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Kapitel 2

ผู้เขียน: Frida writes
last update วันที่เผยแพร่: 2026-07-08 07:03:04

\~\~ Brittanys Sicht \~\~

Ich betrat mein Zimmer und schloss die Tür hinter mir ab.

Gott, ich war so erschöpft!

„Ah!“

Ein Gähnen entfuhr meinen Lippen, während ich meine Füße müde zum Bett schleppte.

Ich ließ mich flach aufs Bett fallen — zum Glück war es groß genug, um mich aufzufangen, egal wie unachtsam ich mich darauf warf.

Heute war so anstrengend für mich, und ich bin stolz, dass ich nicht den Fehler gemacht habe, am Altar „Ja“ zu sagen, auch wenn ich seitdem nur negative Reaktionen bekomme.

Mein Vater mag im Moment sehr wütend sein, aber mit der Zeit wird er sich an meine Entscheidung gewöhnen.

Mein Gott, dieses Kleid war wirklich so schwer.

Hatte ich wirklich so etwas Unbequemes für einen Mann getragen, den ich am meisten verachte?

Was habe ich mir nur dabei gedacht? Ich kann kaum glauben, dass ich überhaupt jemals der Hochzeit zugestimmt habe.

Meine Tür klickte, als sie geöffnet wurde, und ich sah meine Mutter hereinkommen. Ich setzte mich sofort auf.

Sie hatte sicher etwas zu sagen.

Wen will ich eigentlich täuschen? Natürlich hatte sie etwas zu sagen — nach dem Eklat, den ich am Altar verursacht hatte.

Ihr Gesicht war nicht mehr so streng wie zuvor, und das beruhigte mich. Wenigstens würde sie mich wohl nicht ausschimpfen.

Sie setzte sich neben mich aufs Bett und seufzte schwer.

„Brittany?“ rief sie leise, ihr Blick voller Schmerz.

Ich schluckte, sagte aber nichts.

„Ich weiß, du musst dich verletzt fühlen, als du erfahren hast, dass ausgerechnet der Mann, der dir vor Jahren so wehgetan hat, derjenige sein sollte, mit dem du dein Leben verbringen würdest.“

„Glaub mir, ich verstehe dich. Ich war damals an deiner Seite, erinnerst du dich?“ Ihr Blick war eindringlich und zwang mich dazu, meinen leicht zu senken, um kein schlechtes Gewissen zu bekommen.

„Ja, Mama. Genau deswegen habe ich diese Ehe abgelehnt. Zumindest musst du jetzt nicht mehr mit mir zusammen unter diesem Schmerz leiden.“ Ich entgegnete mit ernster Miene.

Ich wollte diese schmerzvollen Erinnerungen lieber nicht wieder hervorkramen. Ich hatte es endlich geschafft, sie zu begraben — und dabei sollte es auch bleiben!

„Aber das hättest du nicht tun dürfen.“ Ihre Stimme wurde lauter vor Schmerz.

„Nun, ich habe Dad doch gewarnt. Ich habe ihm immer wieder gesagt, dass ich diese arrangierte Ehe nicht will.“

„Es tut mir leid, Mama, aber ich bereue nicht, was heute passiert ist.“

„Auch nicht auf Kosten unseres Rufes?“ fragte sie und zog meinen Blick wieder zu sich.

„Du hast nicht nur unseren Ruf ruiniert, sondern auch deinen Status als seine erstgeborene Tochter aufs Spiel gesetzt.“ Sie kämpfte mit den Tränen, das konnte ich ihr ansehen.

Hatte ich heute doch falsch gehandelt?

Mama hatte viel mit mir durchgestanden, und sie jetzt weinen zu sehen, würde mir das Herz brechen.

„Mama, es tut mir leid.“

„Ein 'Es tut mir leid' löst gar nichts. Dein Vater steht kurz davor, den Verstand zu verlieren, und wir wissen beide, wie jähzornig er sein kann.“

„Dann gehe ich jetzt zu ihm und entschuldige mich.“

„Wie ich bereits sagte: Eine Entschuldigung wird nichts bringen.“

Mama stand auf, ihr Blick blieb auf mir ruhen.

„Ich hoffe sehr, dass du den Schmerz für eine Weile ertragen kannst, um später den dauerhaften Gewinn daraus zu ziehen.“ Nach diesen Worten verließ sie leise das Zimmer und schloss die Tür hinter sich.

„Nein, Brittany, du hast nichts falsch gemacht“, flüsterte ich mir leise zu, sobald sie gegangen war.

