แชร์

Kapitel 5

ผู้เขียน: KarenW
Aus Maeves Sicht

Zuhause stellte ich mich direkt unter die Dusche. Das Wasser sollte all das wegspülen, was ich nicht fühlen wollte.

Kaum war ich fertig, hörte ich Schritte im Flur.

„Was zum Teufel hast du dir dabei gedacht?“ Adrians Stimme fuhr scharf durch den Raum. Er ließ mir keine Zeit zu antworten. „Hast du heute Abend absichtlich versucht, meinen Ruf zu ruinieren? Meinen Ruf?“

„Ich hatte eine Nachricht bekommen“, sagte ich ruhig. „Du hast geschrieben, du hast etwas Wichtiges liegen lassen.“

„Hab ich aber nicht!“ Sein Gesicht war gerötet, die Hände fuhren durch die Luft. „Und selbst wenn – warum bist du einfach so in die Party marschiert? Warum bist du nicht über den Dienstboteneingang gekommen?“

Ich sah ihn an. „Nach mehr als zehn Jahren Ehe darf ich nicht mal durch die Vordertür deiner Party eintreten? Ich soll mich hineinschleichen wie das Küchenpersonal? Das sagst du mir gerade?“

Adrian stockte. „So habe ich das nicht gemeint…“, sagte er, ruhiger jetzt. „Ich wünschte nur, du hättest es nicht getan. Du hast mich in eine unmögliche Lage gebracht. Gerade laufen zwei große Verhandlungen. Alle haben gefragt, was es mit Viola und mir auf sich hat, und ich…“

„Ich war dabei“, sagte ich und wandte mich ab. „Ich habe deinen Antrag gehört. Wir sind noch verheiratet.“

Adrian trat schnell vor und drehte mich zu sich um.

„Ich musste es tun“, sagte er. „Sie müssen sehen, dass ich stabil bin. Dass ich eine Donna habe, die in diese Welt passt.“

Er zögerte und sah mich schließlich an. „Wir müssen uns vorerst scheiden lassen“, sagte er. „Nur der Form halber.“

Am Tag nach unserem zehnten Hochzeitstag stand der Mann, den ich die Hälfte meines Lebens geliebt hatte, vor mir und erklärte mir, dass er eine Scheidung brauche. Der Form halber. Für sein Ansehen. Für seine Geschäfte.

„Keine Sorge, Maeve“, sagte er schnell, bevor ich überhaupt antworten konnte. „Sieh es als Auszeit. Du musst dich nicht mehr ums Haus kümmern. Ich gebe dir Geld, genug zum Reisen und Erholen. Sobald die zwei Deals abgeschlossen sind, heiraten wir erneut. Du wirst gut versorgt sein. Ich…“

Er unterbrach sich und beobachtete mein Gesicht mit zu viel Aufmerksamkeit.

Fast komisch, wie vorsichtig er auf einmal war. Irgendwo wusste er wohl selbst, dass seine Forderung nicht vertretbar war. Dass er mir längst zu viel genommen hatte.

„Ich überschreibe dir beide Häuser“, fügte er schnell hinzu. „Dieses hier. Und das Strandhaus.“ Er griff nach meiner Hand. „Maeve, versuch es zu verstehen. Glaubst du, mir fällt das leicht? Ich brauche deine Unterstützung.“

Ich sagte nichts.

Adrian redete weiter, zählte Versprechen auf, Zugeständnisse, Ausreden.

„Maeve, ich tue das für uns. Für die Familie. Ich will, dass du und Cam ein besseres Leben habt als alle anderen. Ich weiß, es klingt vielleicht nicht fair … aber es ist nur vorübergehend.“

Als ihm schließlich die Worte ausgingen, sah ich ihn an und sagte ruhig: „In Ordnung. Ich unterschreibe.“

Die Erleichterung war ihm sofort anzusehen. „Du bist unglaublich, Maeve. Nur der Form halber. Ich wusste, du würdest es verstehen.“

Er redete weiter: vom Warten, vom Vertrauen, davon, dass zwischen ihm und Viola nichts war, dass ich noch immer die Einzige war.

