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Schatten des Mondfluchs
Schatten des Mondfluchs
Author: Musa Mualim

Die Rückkehr nach Silverbrook

Author: Musa Mualim
last update publish date: 2026-06-17 22:27:34

**Kapitel 1: Die Rückkehr nach Silverbrook**

Elara Voss stieg aus ihrem Auto, und die Tür machte ein lautes Geräusch, als sie sie zuschlug. Die Luft in Silverbrook roch nach Kiefern und feuchter Erde, was ganz anders war als die Luft in der Stadt, aus der sie kam. Es war zehn Jahre her, seit Elara Voss das letzte Mal in Silverbrook war, aber alles sah gleich aus. Das alte Schild stand immer noch da. Es lautete „Silverbrook: Wo der Wald die Seele trifft“, in Buchstaben, die nicht mehr so hell waren wie früher.

Elara Voss erinnerte sich an dieses Schild; es war dasselbe, als sie Silverbrook vor zehn Jahren verließ. Silverbrook war eine Stadt und Elara Voss war zurück, aber sie wusste nicht, was sie erwarten sollte. Der Geruch der Kiefern und die Stille von Silverbrook waren eine Abwechslung zu dem Stadtleben, an das Elara Voss gewöhnt war. Sie lachte leise in sich hinein. Die Vorstellung einer Seele ist lustig. Für mich ist es wie der Ort, an dem Träume sterben. Die Seele scheint nur ein Ort zu sein, an dem Träume sterben.

Sie hängte sich ihren Rucksack über eine Schulter. Ich ging zum Büro der *Silverbrook Gazette* in der Main Street. Die *Silverbrook Gazette* ist sehr alt. Das Gebäude ist zweistöckig. Die Farbe blättert ab. Die Fenster sind wahrscheinlich sehr schmutzig, weil sie schon lange nicht mehr geputzt wurden. Sie brauchte einen Job. Die *Silverbrook Gazette* suchte Personal. Sie hatte früher in einer Stadt gearbeitet, aber sie verlor ihren Job, weil sie dort nicht genug Geld hatten. Nun war die *Silverbrook Gazette* ihre Chance, wieder eine Arbeit zu haben.

Sie sagte sich immer wieder, dass die *Silverbrook Gazette* eine Chance für sie sei. Sie spürte im Inneren, dass das, was sie wirklich an diesen Ort zurückbrachte, die Tatsache war, dass ihre Eltern gestorben waren und niemand wusste, was mit ihnen passiert war. Es war, als ob etwas an ihrem Herzen zog, und dieses Etwas war das Geheimnis um den Tod ihrer Eltern. Das Geheimnis um den Tod ihrer Eltern war das, was sie wirklich an diesen Ort zog.

Im Büro begrüßte sie der Redakteur, Mr. Harlan, mit einem Nicken. Mr. Harlan war ein Mann, der wahrscheinlich etwa sechzig Jahre alt war. Er hatte einen sehr dichten Schnurrbart. „Sie sind Voss, richtig? Ich habe mir Ihren Lebenslauf angesehen. Da steht, Sie sind gut darin, Geheimnisse zu ergründen. Wir brauchen gerade jemanden wie Sie. Es sind einige Dinge mit Tieren passiert. Sie greifen Menschen an. Es versetzt alle in Angst. Diese Tierangriffe sind sehr seltsam. Die Leute in dieser Stadt sind wegen dieser Tierangriffe wirklich verängstigt.“

Elara war sehr neugierig. „Von welcher Art von Angriffen sprechen wir?“

Harlan lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Das Holz ächzte unter seinem Gewicht. Er sagte: „Es gab einige Verstümmelungen. Diese Verstümmelungen begannen vor einem Monat. Der Sheriff sagt, es seien Bären. Manche Leute sagen, es sei etwas anderes. Die alten Leute reden von Wölfen. Wir hatten seit Jahrzehnten keine Wölfe mehr in dieser Gegend. Die Verstümmelungen sind das, worüber sich die Leute Sorgen machen.“

