Der Besitz des Teufels
—Spreiz deine Beine für mich, Laura.
Seine tiefe Stimme jagte einen erregenden Schauer durch meinen ganzen Körper.
—Ich bin nicht Laura —keuchte ich und versuchte, ihn von mir herunterzubekommen.
Diablos Augen verdunkelten sich und ließen ihn noch gefährlicher wirken. Ich hätte schwören können, dass seine Narbe länger geworden war und dadurch noch deutlicher hervortrat.
—Das spielt keine Rolle, Reporterin. Solange du in meinem Haus bist, bist du diejenige, für die ich dich halte.
Seine Hand um meinen Hals zog sich fester zusammen. Er war offensichtlich wütend über meinen Verrat, aber aus irgendeinem Grund hatte er mich noch nicht getötet ... noch nicht.
—Jetzt will ich, dass du dieses kleine Aufnahmegerät einschaltest. Du wirst dich dabei aufnehmen, wie du für mich stöhnst.
Diese Worte erregten mich. Warum? Ich konnte es nicht erklären. Ich schätze, achtundzwanzig Jahre eines beschissenen Liebeslebens konnten so etwas mit einem anstellen.
Ich schaltete das Aufnahmegerät ein, wie er es mir befohlen hatte.
—Fass dich an.
Ich hatte es unzählige Male allein in meinem Bett getan. Trotzdem konnte ich nicht verhindern, dass ich mich schüchtern fühlte, es vor diesem wunderschönen Dämon zu tun.
Ich hatte nur eine Aufgabe: Diablo zu verführen oder zu sterben.
Mein Leben lag bereits in Trümmern, und das war das Letzte, was ich jetzt noch brauchte – das Tüpfelchen auf dem i.
Ein einziger Vorgeschmack auf ihn, und ich wollte nicht mehr gehen. Ich ertappte mich dabei, wie ich mich nach genau dem Mann sehnte, den ich eigentlich zerstören sollte.
In seinem Bett wusste Esteban – der Diablo – genau, wie er mich vergessen lassen konnte, warum ich überhaupt hier war.