ログインLouise Es gibt einen Augenblick, nur einen, in dem ich zu glauben wage, dass er mich loslassen wird. In dem seine Finger gegen meine Haut zittern, in dem sein Atem bricht, kurz und rau. Aber nein. Thomas verstärkt seinen Griff. Seine Hand verkeilt meinen Nacken, seine Stirn zermalmt sich gegen meine, und in seinen Augen ist es nicht mehr die Wut. Es ist schlimmer. Es ist diese verdammte Liebe, die er seit zu langer Zeit erstickt. — Du weißt, was das mit mir gemacht hat, he?, grollt er, die Stimme tief, über die Worte entgleisend. Dich suchen wie ein Hund. Dich sich entfernen sehen, vor mir fliehen… Dich in seinen Armen vorstellen. Sein Kiefer zieht sich so heftig zusammen, dass es mir für ihn wehtut. — Und dennoch… Dennoch bin ich da. Dich anflehen. Dich anbetteln, mich anzusehen. Mich zu sehen, verdammt, Louise. Mich. Nicht ihn. Mich. Ich schließe die Augen. Es tut zu sehr weh. Aber er weigert sich. Er zwingt mich. Seine Finger pressen, zittern, seine Lippen gleiten über mei
Louise Die Luft ist schwer, gesättigt von Staub und einem Duft, der ihm gehört. Eine Mischung aus kaltem Tabak und Schweiß, durchdrungen von verhaltener Gewalt. Thomas ist da, vor mir, sein brennender Blick in meinen verankert, und ich weiß bereits, dass ich ihm nicht werde entkommen können. Er nähert sich, langsam, zu langsam. Jeder Schritt hallt in meinen Eingeweiden wider wie ein Kriegstrommelschlag. Er taxiert mich, seine dunklen Augen belauern das leiseste Erzittern, die kleinste Schwachstelle. — Sieh mich an, murmelt er. Ich bewahre Schweigen. Meine Beine wollen zurückweichen, aber ich bleibe unbeweglich. Er will keine Flucht. Er will Unterwerfung. Sein Finger gleitet meinen Kiefer entlang, streichelt die Rundung meines Halses, streift meine Schulter. — Du zitterst. Es ist wahr. Ein unkontrollierbarer Schauer durchläuft mich, während seine Hand wieder hinaufgleitet, sich meines Nackens in einem festen, besitzergreifenden Griff bemächtigt. — Genau das will ich, haucht e
Louise Die Stille ist schwer, erstickend. Thomas betrachtet mich, die Kiefer zusammengepresst, die Finger um meine Haut gekrampft. Da liegt etwas Dunkles in seinem Blick, ein unter der Oberfläche gehaltener Sturm. Dann lässt er mit tiefer, drohender Stimme los: — Warum? Ich erschauere. — Warum hast du mir das angetan, Louise? Er fixiert mich und wartet auf eine Antwort, aber ich weiß nicht, was ich sagen soll. Was könnte er hören, das seinen Zorn besänftigen würde? — Ich… Er presst meinen Kiefer zwischen seinen Fingern und zwingt mich, ihn anzusehen. — Du hast mich verraten. Seine Stimme zittert vor einer Mischung aus Zorn und Schmerz. — Du hast mich durch diesen unbedeutenden Bengel ersetzt. Adrien. Ich halte einen zitternden Atem zurück. — Es ist nicht das, was du glaubst, murmle ich. Thomas lacht, ein freudloses Lachen, eisig. — Ach nein? Dann erklär es mir. Erklär mir, warum die Frau, die mir gehört, geglaubt hat, mir den Rücken kehren zu können. Seine Finger gle
Louise Der Geruch von Blut lässt meinen Magen revoltieren. Thomas ist da, nur wenige Zentimeter entfernt. Sein Blick brennt, erfüllt von jener Mischung aus Zorn und Befriedigung, die mir das Verlangen gibt zu fliehen. Hinter mir ist Noah erstarrt, die Züge angespannt. Adrien, zu schwach, kämpft einfach nur um Atem. — Wir sind zu weit gegangen…, murmle ich, die Augen auf Thomas geheftet. Sein Blick verdüstert sich. — Du bist mir entflohen, Louise. Ich schlucke. — Du wolltest mich töten, du willst mich noch immer töten. Eine Stille. Dann deutet er ein Lächeln an, eines dieser Lächeln, die mich immer haben erstarren lassen. — Und du glaubst, du kannst ohne mich überleben? Seine Finger schließen sich um mein Handgelenk. Es ist keine brutale Geste, aber sie ist unerschütterlich. Ein unsichtbarer Käfig. Ich weiß, was er erwartet. Also spiele ich meine Karte aus. Ich nähere mich langsam, meine Finger gleiten über seinen von Schweiß und Blut klebrigen Oberkörper. Mein Herz hämme
