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Der Sturm hatte sich gelegt.Der Ruf meiner Firma war steil nach oben geschossen, und ausgerechnet dieser Vorfall hatte uns ironischerweise noch mehr Aufträge eingebracht. Robin und ich fanden endlich die Zeit, meiner Familie einen offiziellen Besuch abzustatten.Als ich vor der vertrauten Villa stand, merkte ich plötzlich, dass meine Handflächen feucht wurden. Ich, eine Frau, die vor nichts Angst hatte, war nervös.„Bist du nervös?“ Robin sah auf mich herab. Auf seinen Lippen lag ein spöttisches Lächeln.„Na klar“, gab ich zurück. „Beim letzten Mal bin ich einfach abgehauen. Mein Vater hat Temperament. Wahrscheinlich bricht er mir heute die Beine.“Robin lachte, zog mich in seine Arme und küsste mich auf die Stirn.„Keine Sorge. Wenn er zuschlägt, fange ich es für dich ab. Und jetzt hör auf, vor der Tür zu zittern, meine Königin.“Die Tür ging auf.Mein Vater stand dort. Sein Gesicht war finster, in der Hand hielt er einen Stock. Hinter ihm standen meine Mutter und Elena und sahen uns
Robin trug nur ein schwarzes Hemd, die Ärmel bis zu seinen kräftigen Unterarmen hochgekrempelt. Doch die kalte Gewalt, die von ihm ausging, genügte, um jeden auf der Stelle erstarren zu lassen.„B ... Boss Robin!“Marco verlor augenblicklich jeden Mut. Von seiner Arroganz war nichts mehr übrig. Er fiel direkt vor uns auf die Knie, mitten in den Schlamm.Isabella war noch panischer. Aschfahl versuchte sie, sich hinter ihm zu verstecken.„Ihr sprengt das Geschäft meiner Frau in die Luft. Ihr bedroht meine Frau.“ Robin würdigte die beiden nicht einmal eines Blickes. Er kam einfach zu mir, legte einen Arm um meine Schultern und überprüfte sofort, ob ich irgendwo verletzt war. „Zora, was soll mit diesem Abschaum passieren?“Ich senkte die Waffe und sah auf das Paar hinunter, das eben noch so großspurig gewesen war.„Bring sie zum Reden. Ich will wissen, wer den Befehl gegeben hat.“Robin hob nur eine Hand.Ein paar Leibwächter traten vor und packten Marco und Isabella, als wären sie nichts.
Als ich ihre Worte im Vorbeigehen aufschnappte, hob ich unwillkürlich eine Braue.Isabella war mit Marco zusammen?Marco war ein bekannter Widerling. Ein Schoßhund der Familie Valenti.War Isabella wirklich so verzweifelt? Oder einfach nur so dumm?Robin verschwendete keinen Gedanken an diese beiden.Er war mit der Expansion der Familie an der Westküste beschäftigt, während ich in New York den Start meiner Sicherheitsfirma „The Fortress“ vorbereitete.Ich hatte ganz sicher nicht vor, als Frau des Bosses in einem goldenen Käfig zu sitzen.Der erste Auftrag für The Fortress bestand darin, ein neues Hightech-Sicherheitszentrum der Familie Kane in Brooklyn zu übernehmen und aufzurüsten.Es sollte mein Aushängeschild werden. Meine Bühne. Der Ort, an dem ich der gesamten Unterwelt zeigen würde, was ich konnte.Ich überwachte die Bauarbeiten persönlich, damit alles perfekt wurde.Doch in der Nacht vor der Eröffnungsfeier drang jemand ein und platzierte eine Bombe.Meine ganze Arbeit ging in F
