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Kapitel 3

작가: Genesis
last update 게시일: 2026-02-05 18:27:19

Marcus

„Marcus? Habe … habe ich etwas falsch gemacht?“, schluchzte Lila.

Mit ihren großen, tränenfeuchten Augen blickte sie zu mir auf. Sie wirkte so rein und unschuldig, während sie schwach in meinen Armen lag.

„Nein, Liebling. Du hast überhaupt nichts falsch gemacht. Das ist allein die Schuld dieser erbärmlichen Frau!“

Mit eisiger Verachtung starrte ich Sophia an.

Plötzlich fügte sich alles zusammen.

Ich hatte gesehen, wie Sophia Lila das Weinglas zurückgegeben hatte. Nun verfluchte ich mich dafür, nicht geahnt zu haben, dass ihre Eifersucht sie zu etwas derart Grausamem treiben würde.

„Wachen! Ergreift die Luna und bringt sie in den Kerker!“

„Was? Marcus … das kannst du nicht ernst meinen! Wie kannst du mich so behandeln?“

„Schweig, Sophia!“, fuhr ich sie an. „Wachen! Setzt Gewalt ein, wenn es nötig ist.“

Ich ignorierte Sophias Proteste und erteilte den Wachen meine Befehle. Dann nahm ich Lila behutsam auf die Arme und trug sie aus dem Bankettsaal.

„Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass Sophia nicht unsere wahre Gefährtin ist und dass diese Verbindung eines Tages ins Unglück führen würde!“, knurrte mein Wolf Darius in meinem Kopf.

Er war außer sich vor Sorge um unsere vorbestimmte Gefährtin.

„Darius, hör auf. Ich hätte niemals gedacht, dass Sophia zu so etwas fähig wäre. Alles, was ich bisher in ihr gesehen habe, waren Wärme und Mitgefühl.“

Sophia und ich waren uns zum ersten Mal während unserer Zeit an der Highschool begegnet.

Sie war die einzige Erbin des Ironclad-Rudels und besaß selbst Alpha-Blut, während ich dazu bestimmt war, das Nightfall-Rudel anzuführen. Deshalb hatte ich immer geglaubt, dass wir füreinander geschaffen seien.

Es war nur logisch erschienen, eine Verbindung einzugehen – selbst nachdem wir festgestellt hatten, dass sie nicht meine vorbestimmte Gefährtin war.

Ich war überzeugt gewesen, dass wir unsere Rudel gemeinsam stark und erfolgreich führen würden. Nie hatte ich daran gedacht, diese Entscheidung infrage zu stellen.

Mein Wolf Darius hatte mich jedoch unablässig davor gewarnt, dass unsere Verbindung eines Tages zu einer Katastrophe führen könnte.

Doch jedes Mal, wenn Sophia mich mit ihren warmen braunen Augen ansah, hatte ich darin nichts als tiefe Zuneigung und Fürsorge erkannt.

Sie hatte sich als treue und aufmerksame Ehefrau erwiesen und ihre Rolle als Luna hervorragend erfüllt.

In allem, was sie tat, hatte sie gezeigt, wie sehr sie mich liebte und wie sehr ihr das Wohlergehen des Rudels am Herzen lag.

Nach der Vereinigung unserer Rudel war ich zum mächtigsten Alpha des gesamten Reiches aufgestiegen.

Als seltenes Paar selbst gewählter Gefährten war unsere Liebesgeschichte in aller Munde gewesen. Wir galten als das perfekte Paar, das alle anderen nachahmen wollten.

Nie hatte jemand ein schlechtes Wort über mich verloren. Für die Mitglieder unserer Rudel war ich der ideale Gefährte gewesen.

Sophia und ich hätten lediglich weiterhin unsere Pflichten erfüllen müssen, und unser Leben wäre vollkommen geblieben.

Doch offenbar hatte sie eine dunkle Seite besessen, von der ich nichts geahnt hatte.

„Es tut mir so leid, Lila“, sagte ich leise. „Ich hätte früher mit Sophia sprechen sollen. Dann hätte die Nachricht sie vielleicht nicht so unvorbereitet getroffen.“

Ich sah auf ihr blasses Gesicht hinab.

„Hätte ich ihr mehr Zeit gegeben, sich an die Situation zu gewöhnen, wärst du vielleicht nicht verletzt worden.“

Behutsam legte ich Lila auf das Bett und rief nach dem Rudelarzt, damit er sich um sie kümmerte.

Meine arme Gefährtin hatte gerade erst den Untergang ihres eigenen Rudels überlebt, nur um unmittelbar darauf in die nächste Katastrophe zu geraten.

