LOGINInhaltswarnungen: Explizite sexuelle Inhalte, Drogenkonsum (nicht einvernehmlich), versuchte sexuelle Nötigung (unterbrochen), religiöse Themen. (18+) Ich will, dass du mich anfasst. Ich will, dass du diesen Schmerz verschwinden lässt. Ich will, dass du mich fickst, Vater. Ich hatte nie vorgehabt, einen Priester zu verführen. Aber Vater Damian Cross sah mich an … er sah mich wirklich an, und zum ersten Mal in meinem unsichtbaren, einsamen Leben wollte ich etwas für mich selbst. Gabriella Torres hat dreiundzwanzig Jahre damit verbracht, unsichtbar zu sein. Sie ist das unbeholfene Mädchen, das sich hinter ihren übergroßen Strickjacken und ihrer dick umrandeten Brille versteckt. Die Komische, die in Büchern und Filmen lebt, weil die reale Welt ihr zu furchteinflößend ist. Die Tochter, die ihre Mutter kaum erträgt, während sie über ihre wunderschöne, perfekte Schwester Blair schwärmt. Der einzige Mensch, der sie je wirklich sah und liebte, war ihre Großmutter Rosa. Und nun ist Rosa tot. Als sie für die Beerdigung in ihre kleine Heimatstadt zurückkehrt, erwartet Gabriella mehr von demselben üblichen Urteil, Geflüster und der erdrückenden Einsamkeit. Was sie nicht erwartet, ist Vater Damian Cross. Er ist alles, von dem sie nie wusste, dass sie es braucht. Mit achtundzwanzig ist Damian jung für einen Priester, umwerfend gutaussehend und gequält von den Gelübden, die er verzweifelt zu halten versucht. Als Gabriella in seinen Beichtstuhl stolpert und ihm ihre verzweifelte Einsamkeit und ihr schmerzendes Verlangen danach, berührt, begehrt, gefickt zu werden, als ob sie zählen würde, hinaussprudelt, erwacht in ihm etwas Verbotenes – und als Priester ertappte er sich dabei, wie er diesem verbotenen Verlangen nachjagte.
View More~∆~GABRIELLA ~∆~
Ich kniete im Beichtstuhl, meine Hände zitterten, während ich sie aneinanderpresste.
Ich hörte das Geflüster, als ich hereinkam. Und wie immer senkte ich den Kopf, um mich davor zu verstecken. Aber es hörte nie auf.
„Das ist Rosa Torres' Enkelin. Die Komische. Was für eine Schande.“
„Kleidet sich immer noch wie in der Highschool. Diese Brille ist ja entsetzlich.“
„Ich habe gehört, sie hat seit Monaten ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Eine komplette Einsiedlerin.“
Ich presste meine Handflächen zusammen und versuchte, meine Atmung zu beruhigen. Der enge Raum wirkte erdrückend, die Luft erfüllt vom Duft des Weihrauchs.
Meine übergroße schwarze Strickjacke hing lose über meinem Kleid, ein Schild, das ich so lange getragen hatte, dass es sich wie ein Teil meiner Haut anfühlte.
„Verzeih mir, Vater, denn ich habe gesündigt …“
Meine Stimme brach. Ich hatte nicht hierherkommen wollen. Aber Abuelas letzter Wunsch war klar gewesen.
„Beichte, mija. Entlaste deine Seele. Versprich mir das.“
„Wie lange ist Ihre letzte Beichte her?“ Die Stimme auf der anderen Seite des Gitters war tief, jünger als erwartet.
Sie war samtig wie teurer, reichhaltiger Whiskey, mit einer Schärfe, die mir einen unerwarteten Schauer über den Rücken jagte.
„Fünf Jahre“, erwiderte ich. „Seit ich achtzehn bin.“
„Ich höre Ihnen zu, mein Kind.“
Irgendetwas an der Dunkelheit und der Anonymität ließ die Worte aus mir heraussprudeln. Worte, die ich nie zuvor jemandem laut gesagt hatte.
„Ich hasse mich selbst, Vater.“ Das Geständnis riss sich aus meiner Kehle. „Ich hasse es, dass ich dreiundzwanzig bin und nicht weiß, wie man mit Menschen redet. Ich hasse es, dass ich unsichtbar bin. Dass Männer einfach durch mich hindurchsehen, als gäbe es mich nicht.“
Schweigen breitete sich zwischen uns aus. Ich erwartete etwas von ihm, aber er sagte nichts weiter.
