공유

Kapitel 8

작가: Author Rex
last update 게시일: 2026-08-11 16:52:43

Jade wusste, dass es jetzt oder nie war.

Sie musste fliehen, oder ihr Leben würde zur Hölle werden.

Sie holte tief Luft, bevor sie sanft an die Tür klopfte.

Was auch immer sie vorhatte, sie musste klug vorgehen.

Sie hörte das Klicken des Schlosses, und die Tür öffnete sich langsam von selbst.

Jade betrat Xaviers Zimmer.

Er wirkte beschäftigt mit einigen Unterlagen und seinem Laptop.

„Du willst etwas?", fragte er, ohne sich umzudrehen.

„Ähm... ich, ähm... bist du beschäftigt? Ich kann auch später wiederkommen", stammelte sie.

„Was willst du?" Er drehte sich schließlich mit hochgezogener Augenbraue zu ihr um.

Das war definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, um Gefälligkeiten zu bitten.

Er war entweder wütend oder gestresst.

„Ich... lass es gut sein." Sie drehte sich zum Gehen um, doch die Tür schloss sich, bevor sie sie erreichte.

„Hast du mich vermisst?" Er ging auf sie zu.

„Nein!"

„Schade." Er schenkte ihr ein kleines Lächeln.

„Ich meine... du siehst müde aus, und ich will dich wirklich nicht stören." Sie trat einen Schritt zurück.

„Ist das nicht süß, dass du dir Sorgen um mich machst?" Er folgte ihr.

„Das tue ich nicht! Ich... ich wollte fragen, ob ich ins Einkaufszentrum gehen kann, aber du bist wirklich beschäftigt." Sie lächelte.

„Ja, ich bin beschäftigt. Ich kann nicht mitkommen." Er ging zurück zu seinem Schreibtisch.

Jade verdrehte die Augen.

„Du kannst alleine gehen, wenn du willst." Er suchte in einer der Schubladen.

„Wirklich!?", fragte sie.

Er kam zurück zu ihr.

„Warum nicht? Hier." Er legte ihr eine Goldkarte in die Hand. „Kauf, was du willst."

Er küsste sie auf die Wange und kehrte zu seiner Arbeit zurück.

„Wie viel ist darauf?", hörte sie sich fragen.

Er drehte seinen Stuhl herum.

„Ich bin sicher, es reicht für alles, was du kaufen möchtest." Er lachte.

„Und ich kann wirklich alleine gehen?", fragte sie noch einmal.

„Ja. Vielleicht komme ich nächstes Mal mit. Ein Fahrer steht bereit, und du kannst dir ein beliebiges Auto aussuchen", sagte er beiläufig.

Warum war er so nett?

Hatte er ihr gerade die Erlaubnis gegeben, alleine auszugehen, mit einer Karte, auf der wahrscheinlich Millionen waren?

Jade wählte einen roten Ferrari, der sie zu ihrem gewünschten Einkaufszentrum fuhr.

Sie schlenderte ein paar Minuten umher und kaufte schließlich Eis und Donuts.

Sie hatte ständig das Gefühl, beobachtet zu werden, und versuchte diskret umherzuschauen, fand aber nichts.

Jade setzte sich schließlich hin und musterte die Umgebung.

Irgendjemand beobachtete sie definitiv, aber wer?

Niemand wirkte verdächtig.

Alle schienen sich gut zu amüsieren.

Auf dem Weg zu einer weiteren Runde Eis und Donuts stieß Jade mit jemandem zusammen und bekleckste versehentlich die Bluse einer Frau mit Eis.

„Können Sie nicht aufpassen, wo Sie hingehen?", fragte die Frau wütend.

„Ich wäre nicht gegen Sie gestoßen, wenn Sie aufgepasst hätten, wo Sie hingehen." Jade reichte ihr eine Serviette, doch die Frau warf ihr nur einen bösen Blick zu.

„Halten Sie dieses verseuchte Ding von mir fern." Sie blickte auf ihre weiße Bluse hinunter. „Manierlose Menschen. Man läuft nicht essend herum. Ist das so schwer?" Sie zog einige Taschentücher heraus und reinigte sich.

„Okay, wagen Sie es nicht, mich zu beleidigen", sagte Jade wütend.

„Oder was?" Die Frau warf ihr einen herausfordernden Blick zu.

Jade musterte sie.

Sie sah etwa gleich alt wie Jade aus—schlank, groß, mit einer kurvenreichen Figur. Sie trug eine Cargohose, eine weiße Rollkragenbluse und trug eine Gucci-Handtasche.

