LOGINBrittany Anderson ist eine junge Frau, die nichts unternommen hat, außer das Unternehmen ihres Vaters unter den Top Drei der erfolgreichsten Firmen in ganz Amerika zu halten. Doch nun steht ein noch größeres Opfer bevor: Sie soll Ace Miller heiraten, einen jungen CEO in Amerika. Was passiert, wenn Brittany mit ihm verheiratet werden soll, um sich das zu sichern, was ihr rechtmäßig zusteht? Einst war er der Grund für ihr tägliches Lächeln — doch plötzlich wurde er zu ihrem Albtraum. Was ist nur schiefgelaufen? Sie hat der Ehe zugestimmt, obwohl beide eine schmerzhafte gemeinsame Vergangenheit verbindet. Doch selbst das reicht nicht aus, um ihr Ziel zu erreichen. Noch größere Opfer stehen bevor — Opfer, die weit über die Heirat mit ihm hinausgehen. Wird sie es schaffen? Oder wird ihre Wut all das zerstören, wofür sie so hart gekämpft hat? Wird sie sich von ihrem Hass auf die Vergangenheit leiten lassen? Oder wird sie es schaffen, loszulassen und sich auf die Gegenwart zu konzentrieren? Was geschieht, wenn Geheimnisse, Lügen und Verrat ans Licht kommen und alle Beteiligten — einschließlich Brittany — mit Schuld konfrontiert werden? Finden wir es heraus…
View More~~Brittanys Sicht~~
Meine Augen waren auf den riesigen Spiegel vor mir gerichtet, während ich wie benommen mein Spiegelbild anstarrte. „Gnädige Frau, könnten Sie bitte Ihren Kopf ein wenig nach links drehen?“ „Gnädige Frau?“ Die Visagistin rief erneut, hielt aber inne, als ich mich nicht rührte. Ich warf ihr nur einen Blick durch den Spiegel zu. „Geh,“ sagte ich stattdessen. Mein Blick war feindselig, doch im Moment war mir das völlig egal. „Gnädige Frau, wir haben nicht mehr viel Zeit…“ „Verschwinde sofort. Ich will allein sein.“ Ich unterbrach sie schroff und bezog mich damit auch auf die anderen Mitarbeiterinnen, die mit ihr gekommen waren. Ich hörte sie neben mir seufzen. Sie verneigte sich leicht und verließ mit ihren Kolleginnen den Raum. Ein erschöpftes Seufzen entfuhr mir, als ich hörte, wie die Tür sich hinter mir schloss. Wieder blickte ich in den Spiegel — und die Frau, die mich da ansah, sah völlig am Boden zerstört aus. Sie trug ein elegantes weißes, ärmelloses Brautkleid, ihr Gesicht war von Make-up verschönert, doch es konnte den Schmerz in ihren Zügen nicht verbergen. Ihr Gesicht zeigte keine Emotionen, auch wenn das Make-up perfekt war — aber in ihren Augen lagen Spuren von Schmerz. Als ich sie ansah, war ich mir sicher: Sie war heute alles andere als glücklich. Heute war mein Hochzeitstag, und doch verspürte ich nur Unbehagen. Ich fragte mich, warum ich so empfand, wo ich doch eigentlich überglücklich sein sollte. Es klopfte an der Tür, und ich sah meine Mutter eintreten. „Oh mein Gott!“ schrie sie erschrocken und blieb kurz stehen. „Deine Haare sind noch nicht gemacht?!“ fügte sie entsetzt hinzu. „Warum, um Himmels willen, hast du die Visagistin hinausgeschickt, bevor sie fertig war?“ fragte sie und trat an mich heran. Ich antwortete nicht und hatte auch nicht vor, eine Antwort zu geben. „Mama?“ Meine Stimme klang leise, als ich ihre Aufmerksamkeit suchte. „Tue ich wirklich das Richtige?“ Sie seufzte leise und legte eine Hand auf meine Schulter. „Ja. Du musst heiraten, und heute ist der Tag. Also reiß dich zusammen.“ Sie seufzte erneut und nahm ihre Hand von meiner Schulter. Das war’s! Tränen sammelten sich in meinen Augen, bis ich kaum noch mein Spiegelbild erkennen konnte. Offensichtlich bemerkte meine Mutter das, denn im nächsten Moment wandte sie sich ab. „Ich hole die Visagistin zurück. Diesmal lässt du sie bitte machen. Wir haben keine Zeit mehr.