Ich habe nichts falsch gemacht. Wenn es falsch ist, für sein Glück zu kämpfen, dann sind diejenigen, die dagegen sind, die wahren Schuldigen.

Doch als ich an Mamas Worte dachte, nagte doch ein leiser Zweifel an mir.

Dad könnte zu allem bereit sein. Was, um Himmels willen, ging ihm jetzt durch den Kopf?

\*\*\* AM NÄCHSTEN MORGEN \*\*\*

„Manche Menschen sind wirklich dumm“, murmelte ich, während ich auf meinem Handy scrollte.

Die Kommentare, die ich in den sozialen Medien las, überraschten mich sehr — viele hassten mich regelrecht.

„Wie gemein von der Braut, so etwas dem Bräutigam anzutun“, lautete ein Kommentar, worauf ich nur verächtlich schnaubte.

„Eine Schande für beide Familien!“ stand in einem anderen Kommentar, versehen mit einem wütenden Emoji.

Ich verdrehte die Augen und schloss den Artikel.

Plötzlich hielt der Wagen an und ich schaute nach vorn zu meinem Fahrer.

„Die Reporter sind da“, warf er mir über den Rückspiegel zu.

Wirklich? Dann sollte ich das wohl zu meinem Vorteil nutzen.

Ich ließ das Fenster herunter, streckte den Kopf heraus und winkte ihnen zu — sofort hatten sie ihre Aufmerksamkeit auf mich gelenkt.

Kaum hatten sie mich entdeckt, rannten sie mit ihren Kameras und Notizblöcken auf mich zu. Ein leichtes Lächeln huschte über meine Lippen.

„Ms. Brittany, warum haben Sie gestern die Hochzeit mit Mr. Ace abgesagt?“ fragte eine Reporterin, während sie mir ein Mikrofon vor den Mund hielt.

„Weil er nicht verantwortungsbewusst genug ist, ein Ehemann zu sein!“ hätte ich am liebsten herausgeplatzt, hielt mich aber zurück.

Wenn Dad das hören würde, würde er mich endgültig verstoßen.

Ich blickte in die Runde; alle Reporter schauten gebannt auf mich.

„Ich habe getan, was ich tun musste. Die Ehe war arrangiert, und ich kann mein Leben nicht mit einem Menschen verbringen, den ich nicht liebe.“

„Eine solche Ehe hätte ohnehin nicht gehalten, und ich möchte auf keinen Fall bald geschieden werden.“ Ich kicherte leicht bei meinen letzten Worten.

„Ich stimme Ihnen zu.“

„Ganz genau.“

„Sie haben das Richtige getan.“ Unterschiedliche Stimmen der Reporter füllten die Luft.

„Aber wie stehen Ihre Eltern zu dieser Entscheidung?“ fragte eine Reporterin.

„Wie zu erwarten war, sind sie nicht gerade glücklich darüber — vor allem mein Vater. Aber sie werden sich schon noch an die Situation gewöhnen.“

Hoffentlich!

„Ich denke, das reicht jetzt erstmal. Ich bin ohnehin schon spät fürs Büro. Wir reden später weiter.“ Ich schloss das Fenster wieder, und der Chauffeur fuhr weiter.

„Warten Sie, Miss! Wir hätten noch einige Fragen!“ riefen die Reporter und rannten dem Wagen hinterher. Sie wollten beinahe noch mit ins Firmengelände laufen, als sich das Tor öffnete. Zum Glück konnten die Sicherheitsleute sie aufhalten.

Der Chauffeur hielt an, und ich stieg aus. Mein Blick fiel auf das riesige, hohe Gebäude vor mir.

Er fuhr den Wagen vermutlich zum Parkplatz, während ich einen Moment frische Luft schnappte.

Ich stieß kräftig die Luft aus, bevor ich das Gebäude betrat.

„Die Chefin ist da“, flüsterte eine Mitarbeiterin links von mir, worauf ich mich ihr kurz zuwandte.

Sie stand am Empfang.

Kaum hatte sie das gesagt, scharrten sich plötzlich einige Mitarbeiter zusammen, auch sie. Alles Angestellte der Firma.

Aber was machten sie da?

„Guten Morgen, Ma'am“, begrüßten mich verschiedene Mitarbeiter, während sie wieder auseinanderliefen und an ihre Arbeitsplätze zurückkehrten.

Es gab nur einen Weg herauszufinden, was das Ganze sollte.

Ich ging zum Empfangstresen, wo sich alle eben noch versammelt hatten.

