Accueil / Romantik / Verbotener Stuhl / Kapitel 66 — Die Splitter der Wut

Partager

Kapitel 66 — Die Splitter der Wut

Auteur: L'invincible
last update Date de publication: 2026-03-31 01:15:36

NORA

Ich bleibe lange in seinen Armen, die Beine zittern noch, der Atem kurz, die Stirn an seine gepresst. Die Luft ist gesättigt von Hitze, von unseren vermischten Gerüchen, von dieser Spannung, die nicht wirklich sinkt. Seine Haut brennt an meiner, und in dieser schwebenden Stille spüre ich noch immer die Spur seiner Hände an meinen Hüften, das Echo seiner Stöße, den sanften und wilden Biss, der mich noch immer heimsucht.

Seine Finger gleiten sanft über meinen Nacken, als wollten sie besänfti
Continuez à lire ce livre gratuitement
Scanner le code pour télécharger l'application
Chapitre verrouillé

Dernier chapitre

  • Verbotener Stuhl   Epilog – Die Feuer der Morgenröte 2

    Nora VanelEr trägt mich nicht. Er führt mich, seine Hand in meiner, durch die leeren Salons, die stillen Treppenhäuser. Wir sprechen nicht. Das Begehren ist ein elektrischer Strom zwischen uns, spürbar, schwer von unserer ganzen Geschichte. Die gewechselten Blicke, die einander streifenden Hände, alles ist bedeutungsschwanger, voller Erinnerungen, voller Versprechen.Wir gehen nicht in die Suite im Südflügel. Wir gehen in das Hauptschlafzimmer, das Zimmer der Hausherren. Der Raum ist riesig, mit seinem Deckenfresko, das den Raub der Europa darstellt, seinen Fenstern, die sich zur hereinbrechenden Nacht hin öffnen, seinem monumentalen Bett.Sobald sich die Tür schließt, hört die Auß

  • Verbotener Stuhl   Epilog – Die Feuer der Morgenröte 1

    Nora VanelZwei Jahre.Das Meer, von der Westterrasse der Villa Vanel aus gesehen, hat nicht mehr dieselbe Farbe. Es ist nicht mehr das bedrohliche Azurblau der Insel, noch der kalte Spiegel des ersten Tages hier. Es ist eine vertraute, wechselhafte Weite, die meine Stimmungen widerspiegelt. Heute ist es von tiefem, friedlichem Blau, gesprenkelt mit goldenen Reflexen, an denen sich die Spätnachmittagssonne bricht.Meine Finger streifen über die warme Steinbrüstung. Ein schwerer Ring – ein Saphir, den Hugo letztes Jahr fassen ließ – dreht sich um meinen Finger. Es ist nicht der Ring unserer „Verlobung“, dieser makabren Inszenierung. Es ist ein Geschenk. Ein echtes. An einem Abend ohne Grund geschenk

  • Verbotener Stuhl   Kapitel 130 – Ende

    Hugo VanelZum ersten Mal ersetzt Angst die Wut in ihren Augen. Sie versteht, dass ich nicht bluffe. Dass ich für diese Frau, die ich entführt, geheiratet, gebrochen und wieder aufgebaut habe, alles niederbrennen würde, um sie zu beschützen. Sogar die Überreste meiner eigenen Welt.Sie macht sich los, weicht zurück.– Du bist ein Ungeheuer, flüstert sie.– Ja, sage ich. Und sie gehört mir. Vergiss das nicht.Ich lasse sie dort stehen, zitternd vor ohnmächtigem Zorn, und kehre in die Halle zurück.Nora ist immer

  • Verbotener Stuhl   Kapitel 129 – Die Adern des Palastes 2

    Hugo VanelEs ist eine Inszenierung. Ein mondänes Tribunal.Hugo legt eine Hand auf meinen unteren Rücken, ein zugleich schützender und lenkender Druck. Er führt mich durch die Menge, die sich vor uns teilt. Das Gemurmel setzt wieder ein, geflüstert wie Beschwörungen.Da ist sie… die Assistentin… wie konnte sie nur… die arme Élodie… Vanel hat den Verstand verloren…Wir halten vor der Gruppe Martel. Wieder tritt Stille ein, lastend.»Laurent«, sagt Hugo mit klarer Stimme, ohne Wärme. »Élodie. Darf ich vorstellen: Nora. Meine Frau.«Laurent Martel mustert mich, sein blauer, von seiner Tochter geerbter Blick so kalt wie ein Gletscher.»Madame Vanel«, sagt er mit leicht geneigtem Kopf

