เข้าสู่ระบบRafaela sitzt an ihrem Schreibtisch, atmet tief durch und versucht zu begreifen, was sie gerade gehört hat.
„Ich wurde damit beauftragt, die Ergebnisse deiner Untersuchungen entgegenzunehmen, deshalb bin ich hergekommen, um dich zu informieren", sagt Kate mit sorgenvoller Stimme.
„Ist dir eigentlich klar, was du mir da gerade sagst, Kate? Das ist furchtbar", antwortet Rafaela, die noch immer unter Schock steht.
„Ich weiß, Amiga. Und wir wissen beide, wer der Vater dieses Kindes ist."
„Sprich leiser", bittet Rafaela und sieht sich um, weil sie befürchtet, dass Ethan noch in seinem Büro sein könnte.
„Was wirst du jetzt tun?"
„Ich werde natürlich noch einen Test machen", antwortet Rafaela und versucht, ruhig zu bleiben. „Solche Fehler passieren. Wir haben verhütet. Was für ein Pech wäre es, wenn ich ausgerechnet von jemandem wie ihm schwanger geworden wäre?"
„Dann kaufen wir ein paar Schwangerschaftstests aus der Apotheke."
Als sie zu Hause ankommen, rennt Rafaela ins Badezimmer, um den ersten Test zu machen, der positiv ausfällt.
„Diese Tests aus der Apotheke sind nicht zuverlässig", sagt sie und öffnet bereits den zweiten, der ebenfalls positiv ausfällt.
„Amiga, sehen wir der Realität ins Auge: Du bist schwanger. Können wir zum nächsten Schritt übergehen?", fragt Kate, als sie sieht, dass Rafaela bereits den dritten Test vorbereitet.
„Das kann nicht passieren, Kate."
„Wenigstens weißt du, wer der Vater ist. Stell dir vor, du hättest Mr. Ethan am nächsten Tag nicht gesehen. Dann würdest du nicht einmal den Namen des Mannes kennen, mit dem du etwas hattest."
„Das Problem ist, dass unter all den Möglichkeiten ein Fremder wesentlich leichter zu ertragen wäre", antwortet Rafaela mit einem schweren Seufzer.
„Rede nicht so, Amiga. Er trägt ebenfalls die Verantwortung dafür. Bitte ihn einfach um ein Gespräch und erzähl ihm, was passiert ist."
„Ich kann nicht", sagt Rafaela beinahe flüsternd. „Er hat unmissverständlich klargemacht, dass er keine Kinder mag."
„Dann hätte er vorsichtiger sein müssen. Jetzt lässt sich nichts mehr daran ändern. Sei froh, dass du es so früh erfahren hast, und versucht, gemeinsam eine Lösung zu finden."
„Kate ..." Rafaela zögert, bevor sie fortfährt. „Was ist, wenn er von mir verlangt, abzutreiben?"
Kate schweigt einen Moment lang und denkt über das nach, was ihre Freundin gerade gesagt hat. Tatsächlich sind mächtige Männer wie Ethan es gewohnt, Probleme mit Drohungen und Geld zu lösen.
„Die Entscheidung liegt nicht allein bei ihm, Rafa. Es ist dein Körper und auch dein Baby. Lass dich nicht unter Druck setzen."
„Danke, Amiga." Die beiden umarmen sich, während das Schweigen zwischen ihnen von Unterstützung und Verständnis erfüllt ist.
[...]
Am folgenden Tag kommt Rafaela früh ins Büro. Sie ist nachdenklich und überlegt, was sie tun soll. Ethan von der Schwangerschaft zu erzählen und ihm zu offenbaren, dass er der Vater ist, erscheint ihr wie eine unmögliche Aufgabe. Sie weiß, dass er vermutlich eine Abtreibung vorschlagen würde, zu der ihr der Mut fehlt. Doch die Angst, ihre Arbeit zu verlieren und ohne Einkommen dazustehen, ist real. Nach Brasilien zurückzukehren und mit ihrer Familie in der Pension zu arbeiten, wäre eine Möglichkeit, aber was wäre dann mit Kate? Sie haben gemeinsam eine Wohnung gekauft und sich verpflichtet, sie abzubezahlen. Es wäre nicht gerecht, ihrer Freundin alles aufzubürden und einfach fortzugehen.
Der Aufzug, der zu der Etage führt, in der sie arbeitet, öffnet sich und gibt den Blick auf Ethan Smith mit seiner imposanten Erscheinung frei. Die Führungskräfte des Unternehmens verfügen über einen eigenen Aufzug und einen privaten Flur, doch dies ist bereits das dritte Mal, dass Ethan durch den Flur der Mitarbeiter kommt. Vielleicht will er auf diese Weise überprüfen, ob seine Sekretärin ihre Arbeitszeiten einhält.
