LOGINSiennas Sicht„Zieh das Kleid an“, sag ich dem Spiegel.Es ist das Kleid von gestern. Zerknittert. Am Saum gerissen, wo Knox Hale die Hände hingetan hat. Ich zieh’s trotzdem an, weil er’s gesagt hat und weil in den Vorstand meines Vaters zu laufen und ruiniert auszusehen das Einzige ist, das mir noch ehrlich bleibt.Das Gebäude riecht nach Kaffee und Angst. Punkt neun. Glas. Eiche. Männer, die mich kennen, seit ich zwölf war.Eliot steht auf, als ich reinkomm.„Sienna. Baby. Lass mich erklären.“„Setz dich, bevor ich dich vor Leuten blamier, die’s schon wissen.“Er setzt sich. Der Mund ist eine dünne Linie. Ich seh ihn nicht lange genug an, um ihm ein Gesicht zu geben, das er später nutzen kann.Mein Vater fängt an aufzustehen. Dann hält er inne.Knox sitzt schon auf dem Stuhl am Kopfende.Dem Stuhl meines Vaters.Schwarzer Anzug. Dieselbe Uhr, die an meiner Schulter tickte, während er in mir kam. Er sieht mich an, als wäre der Raum leer.„Miss Vale“, sagt er. „Danke, dass Sie zu uns
Siennas Sicht„Sag das nochmal.“Knox Hale bewegt sich nicht vom Fenster. Morgenlicht schneidet über seine Brust. Ich bin nackt in seinen Laken, sein Sperma noch in mir und mein Nachname in seinem Mund.„Sienna Vale“, wiederholt er. „Vale Logistics. Dein Vater. Die Firma, die ich bis Freitag auseinandernehme. Ich wusste es in der Bar.“Ich pack das Laken und steh auf. „Du hast mich benutzt.“„Du hast mich zuerst benutzt. Ich hatte nur bessere Informationen.“Ich such das Kleid. Er tritt davor. Nah. Ich riech die Nacht an uns beiden.„Geh zur Seite.“„Nein.“Seine Hand findet den Kiefer. Nicht sanft. Ich sollte ihn beißen. Ich sollte gehen. Ich bleib, weil mein Körper ein Verräter ist und weil sein Daumen auf meinem Mund liegt und ich noch spür, wie er mich gefickt hat.„Du wirst zuhören“, sagt er. „Dann kannst du rennen, wenn du immer noch willst.“„Red.“„Das Board stimmt Freitag ab. Ich hab die Anteile. Ich kann sie zerlegen oder ich kann sie verlangsamen. Verlangsamen kostet euch e
Sienna.„Komm nicht zurück an den Tisch.“Das sag ich Eliot, als ich ihn in der Garderobe find, eine Blonde auf den Knien, sein Ring noch am Finger. Mein Ring. Der, den er vor meinem Vater vor sechs Monaten dort hingetan hat.Er fängt die Rede an. Ich geh, bevor die erste Ausrede landet.Die Gala glitzert oben weiter. Ich geh runter. Hotelbar. Dunkel. Laut genug, um eine Familie zu ertränken. Ich bestell was, das brennt, und sitz da, als hätte sich mein Leben nicht gerade aufgerissen.„Du siehst aus, als wolltest du was Dummes tun.“Die Stimme ist tief. Teuer. Ich seh hoch. Groß. Schwarzer Anzug. Mund, der nicht lächelt. Augen, die es tun. Ich frag nicht nach seinem Namen. Ich geb meinen nicht.„Kauf das Nächste, und ich tu’s vielleicht.“Er kauft es. Sein Knie trifft meins unter dem Holz und bleibt. Hitze kriecht den Schenkel hoch, als hätte ich drum gebeten. Hab ich. Ich will irgendwas spüren, das nicht Eliots Reißverschluss in einer anderen Lippenstiftfarbe ist.„Zimmer oder Auto?“