Isabella verschwand danach, und es war mir völlig egal, wo sie am Ende landete.In der Familie Kane hatte sich der Wind gedreht.Die Blicke, die mir früher voller Verachtung begegnet waren, trugen nun Respekt in sich. Und Angst.Immerhin war ich die Frau, die den Boss über die Schulter geworfen und seiner sogenannten Ex vor aller Augen eine Ohrfeige verpasst hatte.Ich blieb nicht untätig.Robin ließ mir völlig freie Hand, und ich begann, die schlampige Sicherheit der Familie gründlich auf Vordermann zu bringen.Diese arbeitsreichen, erfüllenden Tage ließen auch meine Beziehung zu Robin schnell intensiver werden.Der kalte, distanzierte Mann war hinter verschlossenen Türen ein besitzergreifendes Raubtier. Nacht für Nacht schien er fest entschlossen, mich bis an meine Grenzen zu treiben.Es war heftig.Und Gott, ich liebte es.Eines Abends, zwei Monate später.Ich hatte gerade eine Liste mit neuer Sicherheitsausrüstung durchgesehen und betrat das Schlafzimmer. Dort saß Robin und starrte
Mit Robins Worten brach Isabellas lächerliche Geschichte augenblicklich in sich zusammen.Alle Blicke schossen auf ihr Gesicht.Oben der Abdruck eines Daumens, darunter vier Finger. Die klassische Spur einer Ohrfeige mit der eigenen Hand. Isabella schlug panisch die Hände vors Gesicht. „Nein ... So war das nicht ... Ich wollte nur ausweichen...“„Und der Dolch“, fügte Robin kalt hinzu. „Wenn Zora das getan hätte, dann wäre dir die Klinge mit ihren Fähigkeiten direkt durch die Hand gegangen und hätte dir nicht bloß den Arm aufgeritzt. Wenn du weiter lügen willst, lasse ich die Waffe auf Fingerabdrücke prüfen.“Isabella sackte auf dem Boden zusammen.Die Wahrheit lag offen vor allen.Die Wut der Ältesten schlug in peinliche Betroffenheit um. Danach blieb nur noch Abscheu.„Isabella, du hast mich schwer enttäuscht“, seufzte einer der Ältesten, der sie seit ihrer Kindheit gekannt hatte.Als Isabella begriff, dass alles vorbei war, kroch sie zu Robin und klammerte sich an sein Bein. „Robin,
Als Robin und eine Gruppe seiner Männer hereinstürmten, kochte mein Blut.„Ich habe sie nicht einmal berührt“, sagte ich mit eiskalter Stimme und rang darum, mein Temperament im Zaum zu halten. „Das hat sie sich selbst angetan.“In diesem Moment fasste ich einen Entschluss. Wenn Robin ihr auch nur eine Sekunde lang glaubte, war diese Ehe für mich vorbei. Und ich würde mich nie wieder nach ihm umdrehen.Doch zu meiner Überraschung ließ Robin den Blick nur einmal über die Szene schweifen, zog dann sein Jackett aus und legte es mir um die Schultern. „Ist dir kalt?“Ich starrte ihn an, völlig verdutzt.Er glaubte mir?Isabella konnte es genauso wenig fassen. Sie wurde noch hysterischer. „Robin, sieh dir mein Gesicht an! Sieh dir meinen Arm an! Sie war das!“„Ich habe sie nur gebeten, ein kleines bisschen von deiner Zuneigung mit mir zu teilen, und da hat sie mich angegriffen! Sie hat gesagt, nur eine tote Frau könne ihr keinen Mann mehr wegnehmen...“Robins Miene blieb kalt und vollkommen
Robin fing das Kissen auf und verharrte einen Moment.Dann ging er zum Kleiderschrank, holte meinen Trenchcoat heraus, kam zurück und legte ihn mir über die nackten Schultern.„Zieh dich an“, sagte er. „Du kommst mit.“Ich blinzelte. „Was?“„Ich breche mein Versprechen nicht.“ Robin griff nach meine
Totenstille legte sich über den Garten.Sogar dem Cellisten des Streichquartetts entglitt der Bogen mit einem lauten Klappern.„Zora! Bist du völlig verrückt geworden?“ Isabella kreischte und zeigte mit dem Finger auf mich. „Wie konntest du Robin so etwas antun?“Ich legte den Kopf leicht schief, un
Für ihren Unsinn hatte ich keine Zeit. Ich stand auf und ging direkt auf den Mann zu.Isabella war ganz offensichtlich nicht daran gewöhnt, ignoriert zu werden. Ihr Lächeln gefror.Ohne jede Förmlichkeit warf ich den Ehevertrag auf den Tisch. „Robin Kane? Ich bin Zora Romano. Deine Verlobte. Der Ver