“ Mit diesen Worten verließ sie den Raum und ließ mich meinem qualvollen Schicksal überlassen. Eine Träne rollte meine linke Wange hinab, dann eine weitere über die rechte, und ich ließ die restlichen einfach fließen. Das Make-up war mir ohnehin egal, also auch jetzt. Vielleicht würden all die Schmerzen und die Wut in mir schwinden, wenn ich genug weinte. Die Tür öffnete sich erneut, diesmal kam die Visagistin mit ihren Kolleginnen zurück. „Ich würde gerne dort weitermachen, wo ich aufgehört habe, gnädige Frau“, sagte sie und gab den anderen ein Zeichen. Ich hielt sie nicht auf. Stattdessen ließ ich sie einfach ihre Arbeit machen. Wahrscheinlich hatten sie nun doppelte Arbeit, weil ich das Make-up mit den Tränen ruiniert hatte. Gott sei Dank beschwerte sich niemand von ihnen, sonst hätte ich sie an Ort und Stelle angeschrien. ***AM ALTAR*** „Nimmst du, Ace Miller, Brittany Anderson zur rechtmäßig angetrauten Ehefrau, sie zu lieben und zu ehren, bis dass der Tod euch scheidet?“ las der Priester das Ehegelöbnis vor. Im Saal herrschte totenstille, so still, dass man eine fallende Stecknadel gehört hätte. „Ja“, antwortete er, und ich warf ihm einen Blick zu. Er starrte mich direkt an, mit einem fast unsichtbaren Grinsen. Hätte ich diesen Mann nicht schon lange gekannt, wäre ich wohl genauso ahnungslos gewesen. Ich stieß ein leises Schnauben aus. So viel Frechheit! Er hatte tatsächlich die Nerven, mir ins Gesicht zu grinsen? Was zum Teufel tat ich hier eigentlich? Würde ich je glücklich werden, wenn ich diesen Mistkerl heiratete, der da vor mir stand? Gut, der Begriff „Mistkerl“ war vielleicht etwas übertrieben, aber nach allem, was er mir in der Vergangenheit angetan hatte, hatte er es sich verdient. „Alles, was du glaubtest, zwischen uns sei geschehen, war nur deiner Einbildung entsprungen. Und weil du so dumm warst, hast du es nicht einmal bemerkt.“ Diese Worte hallten in meinem Kopf wider, trieben mir fast die Tränen in die Augen, doch ich hielt stand. Die Erinnerungen waren noch frisch, als wäre es erst gestern gewesen, obwohl Jahre vergangen waren. Ich durfte hier nicht zusammenbrechen, nicht vor ihm, nicht vor all den Leuten. Ich sah ihn erneut an. Er hob herausfordernd eine Augenbraue. Am liebsten hätte ich ihm ins Gesicht gespuckt, nur um endlich mal einen finsteren Ausdruck auf seinem verdammten Gesicht zu sehen. Er beugte sich näher zu mir, ich wich ein Stück zurück, doch das hielt ihn nicht auf. „Willst du nicht endlich antworten, bevor du hier vorne völlig abschweifst?“ höhnte er mit einem falschen Lächeln. Moment! Offenbar hatte der Priester mir das Ehegelöbnis bereits vorgelesen, und ich hatte noch nicht geantwortet. Ich sah zur Gemeinde — alle starrten mich an. Der Saal war so still wie ein Friedhof, alle Augen auf mich und den Mann vor mir gerichtet. Auch der Priester schaute mich an und wollte das Gelöbnis erneut vorlesen. „Ich habe es beim ersten Mal gehört“, log ich und schluckte trocken. Was nützte das Wiederholen, wenn jedes Wort ohnehin nur Lügen enthielt? Keines der Versprechen in diesem Gelöbnis war wahr. Warum also Zeit verschwenden? Ohne weiter zu zögern und mit ausdruckslosem Gesicht sagte ich laut: „Nein, ich will nicht.“ Ein Raunen ging durch die Gemeinde, doch es war mir völlig egal. „Ich bin nicht bereit, ihn als meinen Ehemann anzunehmen…“ sprach ich mit fester Stimme weiter und sah ihm direkt in die Augen. Er starrte mich mit offenem Mund an — ich spürte seine schockierte Fassungslosigkeit trotz unseres Abstandes. Und das sollte noch nicht einmal das Schockierendste sein, was er heute hören würde. „Deshalb sage ich hiermit diese Hochzeit ab“, fügte ich mit zusammengebissenen Zähnen hinzu. Im Saal brach ein Tumult aus. Ich sah, wie meine Eltern erschrocken von ihren Sitzen