Ich hörte auf zuzuhören.

Ob der Form halber oder nicht, es spielte keine Rolle mehr.

Denn bis Adrian merkte, dass es wirklich vorbei war,

war ich längst weg.

...

Am nächsten Tag fuhr ich ins Büro, um die letzten Unterlagen für Ärzte ohne Grenzen abzuschließen. Der Lebenslauf war fertig. Die Entscheidung gefallen.

„Frau Kane?“ Die Mitarbeiterin sah auf.

Ich lächelte kurz. „Eigentlich Maeve Calder.“

„Oh, Entschuldigung, Frau Calder.“ Sie erwiderte das Lächeln. „Wir haben alles erfasst. Wenn Sie nichts mehr ergänzen möchten, unterschreiben Sie hier bitte zur Bestätigung Ihrer Abreise. Sie verlassen New York heute Abend um 20 Uhr in Richtung Scevut, Afrika.“

Ich nahm den Stift und unterschrieb mit einem einzigen, ruhigen Zug. „Danke.“

„Gern geschehen, Frau Calder. Willkommen im Programm. Wir hoffen, Sie erleben eine bedeutungsvolle Zeit in unserem Afrika-Büro.“

Kaum hatte ich das Büro verlassen, summte das Handy in meiner Tasche. Adrian.

„Wo bist du?“, fragte er ungeduldig.

„Nur kurz weg. Einkaufen.“

„Komm nach Hause. Ich … habe die Papiere fertig.“

Richtig. Die Papiere.

Er hatte es erst gestern Abend erwähnt, aber die Unterlagen lagen bereits bereit. Er hatte sich längst darauf vorbereitet, lange bevor er die Worte je ausgesprochen hatte.

„Ich bin gleich da“, sagte ich.

อ่านหนังสือเล่มนี้ต่อได้ฟรี
สแกนรหัสเพื่อดาวน์โหลดแอป

บทล่าสุด

  • Von Donna zur Ärztin: Mein Neustart   Kapitel 11

    Aus Maeves SichtEin weiteres halbes Jahr glitt vorbei, leise wie ein Atemzug.Leah und ich wurden zu den leitenden Koordinatorinnen. Amy und Adam beendeten ihr Programm und kehrten nach Hause zurück. Jackson schloss sein Programm ebenfalls ab.Am Tag seiner Abreise suchte er mich unter dem alten Feigenbaum hinter dem Gelände auf. Er wirkte zum ersten Mal seit unserer Bekanntschaft nervös.„Maeve“, sagte er sanft. „Ich mag dich. Aber du musst mir jetzt keine Antwort geben. Ich wollte nur, dass du es weißt: Ich habe Geduld. Und ich bin hartnäckig. Wenn ich mein Herz auf jemanden gerichtet habe, gebe ich nicht leicht auf. Nimm dir alle Zeit, die du brauchst ... Ich warte.“Ich gab ihm keine Antwort. Nein sagte ich aber auch nicht.Nicht weil ich nicht wusste, wie ich mich fühlte – sondern weil ich es wusste. Jackson war anders als jeder Mann, dem ich je begegnet war. Respektvoll, geerdet, ohne jede Angeberei. Beständig auf eine Art, die sich anfühlte wie ein sicherer Hafen.Ich mochte i

  • Von Donna zur Ärztin: Mein Neustart   Kapitel 10

    Aus Maeves SichtIch richtete mich auf und sprach klar. „Das hier ist mein Arbeitsplatz. Ich erwarte, dass ihr mich beide respektiert und jetzt geht.“„Papa!“, jammerte Cam.Adrian winkte ihn ungeduldig ab. „Geh kurz raus und spiel. Ich rede mit Mama, in Ordnung? Ich überzeuge sie, mit uns nach Hause zu kommen.“Er sagte es wie etwas Selbstverständliches – mein Leben gehörte ihm, darüber zu verhandeln stand ihm zu.Cam brummte etwas und lief hinaus.Adrian sah mich an, einen Moment lang unschlüssig. „Maeve, ich –“„Adrian“, sagte ich ruhig, ohne ihn ausreden zu lassen, „ich habe mich neulich klar ausgedrückt. Ich lebe jetzt hier. Ich möchte nicht, dass du einfach so auftauchst und mein Leben durcheinanderbringst.“Er schnaufte, Gereiztheit flackerte in seinen Augen auf. „Das nennst du ernsthaft Leben? Schau dich hier um – das ist doch ein Elendsloch. Nach der Scheidung habe ich dir zwei Häuser überschrieben. In einem davon könntest du angenehm wohnen. Reicht dir das nicht? Und neb