„Sie wollen mich nicht wütend sehen", erwiderte Jade.

Die Frau musterte sie von Kopf bis Fuß.

„Ich habe keine Zeit, sie an ein verwöhntes Gör zu verschwenden."

„Und wer sagt das?"

„Das brauche ich nicht gesagt zu bekommen. Ihre geschmacklose Kleiderwahl, das schlecht frisierte Haar und dieser seltsame Ring an Ihrem Finger. Ich bin sicher, Ihr Vater hat Ihnen einen alten Milliardär gefunden, der sich leicht für Sie gewinnen ließ. Das ist es, was Mädchen wie Sie heutzutage machen. Man hat Sie in seine widerlichen Arme geworfen, um Geld aus Ihnen zu machen, offensichtlich."

„Wie können Sie es wagen!?" Jades Gesicht wurde rot.

„Ach, seien Sie still! Ich kenne Ihren Typ. Sie sind nichts weiter als eine soziale Aufsteigerin und eine Mitgiftjägerin."

Die Frau stieß Jade grob beiseite und ging davon.

Nach einigen Stunden im Einkaufszentrum kehrte Jade schließlich ins Haus zurück.

Die Worte der Frau hallten in ihrem Kopf wider.

Wie konnte jemand zu einem völlig Fremden so unhöflich sein?

Sie war verbittert, aber was hatte das mit Jade zu tun?

Oder hatten sie sich schon einmal getroffen, und die Frau hegte irgendeinen Groll?

„Nein, ich kenne sie nicht, und ich habe sie nie getroffen", murmelte Jade vor sich hin und warf ihre Handtasche aufs Bett.

Sie betrachtete sich im Spiegel.

„Geschmacklose Kleiderwahl."

Aber Xavier hatte ihr dieses Kleid gekauft, und er hatte deutlich gemacht, dass es ihm gefiel.

Warum also gingen ihr die Worte einer Fremden so nahe?

Vielleicht hatte die Frau recht.

Ihre Eltern hatten sie tatsächlich verkauft, um die Firma zu retten, also hatten sie sie in gewisser Weise benutzt.

Jade nahm den Ring ab und legte ihn auf den Schminktisch.

Sie rollte sich auf dem Bett zusammen und schloss die Augen, während Tränen ihr Kissen durchnässten.

„Wach auf."

Sie spürte, wie jemand sie anstupste.

Als sie die Augen öffnete, stand Xavier ein paar Zentimeter von ihrem Bett entfernt.

„Ich will schlafen." Sie drehte sich zur anderen Seite.

„Es ist sieben", stellte er fest. „Lass uns zu Abend essen. Ich lasse dir ein Bad ein."

Sie hörte nur seine Schritte und dann, nach einer Weile, Stille.

„Jade", rief er kalt.

„Was ist!?", setzte sie sich wütend auf. „Hör auf, mich zu erdrücken, okay? Zuerst hast du mich gekauft, und jetzt zwingst du mich, dich zu heiraten. Du hast mich eingesperrt, und ich habe keine Familie mehr! Gott, ich hasse dich so sehr!"

Sie sprang vom Bett und schlug die Badezimmertür zu.

Jade aß schweigend, Xavier ihr gegenüber sitzend.

„Wie war das Einkaufszentrum?", durchbrach er die Stille.

„Kannst du aufhören? Wir sind kein echtes Paar. Das ist alles gespielt, also hör auf so zu tun, als wären wir ein glückliches Pärchen." Sie schenkte sich etwas Whiskey ein.

„Ich habe dir gesagt, du sollst den Ring nicht abnehmen." Er legte ihn auf den Tisch zwischen ihnen.

Sie steckte ihn wütend wieder auf.

„Er ist zu schwer, und er gibt den Leuten eine falsche Vorstellung von mir!" Sie legte ihre Gabel hin.

„Wie zum Beispiel?"

„Mitgiftjägerin. Glücksritterin." Sie zählte sie auf.

„Ist das nicht die Wahrheit?" Er zog eine Augenbraue hoch.

Jade starrte ihn schockiert an.

Sie hatte ihn nie um etwas gebeten.

Sie war nur hier, weil er sie dazu gezwungen hatte.

Wie also war sie eine Mitgiftjägerin?

„Du hast mich gezwungen, mit dir zu kommen. Ich habe dich um nichts gebeten. Wie bin ich also eine Mitgiftjägerin?" Seine Worte hatten sie offensichtlich verletzt.

Sie war nie eine Opportunistin gewesen, warum also würde jemand sie so beurteilen?