Ivy.„Unter den Schreibtisch“, sag ich.Cole zieht sich aus mir. Sein Sperma gleitet in einer dicken Linie den Schenkel runter und trifft die Unterlage. Er setzt sich in seinen Stuhl, als wäre das jeder andere Samstag, und spreizt die Knie.„Du hast’s geschrieben. Du machst ihn sauber. Leise.“Ich geh auf den Boden. Der Platz unter dem Schreibtisch ist eng. Sein Schwanz ist nass von uns beiden, noch dick, glänzt. Ich nehm ihn in den Mund und schmeck mich an ihm, salzig und schlüpfrig. Ich stöhn drum herum, bevor ich’s stoppen kann.Seine Hand packt das Haar.„Das ist Seite drei. Leck’s runter. Verpass nichts.“Ich leck. Ich saug. Ich zieh die Zunge die Ader hoch und nehm ihn bis in den Rachen, damit ich schlucken kann, was noch aus der Eichel läuft. Mein eigenes Chaos läuft die Waden runter. Ich bin von der Taille abwärts nackt unter seinem Schreibtisch, und Mama richtet zwanzig Fuß weiter Sandwiches an.Ihre Schritte treffen den Flur.„Ich bring’s rein. Ihr zwei könnt da essen, wenn
Ivy.„Cole? Ivy? Ich hab Mittagessen mitgebracht.“Mamas Stimme ist im Flur. Cole ist noch in mir. Sein Sperma gleitet schon den Schenkel runter auf die Unterlage. Mein Notizbuch liegt unter der Wange, Seite zwei starrt mich in meiner eigenen Tinte an.Er hält mir den Mund zu und flüstert gegen das Haar.„Antwort ihr.“Er stößt einmal, tief, sodass die Wörter ruiniert rauskommen.„Im Arbeitszimmer“, ruf ich. „Wir sind beschäftigt.“„Fünf Minuten“, sagt Mama. „Sandwiches. Arbeitet nicht durchs Essen.“Ihre Schritte gehen zur Küche. Cole zieht nicht raus. Er nimmt das Notizbuch und liest Seite zwei wie eine Drohung.„Wenn er das je findet, will ich, dass er mich voll hält, nachdem er gekommen ist. Ich will, dass er mich die nächste Seite laut vorlesen lässt, mit seinem Schwanz noch in mir. Ich will’s chaotisch. Ich will, dass es den Schreibtisch runterläuft, während ich die Wörter sag.“„Lies“, sagt er.„Ich kann nicht.“Er rammt hinein. Der Schreibtisch trifft die Wand. Ich keuch.„Lie
Ivy.„Das gehört dir, Ivy.“Cole steht in der Tür seines Arbeitszimmers, mein Notizbuch in einer Hand offen. Das rote. Das, das ich unters Matratze schiebe und trotzdem irgendwie auf dem Küchenstuhl liegen gelassen hab wie ein dummes Mädchen, das erwischt werden wollte.Ich erstarr im Flur. „Gib’s zurück.“„Komm rein und mach die Tür zu.“Ich tu’s. Das Gesicht ist schon heiß. Er legt das Notizbuch auf die Schreibunterlage und tippt mit zwei Fingern auf Seite eins.„Setz dich hier rauf.“„Cole.“„Auf den Schreibtisch. Jetzt.“Ich hiev mich aufs Holz. Der Schreibtisch ist kalt durch die Shorts. Er tritt zwischen meine Knie und schlägt das Buch auf wie eine Predigt.Er liest.„Ich denk immer daran, dass Daddy das findet. Ich denk immer daran, dass er mich auf seinen Schreibtisch setzt und mir jedes dreckige Ding vorliest, das ich über seinen Schwanz geschrieben hab.“Der Magen fällt. Ich hab das um zwei Uhr nachts geschrieben, die Hand in den Slips. Seinen Namen hab ich nie hingesetzt. M