aufsprangen. ``` Ich sah meinem Vater dabei zu, wie er im Wohnzimmer auf und ab lief. Wut stand ihm ins Gesicht geschrieben, und ich hielt lieber großen Abstand zu ihm. Wir waren bereits zu Hause, nach dem großen Chaos, das ich in der Kirche angerichtet hatte. Mein Vater war der Erste, der wutentbrannt den Saal verlassen hatte, gefolgt von meiner Mutter — beide noch bevor ich selbst nach draußen kam. Was mit den anderen Leuten geschah, vor allem mit dem Mann, der der Auslöser für dieses Desaster war, wusste ich nicht. So sehr ich auch versuchte, mein Handeln in der Kirche zu bereuen — ein Teil von mir war insgeheim stolz auf mich. Mein Blick fiel auf das leere Sofa, als ich den stechenden Blick meiner Mutter nicht länger ertrug. Sie saß auf einem der Sofas und starrte mich an. Ich zuckte zusammen, als plötzlich eine Vase in meine Richtung flog. Zum Glück zerbrach sie, bevor sie mich traf. Ich sah in die Richtung, aus der sie geworfen wurde — mein Vater stand dort, keuchend, seine zusammengekniffenen, dunklen Augen voller Zorn. Mein Gott! Wollte mein Vater mich umbringen? „Was war das für eine dumme Show, die du da am Altar abgezogen hast?!“ brüllte er, die Nasenflügel bebend. „Es tut mir leid, Dad, aber ich musste es tun.“ Meine Stimme war leise, aber bestimmt. „Du musstest?“ wiederholte er lachend. „Ja, Dad. Ich habe getan, was ich in dem Moment für richtig hielt.“ Ich blieb standhaft und ließ mich nicht mehr von seinem Blick oder seinen Taten einschüchtern. Mein Glück war das Einzige, was zählte — selbst wenn es für ihn keine Rolle spielte. „Was du *fühlst*?“ schrie er noch lauter und machte einen Schritt auf mich zu. Doch meine Mutter hielt ihn rechtzeitig zurück, zum Glück. „Wie kannst du es wagen, hier von Gefühlen zu sprechen?“ donnerte er, noch zorniger. Ich hatte seinen Wutanfall definitiv verschärft. „Weil meine Gefühle wichtig sind, Dad! Ich kann nicht mit einem Mann leben, in dem ich auch nach Jahren kein Glück sehen werde.“ „Weißt du überhaupt, worum es bei dieser Ehe geht? Sie sollte unsere Beziehung zu den Millers stärken — und du hast alles ruiniert.“ In jeder Silbe schwang sein Zorn und seine Verachtung für mich mit. Aber ich hatte es erwartet. Ich wusste, dass er so ausrasten würde, auch wenn ich gehofft hatte, es würde schneller enden — nicht, dass er mich gleich umbringen wollte, wie vorhin fast geschehen. „Es tut mir leid.“ Ich senkte sofort den Kopf. Auch wenn ich innerlich vor Wut kochte, entschuldigte ich mich, nicht weil ich Unrecht hatte, sondern um vielleicht diesem Drama ein Ende zu setzen. „Tut dir leid? Das wird es, wenn ich mit dir fertig bin.“ „Liebling, beruhige dich bitte. Sie wird das wieder in Ordnung bringen. Ich werde dafür sorgen.“ Meine Mutter schaltete sich ein. Ich hob den Kopf und sah, wie meine Mutter mich finster ansah. Was meinte sie damit? „Wirklich? Dann sollte sie sich aber beeilen. Ansonsten kann sie mir jeden Cent zurückzahlen, den ich in sie investiert habe. Denn dann verstoße ich sie.“ knurrte er zwischen den Zähnen hervor und stapfte aus dem Haus. Meine Mutter warf mir noch einen strengen Blick zu und ging dann ebenfalls nach oben, ohne ein weiteres Wort. Ich hörte ein leises Lachen. Mein Blick wanderte zur Bar, wo Lora, meine Halbschwester, mit einem süffisanten Grinsen auf einem Barhocker saß. Sie war momentan mein geringstes Problem. Aber… meinte Dad das wirklich ernst?