ログインSophia erreichte das Tor. Ihr Handy hielt sie ans Ohr, während sie ihre Tasche fest an sich drückte.„Ich bin am Tor“, sagte sie. „Wo bist du?“„Ich habe dir doch gesagt, dass ich draußen bin.“ Dimitris Stimme klang warm und tief. „Der schwarze Wagen direkt vor dir ist für dich. Steig ein.“Sie blickte zum Wagen, doch ihre Füße blieben wie von selbst stehen. Ihre Finger schlossen sich so fest um das Handy, dass ihre Knöchel weiß hervortraten. Das letzte Mal, als sie es eilig gehabt hatte, in ein Auto zu steigen, hatte es geregnet. Sie erinnerte sich an Scheinwerfer und ein silbernes Feuerzeug. Der Geruch von Benzin stieg ihr in die Nase, obwohl nichts brannte.„Sophia?“, fragte Dimitri. „Bist du noch dran?“„Ja.“ Ihre Stimme klang viel zu hoch, also räusperte sie sich. „Ich steige ein.“Sie öffnete die hintere Tür, in der Erwartung, Dimitris Gesicht zu sehen.Doch auf dem Rücksitz saß ein Fremder in einem grauen Anzug. Ein Tablet lag auf seinen Knien.Sophia schrie auf. Sie sprang so
„Iss einfach dein Essen, Sophia.“ Dimitri beantwortete ihre Frage nicht. Er nahm ihr das Sandwich vom Schoß, überprüfte noch einmal die Verpackung und legte es ihr wieder in die Hände. „Danach reden wir darüber, wie es weitergehen soll.“Sophia bemerkte, dass er ihrer Frage auswich. Er hatte den Blick wieder auf die Windschutzscheibe gerichtet, und der Muskel in seinem Kiefer zuckte ununterbrochen. Sie öffnete den Mund, um noch einmal nachzufragen.„Mach dir über nichts anderes Gedanken.“ Er sah sie noch immer nicht an. „Benutz mich einfach. Mein Geld, meinen Namen, meinen Einfluss, alles, was ich habe. Was auch immer du brauchst, um dein Ziel zu erreichen, nimm es dir.“Sophia starrte ihn an. In ihrem ersten Leben hatte jede noch so kleine Freundlichkeit ihren Preis gehabt. Calistas Tonikum war mit einem Lächeln gekommen, und hinter Nicholas' Lächeln hatte sich ein Plan verborgen. Sie suchte in Dimitris Gesicht nach dem Haken, doch sie entdeckte nur einen Mann, der starr geradeaus bl
Der Gastgeber verbeugte sich, noch bevor sie ihre Namen nennen konnten. Ein Tisch stand bereits für sie bereit, als hätte man ihn schon seit Stunden reserviert.„Nur damit du es weißt: Ich habe einen wichtigen Termin abgesagt, um hier zu sein“, sagte Dimitri. Sein Handy leuchtete neben seiner Serviette auf. Eine Nachricht seines Assistenten erschien auf dem Bildschirm.Die Investoren warten immer noch, Sir.Er drehte das Handy mit dem Display nach unten, ohne den Rest zu lesen.„Also musst du mir etwas im Gegenzug geben.“„Okay“, sagte Sophia.Sie fragte nicht, was er wollte. Sie hatte nicht einmal die Kraft, sich Gedanken darüber zu machen, welchen Preis ein Mann wie er verlangen würde.Der Kellner legte zwei Speisekarten vor sie und ging wieder. Sophia hielt ihre Karte in den Händen, ohne sie zu öffnen. Ihr Daumen drückte so fest gegen den Rand, dass sich das Papier bog.Dimitri beobachtete sie einen Moment lang. Dann senkte er den Blick auf die Tischdecke und verschränkte die Hände
Dimitri stand in der Tür, Elena einen halben Schritt hinter ihm. Sein Blick wanderte einmal durch den Raum, glitt an Calista vorbei und blieb schließlich an Sophia hängen. Genauer gesagt an der Schnittwunde am Mundwinkel.Ein Muskel in seinem Kiefer zuckte.Calistas Lächeln erstarrte. Ihre Finger schlossen sich um den Saum ihres Ärmels, und ihr Blick wanderte von seinem Gesicht zum Boden und wieder zurück, als würde sie abzuschätzen versuchen, wie viel er mitbekommen hatte.„Mr. Ravel.“ Ihre Stimme klang viel zu fröhlich. „Was für eine Überraschung. Meiner Tochter geht es nicht gut, deshalb—“„Sophia.“ Er sah Calista nicht einmal an. „Komm jetzt heraus.“Sophia bewegte sich nicht. Ihre Knie fühlten sich an, als gehörten sie jemand anderem, und ihre Fingernägel steckten noch immer tief im Teppich. Erst vor einer Minute hatte sie diesen Worten über das Zurückgelassenwerden gelauscht, und jetzt stand er hier und sah sie an, als hätte er jedes einzelne davon gehört. Hitze stieg ihr in den
Dimitri wählte zum vierten Mal Sophias Nummer, bevor er das Tor des Ravel-Anwesens erreichte.Es klingelte nicht einmal. Eine monotone Stimme teilte ihm mit, dass die Nummer derzeit nicht erreichbar sei. Sein Daumen drückte so fest auf das Display, dass sein Fingernagel weiß wurde.Er hatte bereits im Haus der Lawrences angerufen. Eine Magd hatte hastig abgenommen und ihm mitgeteilt, dass Miss Sophia sich unwohl fühle und nicht ans Telefon kommen könne. Bevor er eine weitere Frage stellen konnte, hatte sie aufgelegt.Er warf das Handy auf den Beifahrersitz. Die Worte seiner Mutter von diesem Morgen hallten erneut in seinem Kopf wider.Komm nach Hause. Alle warten auf eine Erklärung.Die Haushälterin öffnete die Haustür und starrte ihn überrascht an.„Mr. Dimitri?“ Sie legte eine Hand auf ihre Brust. „Es ist fast ein ganzes Jahr her.“„Ich weiß.“Er ging an ihr vorbei, ohne seinen Mantel auszuziehen.Sein Vater saß in einem Sessel und hielt eine Zeitung in den Händen, die er offensicht
Sophia schmeckte Blut. Sie wischte sich mit dem Daumen über die Lippe und betrachtete einen Moment lang den roten Fleck, bevor sie den Blick hob.Calistas Hand schwebte noch immer in der Luft.„Bist du völlig von Sinnen? Wie kannst du es wagen, einen Mann anzufassen, der für Elena bestimmt war?“„Wie kannst du es wagen, dein eigenes Kind zu schlagen, Mutter?“Sophia wich keinen Schritt zurück.Calista wurde blass. „Was hast du gerade gesagt?“Sie holte erneut aus, doch eine Stimme aus dem Wohnzimmer hielt ihre Hand mitten in der Bewegung auf.„Schluss jetzt. Ihr beide!“Matthew stand in der Tür. Eine Hand lag am Türrahmen, als bräuchte er ihn, um sich aufrecht zu halten.„Das ist einfach nur beschämend. Wie kannst du es wagen, deine Schwester auf diese Weise bloßzustellen?“Sophia sah ihm direkt in die Augen. Sie waren weit geöffnet und ausdruckslos. Diesen Blick kannte sie nur zu gut. Jeden Morgen sah sie ihn in ihrem eigenen Spiegel.„Sie bloßstellen? Vater, sieh mich an.“„Heirate