  • Von Donna zur Ärztin: Mein Neustart   Kapitel 9

    Aus Maeves SichtJackson sah mich einmal kurz an. Ich schwieg.Er wandte sich wieder an Adrian, ohne mit der Wimper zu zucken. „Ich sage etwas nicht zweimal. Gehen Sie jetzt, oder ich lasse Sie von meinen Leuten persönlich hinausbegleiten.“„Aber...“Jackson ließ ihn nicht ausreden. „Ich glaube nicht, dass Sie möchten, dass mein Vater erfährt, wie Sie sich heute Abend verhalten haben. Zumal Sie noch ein Geschäft mit ihm abzuschließen haben.“Nach einer angespannten Pause packte Adrian Viola am Handgelenk und verschwand in der Menge. Er warf keinen Blick zurück.Die Musik setzte wieder ein. Die Menge hatte nichts bemerkt.Leah beugte sich kurz zu mir. „Ich warte dort drüben auf dich“, murmelte sie und zog sich leise zurück.Dann standen nur noch Jackson und ich nebeneinander.Ich holte nicht gern Bruchstücke meines alten Lebens hervor. Schon gar nicht hier, vor jemandem, den ich kaum kannte.„Entschuldigung für die Szene“, sagte ich leise. „Mein Ex-Mann ist...“Ich stockte. Für zehn Jah

  • Von Donna zur Ärztin: Mein Neustart   Kapitel 8

    Aus Maeves SichtEin paar Tage später, als ich gerade einen Patientenbericht durchsah, beugte Leah sich zu mir herüber und flüsterte verschwörerisch: „Hast du es gehört? Der Mann, den du gerettet hast – er ist der Sohn von Hardem Wils.“Ich blinzelte. „Hardem Wils?“ Der Name sagte mir nichts.Leah riss die Augen auf. „Hardem Wils. Der Anführer der Söldnerfraktion, die hier stationiert ist.“Ich sah sie weiterhin verständnislos an.Sie verdrehte die Augen, die Stimme voller Klatschlust. „Er hat das Krankenhaus hier finanziert und die Hälfte der Straßen und Schulen in der Region gebaut. Du weißt doch, wie die Einheimischen die Söldner hassen. Aber nicht die Wils. Die Leute hier vergöttern ihn. Er wird hier fast wie ein König verehrt. Ich kann nicht glauben, dass du noch nie von ihm gehört hast!“Ich murmelte den Namen vor mich hin und schüttelte den Kopf. „Nein, wirklich nicht.“Leah stieß mich kumpelhaft gegen die Schulter. „Das wundert mich nicht. Du arbeitest seit deiner Ankunft ohne

  • Von Donna zur Ärztin: Mein Neustart   Kapitel 7

    Aus Maeves SichtDie Maschine landete kurz nach neun Uhr morgens in Scevut.Am Flughafen wartete Leah auf mich, eine der lokalen Koordinatorinnen. Ihr Englisch war fließend, ihr Lächeln kam ohne Anstrengung.„Sie müssen Maeve sein“, sagte sie und streckte mir die Hand entgegen. „Sie sind früh dran.“Ich schüttelte ihr die Hand. „Der Flug lief gut.“Voller Energie plauderte sie auf dem Weg zum Parkplatz drauflos: über das Programm, das Gelände, die Ärzte, sogar über gelegentliche Wildtiersichtungen. Ihre Begeisterung ließ alles hier leichter erscheinen, als ich erwartet hatte.„Ich arbeite wirklich gern mit dem Team“, sagte sie. „Alle sind nett. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen.“Ich war tatsächlich ein wenig nervös.„Ich habe lange nicht mehr in einem offiziellen Rahmen gearbeitet“, gab ich zu. „Ich hoffe nur, ich bremse niemanden aus.“Leah zog mich kurz in eine aufmunternde Umarmung. „Keine Sorge. Du wirst hier Großartiges leisten. Das spüre ich jetzt schon.“Die Fahrt war kurz