„Vater?“ rief ich, um zu sehen, ob er noch da war.
„Gott sieht Sie …“
„Ich will nicht, dass Gott mich sieht!“ Die Worte explodierten aus mir heraus, ich hatte sie so lange in mir getragen. „Ich will, dass Männer mich sehen. Ich will berührt werden. Ich will gewollt sein. Gefickt werden, als wäre ich nicht irgendein erbärmlicher Wohltätigkeitsfall, der nicht weiß, wie man in der realen Welt existiert.“
Ich hörte sein scharfes Einatmen durch das Gitter.
„Es tut mir leid“, flüsterte ich, aber das war es nicht. Nicht wirklich. „Aber es ist die Wahrheit. Ich sehe andere Frauen, die so selbstbewusst wirken, die immer wissen, wie man flirtet, wie man sich kleidet, wie man normal ist, und die Männer rennen ihnen hinterher. Sie dürfen Begierde spüren. Sie dürfen begehrt werden. Und ich? Ich bin das komische Mädchen, das zu viel liest und kein Gespräch führen kann, ohne zu stottern. Ich bin unsichtbar. Oder noch schlimmer, ich bin eine Witzfigur.“
„Sie sind nicht …“
„Sie haben keine Ahnung, wie das ist, Vater. So hungrig nach menschlicher Nähe zu sein, dass es körperlich wehtut. Zu spüren, wie der Körper schmerzt, brennt, verlangt … und zu wissen, dass niemand mir jemals geben wird, wonach ich mich sehne, weil ich nicht einmal Augenkontakt halten kann, ohne in Panik zu geraten.“ Meine Hände zitterten aneinander. „Ich habe es versucht. Ich habe versucht, normal zu sein. In Bars zu gehen, Dating-Apps auszuprobieren, mich der Welt zu öffnen. Aber ich erstarre. Ich sage die falschen Dinge. Ich bin unbeholfen und seltsam, und Männer riechen das noch kilometerweit.“
Wieder ein langes Schweigen. Als er erneut sprach, war seine Stimme rauer, und weitere Schauer durchliefen mich. „Was ist es, das Sie wirklich wollen, Gabriella?“
Mein Name. Er kannte meinen Namen. Natürlich, Abuela hätte ihm gesagt, dass ich kommen würde.
„Ich will, was ich in Büchern lese. Was ich in Filmen und Animes und jeder Fantasie sehe, die ich je verschlungen habe.“ Die Worte sprudelten nun schneller hervor. „Ich will an eine Wand gedrückt und geküsst werden, bis ich keine Luft mehr bekomme. Ich will Hände an meinem Körper, die nicht zögerlich oder mitleidig sind. Ich will, dass mich jemand ansieht und denkt: ‚Ich muss sie haben.‘ Nicht ‚sie ist süß‘ oder ‚sie ist klug.‘ Ich will begehrt werden, als wäre ich Feuer und unwiderstehlich.“ Ich lachte bitter. „Aber das ist Fantasie, nicht wahr? Mädchen wie ich kriegen das nicht.“
„Mädchen wie Sie?“
„Ja, zerbrochene Mädchen, Vater. Diejenigen, die so lange allein waren, dass sie nicht mehr wissen, wie man etwas anderes sein kann.“
„Ich glaube nicht, dass Sie zerbrochen sind.“ Die Worte kamen schnell heraus, fast abwehrend. Dann, leiser: „Ich glaube, Sie sind sich selbst gegenüber ungerecht.“
Etwas in seinem Ton ließ mich stocken. Es war nicht das einstudierte Mitgefühl eines Priesters. Es war roher, echter.
„Sie wissen doch gar nicht, wie ich aussehe.“
„Ich habe Sie gesehen. Als Sie hereinkamen.“
Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. „Und?“
Er machte eine Pause. Eine Pause, die zu lange dauerte. Lang genug, dass ich ihn auf der anderen Seite des Gitters atmen hören konnte, als würde er versuchen, sich zu beherrschen.