„Guten Morgen, Sir", begrüßt Rafaela ihn und steht von ihrem Stuhl auf.
Er antwortet nicht, sondern wirft ihr lediglich einen flüchtigen Blick zu und bemerkt das Blatt Papier in ihrer Hand.
„Haben Sie diese Liste noch immer nicht auswendig gelernt?", fragt er und betrachtet die Liste, die er mit seinen Anforderungen erstellt hat.
„Doch, Sir. Ich habe sie bereits auswendig gelernt. Ich habe sie nur noch einmal gelesen, damit ich nichts vergesse", erklärt sie. Ethan ignoriert sie und öffnet die Tür zu seinem Büro, um hineinzugehen.
„Sir!", ruft sie ihm nach und bringt ihn dazu, auf halbem Weg stehen zu bleiben.
„Was ist?", fragt er ungeduldig.
„Warum mögen Sie keine Kinder?" Rafaela weiß, dass die Frage seltsam klingen könnte, doch sie muss einen Weg finden, das Thema ihrer Schwangerschaft anzusprechen.
„Braucht man dafür einen Grund?", erwidert er mit einem sarkastischen Lachen. „Sie sind laut, anstrengend, kennen keine Grenzen und halten einen im Leben nur auf."
„Warum glauben Sie, dass ein Kind einen im Leben aufhält?", beharrt sie.
„Glauben Sie das etwa nicht?", entgegnet er mit einer Gegenfrage. „Sagen Sie mir, Rafaela: Wenn Sie ein Kind hätten, würde es Ihr Leben nicht beeinträchtigen?"
„Vielleicht ein wenig, aber das ist kein Grund, Kinder nicht zu mögen, finden Sie nicht?", hält sie dagegen.
„Ein wenig?" Er zieht eine Augenbraue hoch. „Sie leben weit entfernt von Ihrer Familie in diesem Land. Wenn Sie ein Kind hätten, könnten Sie dann Ihre Arbeit und Ihre anderen Verpflichtungen bewältigen? Ich hasse Kinder, weil sie vollkommen abhängig, anhänglich und gedankenlos sind."
„Aber genau das sagt doch schon die Bezeichnung: Es sind Kinder", versucht sie zu erklären.
„Dafür habe ich keine Geduld", antwortet Ethan unverblümt.
„Dann ziehen Sie es nicht in Betracht, in absehbarer Zeit Vater zu werden?", fragt Rafaela und versucht, ihre Nervosität zu verbergen.
„Ich ziehe es überhaupt nicht in Betracht, Vater zu werden. Niemals", antwortet er ohne zu zögern.
„Aber wenn es passieren würde? Was würden Sie tun?", fragt sie weiter und wartet angespannt auf seine Antwort.
„Das wird niemals passieren. Wie Sie wissen, verhüte ich sehr sorgfältig."
„Keine Verhütungsmethode ist zu hundert Prozent sicher, und ..."
„Hören Sie damit auf", unterbricht Ethan sie deutlich gereizt. „Das wird niemals passieren. Und sollte tatsächlich eine Frau von mir schwanger werden, bin ich mir sicher, dass es Möglichkeiten gibt, dafür zu sorgen, dass dieses Kind niemals zur Welt kommt."
Rafaelas Augen weiten sich. Genau das hat sie befürchtet.
„Ich habe verstanden, Sir", antwortet sie mit einem Kloß im Hals.
„Haben Sie noch weitere Fragen zu den Punkten auf der Liste?"
„Nein, Sir", antwortet sie, woraufhin er ihr einfach den Rücken zukehrt und sein Büro betritt.
Rafaela bleibt verstört zurück. Ethan hat mit einem Teil seiner Aussage recht: Ein Kind würde enorme Verantwortung, viel Zeit und Energie erfordern. Vielleicht hat er recht. Vielleicht wäre es am vernünftigsten, dieses Kind nicht zur Welt zu bringen. Wie sollte sie schließlich allein, weit weg von ihrer Familie, ein Kind großziehen, dessen Vater nichts von ihm wissen will?
An ihrem Schreibtisch beginnt sie, nach Abtreibungskliniken zu suchen. So sehr der Gedanke sie auch abstößt, sie fürchtet sich davor, ein Kind zur Welt zu bringen, nur damit es leiden muss. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit, dass Ethan alles unternehmen könnte, um sie aus dem Unternehmen zu drängen.