~~ Brittanys POV ~~Ich hielt einen Moment inne, bevor ich den letzten Bissen meines Toasts hinunterschluckte.Nicht wirklich wegen seiner Antwort. Sondern wegen des Tempos, mit dem sich alles entwickelte. Die Dinge gingen schnell voran. Schneller, als ich es mir vorgestellt hatte.Meine Tochter würde von diesem Tag an endlich bei mir leben. Unter demselben Dach, und ich müsste keine Ausreden mehr erfinden, bevor ich sie wiedersehen konnte. Ich müsste sie nicht länger vor der ganzen Welt verstecken.Als wäre sie ein Fehler, den ich bereute.Und endlich würde sie sich nicht mehr niedergeschlagen fühlen müssen, wenn sie andere Kinder mit ihren Vätern sah. Ich würde nicht jedes Mal tausend Gründe finden müssen, um es wiedergutzumachen, wenn mich die Schuldgefühle überkamen, weil ich diese Rolle in ihrem Leben nicht erfüllen konnte.Jetzt konnte ich mir kaum vorstellen, wie glücklich sie sein würde, wenn ich ihr sagte, dass wir zusammenleben würden. Wie sie reagieren würde, wenn ich sie s
~~ Aces POV ~~Ich bereute alles. Ja, wirklich alles, was ich bisher getan hatte, um Brittany zu verletzen, und ich wollte all meine Fehler wiedergutmachen.Nicht nur, weil ich nun wusste, dass ich Vater war. Nicht, weil ich im Leben meines Kindes eine Rolle spielen wollte. Sondern weil ich all meine Taten bis zum heutigen Tag aufrichtig bereute.Es gab etwas, das noch herzzerreißender war als der Gedanke, dass meine Taten nicht nur sie verletzt hatten. Es gab noch eine andere Person, die ich unwissentlich verletzt hatte, obwohl ich sie eigentlich hätte beschützen sollen.Mein Kind.So, wie sie gesprochen hatte, wie sie auf meine Fragen geantwortet hatte und wie ihre Augen ausgesehen hatten, als sie diese Schmerzen endlich herausgelassen hatte, kam ich zu dem Schluss, dass eine Entschuldigung nicht die einzige Wiedergutmachung war, die ich leisten musste. Ich musste ihr auch beweisen, dass es mir wirklich leidtat. Und genau deshalb brauchte ich sie alle vollständig in meinem Leben.Al
~~ Brittanys POV ~~So viele Sekunden vergingen, dass ich irgendwann aufhörte zu zählen, wie lange wir schon völlig wortlos in diesem Auto saßen. Aber es war zumindest besser als zuvor, als sein Blick noch mit unausgesprochenen Gefühlen in meinen gedrungen war.Ein Blick, der die Leere in meiner Brust enger werden ließ.Ace war nicht der beste Mensch auf Erden, gleichzeitig war er auch nicht der schlimmste. In diesem Moment bekam jede Mauer um mich herum Risse. Jede Entscheidung, die ich bis zu diesem Tag getroffen hatte, kam zurück, um mich heimzusuchen. Jedes Detail war ungerechtfertigt.Vielleicht hatte ich mich geirrt.Ich hatte gerade eine Bombe platzen lassen, und er hatte mich nicht einmal hinterfragt. Er ließ mich nicht wissen, was er fühlte. Nur dieses verzweifelte Gefühl in meinem Herzen, das sich nach einer Reaktion sehnte.Wenigstens nach einer Reaktion, die bewies, dass ich mich geirrt hatte.Als er seinen Kopf auf das Lenkrad legte und dadurch noch mehr Spannung zwischen
~~ Brittanys Perspektive ~~„Die Notaufnahme.“Das waren die einzigen Worte, an die ich mich aus der nächsten Nachricht erinnern konnte, als ich im Grunde aus der Firma rannte.Ich wusste nicht, wie ich es nach draußen geschafft hatte, aber ich erinnerte mich daran, dass Ace hinter mir herlief. Seine Stimme rief mir unaufhörlich zu, ich solle langsamer machen. Er bot mir an, mich in seinem Wagen zu fahren, nachdem ich es geschafft hatte, ihm zu erzählen, dass meine Tante einen Unfall hatte.Und was auch immer mich dazu brachte, in sein Auto zu steigen – es lag daran, dass ich die Gefühle, die mich plötzlich überrollten, kaum unter Kontrolle hatte.Als ich aus dem Wagen direkt in das Krankenhausgebäude sprang, hatte das Ausfindigmachen meiner Tante oberste Priorität. Die hektischen Schritte von jemandem hinter mir kümmerten mich nicht. Ebensowenig die ständigen Rufe meines Namens, als ich im Korridor abbog.„Tante“, rief ich und beschleunigte meine Schritte auf sie zu. „Was ist dir pas