Und die Tatsache, dass er dasaß und so tat, als wäre all das normal, machte es noch schlimmer.

„Deine Eltern haben dich an mich verkauft, also seid ihr im Grunde alle Mitgiftjäger. Und in gewisser Weise hast auch du davon profitiert. Ist es nicht auch deine Firma?" Er lächelte.

„Ich bin nicht verantwortlich für das, was mein Vater getan hat. Gute Nacht."

Sie stand auf, doch er packte ihren Arm und drückte sie zurück auf ihren Stuhl.

„Ich bin noch nicht fertig." Er starrte sie an.

„Hey, Xavier."

Eine süße Stimme ließ sie beide zur Balkontür blicken.

이 작품을 무료로 읽으실 수 있습니다
QR 코드를 스캔하여 앱을 다운로드하세요

최신 챕터

  • Nur Dein, Die Obsession des Mafia-Lords   Kapitel 129

    129Khalil eilte die Treppe hinunter, seine Schritte hallten durch den Flur.Seine Diener hatten ihm mitgeteilt, dass Jade auf ihn wartete.Er konnte seinen Augen kaum trauen, als er sie in seiner Eingangshalle stehen sah, zwei kleine Jungen an ihrer Seite.Für einen Moment dachte er, es sei ein Streich, doch die Blicke auf den Gesichtern seiner Diener sagten ihm etwas anderes.Sie wussten es besser, als ihm Streiche zu spielen, besonders wenn es um jemanden wie Jade ging.Während er die Treppe hinunterstieg, trafen sich Khalils und Jades Blicke, und sein Herz setzte einen Schlag aus.Sie sah anders aus und doch irgendwie gleich. Ihr Haar war anders frisiert, und ihre Augen wirkten müder, als er sie in Erinnerung hatte, doch der Funke darin war noch immer da.Die Jungen neben ihr waren das Ebenbild von Xavier, und Khalils Magen verkrampfte sich angesichts der Mischung aus widersprüchlichen Gefühlen.Einst hatte er geglaubt, sie wären seine Söhne. Er hatte um sie gekämpft, nur um herau

  • Nur Dein, Die Obsession des Mafia-Lords   Kapitel 128

    128Die kalte Metalltür knarrte, als Jade in das kleine, schwach beleuchtete Safehouse schlüpfte.Ihr Herz hämmerte bei jedem Schritt.Die Stille war erdrückend. Sie blickte noch einmal über ihre Schulter, nur um sicherzugehen, dass ihr niemand gefolgt war.Raquel stand am Fenster, die Arme verschränkt, ihr Profil von einem schmalen Streifen Tageslicht beleuchtet, der durch die Jalousien drang. Sie drehte sich nicht um.„Du hättest nicht hierherkommen sollen“, sagte Raquel leise.Jade schloss die Tür hinter sich und lehnte sich dagegen. „Xavier ist hinter dir her.“Raquel lachte trocken. „Das ist mir bewusst.“Er hatte sie in jener Nacht gesehen.In jener Nacht, in der sie Jade bei der Flucht geholfen hatte.„Er glaubt, dass du mir geholfen hast … Er wird dir das nicht verzeihen, Raquel.“„Das erwarte ich auch nicht.“Xavier würde für immer Xavier bleiben.Jade trat weiter in den Raum, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern. „Er hat die Jungs nicht. Er hat gelogen. Er hat geblufft … u

  • Nur Dein, Die Obsession des Mafia-Lords   Kapitel 127

    127Das Apartment war viel zu still.Jade saß am Rand des Bettes ihrer Söhne. Ihre Finger strichen leicht über einen kleinen Plüschbären, den sie in der Hektik jener Nacht zurückgelassen hatten.Der Raum roch noch immer nach ihnen, nach sauberer Baumwolle, Buntstiften und Sicherheit.Früher hatte dieser Geruch sie beruhigt. Jetzt erinnerte er sie nur daran, wie leer sich das Haus anfühlte.Ihr Herz befand sich im Krieg.Lag sie falsch damit, dass sie hatte fliehen wollen? Sollte sie härter kämpfen? Oder sollte sie einfach bleiben und mitspielen, bis sie einen sichereren Ausweg gefunden hatte?Er hatte die Jungs, und sie wollte sie zurück.Ohne ihn in ihrem Leben.Tränen stiegen ihr in die Augen, doch sie blinzelte sie weg.Nein.Sie würde nicht wieder zerbrechen.Sie hatte bereits ihre Kündigung eingereicht. Jede Brücke hinter sich abgebrochen.Sie war bereit zu verschwinden, ihre Jungs mitzunehmen und an einen Ort zu gehen, an dem Xavier sie niemals finden würde.Irgendwohin, wo es r