Sie nickte für sich. Machte sich Notizen im Kopf. Das könnte die Geschichte sein, nach der sie suchte – etwas, das sie wirklich interessierte. Nachdem sie sich an ihren Schreibtisch gesetzt hatte, der mit alten, vergilbten Papieren übersät war, holte sie sich eine Tasse Kaffee aus der Kaffeeküche und begann, alte Akten zu durchsuchen. Die Angriffe waren wirklich schlimm: Die Opfer hatten Schnitte, Körper waren zerfetzt, und sie passierten immer am Waldrand. Niemand hatte etwas gesehen, es gab viel Blut und die Menschen hatten große Angst. Die Angriffe passierten immer in der Nähe des Waldrandes, und das war es, was sie so gruselig machte. Der Waldrand war der Ort, an dem die schlimmen Dinge geschahen. Die Angriffe waren das, worüber sie mehr erfahren wollte.

Am Nachmittag beschloss Elara, mit den Einwohnern der Stadt zu sprechen. Sie ging in das Diner gegenüber, das „Maya’s Place“ hieß. Maya Ruiz stand hinter der Theke. Sie war Elaras Freundin seit Kindertagen. Maya Ruiz hatte ihr dunkles Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden. Sie trug eine Schürze, die voller Mehl war. Als Maya Ruiz Elara sah, wurde ihr Gesicht sehr glücklich. Es war, als ob die Sonne morgens aufginge.

„Elara! Oh mein Gott, du bist zurück!“ Maya eilte um die Theke herum. Sie gab Elara eine feste Umarmung, die nach Zimt und frischem Brot roch. Es war so schön, Elara zu sehen. Ich dachte, Elara würde diese Stadt niemals verlassen.

Elara erwiderte die Umarmung. Sie sagte: „Ich konnte nicht für immer von dir wegbleiben. Wie läuft das Leben bei dir?“

„Alles beim Alten. Ich verkaufe Kaffee und Kuchen an die Leute. Weißt du, was interessant ist? Es gibt viel Aufregung wegen dieser Angriffe, die passiert sind. Die Leute schließen nachts ihre Türen ab. Es ist, als würden sie denken, die Welt geht unter. Die Leute haben große Angst. Sie schließen ihre Türen ab. Die Angriffe führen dazu, dass die Leute nachts ihre Türen abschließen. Das macht die Dinge aufregend.“

Maya und ihre Freundin unterhielten sich eine Weile. Maya erzählte ihr alles, was in der Stadt vor sich ging. Sie berichtete, wer geheiratet hatte, wer sich scheiden ließ und wer untreu war. Dann begann Elara, über die Verstümmelungen zu sprechen, und Mayas Gesicht wurde sehr ernst. „Du musst vorsichtig sein, Elara. Meine Großmutter erzählte mir früher Geschichten über die Wälder. Sie sagte, es gibt Wesen, die tagsüber auf zwei Beinen und nachts auf vier Beinen gehen – der Wald ist nicht sicher.“

Elara verdrehte die Augen. „Komm schon, Maya. Ich glaube nicht, dass Aberglaube eine Idee ist. Ich bin hier für die Fakten, nicht für Aberglaube. Ich möchte wissen, was wirklich mit Maya und dem Aberglauben los ist.“

Maya zuckte mit den Schultern. „Ich sage es nur. Du solltest dich von dem Wald fernhalten, wenn es draußen dunkel ist. Der Wald ist nach Einbruch der Dunkelheit kein Ort mehr, also bleib dem Wald fern.“

Nach dem Diner fuhr Elara an den Stadtrand, wo der letzte Angriff stattgefunden hatte. Der Ort war mit Flatterband abgesperrt, das im Wind wehte. Sheriff Daniels war dort. Sie war eine Frau mit scharfen Gesichtszügen und sie war dafür verantwortlich, den Ort zu säubern. Elara sah, dass Sheriff Daniels sicherstellte, dass alles korrekt erledigt wurde.