  • Verbotener Stuhl   Kapitel 128 – Die Adern des Palastes 1

    Hugo VanelDie Villa Vanel verdaut Nora langsam, wie ein alter, launischer Organismus. Die ersten Tage nach der Szene mit Élodie sind von Totenstille geprägt. Das Personal – eine Armee von Dienstboten in diskreter Livree, deren Gesichter aus demselben neutralen Stein gemeißelt scheinen wie die Mauern – geht seinen Beschäftigungen nach und vermeidet dabei sorgsam ihren Blick. Sie nennen sie »Madame«, doch das Wort hallt leer durch die immensen Korridore.Ich führe sie durch das Labyrinth des Hauses. Die Bibliothek mit den dunklen Regalen, wo die Ledereinbände nach Staub und jahrhundertealtem Wissen riechen. Die Ahnengalerie, wo die Augen der Vanel-Vorfahren – Männer mit kantigen Kiefern, Frauen mit undurchdringlichen Blicken – sie zu verfolgen scheinen, über diese Eindringlingin urteilend. Das tropische Gewächshaus, ein

  • Verbotener Stuhl   Kapitel 127 – Der Schatten und das Blut 2

    NoraIch weiche einen Schritt zurück, instinktiv, aber Hugo ist bereits vor mir. Sein breiter Rücken verdeckt mir den Blick auf die Frau, eine menschliche Barriere. Ich sehe, wie seine Schultern sich straffen, eine fast unmerkliche Bewegung des Schutzes.»Du wirst den Mund halten, Élodie«, sagt er, und seine Stimme hat sich verändert. Es ist nicht mehr der neutrale Ton von vor einer Sekunde. Es ist ein Ton, den ich gut kenne. Leise, gefährlich, geladen mit einer Drohung, die selbst die Luft erzittern lässt. »Nora ist meine Frau. Du wirst ihr mit Respekt begegnen, oder du wirst dieses Haus verlassen.«»Deine Frau?« Sie lacht höhnisch, ein scheußlicher, unmenschlicher Laut. »Deine Frau, das sollte ich sein! Ich habe auf dich gewartet! Ich habe alles

  • Verbotener Stuhl   Kapitel 126 – Der Schatten und das Blut

    Hugo VanelDas Privatflugzeug durchschneidet die Wolken über der Côte d'Azur und bringt zurück auf die Erde, was von uns übrig ist. Von mir. Von Nora. Die Rückreise war schweigsam. Sie hat kein Wort gesprochen

  • Verbotener Stuhl   Kapitel 125 – Die gefangene Ewigkeit 4

    Hugo VanelIch nähere mich, der Sand erstickt meine Schritte. Das Grollen der Wellen übertönt jeden anderen Laut.»Willst du ertrinken?«Meine Stimme trägt, klar

  • Verbotener Stuhl   Kapitel 124 – Die gefangene Ewigkeit 3

    Hugo VanelUnd die Nacht… In der Nacht offenbart die Insel ihre wahre Natur.Das erste Mal ist es auf dem Bett, unter dem Deckenventilator, der sich langsam dreht und wandernde Schatten auf unsere Körpe

  • Verbotener Stuhl   Kapitel 123 – Die gefangene Ewigkeit 2

    Hugo VanelDie Menge der Fotografen murmelt, beeindruckt. Das Bild entsteht gerade: Hugo Vanel, der skrupellose Geschäftsmann, und seine geheimnisvolle neue Ehefrau. Das perverse Märchen.Ich führe s

Plus de chapitres
Découvrez et lisez de bons romans gratuitement
Accédez gratuitement à un grand nombre de bons romans sur GoodNovel. Téléchargez les livres que vous aimez et lisez où et quand vous voulez.
Lisez des livres gratuitement sur l'APP
Scanner le code pour lire sur l'application
DMCA.com Protection Status