Am Ende des Arbeitstages nimmt Rafaela ein Taxi und fährt zu einer der Kliniken, nach denen sie gesucht hat, ohne Kate von ihrer Entscheidung zu erzählen. Ihr Herz ist gebrochen, doch sie betritt die Klinik und beginnt, die Unterlagen auszufüllen, die ihr die Empfangsmitarbeiterin überreicht.
Nachdem sie die Formulare ausgefüllt hat, setzt sie sich und wartet. Kurz darauf ruft ein Arzt sie auf und führt sie in das Behandlungszimmer.
„Nach dem, was ich in Ihren Unterlagen gelesen habe, haben Sie gerade erst von der Schwangerschaft erfahren, richtig?", fragt der Arzt, ohne den Blick von den Dokumenten zu heben.
„Ja, ich glaube, sie besteht erst seit zwei Wochen", antwortet Rafaela mit zitternder Stimme.
„Sehr gut, dadurch wird der Eingriff einfacher", sagt er, ohne sie noch immer anzusehen. „Ziehen Sie sich um und legen Sie sich dort hin." Er deutet auf eine kleine Liege. „Wir erledigen das schnell."
Eine Krankenschwester erscheint, reicht Rafaela ein Krankenhaushemd und zeigt ihr, wo sie sich umziehen soll. Rafaela betritt das Badezimmer und beginnt, sich auszuziehen. Als sie jedoch mit der Hand über ihren Bauch streicht, wird sie von einem Wirbelsturm aus Gefühlen überwältigt. Sie erinnert sich an Aurora, die sich trotz ihrer Einsamkeit und fehlenden finanziellen Möglichkeiten dazu entschieden hat, ihre Zwillingsschwangerschaft fortzusetzen.
„Warum kann ich nicht wie Aurora sein?", denkt Rafaela. „Warum bin ich so egoistisch und denke nur an mich?"
Entschlossen zieht Rafaela ihre Kleidung wieder an und öffnet die Badezimmertür.
„Es tut mir leid, aber ich werde das nicht tun", sagt sie mit fester Stimme zu dem Arzt und der Krankenschwester, obwohl ihr Herz noch immer schwer ist.
Rafaela war seit genau siebenunddreißig Wochen schwanger. Da sie sich bereits dem Ende der Schwangerschaft näherte, hatte sie Urlaub bekommen. Obwohl sie das nicht wollte, musste sie ihn akzeptieren, nachdem ihr Mann ihr erklärt hatte, dass dies einer der Vorteile sei, die sie als seine Ehefrau genoss.Es war Freitag, und da Kate gerade nichts zu tun hatte, nutzte Rafaela die Gelegenheit, um mit ihr zu telefonieren.„Wie läuft es in Brasilien?", fragte sie.„Wie könnte ich meinen Aufenthalt hier zusammenfassen?", sagte Kate. „Die Menschen sind herzlich und aufgeschlossen. Ich habe jeden Tag Portugiesischunterricht, und Tácio geht abends alles noch einmal mit mir durch. Wir haben schon so viele Orte besucht, und an den Wochenenden verbringen wir unsere Zeit miteinander und unternehmen Dinge, die Paare eben so machen." Kates Stimme klang am anderen Ende der Leitung begeistert. Es war deutlich zu hören, wie glücklich sie war.„Wie kommst du damit zurecht, den ganzen Tag allein zu sein?"
Nach den gelungenen Flitterwochen kehrten sie nach Hause zurück. Als sie in New York ankamen, holten sie Ava bei ihren Großeltern ab.„Meine Lieben, wie waren die Flitterwochen?", begrüßte Susan sie, als sie das Wohnzimmer betraten.„Wundervoll, Schwiegermama. Wir hatten sehr viel Spaß", sagte Rafaela und umarmte ihre Schwiegermutter.„Ja, Mom, wir hatten wirklich viel Spaß. Und eines kannst du mir glauben: Wenn Rafaela nicht schon schwanger gewesen wäre, wäre sie während der Tage, die wir miteinander verbracht haben, schwanger geworden."„Ethan!", wies sie ihren Mann zurecht. „Hör nicht auf das, was er sagt, Susan. Ethan schlägt manchmal ein wenig über die Stränge."„Ich weiß, wie er ist." Susan lachte. „Ehrlich gesagt stört mich der Unsinn, den mein Sohn erzählt, überhaupt nicht. Ich sehe ihn sehr gern so glücklich."Susan umarmte ihren Sohn mehrere Sekunden lang.„Ich habe es so sehr vermisst, dich auf diese Weise zu sehen, mein Sohn. Du verdienst all dieses Glück."„Du kannst dir
