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Unvollständig

Author: Sinner
last update publish date: 2026-08-29 08:51:29

**Nathaniel**

Mein Sauerstoffvorrat wurde rapide abgeschnitten, und der Typ hatte definitiv nicht die Absicht, mich in nächster Zeit durchatmen zu lassen.

Seine Finger übten immer mehr unnötigen Druck auf meinen Hals aus und trieben mir die Tränen in die Augen.

„Wer zum Teufel hat dich geschickt, du Arschloch, und wie stirbst du am liebsten, Schlampe?“, knurrte er, während der psychopathische Unterton in seiner Stimme mein Gehör schmerzte.

Ich brachte nur ein Würgen heraus, während meine Lunge und meine Augen brannten.

„Ich… es…“

Bedrohlich lehnte er sich näher an mein Ohr, und seine Stimme wurde leiser. „Lass mich raten, du dachtest, ich wäre Liam Carrington?“ Er zog sich glucksend zurück. „Du hast den falschen Carrington erwischt, Hübscher.“

Meine Augen weiteten sich und traten fast hervor. Meine Atmung war rasend schnell unregelmäßig geworden.

Der Druck seines Griffs ließ nicht nach.

„Jetzt sag mir, wer dich geschickt hat, um meinen Bruder unter Drogen zu setzen, und wenn du verdammt noch mal lügst, kann ich nicht garantieren, dass ich dein hübsches Gesicht nicht zurichte.“ Er grinste dreckig, und es hatte etwas zutiefst Verstörendes an sich.

Mein Rücken presste sich noch fester gegen die kalten Fliesen, während seine Finger immer noch wie aus Eisen um meinen Hals geschlossen waren.

„Ich—ich habe nicht—“, keuchte ich, während meine Sicht an den Rändern verschwamm.

Er neigte den Kopf leicht zur Seite und sah mir beim Kämpfen zu, als wäre es reine Unterhaltung.

„Falsche Antwort“, murmelte er.

Sein Griff zog sich tighter.

Ein gebrochener Laut entkam mir.

*Denk nach.*

*Denk nach, Nathaniel.*

Wenn ich Reina sagte, war ich tot.

Wenn ich es nicht tat—

Ich krallte mich schwach in sein Handgelenk. „Ich wollte weder deinen Bruder noch dich unter Drogen setzen… es… war…“, keuchte ich schwer, da ich zu diesem Zeitpunkt absolut keine Luft mehr bekam. Er drückte mir buchstäblich die Kehle zu.

Seine Augen verengten sich. „Ein Missverständnis? Nun, versteh das mal falsch: Ich werde dich so lange zurichten, bis ich die Wahrheit aus dir herausprügle.“ Er stieß mich noch härter gegen die Wand, und ich stöhnte unter dem Schmerz auf, der durch meinen Rücken schoss.

Durch seinen Stoß rutschte das Paket in meinem Hoodie heraus und fiel zu Boden, was unmissverständlich die Aufmerksamkeit des Fremden erregte.

Der Inhalt des Pakets verstreute sich – eine weißliche Substanz, versiegelt in einem transparenten Druckverschlussbeutel.

Sein Blick wanderte zu dem Päckchen und dann zurück zu mir. „Drogen? Du bist also nicht nur ein Scheißkerl, sondern auch noch ein Drogenhändler. Ich frage mich, welche Wirkung es auf dich hätte, wenn ich dich daran ersticken lasse.“ Sein Griff an meinem Hals lockerte sich etwas.

Ich nutzte diese Chance, schob meine Hand in die Hoodietasche und ramme ihm in einem Bruchteil einer Sekunde die Spritze in den Hals.

Jetzt war er an der Reihe, fassungslos zu sein; seine Augen traten vor Unglauben weit hervor.

Er stolperte rückwärts und riss sich die Spritze aus dem Nacken, bevor er mich scharf anstarrte. Sein dunkler Blick fixierte mich vollkommen.

„Du verdammter Hurensohn…“, stöhnte er. Seine Augen wurden blutunterlaufen.