Die Empfangsdame wurde sofort nervös, als ich vor ihr stand.

„Guten Morgen, Ma'am“, stotterte sie.

Ohne zu zögern drehte ich den Monitor leicht zu mir, um besser sehen zu können.

Sie versuchte gerade, einen Ordner zu löschen. Ich klickte ihn an, und meine Stirn legte sich fragend in Falten.

„Ist das Ihre Arbeit während der Arbeitszeit?“ fragte ich streng.

„Nein, Ma'am.“ Ihr Kopf war gesenkt, während sie das stammelte.

Auf dem Bildschirm war ein Video meiner Hochzeit zu sehen — und zwar genau die Stelle, an der ich die Hochzeit abgesagt hatte. Offensichtlich hatten sie sich das angesehen, bevor ich kam.

„Sie schauen also während der Arbeitszeit Videos?“

„Nein, das war ein Versehen. Ich wollte nur...“

„Ein Versehen, ja? Kommen Sie sofort in mein Büro.“ Ich unterbrach sie mit strengem Blick, wollte mich gerade abwenden, als mir der Justiziar der Firma den Weg versperrte.

„Guten Morgen, Ma'am. Leider darf ich Sie nicht weiter ins Gebäude lassen“, sagte er, und ich blickte ihn fassungslos an.

Was redete er da?

„Wie bitte?“

„Ihr Vater hat mir ausdrücklich befohlen, Sie nicht ins Firmengebäude zu lassen.“

„Was sagen Sie da?“ fragte ich fassungslos.

Mein Gesicht spiegelte meinen Schock wider. Ich wusste nicht mehr, was ich denken sollte.

„Es tut mir leid, aber das ist der direkte Befehl des Vorsitzenden — Ihres Vaters.“

„Mein Job steht ohnehin auf dem Spiel, sollte er erfahren, dass Sie überhaupt schon im Gebäude stehen.“ fügte er streng hinzu.

Oh, mein Gott!

„Sie scherzen doch?“ fragte ich mit nervösem Unterton. Hoffentlich war es nur ein Scherz, aber ich wusste, dass er seinen Job nicht aufs Spiel setzen würde.

„Es tut mir leid, aber es ist die Wahrheit. Sie müssen das Gebäude jetzt sofort verlassen.“

Was!!!

„Bitte gehen Sie.“ Er deutete zur Tür.

Keuchen und Gemurmel erfüllten die Empfangshalle. Ich drehte mich um und sah, wie einige Mitarbeiter neugierig zusahen.

Dad, womit habe ich das verdient?

Meine Finger ballten sich zu Fäusten, und ich verschwendete keine Zeit mehr, sondern verließ das Gebäude.

Kaum war ich draußen, zückte ich mein Handy und wählte sofort Dads Nummer. Zum Glück nahm er beim zweiten Klingeln ab.

„Dad, was hast du getan?“

„Was?“ fragte er zurück.

Wollte er sich jetzt etwa dumm stellen?

„Warum hast du dem Justiziar gesagt, er solle mich nicht ins Unternehmen lassen? Er hat mich gerade vor allen bloßgestellt!“ schrie ich ins Telefon.

„Nun, ich finde, er hat seinen Job gut gemacht. Ich dachte, er würde dich heimlich über meine neuen Anweisungen informieren.“

„Dad.“

„Wage es ja nicht, mich so zu nennen!“ fuhr er mich sofort an.

„Du hättest über die Konsequenzen nachdenken sollen. Hast du die Nachrichten gesehen? Deine Dummheit geht gerade viral!“

„Du bringst meinen Ruf in Gefahr und hast dann noch die Frechheit, dich zu beschweren? Und um es dir klar zu sagen: Das ist erst der Anfang.“ Er schleuderte mir weitere wütende Worte entgegen.

„Gibt es denn irgendeine Möglichkeit, das wiedergutzumachen?“ Ich kämpfte verzweifelt gegen die Tränen an, denn meine Emotionen kochten bereits über.

„Du hast nur noch den heutigen Tag dafür. Und du wirst nur das tun, was mir gefällt.“

„Aber Dad...“

„Ich war beschäftigt, bevor du angerufen hast.“ Damit legte er auf und ließ mich voller Elend zurück.

Ich schniefte, während ich das Handy vom Ohr nahm und versuchte, die Tränen zurückzuhalten.

Was habe ich nur getan?

Dad war nicht einmal bereit, mir zuzuhören.

Oh, mein Gott!

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