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KAPITEL 3

Penulis: Maki.C
last update Tanggal publikasi: 2026-07-28 04:50:24

Katie

Das Erste, was mir auffiel, sobald die Autotür geöffnet wurde, war, dass dieser Aalir-Typ verdammt heiß war.

„Stehst du lieber direkt vor einer offenen Autotür und starrst mich an wie ein Perverser, oder steigst du lieber ein, damit wir losfahren können?“

Und unhöflich. Er war heiß und unhöflich. Die ganze Zeit über schaute er nicht einmal auf. Er tippte einfach weiter auf sein Handy.

„Ziemlich unhöflich“, murmelte ich, während ich mich ins Auto setzte und die Tür laut zuschlug, in der Hoffnung, er würde merken, dass mir seine Art, mit mir zu sprechen, nicht gefiel.

Nach einer Weile drehte ich mich zu ihm um. Ich schätzte ihn auf etwa 6'3. Er sah gut aus, und das wusste er auch. Sein Haar hatte einen intensiven, dunklen Schwarzton und war perfekt gestylt. Mein Blick glitt an seinem Körper hinunter und blieb an seinen Händen hängen. Er hatte Tattoos an den Händen, was ihn noch attraktiver machte.

„Bist du fertig mit dem Anstarren oder eher damit, mich mit den Augen Auszuziehen?"

„Das habe ich nie getan.“ Mein Gesicht war knallrot.

Anstarren? Ich habe ihn nie angestarrt, ich habe ihn beobachtet. Ja, ich habe ihn beobachtet.

„Ich habe nur beobachtet.“

„Was genau hast du beobachtet, Katie?“

„Wie lautet dein voller Name?“

„Was für eine tolle Art, das Thema zu wechseln, Katie Williams. Gerissen. Genau wie dein Vater.“

Moment mal, hat er gesagt, ich sei gerissen, genau wie mein Vater? Ausgerechnet mein Vater? Dieser nutzlose Mann? Ehrlich gesagt, Opa hätte an diesem Tag niemals mit Oma schlafen sollen. Er hätte lieber masturbieren sollen oder so, anstatt einen Fehler wie meinen Vater in die Welt zu setzen.

„Warum zum Teufel hast du das gesagt?“

„Ronan Aalir. Das ist mein voller Name.“

Wow. Schau mal, wer mich gerade als gerissen bezeichnet hat, weil ich das Thema gewechselt habe.

„Was für eine tolle Art, das Thema zu wechseln, Ronan Aalir. Du bist genauso gerissen wie ich.“

Ein leises Lachen ertönte vom Vordersitz.

Der kräftige Typ war definitiv amüsiert. Moment mal, ich habe gar nicht nach seinem Namen gefragt.

Ronan riss endlich seinen Blick von seinem Handy los, um mich anzusehen, und ich muss sagen, seine Augen hatten den schönsten Grauton, den ich je gesehen hatte.

Sie waren wunderschön und fesselnd. Mein Mund stand offen, und ich starrte sie einfach nur an.

Ein verschmitztes Lächeln huschte über seine Lippen, das jedoch ebenso schnell wieder verschwand, wie es gekommen war.

„Katie, komm mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Bist du etwa noch nicht fertig mit dem Beobachten, wenn ich fragen darf?“ Mein Mund schnappte endlich zu.

„Ja, und nach dieser dringend notwendigen Beobachtung muss ich sagen, dass du ein Stück Scheiße bist.“

Der große Kerl lachte erneut, und Ronan warf ihm einen langen, durchdringenden Blick zu.

„Wie heißt du?“

„Blake.“

„Schöner Name, den du da hast, Blake.“

„Danke, Ma’am.“ Es ist ziemlich seltsam, wenn mich jemand so nennt.