Meine Brust hob und senkte sich heftig, jeder Atemzug ein raues, verzweifeltes Japsen. Der Adrenalinstoß und was auch immer zur Hölle ich ihm gerade injiziert hatte, schoss heiß durch seine Adern. Seine dunklen Augen brannten sich in mich hinein, und ich konnte spüren, wie der Raum um uns herum immer enger wurde.

„Du… du—“, brachte er hervor, während er zurückstolperte und seine Hände zitternd an seinen Nacken presste. „Du kleiner—“ Er konnte seinen Satz nicht mehr beenden, da er das Bewusstsein verlor und direkt auf mich kippte.

Ich fing seinen mächtigen Körper völlig überrumpelt ab, während mir das Herz bis zum Hals schlug.

Hastig überprüfte ich seinen Puls und atmete erleichtert aus – doch die Erleichterung war nur von kurzer Dauer, als die Realität über mir zusammenbrach.

Ich hatte das hier gerade komplett vermasselt und einen Typen ausgeknockt, der doppelt so groß war wie ich.

In völliger Panik setzte ich ihn vorsichtig auf die Toilettenbrille—

Im nächsten Moment schoss mein Kopf zur Tür herum, die gewaltsam aufgerissen wurde.

Mcoy stand da. Sein Blick fiel zuerst auf mich und dann auf den Typen hinter mir. Reines Entsetzen zeichnete sich in seinen Gesichtszügen ab.

„Ich… ich wusste nicht, was ich tun sollte.“ Ich rieb mir den Nacken. „Ich habe Panik bekommen und ihm ein Beruhigungsmittel spritzt. Er wird nicht—“ Ein Faustschlag traf mein Gesicht, und ein schrilles Feilen echote durch mein Gehör.

„Du hattest verdammt noch mal *eine* Aufgabe, Nathaniel, und musstest es einfach verkacken.“ Er zeigte auf mich, als wäre er bereit, mich auf der Stelle ins Grab zu befördern.

Ich taumelte, während ich versuchte, mich von dem Schlag zu erholen, der mich völlig unvorbereitet getroffen hatte.

„Was ist hier los…“, ertönte eine weibliche Stimme. Ich hob den Kopf und sah Reina dort stehen.

Ihr Blick scannte blitzschnell die Situation. Geschwind betrat sie die Kabine und schloss die Tür hinter sich.

„Ich habe dir verdammt noch mal gesagt, dass er inkompetent ist, Reina. Jetzt sieh dir an, was der verdammte Idiot angerichtet hat.“ Mcoy zeigte auf den bewusstlosen Typen.

„Dein Kläffen hilft der Situation auch nicht weiter, Mcoy, also hör auf, dich wie ein verdammtes Kind zu benehmen.“ Die Ruhe in ihrem Tonfall war beängstigend.

„Und was zur Hölle machen wir jetzt deswegen? Und er hat sogar die Drogenübergabe verkackt! Diese Russen werden uns fertigmachen!“

Reina ignorierte ihn komplett und richtete ihren Blick fest auf mich. „Wie lange dauert es, bis er wieder zu sich kommt?“

Ich leckte mir über die Lippen und zitterte. „Dreißig Minuten bis eine Stunde… Wegen seiner Statur.“ Der Typ war nicht nur groß, er war riesig.

Sie schüttelte den Kopf. „Das ist genug Zeit.“ Sie räusperte sich und sagte dann: „Und jetzt verpiss dich verdammt noch mal von hier und sag keinem einzigen Wort zu niemandem. Kapiert?“

Hektisch nickte ich mit dem Kopf, und im nächsten Moment stolperte ich schwer zitternd aus der Kabine.

Ich machte, dass ich so schnell wie möglich aus dem Club kam, und nahm direkt ein Taxi zu meiner Wohnung.

Zu diesem Zeitpunkt war ich mir nicht mehr sicher, ob ich überhaupt noch klar denken konnte. Hastig bezahlte ich den Taxifahrer, stürmte in meine Wohnung und schloss die Tür ab.

Langsam glitt ich an der Tür auf den Boden herunter und hielt mir die Brust, die immer noch wie wild hämmerte.

Die Erinnerung an seine dunklen, blutunterlaufenen Augen blitzte hinter meinen Augenlidern auf, und mein Magen krampfte sich zusammen…

Ich bin so was von geliefert.

Scheiße!

Scheiße!

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