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128. Zerbrechen

last update publish date: 2026-05-30 17:00:14

Eliana

Ein Tag, ein ganzer verdammter Tag vergeht, und noch immer gibt es kein Lebenszeichen. Ich hatte mich von diesen Männern ohne Gegenwehr bis nach London verschleppen lassen – in ein Apartment, das ziemlich nah an meiner Universität liegt.

Im Grunde genommen war es nichts anderes als Hausarrest. Ich durfte die Wohnung unter keinen Umständen verlassen. Fast jede einzelne Sekunde des Tages spürte ich Blicke auf mir, um absolut sicherzugehen, dass ich keinen Fluchtversuch wagte.

„Rufen Sie
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    ELIANADie Ereignisse dieses schrecklichen Tages beschloss ich tief im hintersten Winkel meines Verstandes zu begraben. Ich stellte keine Fragen mehr darüber, in der inständigen Hoffnung, dass so etwas nie wieder passieren würde.Das Sprichwort „Man weiß erst, was man hat, wenn man es verloren hat“, entspricht absolut der Wahrheit.Obwohl ich meine Mutter nicht endgültig verloren hatte, war ich verdammt nah dran gewesen. Ich schämte mich zutiefst dafür, dass sie erst ihr eigenes Leben für mich aufs Spiel setzen musste, um mir die Augen zu öffnen und zu erkennen, wie sehr sie sich bemühte, für mich da zu sein.„Worüber denkst du gerade nach, meine Liebe?“, riss mich Scotts tiefe Stimme aus meinen Gedanken.„Über nichts…“„Bist du dir sicher? Draußen warten alle auf uns. Aber…“, er zog mich ein Stück näher an sich heran und presste meinen Körper fest gegen seine harte Brust, „…wir müssen nicht nach draußen gehen, wenn du dich noch nicht danach fühlst“, murmelte er heiß in mein Ohr,

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    ELIANAAus Minuten wurden qualvoll lange Stunden. Jeder einzelne Herzschlag brannte sich wie eine lautstarke Erinnerung an die drohende Gefahr – an das absolute Verderben – in meine Brust, die uns alle erwartete. Jede Sekunde ohne ein Lebenszeichen oder eine Nachricht von Susie fühlte sich an wie ein verdammtes Jahrhundert.„Das ist einfach wunderschön.“Jemand stieß hinter mir einen bewundernden Ausruf aus.„Von wem ist dieses Gemälde?“Für so eine begeisterte Reaktion musste es sich um ein wirklich exquisites Kunstwerk handeln. Ich zwang mir ein schwaches Lächeln ab und wollte mich schon umdrehen, aber mein gesamter Körper war viel zu verkrampft vor nackter Sorge, um auch nur den Hauch einer Ablenkung zuzulassen.„Eliana, das ist deines!“, hauchte Paige fassungslos.Unmöglich. Ich wusste zwar, dass ich nicht ganz unbegabt war, aber—„Dreh dich doch einfach mal um, Liebes“, flüsterte Paige mir ins Ohr.„Das ist das Werk von Eliana Garcia. Sie steht genau dort drüben“, hörte ich p

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    ELIANADie Fahrt zurück zum Apartment verlief in absoluter, drückender Stille – viel zu still. Irgendetwas war passiert, während ich im Inneren des Hauses gewesen war; etwas, worüber absolut niemand von ihnen sprechen wollte.Die Männer schwiegen beharrlich, ihre Gesichter wirkten wie aus Stein gemeißelt, völlig frei von jedem Ausdruck oder einer Regung. Und doch lag eine unausgesprochene Nervosität in der Luft. Es war die Art und Weise, wie sie ununterbrochen den Rückspiegel im Auge behielten, und wie sie mich verstohlen von der Seite musterten, sobald sie glaubten, ich würde es nicht bemerken.Der Wagen kam schließlich elegant zum Stehen, und die Tür wurde mir von außen geöffnet. Ich atmete einmal tief und spürte die kühle, fast schon beruhigende Abendluft in meiner Lunge.„Liegt es eigentlich nur an mir, oder fühlt sich die Luft hier draußen irgendwie anders an?“, fragte ich beiläufig, um das eisige Schweigen zwischen uns endlich zu brechen.Der verwirrte, fast schon paranoi

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