.

Doch sie wollte den Ausdruck in seinen Augen sehen.

Würde er ihren Körper lieben oder hassen?

In diesem Moment wünschte sich Jade, ein Model zu sein.

Sie trat verlegen heraus, ihre Beine fühlten sich fast wie Wackelpudding an. Sie wollte seinen Gesichtsausdruck nicht sehen, also schaute sie weg.

„Das gefällt mir", sagte er schließlich.

Jade betrachtete sich im Spiegel und dann wieder ihn.

Er trug ein zufriedenes Lächeln, während sein Blick langsam über ihre Figur wanderte.

„Nächstes."

Ihm gefiel ihr Körper.

Die Art, wie er sie ansah, sagte ihr alles.

Nach mehreren Anproben fühlte sich Jade endlich wohl genug in seiner Gegenwart.

„Nur noch eins."

„Das ist das letzte."

Sie trat heraus, und er konnte den Blick nicht von ihr abwenden.

„Dreh dich um", befahl er.

Sie tat es.

Er musterte sie einen Moment lang.

„Das ist für unsere Hochzeitsnacht." Er lächelte.

Xavier zog seine Goldkarte durch und nahm sie mit zum Schuhe-Shoppen.

Er kaufte ihr auch teuren Schmuck und andere Dinge, die sie vielleicht brauchen würde.

Beim Abendessen reichte er ihr ein Handy.

„Meins!?" Sie lächelte und nahm es ihm schnell ab.

Sie hatte gedacht, sie würde nie wieder Zugang zum Internet oder zu ihren Eltern haben.

„Wähl nur die Nummern, die darauf gespeichert sind", warnte er.

Jade tippte ein paar Mal auf den Bildschirm und hob schließlich den Kopf mit gerunzelter Stirn.

„Aber die Nummer meiner Eltern ist nicht drauf", beschwerte sie sich.

„Du hast keine Erlaubnis, mit ihnen zu sprechen oder sie zu kontaktieren", sagte er schlicht.

„Ich kann nicht mit meinem Vater und meiner Mutter sprechen? Wozu ist dieses Handy dann gut? Nur deine Nummer ist darauf gespeichert!", erwiderte sie wütend.

Xavier stellte sein Glas laut auf dem Tisch ab.

„Soll ich es zurücknehmen?"

„Nein! Aber was ist mit meinen Freunden?"

„Du hast keine Freunde mehr. Du darfst nur mich anrufen. Verstanden?", fragte er rau.

Sie nickte.

„Wie auch immer." Sie schaute weg.

Sie würde nicht nur für immer gefangen sein, sondern er würde auch dafür sorgen, dass er ihre gesamte Existenz dauerhaft auslöschte und jede Spur von ihr beseitigte.

Sie musste schnell handeln.

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