„Miss Voss, Gazette“, sagte Elara, stellte sich vor und zeigte ihren Presseausweis. „Haben Sie eine Idee, was das getan haben könnte? Ich meine, was hat das wirklich hier angerichtet? Die Gazette ist sehr daran interessiert, das herauszufinden.“

Daniels sah sie misstrauisch an. Er sagte: „Es ist ein Bär. Ein großer Bär. Das ist alles, was es dazu zu sagen gibt. Der Bär ist groß.“

Als Elara auf den Boden blickte, sah sie etwas. Die Krallenspuren waren sehr präzise, wie Hände mit Fingernägeln. Der Geruch war schwach. Er roch metallisch und blieb in der Luft hängen. Das ließ Elaras Nase zucken. Der metallische Geruch hing noch immer in der Luft, nahe den Krallenspuren, die aussahen wie von Händen mit Nägeln, und Elara fand das sehr seltsam.

Sie schüttelte das Gefühl ab und machte sich auf den Weg nach Hause zu ihrem Haus, das früher ihrer Tante gehörte. Das Haus ist eine gemütliche kleine Hütte am Stadtrand und ist von Bäumen umgeben, die ein leises Flüstern von sich geben, wenn der Wind weht. Während sie auspackte, fand sie auf dem Dachboden eine Truhe, die staubig und fest verschlossen war. Ihre Neugier siegte, also holte sie einen Brecheisen aus der Garage. Sie benutzte es, um die alte Truhe aufzuhebeln.

In der Kiste befanden sich viele Tagebücher, die im Laufe der Zeit vergilbt waren. Die Texte in diesen Tagebüchern stammten von ihrer Mutter. Während Elara durch die Seiten blätterte, sah sie, dass ihre Mutter über ihre Träume und einige seltsame Gefühle geschrieben hatte, die sie manchmal hatte. Ihre Mutter schrieb auch darüber, vorsichtig zu sein, wenn der Mond voll war. Eine Seite im Besonderen fiel Elara ins Auge. Da stand: „Das Blut ruft“, und dann stand da: „Wir müssen dem Blutruf widerstehen.“ Elara sah, dass ihre Mutter „Das Blut ruft“ in eines der Tagebücher geschrieben hatte, und es schien für ihre Mutter wichtig zu sein.

Das war seltsam, dachte Elara, und sie legte es weg. Der Mond stand in dieser Nacht sehr hoch am Himmel. Er war voll. Elara lag im Bett. Sie schlief nicht. Sie wälzte sich hin und her. Sie schwitzte. Auf ihrer Stirn waren Schweißperlen. Ihre Haut fühlte sich komisch an, es juckte sie. Ihre Knochen taten weh, wie damals, als sie ein Kind war. Sie wuchs. Elara dachte, vielleicht war sie nur sehr müde von der Reise oder vielleicht war sie einfach gestresst.

Dann wurde der Schmerz sehr schlimm. Er war stechend. Er wollte nicht aufhören. Sie ging zum Spiegel. Sie atmete sehr schwer. Als sie sich im Spiegel betrachtete, sah sie, dass ihre Augen in einer bernsteinfarbenen Farbe leuchteten. Was war mit ihren Augen los? Der Schmerz und die seltsamen Augen machten ihr große Angst. Sie wusste nicht, was sie wegen des Schmerzes und ihrer bernsteinfarben leuchtenden Augen tun sollte.

In der Dunkelheit durchschnitt ein lautes Heulen die Nacht; es war sehr nah, viel zu nah. Elara hielt sich an den Seiten fest. Sie krümmte sich, weil sich etwas in Elara bewegte. Es war sehr hungrig und sehr wild.

Und dann, aus den Schatten der Bäume, beobachtete sie ein Paar gelber Augen, unblinzelnd, wartend.

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