Als sie im Flugzeug saßen, das sie in die Flitterwochen bringen würde, beobachtete Ethan seine schlafende Frau. Während er sie bewunderte, bemerkte er ihren ruhigen und entspannten Gesichtsausdruck, der ein so wohltuendes Gefühl ausstrahlte. Sie war alles, was er brauchte.Sie war alles, wonach er so viele Jahre lang gesucht hatte.Obwohl der Flug kurz war, da sie nach Tulum in Mexiko reisten, war Rafaela schnell eingeschlafen. Vielleicht war sie wegen der Hochzeitsfeier erschöpft, oder ihre Müdigkeit lag an der erneuten Schwangerschaft.Ethan konnte noch immer kaum glauben, was während der Trauung geschehen war. Von all den wunderbaren Geschenken, die er je bekommen hatte, war dieses mit Sicherheit das schönste von allen.Ein weiteres Baby war unterwegs, und dieses Mal würde er von Anfang an alles miterleben können.„Warum siehst du mich so an?" Rafaela wachte auf und bemerkte, dass ihr Bräutigam den Blick nicht von ihrem Bauch abwandte.„Ich denke noch immer über alles nach, was in
Als die Musik für den Einzug der Braut zu spielen begann, hielt Rafaela sich fest am Arm ihres Vaters.„Mach dir keine Sorgen, meine Tochter. Papa ist bei dir", sagte ihr Vater und versuchte, sie zu beruhigen.Als sie Ethan vor dem Traualtar sah, so wunderschön, als würde sie ihn zum ersten Mal erblicken, schlug ihr Herz derart heftig, dass sogar ihre Beine zu zittern begannen.„Papa, um Gottes willen, lass mich nicht hinfallen", bat sie, während ihre Hände vor Nervosität feucht wurden.Langsam gingen sie über den verspiegelten Gang, der im Garten eines Anwesens aufgebaut worden war, das Ethan persönlich und mit großer Sorgfalt ausgewählt hatte. Sie betrachtete all die Gäste, die sich dort versammelt hatten.Sie entdeckte Aurora, ihre Kinder und Oliver. Sie sah ihre gesamte Familie aus Brasilien, darunter ihre Schwester, ihre Neffen und Nichten sowie ihren Schwager. Auch einige Tanten, zu denen sie ein enges Verhältnis hatte, waren dort.In der Nähe des Traualtars entdeckte sie ihre S
Zwei Monate später.„Bist du sicher, dass das dasselbe Kleid ist, das du vor einigen Tagen anprobiert hast?", fragte Kate, während sie versuchte, die Knöpfe an Rafaelas Brautkleid zu schließen.„Natürlich ist es dasselbe. Es wurde maßgeschneidert für mich angefertigt."„Meine Liebe, dann musst du wegen der Hochzeit sehr nervös gewesen sein und alles mit Essen kompensiert haben", bemerkte sie.„Sag so etwas nicht. Wegen meiner Nervosität habe ich kaum richtig gegessen."Als Kate das Geständnis ihrer Freundin hörte, ließ sie die Knöpfe los und sah sie an.„Rafa, sag mal: Ist deine Periode vielleicht überfällig?"Rafaela dachte kurz nach und erinnerte sich daran, dass sie seit zwei Monaten keine Menstruation mehr gehabt hatte.Sie nickte.„Rafaela, du bist schwanger!", erklärte Kate.„Bist du verrückt? Das kann nicht wahr sein. Ava ist noch nicht einmal ein Jahr alt."„Und habt ihr etwa verhütet? Denn wenn ich mich richtig erinnere, habt Ethan und du euch wie zwei rollige Kaninchen benom
Als sie im Krankenhaus ankamen und das Zimmer betraten, in dem Charlotte lag, fanden sie sie schlafend in ihrem Bett vor. April saß neben ihr. Ihre Augen waren vom vielen Weinen gerötet und geschwollen.Als sie Ethan durch die Tür hereinkommen sah, stand sie rasch auf und ging auf ihn zu.„Endlich sind Sie gekommen", sagte sie. „Bitte erzählen Sie mir, was mit meiner Nichte geschehen ist. Warum fragt sie ständig nach einem Kind namens Matteo?"Nach allem, was in der Vergangenheit geschehen war, hatte Charlotte niemandem aus ihrer Familie von der Schwangerschaft erzählt, nicht einmal ihrem Vater.„Charlotte war vor einigen Jahren schwanger, aber sie verlor das Baby", gestand er.„Wie kann das sein? Sie hat uns niemals etwas davon erzählt."„Ich glaube, es ist kein Thema, von dem sie mit Stolz erzählen würde", vermutete er.April blickte erneut zu ihrer Nichte, die unter dem Einfluss von Medikamenten im Bett lag, und fühlte sich hilflos, weil sie sie leiden sah und nichts dagegen tun ko







