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Das Geheimnis der Luna

Autor: Uche write
last update Data de publicação: 2026-09-19 11:49:33

Alpha Klein trat näher an Michael heran, sein Ausdruck war undurchschaubar.

Für einen kurzen Moment flackerte Unsicherheit in seinen Augen, bevor sich ein langsames Lächeln auf seinem Gesicht ausbreitete. Er hob eine Hand und klopfte Michael leicht auf die Schulter.

„Alpha Moon", sagte Klein geschmeidig und sah ihm in die Augen.

Seine Finger krümmten sich für einen Moment zur Faust, bevor sie sich langsam wieder entspannten.

„Ich erlaube ihr, eine Woche bei dir zu bleiben."

Stille krachte schwer in den Raum.

Rias Blick wanderte zwischen den beiden Alphas hin und her, ihr Herz schlug heftiger, während sie versuchte, die seltsame Spannung zu verstehen, die zwischen ihnen hing.

Michael antwortete nicht sofort.

Sein Gesicht blieb ruhig, doch etwas Dunkles blitzte hinter seinen Augen auf. Er hielt seine Aufmerksamkeit einen Moment lang auf den Balkon gerichtet, bevor er sich langsam wieder Klein zuwandte.

Kleins Atem hatte sich nun unmerklich verändert, schwerer als zuvor, wie ein Mann, der auf sein Urteil wartet.

Michael trat näher.

„Ich glaube, du missverstehst mich, Klein", sagte er kühl. „Sie ist lediglich eine Dienerin, die ich für eine Aufgabe brauche."

„Ich weiß", unterbrach Klein schnell. „Genau deshalb vertraue ich sie dem Königlichen Rudel an."

Sein Lächeln wirkte gezwungen und unbeholfen.

„Ich weiß, dass ihr dort kein Leid geschehen wird."

Michael sagte nichts.

Stattdessen wanderte sein Blick langsam zu Ria.

Ria verstand immer noch nicht, was für ein Spiel die beiden Männer spielten, aber sie nickte Klein trotzdem leicht zu.

„Du kommst doch klar, weg vom Schattenrudel, Charlotte?", fragte Klein plötzlich. Die Frage klang beiläufig, doch der Blick in seinen Augen war es nicht.

„Klar", antwortete Ria sofort.

Kleins Gesicht erstarrte. Sein Kiefer spannte sich scharf an, als er sie anstarrte, und seine Hände ballten sich langsam an seinen Seiten.

Doch Michael hatte sich bereits abgewandt und führte Ria aus dem Raum, bevor Klein erneut sprechen konnte.

Sie überquerten den Balkon und stiegen hinab in den Hof.

Hinter ihnen blieb Klein regungslos stehen. Er starrte auf die Stelle, an der Charlotte aus seinem Blickfeld verschwunden war, und sie schien sich in seinen Verstand einzubrennen.

Die Charlotte, die er kannte, hätte ihm niemals so schnell geantwortet und ihm niemals direkt in die Augen gesehen.

Sie wäre niemals ohne Angst weggegangen.

Etwas hatte sich an ihr verändert seit dem Vorfall an der Klippe.

Und er brauchte Antworten.

Klein begann plötzlich, im Hof auf und ab zu gehen, seine Fäuste ballten sich mit jedem Schritt fester.

„Was ist hinter der Klippe passiert?", murmelte er finster.

Er blieb abrupt stehen und wandte sich der kleinen Tür in der Nähe von Charlottes Gefängniskammer zu.

„Mira!"

Sein Brüllen hallte gewaltsam durch die Hofmauern, und innerhalb von Sekunden näherten sich eilige Schritte.

Mira eilte herbei und senkte sofort den Blick, sobald sie ihn erreichte. Sie zitterte sichtbar.

Klein schwieg eine lange Weile, während seine Augen aufmerksam ihr Gesicht musterten.

Miras Hände zitterten unter seinem Blick noch stärker.

Dann schließlich …

„Während der Jagd", sagte Klein langsam, „was ist passiert, als Alpha Moon Charlotte gebeten hat, ihm hinter die Klippe zu folgen?"

Miras Lippen öffneten sich leicht, aber es kamen keine Worte heraus.

Kleins Ausdruck verfinsterte sich.

„Mira."

Seine Stimme wurde augenblicklich schärfer.

„Was ist hinter dieser Klippe passiert?"

Die Luft um ihn herum wurde erstickend, und sein Blick wirkte nun weniger menschlich, kalt und raubtierhaft.

Mira schluckte schwer.

„Ich … ich wurde weggeschickt", stammelte sie. „Alpha Moon hat mich gebeten, Kräuter zu sammeln, weil Charlotte verletzt wurde, als sie Tieren nachjagte."

Ihre Stimme wurde gegen Ende schwächer. Dann verstummte sie ganz.

Klein starrte sie weiter an, regungslos.

Plötzlich entfuhr ihm ein hartes Lachen, das durch den Hof hallte. Seine Faust ballte sich gewaltsam.

„Du weißt, wie besitzergreifend ich bei Charlotte bin", knurrte er. „Und trotzdem ist sie freiwillig mit ihm gegangen."

Seine Augen verdunkelten sich weiter.

„Die Charlotte, die ich kenne, gehorcht jedem meiner Blicke."

Er wandte sich scharf ab und begann wieder zu gehen.

„Sie würde niemals einen anderen Alpha mir vorziehen."

Seine Schritte hallten schwer über den Steinboden.

„Also, was hat sich verändert?"

Mira stand wie erstarrt, bis seine Schritte schließlich verschwanden.

Erst dann ließ sie den Atem entweichen, den sie angehalten hatte.

Sie drehte sich schnell um, um zu gehen …

Und prallte gegen jemanden, der hinter ihr stand.

Mira taumelte sofort zurück, als Serene sie noch fester gegen die Wand drückte.

„Was verbirgst du, Mira?", fragte Serene leise und trat näher.

Ihre Augen verengten sich gefährlich.

„Glaubst du, du kannst das für immer verbergen?"

Mira schwieg und versuchte, an ihr vorbeizugehen.

Aber Serenes nächste Worte hielten sie augenblicklich auf.

„Sie wird das nicht lange überleben, das weißt du, oder?"

Miras Schultern versteiften sich. Serene trat näher und senkte ihre Stimme.

„Wenn Klein herausfindet, dass Charlotte sich heimlich mit Alpha Moon herumgetrieben hat …", flüsterte sie, „wird keiner von uns die Konsequenzen überleben."

Mira wandte sich langsam wieder zu ihr um.

Dann erschien ein Lächeln auf ihren Lippen.

„Und du bist unschuldig?", fragte Mira leise.

Serenes Ausdruck geriet ins Wanken.

Mira trat näher, bis sie sich fast Gesicht zu Gesicht gegenüberstanden.

„Du scheinst zu vergessen, was in der Nacht passiert ist, als dein Bein verletzt wurde."

Serenes Atem stockte augenblicklich.

„Und was zwischen dir und Sleek geschehen ist."

Serene taumelte so plötzlich zurück, dass sie beinahe zusammenbrach. Ihre Hand flog zur Wand, um Halt zu finden, während die Angst ihr die Farbe aus dem Gesicht trieb.

Mira sagte nichts weiter.

Sie drehte sich einfach um und ging davon.

Serene sah schnell durch den leeren Korridor, Panik blitzte heftig in ihren Augen auf.

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