Kurz darauf ging mein Handy. Ich schaute nach, wer anrief – es war Caleb –, und schaltete das Handy aus. Er sollte mich verdammt noch mal in Ruhe lassen. Ich war nicht bereit, mir noch mehr Lügen von ihm anzuhören. Ich bin gerade mal achtzehn, ich habe noch eine Zukunft und ein Leben vor mir – na ja, zumindest nicht, bis ich das große Hindernis überwunden habe, das direkt neben mir sitzt. Habe ich in dieser Situation überhaupt noch eine Zukunft? Ich bin buchstäblich an diesen Mann verkauft worden. Er kann beschließen, mich an jemand anderen weiterzuverkaufen.

Plötzlich wurde mir die Realität bewusst. Ich hatte keine Zukunft mehr. Was wird aus meiner Ausbildung?

So kann ich nicht leben, nein. Ich musste mich an Papa rächen. Dieser Mann liebt niemanden. Ihm war nichts anderes wichtig als sein Ruf und Drogen.

Mama und ich waren für ihn nur Schachfiguren, um sein Chaos zu vertuschen.

Mama war zu schwach, um etwas zu unternehmen. Sie hat nie etwas getan, und ich bin mir nicht sicher, ob sie jetzt damit anfangen würde. So sehr ich es auch hasste, dass sie über alles Bescheid wusste und nichts sagte, bedeutete das nicht, dass ich sie im Stich lassen würde. Ich meine, ich bin wütend darüber, dass sie das getan hat, aber ich musste sie trotzdem auf die eine oder andere Weise retten. Papa war nicht gerade der beste Mensch, bei dem man bleiben konnte, wenn er betrunken oder high war.

Mehrmals musste ich einen privaten Arzt anrufen, damit er Mama behandelte – und meistens uns beide –, wegen der Schläge und Folter, die Papa uns zugefügt hatte.

Mama und ich hatten mehrmals Anzeige bei der Polizei erstattet, aber irgendwie kam die Information immer zu Papa, dass wir die Polizei wegen ihm gerufen hatten, und er warf uns dann in den Keller, wo er uns tagelang hungern ließ, nachdem er uns schwer verprügelt hatte. Er holte uns erst wieder ab, wenn ihm das Geld ausgegangen war. Mama war die einzige Person, die mich verstand, mir die Tränen abwischte, wenn es für mich wirklich schwer wurde, mich ermutigte, meine Ausbildung weiterzuverfolgen, und mir zeigte, wie sich die Fürsorge und Zuwendung einer Mutter anfühlte. Deshalb musste ich sie letztendlich doch aus diesem Ort herausholen, und zwar schnell – aber wie?

„Wir sind angekommen, Miss Katie.“ Hm, wir sind schon so schnell angekommen. Wie lange war ich wohl in Gedanken versunken?

Ich stieg aus dem Auto, und direkt vor meinen Augen lag eine wunderschöne Villa. Ich starrte voller Ehrfurcht darauf. Meine Augen konnten den Anblick gar nicht auf einmal erfassen. Ich schaute nach links und sah einen Swimmingpool, und ganz hinten rechts befand sich ein wunderschöner Garten. Ich wollte schon immer einen Garten bei meinem Haus haben. Ich war wie gebannt. Diese Villa war groß, nein, sie war riesig, gigantisch. Okay, mir gehen die Synonyme aus.

„Hier entlang, bitte, Fräulein.“ Eine gebieterische Stimme riss mich aus meiner Fassungslosigkeit. Ich sah mich um und stellte fest, dass Ronan und Blake schon längst verschwunden waren. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass sie weg waren. Moment mal, wie lange stand ich hier schon und starrte vor mich hin?

„Fräulein, bitte folgen Sie mir“, ach ja, jemand hatte mich ja angesprochen. Ich sah das Mädchen an; sie war ungefähr so groß wie ich, wirkte aber älter und hatte eine zierlichere Figur.

„Klar, gehen wir.“

Ich ließ mich von ihr hineinführen und war verblüfft, wie schön die Innenausstattung und die Einrichtung waren.

Ich blieb stehen, um die Schönheit zu bewundern, und man könnte sagen, ich war sprachlos.