  • Nur Dein, Die Obsession des Mafia-Lords   Kapitel 126

    126Jade blieb an der Schwelle zu Xaviers Büro stehen. Die polierten Doppeltüren aus Mahagoni sahen aus wie die Tore zu einem Schloss.Sie schluckte schwer und versuchte, das Zittern in ihren Gliedern zu beruhigen.Der Raum dahinter war in warmes Licht getaucht. Dicke Teppiche, schwere Vorhänge, mit alten Porträts geschmückte Wände und der imposante Schreibtisch in der Mitte verliehen dem Raum eine einschüchternde Atmosphäre.Dieser Ort hatte einst ihr gehört.Jetzt gehörte er ihm.Sie trat ein, ihre Schuhe glitten lautlos über den Teppich.Ihr Blick wanderte durch den Raum und prägte sich jeden Winkel ein, den Ort, den sie zurückzulassen versucht hatte, den Thron, auf dem er nun saß.Jedes vertraute Detail schmerzte. Die Ledersessel. Die Bücherregale. Der Schreibtisch, an dem unzählige Entscheidungen getroffen worden waren.Ihr Hals fühlte sich eng an.Sie war wieder hier.Xavier saß hinter dem Schreibtisch, die Hände gefaltet, sein Gesicht ruhig.Zu ruhig.Er blickte auf und ihre Bl

  • Nur Dein, Die Obsession des Mafia-Lords   Kapitel 125

    125Das Haus war still, als Jade durch den Flur schlich und jeden Schritt sorgfältig setzte.Mondlicht fiel durch die schmalen Fenster und malte blasse Streifen auf den Teppich.Ihr Herz hämmerte so heftig, dass sie befürchtete, die Wände könnten es hören.Sie blieb vor der Tür ihrer Söhne stehen. Ihr Atem ging ruhig und gleichmäßig, eine leise Schlafmelodie in der Dunkelheit.Ihre Jungs schliefen, ihre kleinen Decken fest umklammert.Sie schluckte schwer.Das war es.Raquel stand hinter ihr, eine Taschenlampe in der Hand, ihr Gesicht blass, aber entschlossen. „Ich habe die Wachen und die Routen überprüft. Im Moment ist die Luft rein.“Jade nickte und legte einen Finger an ihre Lippen. „Lass mich nur … noch einmal nach ihnen sehen.“Sie trat näher und berührte sanft die Wangen ihrer Jungs, um sich jedes Detail einzuprägen.Sie küsste ihre Stirnen.„Mama wird euch an einen sicheren Ort bringen. Für immer.“Sie regten sich leicht, blieben jedoch schlafen.Erleichterung durchströmte sie,

  • Nur Dein, Die Obsession des Mafia-Lords   Kapitel 124

    124Die Tür fiel hinter Xavier mit einem lauten Knall ins Schloss, der durch das stille Haus hallte.Jade erstarrte.Dort, im Wohnzimmer, saßen ihre Jungs auf dem Boden und bauten mit den Sofakissen eine Festung.Und auf der Armlehne saß Xavier ihnen gegenüber und tippte auf seinem Handy herum, als wäre nichts geschehen.Ihr Knie gaben beinahe nach.Er sah beiläufig zu ihr auf, ein kleines Grinsen umspielte seine Mundwinkel.„Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen“, sagte er.Jade bewegte sich nicht.Sie atmete nicht.Liam sah sie und quietschte vor Freude. „Mama!“Liam rannte zu ihr, umklammerte ihre Beine und zog an ihrem Arm.„Spiel mit uns!“, sagte Liam.Sie kniete sich hin und drückte ihn fest an sich. Die Erleichterung überrollte sie wie eine Welle und machte sie beinahe schwindelig.Doch hinter dieser Erleichterung lauerte Wut.Er spielte mit ihr. Er wusste, dass sie in Panik geraten würde. Er wollte genau das.Langsam stand sie auf und hielt seinen Blick fest. „Du f

더보기
좋은 소설을 무료로 찾아 읽어보세요
GoodNovel 앱에서 수많은 인기 소설을 무료로 즐기세요! 마음에 드는 작품을 다운로드하고, 언제 어디서나 편하게 읽을 수 있습니다
앱에서 작품을 무료로 읽어보세요
앱에서 읽으려면 QR 코드를 스캔하세요.
DMCA.com Protection Status