MasukWir setzten unsere Suche durch die fremden Straßen fort und gingen von einem Ort zum anderen, ohne uns Zeit zum Ausruhen zu nehmen.Ich konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass Damon irgendwo in der Nähe war und darauf wartete, dass ich ihn fand.Dann hörte ich Hannah, die meinen Namen rief.„Lisa! Ich habe jemanden gefunden!“, rief sie.Ich drehte mich sofort zu ihr um.Hannah winkte mich zu sich und führte mich schnell zu einem Mann, der neben einem kleinen Essensstand stand. Er war ein Essensverkäufer, und an seinem nervösen Gesichtsausdruck konnte ich erkennen, dass er genau wusste, wonach wir suchten.„Ihr sucht beide nach dem Mann, den sie weggezerrt haben, oder?“, fragte er.„Ja“, antwortete ich sofort. „Er hat lockiges Haar.“Der Mann nickte.„Ich habe gesehen, wie sie ihn mitgenommen haben“, sagte er. „Sie haben ihn in Richtung des Waldes gebracht. Nach dem weißen Schild müsst ihr rechts abbiegen. Dort findet ihr ein Haus. Dorthin bringen sie normalerweise schwere Verbrecher
Als er schließlich gegangen war, atmete ich langsam aus, und in dem Moment, in dem sich die Tür hinter ihm schloss, überkam mich eine Welle der Erleichterung, denn Hannah sollte genau zur richtigen Zeit kommen, und ich brauchte sie dringend, bevor jemand anderes herausfinden konnte, was ich vorhatte.Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, während ich dort stand und wartete. Mein Herz klopfte so laut, bis sich die Tür schließlich öffnete und Hannah eilig hereinkam.„Sieh mal, Lisa, ich denke, das wird reichen“, sagte sie und holte schnell mehrere Gegenstände hervor, die sie unter einem großen Stück Stoff versteckt hatte.Ich starrte sie einen Moment lang an, bevor sich ein nervöses Lächeln auf meinem Gesicht ausbreitete.Es war endlich an der Zeit, den Palast zu verlassen.Hannah half mir dabei, alles sorgfältig vorzubereiten, und stellte sicher, dass nichts an meinem Aussehen sofort verraten würde, wer ich war. Als sie begann, meine Haare weiß zu färben, saß ich vollkommen still da und beo
Ich konnte nur hoffen, dass nichts passieren würde, was unseren Plan ruinieren könnte, wenn ich endlich dort ankam. Ich durfte jetzt nicht zulassen, dass irgendetwas schiefging, nicht nach allem, was wir bereits getan hatten, um so weit zu kommen. Es stand zu viel auf dem Spiel, und allein der Gedanke daran, dass etwas Unerwartetes passieren könnte, ließ mein Herz mit jeder vergehenden Sekunde schneller schlagen.Frustriert packte ich mein Kleid und bereute es, Victoria so leicht vertraut zu haben. Ich hatte geglaubt, dass sie das Geheimnis für sich behalten würde, aber irgendwie hatte sie mich enttäuscht. Was mich am meisten verletzte, war, dass sie mir nicht einmal das kleinste Anzeichen oder den geringsten Hinweis darauf gegeben hatte, dass sie irgendetwas verraten würde. Hätte sie mich auch nur ein einziges Mal gewarnt, hätte ich mich darauf vorbereiten können. Ich hätte einen anderen Weg finden können.Stattdessen war ich völlig unvorbereitet erwischt worden.„Verdammt!“Ich schl
Ich starrte auf den Schlüssel in meiner zitternden Hand und konnte kaum glauben, was ich da sah.Konnte es wirklich sein, dass jemand versuchte, mir zu helfen? Aber wer?Meine Gedanken rasten durch alle Möglichkeiten, doch keine der Antworten ergab einen Sinn.Langsam beugte ich mich hinunter und spähte durch den kleinen Spalt unter der Tür, in der Hoffnung, einen Blick auf die Person zu erhaschen, die den Schlüssel gebracht hatte. Der Blickwinkel war viel zu eng, und ich konnte kaum etwas außerhalb des Raumes erkennen.Ich rieb mir vorsichtig die Augen und versuchte es erneut, bevor ich den Schlüssel ins Schloss steckte.Mein Herz klopfte heftig, als ich ihn langsam drehte.Klick, die Tür öffnete sich.Einen Moment lang stand ich einfach nur da und starrte ungläubig auf die offene Tür. Nach allem, was ich durchgemacht hatte, konnte ich kaum glauben, dass es tatsächlich jemand geschafft hatte, mir den Schlüssel zukommen zu lassen.Ich wollte unbedingt wissen, wer mir geholfen hatte.„
„Geh auf dein Zimmer, Ethan. Du solltest das hier nicht mit ansehen“, sagte Victoria, während sie die Arme vor der Brust verschränkte.Ethan machte ein paar Schritte rückwärts und sah verängstigt und verwirrt aus angesichts all dessen, was sich vor seinen Augen abspielte. Schließlich drehte er sich um und rannte davon. Ich sah ihm nach und fragte mich, was Victoria ihm erzählt hatte und was er nun über mich glauben würde.Nur Gott wusste, was sie ihm gesagt hatte.„Damit wirst du nicht durchkommen!“, rief ich wütend.Ich stand sofort auf, unfähig, die Enttäuschung und Wut, die sich in mir angestaut hatten, noch länger zu kontrollieren, und ging auf Victoria zu, als wollte ich sie schlagen. Doch bevor ich sie erreichen konnte, öffnete sich plötzlich die Tür, sodass ich mitten in meiner Bewegung stehen blieb.Mein Herz sank, als ich meine Eltern zusammen mit König Roland in der Tür stehen sah.Ich wandte mich sofort von Victoria ab und eilte zu meiner Mutter, in der Hoffnung, dass sie m
Die Tür öffnete sich und Victoria erschien im Zimmer, die Arme vor der Brust verschränkt. Sie wirkte vollkommen ruhig, fast so, als wäre nichts geschehen, und genau das ließ den Schmerz in meiner Brust nur noch schlimmer werden.Ich brachte es nicht über mich, sie direkt anzusehen. Mein Blick blieb auf den Boden gerichtet, während ich versuchte, zu begreifen, was gerade geschah.Victoria, meine beste Freundin.Die Person, der ich so lange vertraut hatte, mit der ich meine Geheimnisse geteilt hatte und von der ich geglaubt hatte, dass sie immer an meiner Seite stehen würde, hatte mich verraten, ohne mir auch nur den geringsten Hinweis darauf zu geben, dass sie dies vorhatte.Ich konnte es kaum glauben.Natürlich war sie es gewesen, die Vater von Damon erzählt hatte, und diese Erkenntnis ließ mein Herz erneut schmerzen.„Lasst uns allein“, befahl Victoria.Die Wachen tauschten unsichere Blicke aus. Sie zögerten, sich zu bewegen, und blieben an ihren Plätzen stehen, als würden sie auf ei