Louise Noah führt sie durch die Wälder, sein Schritt schnell und sicher. Adrien stützt sich auf mich, zunehmend schwächer. Sein Blut durchtränkt meine Kleider, klebrig und brennend. — Halt durch, murmle ich. Er antwortet nicht. Sein Atem ist kurz, abgehackt. Jede Sekunde zählt. Noah wirft einen Blick über die Schulter, dann biegt er abrupt nach rechts ab. — Wir sind fast da, haucht er. Ich durchforsche die Dunkelheit, das Herz klopfend. Wir nähern uns einer verlassenen Straße, von der Zeit rissig, gesäumt von Kadavern rostiger Autos. Ein Gebäude taucht aus dem Schatten auf. Ein Hotel. Jedenfalls, was davon übrig ist. Die Buchstaben des Schildes sind verschwunden und hinterlassen nur schmutzige Spuren auf der baufälligen Mauer. Die Fenster sind zerbrochen, die Türen halb herausgerissen. Der Ort stinkt nach Feuchtigkeit und Schimmel. — Im Ernst?, lasse ich los. — Niemand wird hier herumschnüffeln kommen. Noah führt uns hinein. Das Innere ist noch schlimmer. Staubig, dunkel, e
Louise Mein Blut gefriert. Thomas scherzt nicht. Er sieht uns an mit dieser klinischen Kälte, dieser Miene des absoluten Urteils. Er war immer methodisch, unerbittlich. Aber hier ist er viel schlimmer. Weil er sich betrogen fühlt. Adrien verstärkt seinen Griff um meine Hand, sein Körper aufs Äußerste gespannt. Ich kann fast sein Herz hämmern hören. — Papa, das wirst du nicht tun, greift Noah ein, seine Stimme zögernder, als er möchte. Thomas wendet nicht einmal den Blick ab. — Halt dich da raus, Noah. — Ist dir klar, dass du gerade sagst, du willst… uns töten?! Adrien erstickt fast an dem letzten Wort. Ich habe keine Zeit, die Antwort abzuwarten. Mein Instinkt schreit: Lauf. Ich packe Adrien und ziehe mit einem trockenen Ruck. Sein Körper reagiert, noch bevor sein Gehirn es aufnimmt. Wir fliehen in den hinteren Teil des Hauses. — VERDAMMT! Thomas explodiert und verfolgt uns. Wir durchqueren im Sturm den Flur, unsere Füße klacken auf dem Parkett. Mein Herz
Zwei Brüder und ichSmaragdHeute Abend habe ich gerade meinen Arbeitstag beendet, danach unsere kleine Sexparty, mein Chef ist mit seinem kleinen Kiki ausgegangen, ich werde ihn nie wieder so sehen können wie vorher, ich werde ihn jetzt anders sehen, so einen hübschen Mann , mit all diesem Potenzia
DeborahIch habe mehr als genug von diesem Mann. Der wird gleich was erleben. Ich komme vor seiner Schlafzimmertür an und klopfe wie wild. Er öffnet mir und sieht mich erstaunt an. Ich stoße ihn ins Zimmer und trete ein. Seine angebliche Freundin kommt gerade aus der Dusche und stößt einen kleinen
Karim Wir sahen auf dem Weg niemanden. Auf halbem Weg zu ihrem Zimmer sagte ich ihr:„Hör genau hier auf und gib mir einen Blowjob, jetzt und hier…“„Häh? Ich… aber… wir könnten erwischt werden!“„Na und? Das ist dein Revier! Ist es doch, oder? Niemand wird uns stören kommen.Ich sehe dich gern zu
HopeWir hatten unser erstes gemeinsames Treffen, alles ist gut gelaufen. Aber am Nachmittag haben wir mit der Besprechung begonnen, die sehr gut anfing, aber er hat mehrmals wichtige Dokumente für den weiteren Verlauf der Besprechung vergessen. Ich musste ihn mehrmals a