Schließlich: „Ich denke, jeder Mann, der Ihre Schönheit nicht sieht, ist ein Narr.“
Die Luft im Beichtstuhl wurde mit einem Mal knapp. Das hatte mir noch nie jemand gesagt. „Das ist sehr nett, Vater, aber …“
„Ich bin nicht nett. Ich bin ehrlich.“ Seine Stimme sank tiefer, fast vertraut in der Dunkelheit. „Sie kamen herein, und jeder Kopf drehte sich nach Ihnen um. Auch meiner. Sie denken, Sie sind unsichtbar, aber das sind Sie nicht. Sie kamen herein, mit Ihrem Haar, das Ihnen ins Gesicht fiel, dieser Brille, hinter der Sie sich versteckten, diesem übergroßen Pullover, und alles, was ich denken konnte, war, dass Sie die faszinierendste Frau waren, die ich seit Jahren gesehen habe.“
Jesus Christus! Hatte mir das gerade ein Typ gesagt? Mein Puls donnerte in meinen Ohren.
„Sie nannten sich unbeholfen. Aber da ist etwas Magnetisches an Ihnen, Gabriella. Etwas, das mich wissen lassen will, was Sie denken. Was Sie fühlen. Wie Sie aussehen, wenn Sie sich nicht verstecken.“
„Ich verstecke mich immer“, flüsterte ich.
„Ich weiß. Das merke ich. Und es macht mich neugierig …“ Er hielt inne.
„Neugierig worauf?“
„Wie Sie wären, wenn Sie es nicht täten. Wenn jemand Sie sich sicher genug fühlen ließe, loszulassen. Sie selbst zu sein, ohne Angst.“
Meine Hände zitterten jetzt. So sollte eine Beichte nicht ablaufen. Das fühlte sich gefährlich an. Und Gott helfe mir, ich wollte mehr.
„Das hätte ich nicht sagen sollen“, murmelte er. „Das war … unangemessen.“
„War es wahr?“
Ich musste es wissen. „Ja.“
Ich stand abrupt auf, meine Beine waren wackelig. „Vater, ich … ich muss Sie sehen.“
„So funktioniert die Beichte nicht.“
„Bitte“, flehte ich. „Ich muss Ihr Gesicht sehen, wenn Sie mir sagen, dass ich nicht unsichtbar bin. Ich muss wissen, dass das real ist und nicht nur eine weitere Fantasie, die ich mir in meinem Kopf ausgedacht habe, weil ich so verzweifelt nach Nähe bin, dass ich anfange, sie mir einzubilden.“
Ich hörte Bewegung auf der anderen Seite, und dann öffnete sich die Tür des Beichtstuhls. Er trat hinaus in die kerzenbeleuchtete Kirche, und ich erstarrte.
Er war jung. Vielleicht fünfunddreißig. Groß und breitschultrig, mit dunklem Haar, das leicht zerzaust war, als hätte er seine Hände hindurchgefahren.
Er hatte einen markanten Kiefer. Volle Lippen und Augen so blau, dass es sich anfühlte, als würden sie einem die Seele aussaugen.
Herr, erbarme dich, ich habe gerade all meine tiefsten, dunkelsten Wünsche Vater Damian Cross gebeichtet.
Dem neuen Priester, über den alle tuscheln. Dem, bei dem plötzlich die halbe Frauengemeinde ein großes Interesse daran hatte, den Gottesdienst zu besuchen.
Und er hatte mich gerade indirekt schön genannt.