„Fräulein. Bitte. Hier entlang.“ Okay, das Mädchen klang sichtlich genervt davon, wie oft ich schon stehen geblieben war, um die Villa zu bewundern. Sie sollte sich mal beruhigen, denn wir würden noch viel öfter anhalten. Moment mal, wohin waren wir eigentlich unterwegs?

„Wohin gehen wir, wenn ich fragen darf?“

„In Ihr Zimmer, Miss, und glauben Sie bloß nicht, dass Sie im selben Zimmer wie mein Chef untergebracht werden. Er hat noch nie eine frau in dieses Haus gelassen. "Ich weiß nicht, was eine Person wie Sie hier zu suchen hat.“

Okay, das war mal was Neues. Sie roch nach Ärger.

„Also ändert es für dich nichts, dass ich die erste Frau in seinem Haus bin?“

„Es ist mir egal, ob du die erste Frau bist, die in diesem Haus ist. Was mich interessiert, ist, dass du meinem Chef zu nahe kommst. Er gehört mir und nur mir allein, also halt dich fern.“

„Mädel, ich weiß nicht, was in deinem kleinen Köpfchen vor sich geht, aber ich sag das nur einmal, also hör gut zu. Ich werde in Ronans Zimmer gehen, und wir werden so heftig ficken, dass du uns aus den Zimmern der Dienstmädchen oder wo auch immer du nachts schläfst, hören kannst, und am Morgen werde ich dich rufen, damit du die Bettwäsche wechselst.“ Ich lächelte, da ich genau wusste, dass sie tatsächlich wütend war. Ihre Wangen waren knallrot, als sie mich zur Zimmertür führte. Gut, genau das hatte ich mir gedacht.

„Bieg links ab. Das erste Zimmer, das du auf der rechten Seite siehst, ist dein Zimmer.“

„Oh, danke, Liebes. Nicht, dass ich so oft in dem Zimmer sein werde wie in Ronans Zimmer, aber ich werde das Zimmer auf jeden Fall gut nutzen.“ Oh, sie war stinksauer. Ich schwöre, ich konnte sehen, wie ihr der Dampf aus den Ohren kam.

Das hat Spaß gemacht.

Ich öffnete die Tür zu meinem Zimmer und war sprachlos. Es war groß und hatte ein Queensize-Bett am rechten Ende des Raums.

Ich machte einen Rundgang durch das Zimmer, öffnete das Badezimmer, das bereits mit Damenhygieneartikeln ausgestattet war, und öffnete anschließend den begehbaren Kleiderschrank. Er war vollgestopft mit Kleidung und Damenunterwäsche. Woher kannte Ronan meine Größe, sogar bei der Unterwäsche?

Endlich schaltete ich mein Handy wieder ein und wurde von einem weiteren Anruf von Caleb begrüßt. Ich ließ mich sofort auf das Bett fallen, Tränen liefen mir über das Gesicht. Mein Leben war ein verdammtes Chaos. Ich weiß nicht, wie oder warum ich die ganze Zeit über nicht zusammengebrochen bin. Alles fühlte sich so schwer auf meinen Schultern an. Ich wünschte, Ella wäre gerade hier bei mir. Sie würde die richtigen Worte finden und wissen, wie sie mich beruhigen kann.

Moment mal, oh mein Gott, ich hatte Ella völlig vergessen. Wie konnte ich meine beste Freundin nur vergessen? Ich bin die beschissenste Freundin, die man sich vorstellen kann. Ganz zu schweigen davon, dass ich ihre beste Freundin bin. Während mir immer noch Unmengen von Tränen über die Wangen liefen, griff ich sofort nach meinem Handy, um Ella anzurufen – bis ich ein leises Klopfen an der Tür hörte.

„Fräulein, Herr Aalirs Eltern sind zu Hause und bitten Sie, in den Speisesaal zu kommen.“

Hm, was ist denn los? Wofür bitten sie mich, zu kommen?

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