  • Von Donna zur Ärztin: Mein Neustart   Kapitel 6

    Aus Maeves SichtNoch bevor ich die Tür öffnete, hörte ich Lachen von innen.„Wird Viola meine neue Mama?“, rief Cam, hell und aufgeregt.Meine Hand erstarrte auf dem Griff.„Du kannst mich ruhig Mama nennen“, lachte Viola. „Obwohl deine Freunde das bestimmt nicht glauben werden. Ich sehe viel zu jung aus.“„Das ist mir egal. Ich will, dass du meine Mama bist. Mama, Mama, Mama!“So hatte er mich nie gerufen. Und jetzt rief er es für jemand anderen.Ich atmete langsam aus und öffnete die Tür.Alle drei saßen auf dem Sofa. Viola sah mit einem Lächeln auf, gepflegt und höflich, aber die Augen blieben kalt. Adrian warf kaum einen Blick zu mir herüber. Für ihn war ich nur eine Störung – jemand, der bei etwas Wichtigerem dazwischengekommen war. Cam wirkte enttäuscht. Ich hatte seinen Moment verdorben.„Ich bin direkt zurückgekommen, wie du es wolltest“, sagte ich und trat ein. Ich setzte mich ihnen gegenüber.Adrian reichte mir die Unterlagen. „Unterschreib auf der letzten Seite. Du musst s

  • Von Donna zur Ärztin: Mein Neustart   Kapitel 4

    Aus Maeves SichtIch begann, die Kleider zu packen, die ich nach Afrika mitnehmen wollte.Nicht viel war es – gerade genug für einen einzigen kleinen Koffer. Und selbst mit dem zugeklappten Koffer an der Tür wirkte der Schrank unberührt. Der Schmuck lag unberührt in seinem Samtkasten.Nichts davon

  • Von Donna zur Ärztin: Mein Neustart   Kapitel 3

    Aus Maeves Sicht„Maeve! Wo ist das Frühstück?“ Adrians Stimme peitschte durch den Raum.Ich schreckte benommen hoch. Er stand bereits im Türrahmen, Ungeduld zeichnete sich deutlich in seinem Gesicht ab.„Das ist also dein Verständnis von Fleiß im Haushalt? Du schaffst es nicht mal mehr, das Frühstü

  • Von Donna zur Ärztin: Mein Neustart   Kapitel 2

    Aus Maeves Sicht„Ja, ich habe dir gesagt, du sollst deine Karriere auf Eis legen – um dich um das Haus und die Familie zu kümmern. Aber so habe ich das nicht gemeint. Kannst du dir vorstellen, was meine Don-Freunde sagen, wenn ich dich jetzt zu einer Party mitbringe? Genau das sagen sie: ‚Wo hast d

  • Von Donna zur Ärztin: Mein Neustart   Kapitel 1

    Aus Maeves SichtMein Mann, der Don, hatte mich zehn Jahre lang vernachlässigt. Ohne es zu bemerken, war ich zur unsichtbaren Frau geworden: zu der Frau, die zu Hause blieb und den Haushalt machte, während er seine Sekretärin zu jeder Veranstaltung mitnahm und sie dort wie eine Gleichgestellte behan

บทอื่นๆ
สำรวจและอ่านนวนิยายดีๆ ได้ฟรี
เข้าถึงนวนิยายดีๆ จำนวนมากได้ฟรีบนแอป GoodNovel ดาวน์โหลดหนังสือที่คุณชอบและอ่านได้ทุกที่ทุกเวลา
อ่านหนังสือฟรีบนแอป
สแกนรหัสเพื่ออ่านบนแอป
DMCA.com Protection Status