~∆~ GABRIELLA ~∆~Das Haus roch immer noch nach meiner Großmutter.Ihr Lieblingszimt und die Lavendelseife, die sie neben der Küchenspüle aufbewahrte, erfüllten die Räume.Ich stand in der Tür von Abuelas Haus, den Schlüssel in der Hand, und brachte es eine volle Minute lang nicht fertig, das Schloss aufzuschließen.Es ist drei Tage her seit der Beerdigung. Ich sollte längst in einem Flugzeug nach Los Angeles sitzen, zurück zu meinem Job bei den Bundesbehörden.Stattdessen stand ich auf einer Veranda, an deren Dachrinnen noch immer ihre Windspiele hingen, und hörte ihnen zu, wie sie im Wind klirrten – und das erinnerte mich daran, wie ich vor ein paar Wochen, als ich die Nachricht bekam, zusammengebrochen war.Ich schob die Tür auf.Alles war genau dort, wo sie es gewöhnlich liegengelassen hatte. Ihre Lesebrille auf dem Beistelltisch, daneben ein halb ausgefülltes Kreuzworträtsel, aufgeschlagen auf der Armlehne ihres Stuhls.Die Decke, in die sie mich immer einwickelte, wenn ich zu Be
~∆~ GABRIELLA ~∆~Blairs Hand verweilte auf Damians Arm, ihre rot lackierten Nägel bildeten einen krassen Kontrast zum schwarzen Stoff seiner Soutane.Ich stand immer noch in einer Ecke und beobachtete alles, weil ich nicht gehen konnte.„Vater, ich möchte nur sagen, wie dankbar wir sind“, schnurrte meine Schwester, ihre Stimme brach gerade genug, um echt zu wirken. „Das war so schwer für unsere Familie. Ihre Anwesenheit bedeutet alles.“Flirtete sie ernsthaft mit ihm? Auf der Beerdigung unserer Großmutter?Ich sah, wie sich Damians Kiefer anspannte, der Muskel zuckte auf eine Weise, die ich von letzter Nacht kannte, als er versucht hatte, sich zu beherrschen, während er in mir vergraben war und schmutzige Versprechen gegen meine Haut flüsterte.„Danke, Miss Torres“, sagte er, seine Stimme klang professionell, als er einen subtilen Schritt zurücktrat. „Ihre Großmutter war gesegnet, eine solch hingebungsvolle Familie zu haben.“Lügner. Wir wussten beide, dass meine Familie alles andere
~∆~ GABRIELLA ~∆~Ich erwachte von einem unbekannten Duft nach Zitrusfrüchten mit einer Spur meines Lieblingsbananendufts. Ich wollte mich tiefer in den Duft kuscheln, aber mein Körper registrierte sofort, dass etwas nicht stimmte.Mein Hotelzimmer riecht nicht nach Banane mit einem Hauch von Zitrus. Außerdem fühlte sich das Bett, in dem ich lag, zu weich an im Vergleich zu dem harten Bett, in dem ich gelegen hatte.Ich versuchte mich zu bewegen, und schloss sofort wieder die Augen. Der Schmerz zwischen meinen Beinen ist unerträglich. Meine Brustwarzen waren wund, mein Rücken schmerzte. Was zum Teufel ist letzte Nacht mit mir passiert?Verdammt, die Bar. Ich wurde unter Drogen gesetzt. Nein, nein, diese Männer, sie müssen mich vergewaltigt haben, aber warte, warum kommt mir das Gesicht des Vaters in den Sinn?Heilige Scheiße! Ich habe mit Damian geschlafen. Oh Gott. Oh Gott, was habe ich getan?Ich setzte mich abrupt auf und klammerte das Laken an meine nackte Brust. Das Bett neben mir
~∆~ DAMIAN ~∆~„Du weißt nicht, was du sagst. Das ist die Droge …“„Ich weiß, was ich sage!“ Sie setzte sich auf, Wasser rann von ihrem Körper, sie packte mein Gewand mit beiden Händen. „Ich will dich seit der Beichte. Besonders seit du mich angesehen hast, als würde ich zählen. Und jetzt brenne ich bei lebendigem Leib, und ich weiß, dass du der Einzige bist, der mir helfen kann.“„Gabriella …“„Bitte, Vater“, schluchzte sie jetzt und zog mich näher. „Ich flehe dich an. Fass mich an. Küss mich. Tu etwas. Ich halte diesen Schmerz nicht mehr aus.“Ihre Lippen landeten auf meinen, verzweifelt und ungeschickt und so verdammt süß, dass ich fast den Verstand verlor. Sie schmeckte nach Amaretto und jeder verbotenen Frucht, die ich vor Gott geschworen hatte zu meiden.„Herr, hilf mir. Bitte hilf mir. Ich kann das nicht allein. Ich will dieses besondere Schaf von dir.“Und trotz all dieser Gebete küsste ich sie zurück.Ich war nur ein Mann. Ein schwacher Mann, der diese Frau begehrte, seit ich