„Es ist schon gut, Marcus“, flüsterte Lila. „Das ist nicht deine Schuld. Ich mache dir keinen Vorwurf. Wer hätte schon ahnen können, dass Sophia zu etwas Derartigem fähig wäre – besonders als Luna?“

„Eine Luna, die sich so verhält“, knurrte ich angewidert. „Wenn sie so etwas direkt vor meinen Augen wagt, was würde sie dann erst tun, wenn ich nicht in der Nähe wäre?“

Nachdem ich dem Arzt genaue Anweisungen für Lilas Behandlung gegeben hatte, kehrte ich gemeinsam mit Brock in den Bankettsaal zurück.

Die Wachen hatten Sophia bereits zu Boden gebracht und hielten sie von allen Seiten fest.

Inzwischen hatte sich eine große Menge Schaulustiger um sie versammelt. Ich drängte mich durch die Menge und blieb vor ihr stehen.

„Sophia, ich habe dich immer für einen mitfühlenden Menschen gehalten“, sagte ich kalt. „Niemals hätte ich erwartet, dass du zu einer derart hinterhältigen und abscheulichen Methode greifen würdest, um meine vorbestimmte Gefährtin zu beseitigen.“

„Wie amüsant“, erwiderte sie spöttisch. „Ich war ebenfalls dumm genug zu glauben, mein Ehemann Marcus Blackthorn wäre ein anständiger Mann.“

Ich biss die Zähne zusammen und musterte die widerspenstige, arrogante Frau vor mir.

Blitzschnell beugte ich mich zu ihr hinab, packte ihr Kinn und drückte fest zu. Ich zwang sie, meinem Blick standzuhalten.

„Wenn du bereit bist, deinen Fehler einzugestehen und Lila als meine vorbestimmte Gefährtin anzuerkennen, werde ich diesen … Vorfall übersehen“, sagte ich. „Dann erlaube ich dir, weiterhin die Luna dieses Rudels zu bleiben.“

Plötzlich verzog Sophia die Lippen zu einem Grinsen.

Ihre Augen färbten sich in ein leuchtendes Violett – ein untrügliches Zeichen dafür, dass sie im Begriff war, die Kräfte ihrer Wölfin zu entfesseln.

Sofort wich ich einen Schritt zurück.

Im nächsten Moment schleuderte sie die Wachen, die sie festhielten, mit brutaler Wucht von sich.

Ihre Körper prallten gegen Tische und Stühle, die krachend durch den Saal flogen.

Was ein makelloses Jubiläumsfest hätte werden sollen, verwandelte sich innerhalb weniger Sekunden in ein einziges Chaos.

„Sophia! Hast du den Verstand verloren? Du hast gerade deine eigenen Wachen angegriffen!“

„Ja“, knurrte sie. „Ich bin vollkommen verrückt.“

Mit bedrohlich leuchtenden violetten Augen fixierte sie mich. Auf ihrem hübschen Gesicht lag ein beinahe wahnsinniges Grinsen.

Das prächtige Kleid, das sie für diesen Anlass ausgewählt hatte, war an mehreren Stellen zerrissen und gab den Blick auf ihre helle, makellose Haut frei.

So ungern ich es mir eingestand: Diese wütende Version von Sophia, die atemberaubend und voller ungebändigter Kraft vor mir stand, wirkte unglaublich erregend auf mich.

Sie wandte sich den versammelten Rudelmitgliedern zu.

Dann erhob sie mit fester, selbstbewusster Stimme das Wort. Ihre Erklärung hallte durch den gesamten Saal.

„Ich, Sophia Evergreen aus dem Ironclad-Rudel, erkläre hiermit offiziell, dass ich Marcus Blackthorn aus dem Nightfall-Rudel verstoße. Von diesem Augenblick an bin ich nicht länger eure Luna.“

„Was zur Hölle redest du da?!“, brüllte ich entsetzt.

Ich stürmte auf sie zu, packte grob ihren Arm und riss sie zu mir herum.

„Begreifst du es immer noch nicht?“, spottete sie. „Unsere Verbindung ist vorbei.“

„Du wagst es, mich zu verstoßen?!“

Ich hatte noch nicht einmal eine Strafe gegen sie ausgesprochen, und diese verfluchte Frau entschied sich bereits, mich fortzuwerfen, bevor überhaupt etwas geklärt war.

Verdammt!

„Das wirst du noch bereuen, Sophia!“, stieß ich hervor.

Dann wandte ich mich den Rudelmitgliedern zu und erklärte mit lauter Stimme:

„Ich, Marcus Blackthorn aus dem Nightfall-Rudel, nehme deine Verstoßung hiermit an! Außerdem wirst du wegen versuchten Mordes verhaftet.“

Ich deutete auf die Wachen.

„Schafft diese erbärmliche Frau in den Kerker!“

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댓글 (1)
goodnovel comment avatar
Angelie
Ich liebe diesen Trope so sehr! Schreibe gerade selbst an einer Geschichte mit sechs Alphas und bin jetzt schon total hooked auf deine! Die Dynamik zwischen den Charakteren ist richtig gut geschrieben! Bin gespannt, wie es weitergeht
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